DE3153458C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf Durchlaufdraht-
Elektroerosionsverfahren und insbesondere auf ein verbes
sertes Verfahren und eine verbesserte Vorrichtung zum auto
matischen Wiedereinfädeln einer Drahtelektrode in einer
Einspanneinrichtung an einer Funkenerosion und/oder elektrochemisch
arbeitenden Drahtschneidemaschine.
Der hier verwendete Betriff "Elektroerosion" soll in weitem
Umfang ein Verfahren zur elektrischen Bearbeitung allge
mein, einschließlich eines funkenerosiven Bearbeitungs-
(EDM)-Verfahrens, eines elektrochemischen Bearbeitungs-
(ECM)-Verfahrens und eines elektrochemischen funkenerosiven
Bearbeitungs-(ECM)-Verfahrens bedeuten.
Der hier verwendete Begriff "Drahtelektrode" bezieht sich
in erster Linie auf eine längliche Elektrode in der Form
eines dünnen durchlaufenden Drahtes, kann jedoch irgendeine
andere ähnliche Form der Elektroerosionselektrode, wie z. B.
eine Bandform, umfassen.
Bei Durchlaufdraht-Elektroerosionsverfahren wird eine
durchlaufende Drahtelektrode axial durch Draht-Axial
antriebsmittel von einer Zuführungseinrichtung zu einer
Aufnahmeeinrichtung gefördert. In der Bahn des Drahtdurch
laufs ist üblicherweise ein Paar von Bearbeitungsführungs
bauteilen an entgegengesetzten Seiten eines elektrisch
leitenden Werkstücks angeordnet, um die durchlaufende
Drahtelektrode, die das Werkstück durchläuft, durch dieses
hindurch gerade zu spannen, wodurch die Drahtelektrode in
einer genauen Bearbeitungslage zum Werkstück angeordnet
wird. Die Elektroerosionsmaschine enthält eine Stromquelle
zum Leiten eines elektrischen Arbeitsstromes, typisch
oder vorzugsweise in der Form einer Folge elektrischer
Impulse, zwischen der Drahtelektrode und dem Werkstück
durch einen mit einer Arbeitsflüssigkeit, z. B. Wasser
oder einer wässerigen Lösung, gespülten Arbeitsspalt,
um funkenerosiv Material vom Werkstück abzutragen. Während
die Materialabtragung fortschreitet, wird das Werkstück
quer relativ zur Achse der Drahtelektrode längs einer vor
geschriebenen Vorschubbahn unter der Steuerung vorzugsweise
eines numerischen Steuergerätes verschoben, so daß ein
gewünschtes Schneidprofil im Werkstück erzeugt wird.
Drahtelektroerosionsmaschinen müssen oft eine Anzahl von
Profilen in einem Werkstück oder ähnlichen Werkstücken in
einer Folge von Arbeitsgängen bearbeiten. Bei jedem Vorgang
ist es erforderlich, daß die Bearbeitung mit einem an einem
gegebenen, mit jedem gewünschten Profil verbundenen Punkt
vorgeformten Loch beginnt. So muß die Drahtelektrode vor
der Ingangsetzung eines gegebenen Bearbeitungsvorganges
durch ein Startloch eingefädelt oder eingesetzt werden, und
nach Abschluß dieses Bearbeitungsvorganges muß die Draht
elektrode aus dem bearbeiteten Profil oder dem Loch ent
fernt und durch ein anderes, mit einem anderen gewünschten
Profil in demselben oder einem anderen Werkstück verbunde
nes Startloch wieder eingefädelt werden. Jeder nach einem
gegebenen Bearbeitungsvorgang vor dem folgenden benötigte
Einfädelungsvorgang erfordert daher das Durchtrennen der
sich zusammenhängend zwischen der Zuführungsseite und der
Aufnahmeseite erstreckenden Drahtelektrode in einem Bereich
unmittelbar über oder unter dem Werkstück, das Wiederein
stellen der Relativstellung zwischen der Achse der Draht
elektrode und dem das oder die Werkstücke tragenden Werk
tisch, das Einfädeln der Drahtelektrode vom durchgetrennten
Ende durch das mit dem zu bearbeitenden Profil verbundene
Startloch und den Wiederanschluß der eingefädelten Draht
elektrode an die Draht-Axialantriebs- oder -fördermittel
stromab des Führungskörpers, um ihre zusammenhängende
Axialdurchlaufbahn von der Zuführungsseite zur Aufnahme
seite herzustellen.
Um die Notwendigkeit des Eingreifens des Arbeiters von Hand
zu erübrigen, wurde vorteilhaft eine automatische Drahtwie
dereinfädelungsvorrichtung vorgesehen, die zur automatischen Durch
führung des vorstehend erläuterten Vorgangs ausgelegt ist.
Bei der in der älteren, nicht vorveröffentlichten
DE-OS 31 00 029 beschriebenen Einrichtung wird die durchlaufende Draht
elektrode mittels Schneidens mit einer Schneide durchge
trennt und wird vor dem Schneiden erhitzt und dadurch
gehärtet, um eine gewünschte Geradheit ihres
Schnittendes zu erreichen. Bei dieser Anordnung
wird ein Amboß im Kontakt mit der Drahtelektrode angeord
net, die auf der gegenüberliegenden Seite des Ambosses
bezüglich der Drahtelektrode angeordnete Messerschneide
wird zum Amboß hin bewegt, um die
Drahtelektrode
durchzutrennen.
Die Erfahrung hat nun gezeigt, daß diese Anord
nung häufig zu einem Versagen beim Einfädeln der durchge
trennten Drahtelektrode in das Startloch, das zweckmäßig so
klein wie möglich sein muß, beim Wiedereinstellen der Ma
schineneinspanneinrichtung führt. Die Fehleinfädelung zer
stört die automatische Wiedereinfädelungsfunktion und ver
ursacht ein erhebliches und unerwartetes Eingreifen des
Arbeiters von Hand, um die benötigte Wiedereinfädelung
vorzunehmen.
Es wurde gefunden, daß eine Quelle der Einfädelungsschwie
rigkeit einem Rückstand der Bearbeitungsflüssigkeit
zuzuschreiben ist, der örtlich an der Drahtelektrode nach
dem vorhergehenden Bearbeitungsvorgang haften bleibt. Wenn
der Drahtelektrodenteil vor dem Durchtrennen zwecks Härtens
erhitzt wird, tritt eine Neigung zur Entwicklung einer
Spannung im Draht aufgrund einer Unregelmäßigkeit in der
Temperaturerhöhung von einem Bereich, an dem die Flüssig
keit in größerer Menge zurückbleibt, zu einem anderen Be
reich auf, an dem die Flüssigkeit in einer geringeren Menge
zurückbleibt oder praktisch nicht haftet, welche Spannung
hier zu einer Biegung des Drahtes nach der Durchtrennung
führt.
Aus der DE-OS 27 55 777 sind ein Verfahren und eine Vor
richtung gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1 bzw. 2,
jedoch ohne Erhitzen bzw. Heizeinrichtung zum Erhitzen der
Drahtelektrode im durchzutrennenden Bereich bekannt, wobei
zum Durchtrennen der Drahtelektrode ein einseitiges Ein
kerben derselben und ein anschließendes Abreißen an der
Einkerbung durch Zugwirkung auf den abzureißenden Teil der
Drahtelektrode vorgesehen sind.
Die CH-PS 5 59 599 beschreibt ein Verfahren und eine Ein
richtung zum funkenerosiven oder elektrochemischen Bear
beiten von Werkstücken, womit das Durchtrennen der Draht
elektrode, ohne daß sie erhitzt wird, mittels eines
Schneidorgans erfolgt und wobei ein Organ zum Verbinden
der durchgetrennten Elektrodenteile nach einem Wiederein
fädeln eines Teiles vorgesehen sein kann.
Aus der DE-OS 24 40 564 ist es bei einer Maschine zum
funkenerosiven Schneiden mit einer Drahtelektrode an sich,
d. h. ohne Angabe von Wiedereinfädelungsvorgängen, bekannt,
die Drahtelektrode unmittelbar vor dem Einlaufen in die
Bearbeitungszone zu erwärmen, mittels einer Drahtbremsvor
richtung auszurichten und wieder abzukühlen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes
Verfahren und eine verbesserte Vorrichtung zum automatischen Wiedereinfädeln einer Draht
elektrode in einer Einspanneinrichtung an einer funkenerosiv und/oder elektrochemisch
arbeitenden Drahtschneidemaschine
zu entwickeln, mit dem/der die
Drahtelektrode ohne Störung eingefädelt und so genau und
verläßlich wieder eingestellt wird, um einen automatischen
Beginn des nachfolgenden Bearbeitungsvorganges zu ermögli
chen.
Gegenstand der Erfindung, womit diese Aufgabe gelöst wird,
ist zunächst ein Verfahren zum automatischen Wiederein
fädeln einer Drahtelektrode in einer Einspanneinrichtung
der Drahtelektrode in einer Maschine zum funkenerosiven und/oder
elektrochemischen Bearbeiten, bei
dem man einen vorhergehenden, mit einem bestimmten Start
loch in einem Werkstück begonnenen Bearbeitungsvorgang
durch Unterbrechen der Zufuhr eines elektrischen Bearbei
tungsstroms zur Drahtelektrode und durch Anhalten eines
axialen Bearbeitungsvorschubs der sich in einer zusammen
hängenden Spannstrecke von einer Zuführungsseite längs
einer geraden Bahn durch ein Werkstück zu einer Aufnahme
seite erstreckenden Drahtelektrode relativ zum Werkstück
beendet, die Drahtelektrode in einem durchzutrennenden
Bereich erhitzt und anschließend durchtrennt und die Draht
elektrode mit einem Bruchendteil in ein in einem Werkstück
vorgeformtes Startloch zur Bearbeitung eines Profils im
nachfolgenden Bearbeitungsvorgang zur Neueinstellung der
zusammenhängenden Spannstrecke der Drahtelektrode zwischen
der Zuführungsseite und der Aufnahmeseite einfädelt, mit
dem Kennzeichen, daß man vor dem Erhitzen des durchzutren
nenden, an das Werkstück an einer von dessen entgegenge
setzten Seiten angrenzenden Bereichs der Drahtelektrode
auch die Zufuhr einer Arbeitsflüssigkeit zur Draht
elektrode unterbricht und mit einem Hochdruckgasstrom einen
Rückstand der Arbeitsflüssigkeit, der an der Draht
elektrode haften bleibt, wenigstens von dem durchzutrennen
den Bereich wegbläst und die Drahtelektrode nach dem Erhit
zen mit Hilfe einer Schneide durchtrennt.
Außerdem ist Gegenstand der Erfindung eine Vorrichtung zur
Durchführung dieses Verfahrens, mit einer Arbeits
stromquelle zum Zuführen eines elektrischen Arbeits
stroms zur Drahtelektrode, Drahtantriebsmitteln zum axialen
Vorschub der sich in einer zusammenhängenden, eine gerade,
ein Werkstück durchsetzende Bahn enthaltenden Spannstrecke
von einer Zuführungsseite zu einer Aufnahmeseite erstrecken
den Drahtelektrode, einer Flüssigkeitszuführungseinrichtung
zum Fördern einer Arbeitsflüssigkeit zu der Drahtelek
trode und einem davon mit dem Werkstück gebildeten Arbeits
spalt, einem mit der Stromquelle und den Draht
antriebsmitteln verbundenen Schaltorgan zum Abschalten der
Zufuhr des elektrischen Bearbeitungsstromes zur Drahtelek
trode und zum Anhalten eines axialen Bearbeitungsvorschubs
der Drahtelektrode in der zusammenhängenden Spannstrecke
und dadurch zur Beendigung eines mit dem bestimmten Start
loch im Werkstück begonnenen Bearbeitungsvorganges, einer
Heizeinrichtung zum Erhitzen der Drahtelektrode wenigstens
in einem an das Werkstück an einer von dessen entgegenge
setzten Seiten angrenzenden, durchzutrennenden Bereich,
einer Drahtdurchtrenneinheit und einer Einrichtung zum
Einfädeln der Drahtelektrode mit ihrem einen durchgetrenn
ten Endteil in ein neues, in einem Werkstück vorgeformtes
Startloch zur Bearbeitung eines Profils darin im folgenden
Bearbeitungsvorgang zwecks Wiederherstellung der zusammen
hängenden Spannstrecke der Drahtelektrode zwischen der
Zuführungsseite und der Aufnahmeseite, mit dem Kennzeichen,
daß das Schaltorgan außerdem mit der Flüssigkeitszufüh
rungseinrichtung zwecks Unterbrechung der Zufuhr der Ar
beitsflüssigkeit zur Drahtelektrode verbunden ist, daß
eine Gasstrahleinrichtung zum Zuführen eines Hochdruck
stroms eines gasförmigen Fluids zur Drahtelektrode wenig
stens in deren durchzutrennenden Bereich zwecks Wegblasens
eines Rückstandes der Arbeitsflüssigkeit, der an der
Drahtelektrode haften bleibt, wenigstens von diesem Bereich
vorgesehen ist und daß die Drahtdurchtrenneinheit eine
Schneide aufweist.
Die Erfindung wird anhand des in der Zeichnung veranschau
lichten Ausführungsbeispiels näher erläutert; darin zeigt
Fig. 1 eine Ansicht, wesentlich im Schnitt, zur
schematischen Veranschaulichung einer Elek
troerosionsmaschine mit einer automatischen
Drahtwiedereinfädelungseinrichtung gemäß der
Erfindung.
Gemäß Fig. 1 weist eine Durchlaufdraht-Elektroerosions
maschine eine vertikale Säule 1 mit einem oberen horizonta
len Ansatz 2 auf. Ein Maschinenkopf 3 ist gleitbar vom
horizontalen Ansatz 2 getragen und vertikal durch einen
Motor 4 zur Justierung seiner vertikalen Stellung ver
schiebbar. Eine dünne Drahtelektrode E, die einen Durchmes
ser etwa von 0,05 bis 0,5 mm aufweist, ist in einer Zufüh
rungsspule 5 gespeichert, die in einer oberen Lage in der
Säule 1 montiert gezeigt ist, und über Spannmittel 6, d. h.
Bremsrollen 6 a, 6 b und eine Führungsrolle 7 im horizontalen
Ansatz 2, und dann über Rollen 8 und 9 und eine Formführung
10 im Kopf 3 zum Bereich eines Werkstücks W hin geführt,
das fest auf einem Werkstückhalter oder -tisch 11 montiert
ist. Der letztere wird von einer Quergleit-Tischgruppe 12,
13 getragen, die ihrerseits von einer Basis 14 der Maschine
getragen wird. Die Drahtelektrode E ist in eine Bearbei
tungslage zum Werkstück W von und zwischen der an dessen
oberen Seite im Kopf 3 angeordneten Formführung 10 und
einer an dessen unteren Seite angeordneten Gleitführung 15
in einem hohlen Arm 16 eingestellt, der sich horizontal von
der vertikalen Säule 1 unter dem Werkstück W erstreckt.
Eine Drahtantriebseinheit 17 ist unter der Gleitführung 15
innerhalb des hohlen Arms 16 angeordnet und als ein Paar
von zueinander gedrückten Rollen 17 a und 17 b ausgebildet,
deren eine von einem (nicht dargestellten) Motor angetrie
ben wird, um auf die Drahtelektrode E einen ständigen Zug
auszuüben. Weiter im Arm 16 angeordnet ist eine Drahtaus
zieheinheit 18 dargestellt, die drei Endlosriemen 19, 20
und 21 aufweist, die um Paare von Rollen 22 und 23 bzw. 24
und 25 bzw. 23 und 26 laufen. In dieser Anordnung können
die Rollen 23 und 24 von einem oder mehreren (nicht darge
stellten) Motoren angetrieben sein, um diese Riemen zu
bewegen und die Drahtelektrode E zunächst zwischen den
bewegten Riemen 19 und 20 und dann zwischen den bewegten
Riemen 20 und 21 fest zu erfassen. Die von zwischen den
bewegten Riemen 20 und 21 ausgedrückte Drahtelektrode E
wird in einem Sammelkasten 27 gesammelt.
Gegen die auf die Drahtelektrode E durch die Antriebsrollen
17 a und 17 b stromab des Werkstücks W ausgeübte Zugkraft
werden die Bremsrollen 6 a und 6 b an der Drahtzuführseite
angetrieben, um auf die Drahtelektrode E eine geeignete
Bremskraft einwirken zu lassen, so daß die Drahtelektrode
stetig von der Zuführungsspule 5 zum Sammelkasten 27 mit
einer geeigneten Axialförderungsgeschwindigkeit und unter
einer geeigneten Spannung wandert. Die Führungsrolle 7 und
die Auszieheinheit 18 dienen zur Änderung der Richtung des
Drahtdurchlaufs von der Zuführungsseite zum Werkstück W
bzw. von diesem zum Sammelkasten 27. Stromab der Richtungs
änderungs-Führungsrolle 7 ist eine elektrisch leitende
Rolle 28 in Eingriff mit der Führungsrolle 8 angeordnet, um
der Drahtelektrode E den Arbeitsstrom zuzuführen,
und ist so über eine Bürste 29 mit einem Ausgangsanschluß
einer Arbeitsstromquelle 30 verbunden, deren ande
rer Ausgangsanschluß elektrisch mit dem Werkstück W über
einen (nicht gezeigten) leitenden Block verbunden ist. Der
Arbeitsstrom wird so durch den zwischen der Draht
elektrode E und dem Werkstück W gebildeten und mit einer
Arbeitsflüssigkeit gespülten Arbeitsspalt G ge
leitet. Eine Pumpe 31 zieht die Arbeitsflüssigkeit aus
einem Behälter 32, um ihn zu einer Vorkammer 33 zu fördern,
die am Kopf 3 unter Herabhängen von dessen unterem Ende
angebracht und mit einer Flüssigkeitsauslaßöffnung 34 ver
sehen ist. Die in die Kammer 33 gepumpte Arbeitsflüs
sigkeit wird durch die Öffnung 34 auf die durchlaufende
Drahtelektrode E geleitet und damit in den Arbeits
spalt G getragen. Ein rohrförmiger elektromechanischer
Wandler 35 kann vorgesehen sein, durch den man die Draht
elektrode E durchlaufen läßt und der von einer (nicht
dargestellten) Stromquelle gespeist wird, um der durchlau
fenden Drahtelektrode E eine mechanische Hochfrequenz
schwingung zu erteilen und so einen Elektroerosionsprozeß
zu erleichtern. Der dargestellte Wandler 35 wird von einem
L-förmigen Arm 36 gehalten, der von der Außenwand des
horizontalen Ansatzes 2 herabhängt, und seine Vertikal
stellung wird von einer Lageeinstelleinheit 37 justiert.
Die den Werkstückhalter 11 tragenden Quergleittische 12 und
13 werden in einer X-Y-Ebene mittels eines X-Achsenmotors
38 und eines Y-Achsenmotors 39 angetrieben, die antriebs
mäßig damit verbunden sind. Die Motoren 38 und 39 werden
mit X-Achsen- und Y-Achsen-Antriebssignalen gespeist, die
von einer numerischen Steuer (NC)-Einheit 40 geliefert
werden, um das Werkstück W relativ zur Achse der Drahtelek
trode E zu verschieben und so eine gegebene Bearbeitungs
beginn-Relativstellung einzurichten, die in der NC-Einheit
40 vorprogrammiert ist, und das Werkstück W relativ zur
Achse der durchlaufenden Drahtelektrode E längs einer in
der NC-Einheit 40 vorprogrammierten vorgeschriebenen
Schneidbahn zu verschieben.
Die dargestellte Vorrichtung ist außerdem mit einer Draht
durchtrenneinheit 50 und einer Drahtheizeinrichtung 60
versehen.
Die Drahtdurchtrenneinheit 50 ist unmittelbar unter dem
Werkstück W angeordnet und vom Arm 16 getragen dargestellt.
Am Ende eines gegebenen Durchlaufdraht-Elektroerosionsbear
beitungsvorganges wird die Stromquelle 30 abgeschaltet, um
die Zufuhr des Arbeitsstroms zur Drahtelektrode E
zu unterbrechen, die Antriebsmotoren für die Drahtantriebs
einheit 17, die Drahtauszieheinheit 18 und die Brems-Spann
mittel 6 werden abgestellt, um den Axialvorschub der Draht
elektrode E anzuhalten, und die Pumpe 31 wird abgestellt,
um die Zufuhr der Arbeitsflüssigkeit zur Drahtelektro
de E zu unterbrechen. Dann können die Quergleittische 12,
13 angetrieben werden oder angetrieben worden sein, um die
Lage der Achse der Drahtelektrode E zum ursprünglichen
Startloch h 1 zurückzuführen. In diesem Zustand bleibt die
Drahtelektrode E durch das Loch h 1 eingefädelt und statio
när längs der Bearbeitungsdrahtantriebsbahn ausgestreckt.
Eine im Kopf 3 auf der gleichen Höhe wie die Rolle 9 ange
ordnete Rolle 90 wird nun in Eingriff mit der Rolle 9
bewegt, um eine Spannstrecke der Drahtelektrode E zwischen
diesen und den Rollen 17 a und 17 b zu definieren. Zur
Durchführung des Drahtdurchtrennschrittes wird die Heizein
richtung 60 betätigt, um die Spannstrecke der Drahtelektro
de E wenigstens im Bereich des Nutschneidgeräts 51 zu
erhitzen, um dadurch die innere Spannung zu beseitigen und
eine Härtung der Drahtelektrode E zu bewirken. Gleichzeitig
werden die Drahtbrems-Spannmittel 6 in einem bestimmten
Ausmaß angetrieben, um die erhitzte Drahtelektrode E zu
strecken und so ihren gestreckten Zustand im erwünschten
Ausmaß aufrechtzuerhalten. Die Heizeinrichtung 60 kann ein
äußeres Heizgerät von irgendeiner herkömmlichen Auslegung
sein, sie kann aber auch ein direktes Heizsystem zum Leiten
eines Heizstroms direkt durch eine Spanne der Drahtelektro
de E zwischen etwa der Formführung 10 und der Gleitführung
15 sein. Das gleichzeitige Erhitzen und Strecken ist vor
teilhaft, um eine gerade Ausrichtung und Glättung der
Drahtelektrode E zu erreichen, bevor sie durchgetrennt
wird.
Nach oder unverzüglich bei Abschaltung der Heizeinrichtung
60 oder des Heizstroms wird die Drahtdurchtrenneinheit 50
betätigt. Die Drahtbrems-Spannmittel 6 werden nun erneut
betätigt, um eine ausreichende Spannung zu erzeugen, daß
ein Bruch der Drahtelektrode E ermöglicht wird. Die Spann
mittel 6 können weiter in einem bestimmten Ausmaß angetrie
ben werden, um zu ermöglichen, daß das obere durchgetrennte
Ende der Drahtelektrode E aus dem Loch h 1 in eine geeignete
Lage oberhalb der Oberseite des Werkstücks W entfernt wird.
Gleichzeitig wird die Drahtauszieheinheit 18 betätigt, um
das untere Ende des durchgetrennten Drahtes zum Sammel
kasten 27 zu entfernen. Die Querleit-Tischgruppe 12, 13
wird dann betätigt, um das Werkstück W so zu verschieben,
um ein nächstes Startloch h 2 unmittelbar unter das zurück
gezogene obere Bruchende der Drahtelektrode E und koaxial
damit einzustellen. Danach wird eine der im Eingriff be
findlichen Führungsrollen 9 und 90 durch einen (nicht dar
gestellten) Motor angetrieben, um das obere gebrochene Ende
der Drahtelektrode E in das, durch das und aus dem Start
loch h 2 und dann durch die Antriebsrollen 17 a und 17 b
vorzurücken, bis es in Kontakt mit den Endlosriemen 19 und
20 kommt.
Die Antriebseinheit 17 und die Auszieheinheit 18 werden
dann betätigt, um zu ermöglichen, daß das obere durchge
trennte Ende der Drahtelektrode E von und zwischen den
bewegten Riemen 20 und 21 gequetscht und vorgerückt und
ggf. in den Sammelkasten 27 geführt wird. Die ursprüngliche
zusammenhängende Spannstrecke der Drahtelektrode E von der
Zuführungsrolle 5 zum Sammelkasten 27 ist so wieder herge
stellt.
Die Vorrichtung nach Fig. 1 enthält auch eine Luftstrahl
düse 70, die an einem L-förmigen Arm 71 gehalten darge
stellt ist, der von der Außenwand des horizontalen Ansatzes
2 herabhängt und mit einer Lageeinstelleinheit 72 zur Ein
stellung dessen vertikaler Lage versehen ist. Die Düse 70
wird mit einem Druckgas, z. B. Luft, von einem Kompressor
oder irgendeiner anderen Druckgasquelle 73 über eine
Leitung 74 gespeist, um einen Strahl des Druckgases oder
der Druckluft zum Bereich des vorigen Startlochs h 1 und des
vorher bearbeiteten Profils im Werkstück W und zum Teil der
Drahtelektrode E darin und zum Teil der Drahtelektrode E im
Bereich darunter zu führen, der durch die Heizeinrichtung
60 zu erhitzen und durch die Drahtdurchtrenneinheit 50
durchzutrennen ist. Dank der Druckgas- oder Druckluftzufuhr
zu diesen Bereichen wird jeder Rückstand der Arbeits
flüssigkeit, der an der Drahtelektrode E im zu erhitzenden
Bereich noch haften kann, weggeblasen, und es wird ermög
licht, daß die Drahtelektrode E gleichmäßig und praktisch
ohne Verursachung irgendeiner örtlichen Wärmespannung er
hitzt wird. Dies ermöglicht, daß die Drahtelektrode E beim
Wiedereinfädelvorgang so durchgetrennt wird, daß ein gera
des durchgetrenntes Ende fehlerfrei
erhalten wird, wodurch es möglich ist, das durchgetrennte
Ende fehlerfrei in und durch ein neues Startloch einzufä
deln.
Claims (2)
1. Verfahren zum automatischen Wiedereinfädeln einer Draht
elektrode in einer Einspanneinrichtung der Drahtelektro
de in einer Maschine zum funkenerosiven und/oder
elektrochemischen Bearbeiten, bei dem man einen
vorhergehenden, mit einem bestimmten Startloch in einem
Werkstück begonnenen Bearbeitungsvorgang durch Unterbre
chen der Zufuhr eines elektrischen Bearbeitungsstroms
zur Drahtelektrode und durch Anhalten eines axialen
Bearbeitungsvorschubs der sich in einer zusammenhängen
den Spannstrecke von einer Zuführungsseite längs einer
geraden Bahn durch ein Werkstück zu einer Aufnahmeseite
erstreckenden Drahtelektrode relativ zum Werkstück be
endet, die Drahtelektrode in einem durchzutrennenden
Bereich erhitzt und anschließend durchtrennt und die
Drahtelektrode mit einem Bruchendteil in ein in einem
Werkstück vorgeformtes Startloch zur Bearbeitung eines
Profils im nachfolgenden Bearbeitungsvorgang zur Neuein
stellung der zusammenhängenden Spannstrecke der Draht
elektrode zwischen der Zuführungsseite und der Aufnahme
seite einfädelt,
dadurch gekennzeichnet,
daß man vor dem Erhitzen des durchzutrennenden, an das
Werkstück (W) an einer von dessen entgegengesetzten
Seiten angrenzenden Bereichs der Drahtelektrode (E) auch
die Zufuhr einer Bearbeitungsflüssigkeit zur Drahtelek
trode (E) unterbricht und mit einem Hochdruckgasstrom
einen Rückstand der Bearbeitungsflüssigkeit, der an der
Drahtelektrode (E) haften bleibt, wenigstens von dem
durchzutrennenden Bereich wegbläst und die Drahtelek
trode (E) nach dem Erhitzen mit Hilfe einer Schneide
durchtrennt.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, mit einer Elektroerosionsstromquelle zum
Zuführen eines elektrischen Bearbeitungsstroms zur
Drahtelektrode, Drahtantriebsmitteln zum axialen
Vorschub der sich in einer zusammenhängenden, eine ge
rade, ein Werkstück durchsetzende Bahn enthaltenden
Spannstrecke von einer Zuführungsseite zu einer Aufnah
meseite erstreckenden Drahtelektrode, einer Flüssig
keitszuführungseinrichtung zum Fördern einer Bearbei
tungsflüssigkeit zu der Drahtelektrode und einem davon
mit dem Werkstück gebildeten Bearbeitungsspalt, einem
mit der Stromquelle und den Drahtantriebsmitteln verbun
denen Schaltorgan zum Abschalten der Zufuhr des elektri
schen Bearbeitungsstromes zur Drahtelektrode und zum
Anhalten eines axialen Bearbeitungsvorschubs der Draht
elektrode in der zusammenhängenden Spannstrecke und
dadurch zur Beendigung eines mit dem bestimmten Start
loch im Werkstück begonnenen Bearbeitungsvorganges,
einer Heizeinrichtung zum Erhitzen der Drahtelektrode
wenigstens in einem an das Werkstück an einer von dessen
entgegengesetzten Seiten angrenzenden, durchzutrennenden
Bereich, einer Drahtdurchtrenneinheit und einer Einrich
tung zum Einfädeln der Drahtelektrode mit ihrem einen
durchgetrennten Endteil in ein neues, in einem Werkstück
vorgeformtes Startloch zur Bearbeitung eines Profils
darin im folgenden Bearbeitungsvorgang zwecks Wiederher
stellung der zusammenhängenden Spannstrecke der Draht
elektrode zwischen der Zuführungsseite und der Aufnahme
seite,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schaltorgan außerdem mit der Flüssigkeitszufüh
rungseinrichtung (31) zwecks Unterbrechung der Zufuhr
der Bearbeitungsflüssigkeit zur Drahtelektrode (E) ver
bunden ist, daß eine Gasstrahleinrichtung (70) zum Zu
führen eines Hochdruckstromes eines gasförmigen Fluids
zur Drahtelektrode (E) wenigstens in deren durchzutren
nenden Bereich zwecks Wegblasens eines Rückstandes der
Bearbeitungsflüssigkeit, der an der Drahtelektrode (E)
haften bleibt, wenigstens von diesem Bereich vorgesehen
ist und daß die Drahtdurchtrenneinheit (50) eine
Schneide aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP6273580A JPS56163838A (en) | 1980-05-14 | 1980-05-14 | Automatic inserting method of wire electrode |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family
ID=13208924
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813153458 Expired - Fee Related DE3153458C2 (de) | 1980-05-14 | 1981-05-13 |
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| DE (1) | DE3153458C2 (de) |
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|---|---|---|---|---|
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| CN116851474A (zh) * | 2023-07-03 | 2023-10-10 | 孝感福斯汽车线缆有限公司 | 一种热熔式导体铜丝轧头工艺 |
Citations (4)
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|---|---|---|---|---|
| CH559599A5 (de) * | 1973-08-15 | 1975-03-14 | Agie Ag Ind Elektronik | |
| DE3100029A1 (de) * | 1980-01-08 | 1982-01-21 | Ateliers des Charmilles, S.A., 1203 Genève | Funkenerosionsschneidemaschine |
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| DE2755777C2 (de) * | 1977-12-14 | 1983-12-01 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Verfahren und Vorrichtung zum automatischen Schnittstellen-Wechsel bei der elektroerosiven Bearbeitung mit draht- oder bandförmiger Elektrode |
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1980
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-
1981
- 1981-05-13 DE DE19813153458 patent/DE3153458C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (4)
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|---|---|---|---|---|
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS56163838A (en) | 1981-12-16 |
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