DE31770C - Schlammgewinnungsvorrichtung bei der Kohlenaufbereitung - Google Patents
Schlammgewinnungsvorrichtung bei der KohlenaufbereitungInfo
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D21/00—Separation of suspended solid particles from liquids by sedimentation
- B01D21/02—Settling tanks with single outlets for the separated liquid
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- B01D21/24—Feed or discharge mechanisms for settling tanks
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
In dem Verfahren, die Kohlen und Schlämme, welche von den Waschwässern mitgeführt werden,
in Bassins zum Niederschlagen zu bringen und so deren Gewinnung zu ermöglichen, habe ich durch Einfügung eines separaten
Concentrirbassins und durch Vorrichtungen zur Erzielung einer gleichmäfsigen Vertheilung
und Strömung Neuerungen getroffen. Es sei zunächst die Art und Weise, wie die Schlämme
bisher gewonnen wurden, kurz erläutert.
Die gewaschene Kohle fliefst in ein trichterförmiges
Bassin, aus welchem dieselbe' durch ein oder mehrere gelochte Becherwerke gehoben
wird. Die Trüben treten über in ein Spitzkastensystem; hier concentriren sich dieselben,
werden am tiefsten Punkt der Kästen durch Hähne oder Ventile ausgetragen und
fliefsen einem Hebeapparate zu. Das ab-I gehende Wasser fliefst zum weiteren Gebrauch
• entweder direct der Pumpe zu oder wird vorher noch in anderen Sümpfen abgeklärt.
Die concentrirten Schlämme werden nun entweder
ι. in einen Thurm oder Wagen gehoben
(es können nun diese Schlämme den durch die gelochten Becherwerke entwässerten Kohlen
nicht zugeführt werden, weil sie sehr viel Wasser enthalten und eine innige Vermengung
mit den Kohlen nicht möglich ist) oder
2. in das genannte Bassin zurückgeführt, um hier niederzuschlagen und durch gelochte
Becherwerke gleichzeitig mit den Kohlen gehoben und entwässert zu werden.
Hierdurch entsteht nun der Uebelstand, dafs die concentrirten Schlämme, welche vielleicht
2 pCt. des Waschwassers betragen, wieder mit der ganzen Wassermenge gemischt, also um
das 50fache verdünnt werden, wodurch das Niederschlagen erschwert, für die feinsten Theile
unmöglich gemacht wird.
Nach meinem Verfahren nun werden Kohlen und Schlämme durch ein ungelochtes Becherwerk
aus dem Sammelbassin A in ein zweites Bassin B und aus diesem durch ein gelochtes
Becherwerk entwässert in einen Thurm gehoben. Das Bassin B, dem man dieselbe
Gröfse wie dem Bassin A geben kann, empfängt somit nur 2 pCt. Schlämme, deren
Niederschlagen leicht erfolgt, da die abfliefsenden Wässer nur vielleicht den 50. Theil von jenen
betragen, welche das Bassin A passiren. Aus dem Bassin B treten die Wässer wieder in
das Bassin A zurück; sie enthalten nur noch ein Minimum von Schlammtheilen.
Aus beiliegender Zeichnung ist mein Verfahren ersichtlich;
Ich führe die gewaschene Kohle durch die Rinne η dem Trichterbassin A zu, aus welchem
die niedergeschlagenen Theile durch ein ungelochtes Becherwerk C in das höher gefüllte
Bassin B gehoben werden. Die in die Rinne O übertretenden Wässer fliefsen in die Rinne r,
welche in ihrem Boden Oeffnungen hat, die sich durch Pfropfen vergröfsern und verkleinern
lassen, wodurch eine durchaus gleichmäfsige Vertheilung der Trüben auf der ganzen
Langseite des Bassins C erfolgt. Damit die Wässer auf der anderen Seite ebenso gleichmäfsig
wieder abfliefsen, ist in dieser Wand ein gleiches Rohrsystem eingesetzt. Dadurch,
dafs die Trüben auf der. Langseite des Bassins eintreten, ist die Geschwindigkeit eine minimale,
so dafs sich die Schlämme schnell niederschlagen können. Um ferner eine Vertheilung
der Trüben in dem ■ ganzen Bassin zu erzielen, sind in demselben mehrere Jalousien aufgehängt;
diese Jalousien sind oben drehbar und werden sich, falls sich Schlammmassen ansetzen sollten, schräg stellen, so dafs der
Schlamm abfallen mufs. Das geklärte Wasser tritt aus dem Sumpfe C durch ein Rohrsystem
s in die Rinne t, welche dasselbe der Pumpe zuführt. Die niedergeschlagenen
Schlämme, welche durch die Rohre u am tiefsten Punkte austreten, werden durch das
Schöpfwerk g in die Rinne ν gehoben und fliefsen bei n>
wieder in das Bassin B, aus dem sie, mit der Kohle gemischt, durch ein
gelochtes Becherwerk m gehoben werden.
Die aus dem Bassin B abgehenden Wasser treten in die Rinne ρ ein und fliefsen durch
die Rinne η zurück in das'Bassin A, um von neuem geklärt zu werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Die Einschaltung eines separaten Concentrirbassins B zur vollständigen Gewinnung der Schlämme und deren innige Mischung mit Kohle.
- 2. Die Anwendung der beweglichen Jalousien in den Sümpfen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE31770C true DE31770C (de) |
Family
ID=307833
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT31770D Active DE31770C (de) | Schlammgewinnungsvorrichtung bei der Kohlenaufbereitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE31770C (de) |
-
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