DE314560C - - Google Patents

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DE314560C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08HDERIVATIVES OF NATURAL MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08H3/00Vulcanised oils, e.g. factice

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

Es ist bekannt, daß, wenn man Chlorschwefel mit Tranen oder ähnlichen Ölen zusammenbringt, sich kautschukartige Massen (Faktis) bilden. Diese Substanzen besitzen aber nicht die Elastizität des Kautschuks (Nervigkeit), sondern sind mehr oder weniger bröckelig. Die vorliegende Erfindung besteht, demgegenüber darin, daß man zu Tranen oder anderen ölen noch Fettsäuren (wie Ameisen-. „■ίο säure, Essigsäure, ölsäure usw.) hinzufügt und ' das Gemisch alsdann erst mit Chlorschwefel behandelt. Es bilden sich dabei Faktis, die an Elastizität dem Kautschuk sehr nahekommen und sich wie dieser verarbeiten lassen.
Beispiel I.
Verfahren zur Herstellung von weichgummiähnlichen Massen. In eine Mischung von ioo Teilen Leinöl,
ίο Teilen ölsäure und io Teilen einer ioprozentigen Kautschuklösung werden 2 ο Teile Chlorschwefel in dünnem Strahl eingeleitet und dann. mit 20 Teilen Wasser verdünnt und am Schluß mit 20 Teilen einer isprozentigen Ämmoniaklösung neutralisiert. Diese Mischung wird bis zur Erzielung einer dickflüssigen Konsistenz eingedampft und dann getrocknet. Man erhält hierbei nicht wie bisher eine krümelige Substanz, sondern einen sehr elastischen, weichgummiähnlichen Stoff. Der so gewonnene Stoff kann durch Erhitzen auf 2400 C vollkommen homogen und witterungsbeständig hergestellt werden. An Stelle von ölsäure kann eine andere ungesättigte Säure der ölsäurereihe genommen werden, auch Ameisen-, Essigsäure oder andere Fettsäuren sind anwendbar, je nach dem gewünschten Endprodukt. Der Zusatz von Säuren kann bis zu 30 Prozent erhöht werden.
Beispiel II.
Herstellung von hartgummiähnlichen
Körpern.
Eine feste Kautschukmasse erhält man aus nach Beispiel I hergestellten flüssigen Emulsionen, wenn dieselben mit Ammoniak vollkommen neutralisiert sind, indem man diese Emulsion so lange eindampft, bis sie dick geworden ist, aber noch plastisch erscheint. Zu dieser plastischen Masse fügt man alsdann in einer Misch- oder Knetmaschine drei Gewichtsteile Bleioxyd bzw. auch Zinkoxyd, Eisenoxyd und Schwefelantimon hinzu.' Gegebenenfalls können auch Faserstoffe, Graphit o. dgl. hinzugefügt werden, ebenso Farbstoffe, um, dem fertigen Hartgummi die gewünschte Farbe zu erteilen. Die Masse kann, solange sie noch plastisch ist, gepreßt und getrocknet werden, was am besten im Vakuum bei schwacher Erwärmung auf 50 bis 700C geschieht. Nachdem die Formlinge völlig trocken sind, setzt man sie noch sechs Stunden lang einem Druck von sechs oder mehr Atmosphären aus. Auf diese Weise erhält man eine vollkommen widerstandsfähige, feste Kautschukmasse, welche als Hartkautschukersatz verwendet werden kann.
f2. Auflage, ausgegeben am it. Oktober 1910.)

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: .' ,
    Verfahren zur Herstellung von weich- und hartgummiähnlichen Massen, darin bestehend, daß man öle nach Zumischung von Säuren der Fetisäurereihe in Homogenisierungsvorrichtungen innig vermischt und während dieser Operation Chlorschwefel allein oder in Verdünnung mit neutralen organischen Flüssigkeiten zugibt, worauf nach beendeter Reaktion das erhaltene Produkt gewaschen, neutralisiert und auf höhere Temperatur erhitzt, mit oder ohne Zusatz beliebiger Füllmittel, fertiggestellt ig wird.
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