DE3149366C2 - - Google Patents
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Classifications
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- E04F11/181—Balustrades
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Description
Die Erfindung betrifft ein Geländer mit Pfosten,
Längsholmen und Füllung, die wahlweise aus Stäben,
Holmen, Doppelholmen, Wellgitter oder
Spritzschutzelementen besteht, wobei die Pfosten als
korrosionsgeschützte, im Querschnitt rechteckige
Metallhohlprofile ausgebildet sind und die Längsholme
mit den Pfosten mittels die Längsholme
rohrschellenartig umgreifender Holmlager verbunden
sind, wozu die Holmlager rückseitig Löcher für
Befestigungsschrauben aufweisen.
Ein Geländer der eingangs genannten Art ist durch die
deutsche Offenlegungsschrift 28 38 936 bekanntgeworden.
Dieses Geländer ist aus einzelnen, vorgefertigten
Profilteilen gebildet und kann ohne Spezialwerkzeuge im
Zuge einfacher Arbeitsgänge an Ort und Stelle montiert
werden. Mit den in der Offenlegungsschrift
beschriebenen Teilen lassen sich verschiedene
Geländertypen erstellen.
Die bekannte Geländerkonstruktion besitzt zweifellos
eine gewisse Variabilität, jedoch ist diese nicht so
groß, daß sie sich auch für die Erstellung von
Geländern für Bauwerke der verschiedensten Art, z. B.
Brücken, Überführungen, Treppen usw. in gleicher Weise
eignet, so daß hierfür nach wie vor spezifische
Einzelanfertigungen ausgeführt werden müssen. Das
bedeutet, daß sie einschließlich der Konstruktion und
der zugehörigen Statik entworfen und dann nach
entsprechenden, behördlichen Genehmigungen in
Einzelanfertigungen hergestellt und schließlich auch noch
von qualifizierten Fachkräften an Ort und Stelle
montiert werden müssen. Dieser Herstellungsablauf ist
enorm zeitaufwendig und auch extrem teuer.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Geländer der eingangs
genannten Art weiterzuentwickeln und ein aus wenigen
Grundelementen bestehendes, unspezifisch vorfertigbares
Universalgeländer zu schaffen, für das behördliche
Universalgenehmigungen einholbar sind und daß darüber
hinaus von Hilfskräften mühelos erstellbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Geländer
gelöst, bei welchem die Pfosten auf ihrer Länge in
bestimmten Abständen verteilt mit Durchgangsbohrungen
versehen sind, deren Achsen jeweils senkrecht zur
Geländerebene angeordnet sind, daß die Längsholme als
Metallhohlprofile mit quadratischem Querschnitt
ausgebildet sind, daß die Längsholme mittels außen
längsgenoppter, im Querschnitt quadratischer, in die
Längsholme im Preßsitz einsteckbarer
Anschluß-Hohlprofilstücke aus Metall koaxial und
mittels im Querschnitt gleichgestalteter
Verbindungs-Hohlprofilstücke in senkrechter sowie
horizontaler Richtung winklig miteinander verbindbar
sind, wobei die Verbindungshohlprofilstücke mit
eingeschweißten, an den Enden gelochten Laschen
versehen sind, daß die Holmlager scharnierartig
klappbar ausgebildet sind und die beiden Holmlagerteile
an ihren Enden nach oben oder unten weisende, mit
korrespondierenden Löchern versehene Laschen aufweisen,
die Schrauben aufnehmen, welche die Holmlagerteile
gegeneinanderspannen und so die Längsholme mittels
Klemmschluß festlegen, daß die Löcher in den Holmlagern
Vierkantlöcher sind und daß die Befestigungsschrauben
durch die Durchgangsbohrungen steckbar sind.
Die Längslöcher im Holmlager und in den Längsholmen
sind nach Lage und Länge so ausgebildet, daß bei jeder
Stellung sich ein deckungsgleiches Schraubloch ergibt.
Z. B. kann die Länge des Längsloches im Holm gleich groß
oder größer als die Breite des Holmlagers und die
Längslöcher im Holmlager gleich groß oder größer als
75% der
Breite des Holmlagers sein. Der Abstand der Längslöcher
im Holm kann maximal 50% der Länge des Längsloches im
Holm betragen.
Die Erfindung reduziert die Geländerkonstruktion auf
fünf Universalelemente, die ggf. allein oder mittels
zusätzlicher, jedoch ebenfalls universell vorfertigbarer
Füllelemente die Herstellung beliebiger Geländerausgestaltungen
erlauben. Die Universalelemente sind
Pfosten, Längsholm, scharnierartiges Holmlager, Anschluß-
Hohlprofilstück und Verbindungs-Hohlprofilstück. Die
sinnvolle Wahl und Ausgestaltung dieser Universal-Grundelemente
und die sich daraus ergebende Tatsache, daß
die Pfostenebene und die Geländerebene, d. h. die von
Holmen und ggf. vorhandenen Füllelementen definierte
Ebene, nebeneinander parallel verlaufen, garantiert die
Universalität des erfindungsgemäß ausgebildeten Geländers.
So ist es z. B. möglich, an jeder beliebigen Stelle und
an jedem Bauwerk eine geeignete Befestigung, z. B.
Schraubanker, vorzusehen, welche es gestattet, die Pfosten
mit Hilfe ihrer Befestigungsplatte zu verankern.
Dabei ist es unerheblich für die Holm- und Füllkonstruktion,
welche Abstände die Pfosten voneinander haben,
weil Pfosten und Längsholme mit Füllkonstruktion in
parallelen Ebenen nebeneinander verlaufen.
Die Möglichkeit, das erfindungsgemäß ausgebildete Geländer
an Treppen und anderen vertikalen Neigungslagen aufzustellen,
ergibt sich durch die spezifische Konstruktion
der Holmlager, welche frotseitig gegen die Pfosten
geschraubt werden, jedoch unabhängig von der lagebedingten
Holmneigung zur Ebene beliebig in Bezug auf die Lotachse
des Pfostens verdrehbar und damit der gegebenen
Situation anpaßbar sind. Die Möglichkeit, beliebige Meterlängen
aneinanderzufügen, unabhängig von der Pfostendistanz,
ergibt sich dadurch, daß die Anschluß-Hohlprofilstücke
in die Längsholme hinein im Preßsitz eingesteckt
werden, so daß äußerlich keinerlei Vorsprünge,
Erhebungen o.dgl., nicht einmal Schweißnähte, den kontinuierlichen
Längsholm-Verlauf stören oder unterbrechen.
Das bedeutet, daß die Längsholme in genormten Längen vorgefertigt
aneinandergefügt werden können und lediglich
an den Enden des Geländers oder dort, wo Höhen- oder
Horizontalabknickungen stattfinden, auf Länge geschnitten
werden müssen. Die Höhen- oder Horizontalwinkelstöße
werden zweckmäßigerweise so gelegt, daß in ihnen keine
Verbindung mit einem Pfosten erfolgt, vielmehr werden die
Pfosten in Abständen neben solchen Winkelstößen vorgesehen.
Die Winkelstoßverbindungen der Längsholme werden
durch die Verbindungs-Hohlprofilstücke herbeigeführt.
Diese haben im Prinzip den gleichen Querschnitt wie die
Anschluß-Hohlprofilstücke, d. h. sie können in die Längsholme
im Preßsitz eingeschoben werden. Sie unterscheiden
sich jedoch von den Anschluß-Hohlprofilstücken dadurch,
daß geringfügig mitten versetzte, jedoch seitenparallele
Laschen eingeschweißt sind, die an ihren Enden mit korrespondierenden
Schraubenlöchern versehen sind. Werden
diese Verbindungs-Hohlprofilstücke so in die Längsholme
eingeschoben, daß die Laschen in Lotrichtung verlaufen,
was möglich ist, weil die Längsholme einen quadratischen
Querschnitt haben, so ergibt sich die Möglichkeit zu
vertikalem Winkelstoß. Werden die Verbindungs-Hohlprofilstücke
jedoch mit horizontal liegenden Laschen in die
Längsholme eingeschoben, so ergibt sich die Möglichkeit
zu horizontalem Winkelstoß, wobei Winkel zwischen 0 und
90 Grad, ggf. sogar mehr, verwirklicht werden können.
Eine durch die Schraubenlöcher an den Enden der Lasche
geführte Verbindungsschraube stellt dann die feste Verbindung
zwischen der Holmlänge dar.
Bei vergleichsweise einfach gefüllten Geländern genügt
es, wenn mehrere Holme in Abständen übereinander an den
Pfosten befestigt werden. Es entstehen so Holm- oder
Doppelholmgeländer. Für die Montage sind, wie schon erwähnt,
keine Spezialkräfte erforderlich, denn es kommt
lediglich darauf an, die Anschluß- oder Verbindungs-
Hohlprofilstücke in die
Längsholme einzustecken und miteinander zu
verbunden und die Längsholme mittels der Holmlager an
den Pfosten zu befestigen. Die Tatsache, daß die Holmlager
scharnierartig ähnlich Rohrschellen aufklappbar
sind, ermöglicht es, diese an den Pfosten vorzubefestigen,
die Holme bis zum Klemmsitz festzulegen und anschließend
die Holmlager fest an die Pfosten anzuschrauben. Die
ggf. erforderliche Winkelabweichung zwischen Pfosten und
Holmlager stellt sich dabei selbsttätig ein.
In vorteilhafter Weiterbildung des erfindungsgemäßen Geländers
sind die Längsholme mit einem Steg ausgerüstet,
welcher Längslöcher aufweist, die wenigstens doppelt so
lang wie ihre gegenseitigen Abstände sind, und die zum
Befestigen von Füllstäben oder Klemmleisten für Wellgitter
vorgesehen sind.
Die Längsholme können mit nach oben oder unten weisenden
Stegen in die Holmlager eingelegt werden, weil sie quadratischen
Querschnitt aufweisen. Die Stege sind in ihrer
Längsrichtung gelocht, wobei die Längslöcher doppelt so
lang wie ihre gegenseitigen Abstände sind. Diese Ausgestaltung
erlaubt nun die verschiedenartigsten Füllungen.
Einfache Füllstabgeländer lassen sich herstellen, wenn
gegen die Frontseite der Stege vorgefertigte Füllstäbe,
deren Länge entsprechend den Abständen der Löcher in den Pfosten festgelegt
ist, angeschraubt werden. Aufwendiger sind Doppel-
Füllstabgeländer, bei denen front- und hinterseitig gegen
die Stege der Längsholme Füllstäbe geschraubt werden.
Mit ebenfalls vorgefertigten Klemmleisten, deren Lochung
der Lochung der Stege entspricht, können Wellgitter-Füllungen
verwirklicht werden, bei denen das Wellgitter ggf.
auf Maß geschnitten oben und unten zwischen Klemmleisten
an den Enden der Schußlängen, ggf. zwischen Füllstäben,
eingespannt und festgelegt wird.
Es lassen sich auch Spritzschutzfüllungen verwirklichen.
Hierzu werden einfache Füllstäbe, wie schon erwähnt, befestigt
und vorgefertigte, vorzugsweise aus witterungsbeständigem
Leichtmetall bestehende Bleche im Flechtverfahren
zwischen die Füllstäbe eingeführt.
In vorteilhafter Weise ist der Steg einstückig an den
Längsholm angeformt, d. h., so vorgefertigte Längsholme
können nur für Geländer mit Füllungen verwendet werden.
Vorteilhaft ist weiterhin, daß die Längsholme unter Belassung
einer Dehnungsfuge mittels der Anschluß-Hohlprofile
im geraden Stoß miteinander verbunden sind. Geländer
größerer Abmessungen, d. h. insbesondere deren Längsholme,
unterliegen temperaturbedingten Längenänderungen.
Um Verwerfungen vorzubeugen, die sich evtl. bei erhöhten
Temperaturen einstellen können, stoßen sich die Längsholme
einander im Bereich der Anschluß-Hohlprofilstücke
unter Belassung einer Dehnungsfuge von vorzugsweise 1
bis 2 cm.
Um das erfindungsgemäß ausgebildete Geländer allen Einsatzbedingungen
anzupassen, ist in vorteilhafter Weise
vorgesehen, daß alle Bauelemente, soweit erforderlich,
statisch aus Stahl (Pfosten), im übrigen aber aus Leichtmetall
und witterungsbeständig ausgeführt sind.
Ausführungsbeispiele und Bauelemente des erfindungsgemäß
ausgebildeten Geländers sind in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht verschiedener Ausführungsformen
des erfindungsgemäß ausgebildeten
Geländers bei vertikalem Winkelstoß,
Fig. 2 das Geländer gem. Fig. 1 in Draufsicht,
Fig. 3 eine Schema-Seitenansicht des Geländers
gem. Fig. 1 und 2 bei horizontalem Winkelstoß,
Fig. 4 eine Draufsicht auf das Geländer gem.
Fig. 3,
Fig. 5 eine im Maßstab vergrößerte Schnittansicht
gemäß Fig. 1,
Fig. 6 eine Schema-Schnittansicht zweier miteinander
verbundener Verbindungs-Hohlprofilstücke,
Fig. 7 eine der Fig. 6 entsprechende Schema-
Schnittansicht der Verbindung zweier
Verbindungs-Hohlprofilstücke,
Fig. 8 eine Schema-Schnittansicht des geraden
Stoßes zweier Längsholme mittels eines
Anschluß-Hohlprofilstückes,
Fig. 8a einen Querschnitt durch den Längsholm und
das eingeschobene Anschlußprofilstück
gemäß Linie I-I in Fig. 8,
Fig. 8b einen Querschnitt durch den Längsholm
gem. Linie II-II in Fig. 8,
Fig. 9 eine Frontansicht eines Füllstabes,
Fig. 10 den Füllstab in Draufsicht,
Fig. 11 die Frontansicht einer Klemmleiste,
Fig. 12 die Draufsicht auf die Klemmleiste gem.
Fig. 11,
Fig. 13 die Frontansicht eins Bodenbleches,
Fig. 14 eine Seiten-Schnittansicht eines Pfostens,
Fig. 15 den Pfosten in geschnittener Draufsicht,
Fig. 16 die Front- bzw. Stirnansicht eines Anschluß-
Hohlprofilstückes und
Fig. 17 eine Ausführungsform des Längsholmes in
Stirnansicht.
Die Fig. 1 bis 5 erläutern die Vielseitigkeit des erfindungsgemäß
ausgebildeten Geländers und zeigen die Anwendung
der fünf Grundelemente, aus denen dieses Geländer
erfindungsgemäß besteht.
Das erfindungsgemäß ausgebildete Geländer besteht aus
Pfosten 1 mit Befestigungsplatten 2 am unteren Ende.
Gemäß Fig. 14 und 15, welche einen Längsschnitt- bzw. eine
Draufsicht auf die Pfosten 1 zeigen, sind die Pfosten 1
in Höhenrichtung mit den gleichen Abständen von der
Front- zur Rückseite durchgehend mit Löchern 3 versehen.
Die Befestigungsplatte 2 ist als rechteckförmige Platte
mit vier Langlöchern 4 ausgerüstet, welche zur Verbindung
mit nicht gezeigten Bodenankern dienen. Gemäß Fig. 15
ist zu erkennen, daß die Pfosten 1 als im Querschnitt
rechteckförmige Metallhohlprofile, vorzugsweise aus verzinktem
Stahl oder Aluminium, ausgebildet sind.
Die Pfosten 1 sind in geeigneten gegenseitigen Abständen
in Längsrichtung des Geländers verankert. Das weitere
Grundelement des erfindungsgemäß ausgebildeten Geländers
sind Holmlager 6. Die Holmlager 6 sind in ihrer Grundkonzeption
in Fig. 5 dargestellt. Sie bestehen aus zwei
scharnier- oder rohrschellenartig miteinander verbundenen
Teilen 8 und 9, wobei an einer in Befestigungslage pfostenfernen
Ecke ein Scharnier vorgesehen ist, während bei normaler
Befestigungslage (Fig. 5 unten) an der Unterseite
beider Holmlagerteile 8, 9 miteinander korrespondierende
Laschen 10 vorgesehen sind, welche korrespondierende
Löcher 11 für eine Klemmschraube 12 aufweisen. Die Holmlager
6 umschließen mit ihren Teilen 8 und 9 einen
Quadratquerschnitt, welcher dem Quadratquerschnitt von
Längsholmen 13 angepaßt ist. Durch Betätigen der Klemmschraube
12 werden die Längsholme 13 im Klemmsitz in den
Holmlagern 6 eingespannt und festgehalten. Zur Befestigung
an den Pfosten 1 besitzt der pfostenseitige Holmlagerteil
8 ein Vierkantloch 14 zur Aufnahme einer Befestigungsschraube
15 mit Vierkantkopf, welche durch die
Löcher 3 der Pfosten 1 hindurchgesteckt und rückseitig
verschraubt ist.
In Längsrichtung werden die Längsholme 13, die als im
Querschnitt quadratische Hohlprofile ausgebildet sind,
mittels größenangepaßter Anschluß-Hohlprofilstücke 16
miteinander verbunden. Die Anschluß-Hohlprofilstücke 16
sind so dimensioniert, daß sie im Klemm- oder Festsitz
in das Innere der Längsholme 13 eingeschoben werden können.
Dabei wird zweckmäßigerweise bei geradlinigem Stoß
(Fig. 4) eine Dehnungsfuge 17 zwischen den Längsholmen
13 belassen, die etwa 1 bis maximal 2 cm groß ist und
einen wärmebedingten Längenausgleich unter Vermeidung
von Verwerfungen ermöglicht.
Zur horizontalen bzw. vertikalen Eck- bzw. Knickausbildung dienen Verbindungs-
Hohlprofilstücke 18, die den gleichen Querschnitt wie
die Anschluß-Hohlprofilstücke 16 aufweisen. Im Unterschied
zu den Anschluß-Hohlprofilstücken 16 sind die Verbindungs-
Hohlprofilstücke 18 (siehe auch Fig. 7 und 6) kürzer und
weisen an einem Ende eine parallel zu einer Hohlprofilseite
verlaufende, jedoch mitten versetzt eingeschweißte,
über das Ende hinausragende gelochte Lasche 19 auf. Die
gelochte Lasche 19 kann mittels einer Verbindungsschraube
20 mit einer anderen Lasche 19 fest verbunden werden.
Die Fig. 1 bis 4 zeigen die sich aus diesen Grundelementen
ergebenden vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten.
Gemäß Fig. 1 geht ein in Höhenrichtung abfallender Geländerteil
21 mit Hilfe der Verbindungs-Hohlprofilstücke
18 in einen waagerecht verlaufenden Geländerteil 22 über,
d. h., es wird ein sog. vertikaler Winkelstoß gebildet.
Gemäß Fig. 3 und 4 sind die Verbindungs-Hohlprofilstücke
18 mit waagerecht verlaufenden gelochten Laschen 19 in
die Längsholme 13 eingesteckt und es wird ein horizontaler
Winkelstoß, im Beispiel ein Winkel von 90°, geschaffen.
Der vertikale Winkelstoß der Geländerabschnitte 21 und 22
wird ermöglicht, weil zusätzlich die Holmlager 6 dem Neigungsverlauf
der Längsholme 13 angepaßt werden können,
d. h., weil sich die Holmlager 6 bei Bedarf auch in Bezug
auf die Pfosten 1 schräg anschrauben lassen, um sich
dem Verlauf der Längsholme 13 anzupassen.
Fig. 1 zeigt eine weitere Variationsmöglichkeit, und zwar
das Beispiel eines erhöhten Geländers. Zu diesem Zweck
wird das Prinzip der Anschluß-Hohlprofilstücke 16 angewendet,
d. h., es werden zur Höhenverlängerung der Pfosten
1 im Querschnitt rechteckförmige und der lichten
Öffnung der Pfostenhohlprofile angepaßte Pfosten-Anschlußhohlprofilstücke
23 jeweils in das obere offene
und das untere offene Ende der aufeinandergesetzten Pfosten
1 im Klemm- oder Festsitz eingeschoben und mit den
Schrauben 15 zur Befestigung der Holmlager 6 gesichert
(Fig. 5).
Die Längsholme 13 (siehe Fig. 17) sind einstückig und
mit einem Steg 24 ausgerüstet. Die Stege 24 sind in gleichen
gegenseitigen Abständen mit Langlöchern 26 versehen,
deren Länge etwa doppelt so lang wie ihr gegenseitiger
Abstand ist. Die Stege 24 gehen (Fig. 5) zwischen
den gelochten Laschen 10 der Holmlager 6 hindurch und
die Befestigungs- oder Klemmschrauben 12 werden zusätzlich
durch die Langlöcher 26 hindurchgeführt. Die
Langlöcher 26 schaffen hierbei die nötige Freiheit, um
ohne besondere Nacharbeit jeweils die passende Befestigung,
d. h. die Toleranz in Längsrichtung, zu erzielen.
Mit Hilfe der beschriebenen Grundelemente lassen sich
neben der geschilderten Formanpassung, d. h. der Verwirklichung
unterschiedlicher vertikaler oder horizontaler
Winkelstöße, auch die verschiedenartigst gefüllten
Geländer herstellen. So können bspw. gem. Fig. 1
einfache Füllstäbe 27 unter Verwendung der Langlöcher
26 in geeigneten gegenseitigen Abständen an die Stege
24 angeschraubt werden. Die Füllstäbe 27 können zusätzlich
auch doppelt angeordnet werden, d. h. es wird je
ein Füllstab 27 frontseitig und einer rückseitig gegen die
Stege 24 geschraubt. Bei dem Beispiel, das die rechte
Hälfte der Fig. 1 zeigt, sind die Füllstäbe 27 in größeren
gegenseitigen Abständen montiert und es sind Aluminium-
Flachprofile bzw. -Bleche 28 im Flechtverfahren
jeweils abwechselnd vor bzw. hinter dem nächstfolgenden
Füllstab 27 eingeführt, so daß sich ein Spritzschutz-
Geländer ergibt. Das andere Beispiel, das die Fig. 1
zeigt, erläutert die Verwirklichung eines Geländers mit
Wellgitter-Füllung. Entsprechend auf Längs zugeschnittene
Wellgitter 29 sind mit Hilfe von paarweise front- und
rückseitig gegen die Stäbe 27 geschraubten Klemmleisten 30
zwischen den Längsholmen 13 eingespannt. Als Abschluß
dienen U-förmige Abschlußprofile 31, die jeweils die Lotkanten
der Wellgitterstöße aufnehmen und sich rückseitig
an die Pfosten 1 anlehnen. Oben und unten sind die Abschlußprofile
31 durch die Längsholme 13 gegen Verlieren
gesichert. Die gleichen Abschlußprofile 31 dienen auch
zum Aufnehmen der pfostenseitigen Enden der Flach- oder
Bandprofile 28 für den flechtartig hergestellten Spritzschutz.
Die Fig. 3 zeigt im mittleren Bereich ein am unteren
Längsholm 13 bzw. dessen Steg 24 befestigtes Bodenblech
32. Im rechten Randbereich der Fig. 3 ist ein
Holmgeländer wiedergegeben, welches Holme 13 ohne Stege
24 aufweist.
Die Fig. 9 und 10 zeigen einen Füllstab 27 in Front- bzw.
Draufsicht, wobei der Füllstab 27 gemäß der strichpunktierten
Linie 33 auch an seinen Enden geradlinig ausgeführt
sein kann. Die Fig. 11 und 12 zeigen Front- und Stirnansicht
der Klemmleisten 30. Die Fig. 13 zeigt die Frontansicht
des Bodenbleches 32.
Die Fig. 8 zeigt eine Schema-Schnittansicht des geradlinigen
Stoßes zweier Längsholme 13, welche mittels des
Anschluß-Hohlprofilstückes 16 unter Belassen einer Dehnungsfuge
17 miteinander verbunden sind. In den Fig. 8a
und 8b sind Querschnitte des Längsholmes 13 ohne und mit eingelassenen
Anschluß-Hohlprofilstücken 16 dargestellt.
Aus dem vorstehenden ist erkennbar, daß das erfindungsgemäß
ausgebildete Geländer aus genormten fünf Grundelementen,
den Pfosten 1, Holmlagern 6, den Längsholmen
13, den Anschluß-Hohlprofilstücken 16 und den Verbindungs-
Hohlprofilstücken 18 besteht und daß diese beliebig universell
vorgefertigt werden können und ein müheloses Montieren
der unterschiedlichsten Geländerformen gestatten.
Die einzige baustellenseitig erforderliche Arbeit besteht
darin, geeignete Bodenanker für die Befestigungsplatten
2 der Pfosten 1 zu schaffen und die fünf Grundelemente,
soweit erforderlich, vom laufenden Meter nach
Aufstellen der Pfosten 1 aneinanderzufügen und je nach Bedarf
bei horizontalem oder vertikalem Winkelstoß oder am
Ende des Geländers auf Länge zu schneiden. Es läßt sich
so jeglicher Höhen- und Horizontalverlauf eines Geländers
ohne spezielle konstruktive Vorbereitung verwirklichen.
Darüber hinaus kann das Geländer aus zusätzlichen
vorgefertigten Grundelementen beliebig als Füllstab-
Geländer, als Spritzschutz-Geländer, als Holmgeländer
oder als Geländer mit Wellgitter-Füllung ausgeführt werden.
Auch Erhöhungen der Geländer oder ggf. Bodenschluß
sind ohne besondere Vorarbeiten aus den universell vorgefertigten
Bauelementen zu verwirklichen. Mit Ausnahme der
Pfosten 1 bzw. deren Befestigungsplatten 2, die ggf. aus
statischen Gründen aus feuerverzinktem Stahl hergestellt
werden, können alle anderen Grundelemente einschließlich
der Füllungen - die Wellgitter ausgenommen - aus Leichtmetall
witterungsbeständig ausgeführt werden.
Claims (5)
1. Geländer mit Pfosten, Längsholmen und Füllung, die
wahlweise aus Stäben, Holmen, Doppelholmen,
Wellgitter oder Spritzschutzelementen besteht, wobei
die Pfosten als korrosionsgeschützte, im Querschnitt
rechteckige Metallhohlprofile ausgebildet sind und
die Längsholme mit den Pfosten mittels die
Längsholme rohrschellenartig umgreifender Holmlager
verbunden sind, wozu die Holmlager rückseitig Löcher
für Befestigungsschrauben aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Pfosten (1) auf ihrer Länge in bestimmten Abständen verteilt mit Durchgangsbohrungen (3) versehen sind, deren Achsen jeweils senkrecht zur Geländerebene angeordnet sind,
daß die Längsholme (13) als Metallhohlprofile mit quadratischem Querschnitt ausgebildet sind,
daß die Längsholme (13) mittels außen längsgenoppter, im Querschnitt quadratischer, in die Längsholme (13) im Preßsitz einsteckbarer Anschluß-Hohlprofilstücke (16) aus Metall koaxial und mittels im Querschnitt gleichgestalteter Verbindungs-Hohlprofilstücke (18) in senkrechter sowie horizontaler Richtung winklig miteinander verbindbar sind, wobei die Verbindungshohlprofilstücke (18) mit eingeschweißten, an den Enden gelochten Laschen (19) versehen sind,
daß die Holmlager (6) scharnierartig klappbar ausgebildet sind und die beiden Holmlagerteile (8, 9) an ihren Enden nach oben oder unten weisende, mit korrespondierenden Löchern versehene Laschen (10) aufweisen, die Schrauben (12) aufnehmen, welche die Holmlagerteile (8, 9) gegeneinanderspannen und so die Längsholme (13) mittels Klemmschluß festlegen,
daß die Löcher in den Holmlagern (6) Vierkantlöcher (14) sind und
daß die Befestigungsschrauben (15) durch die Durchgangsbohrungen (3) steckbar sind.
daß die Pfosten (1) auf ihrer Länge in bestimmten Abständen verteilt mit Durchgangsbohrungen (3) versehen sind, deren Achsen jeweils senkrecht zur Geländerebene angeordnet sind,
daß die Längsholme (13) als Metallhohlprofile mit quadratischem Querschnitt ausgebildet sind,
daß die Längsholme (13) mittels außen längsgenoppter, im Querschnitt quadratischer, in die Längsholme (13) im Preßsitz einsteckbarer Anschluß-Hohlprofilstücke (16) aus Metall koaxial und mittels im Querschnitt gleichgestalteter Verbindungs-Hohlprofilstücke (18) in senkrechter sowie horizontaler Richtung winklig miteinander verbindbar sind, wobei die Verbindungshohlprofilstücke (18) mit eingeschweißten, an den Enden gelochten Laschen (19) versehen sind,
daß die Holmlager (6) scharnierartig klappbar ausgebildet sind und die beiden Holmlagerteile (8, 9) an ihren Enden nach oben oder unten weisende, mit korrespondierenden Löchern versehene Laschen (10) aufweisen, die Schrauben (12) aufnehmen, welche die Holmlagerteile (8, 9) gegeneinanderspannen und so die Längsholme (13) mittels Klemmschluß festlegen,
daß die Löcher in den Holmlagern (6) Vierkantlöcher (14) sind und
daß die Befestigungsschrauben (15) durch die Durchgangsbohrungen (3) steckbar sind.
2. Geländer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Längsholme (13) mit einem Steg (24)
ausgerüstet sind, welcher Längslöcher (26) aufweist,
deren Länge mindestens der Breite des Holmlagers (6)
entspricht, die wenigstens doppelt so lang wie ihre
gegenseitigen Abstände sind und die zum Befestigen
von Füllstäben (27) oder Klemmleisten (30) für
Wellgitter (29) oder Bodenbleche (32) vorgesehen
sind.
3. Geländer nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steg (24) einstückig an den Längsholmen (13)
angeformt ist.
4. Geländer nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Längsholme (13) unter Belassung einer
Dehnungsfuge (17) mittels der
Anschluß-Hohlprofile (16) miteinander verbunden
sind.
5. Geländer nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Pfosten (1) aus verzinktem Stahl oder
Aluminium und alle anderen Bauteile aus Aluminium
bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813149366 DE3149366A1 (de) | 1981-12-12 | 1981-12-12 | Gelaender |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813149366 DE3149366A1 (de) | 1981-12-12 | 1981-12-12 | Gelaender |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3149366A1 DE3149366A1 (de) | 1983-06-16 |
| DE3149366C2 true DE3149366C2 (de) | 1991-01-24 |
Family
ID=6148619
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813149366 Granted DE3149366A1 (de) | 1981-12-12 | 1981-12-12 | Gelaender |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3149366A1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102012002595B4 (de) | 2012-02-13 | 2015-08-20 | Kurt Berner | Beplankungsanordnung |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| IT7722191U1 (it) * | 1977-09-12 | 1979-03-12 | Castaldi Snc | Ringhiera per balconi e recinzioni in generale |
-
1981
- 1981-12-12 DE DE19813149366 patent/DE3149366A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3149366A1 (de) | 1983-06-16 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |