DE31425C - Neuerung an Rettungs- und anderen Booten - Google Patents
Neuerung an Rettungs- und anderen BootenInfo
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- DE31425C DE31425C DENDAT31425D DE31425DA DE31425C DE 31425 C DE31425 C DE 31425C DE NDAT31425 D DENDAT31425 D DE NDAT31425D DE 31425D A DE31425D A DE 31425DA DE 31425 C DE31425 C DE 31425C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B43/00—Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for
- B63B43/02—Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for reducing risk of capsizing or sinking
- B63B43/10—Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for reducing risk of capsizing or sinking by improving buoyancy
- B63B43/12—Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for reducing risk of capsizing or sinking by improving buoyancy using inboard air containers or inboard floating members
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B3/00—Hulls characterised by their structure or component parts
- B63B3/14—Hull parts
- B63B3/16—Shells
- B63B3/20—Shells of double type
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen in Rettungsbooten, Schaluppen und
anderen Booten, um dieselben dadurch sicherer und infolge dessen zuverlässiger im Gebrauch
zu machen, indem man die Neigung zum Umkippen bis auf ein Minimum verringert.
In der beiliegenden Zeichnung ist:
Fig. ι eine Oberansicht,
Fig. 2 ein verticaler Längsschnitt;
Fig. 3 und 4 sind verticale Querschnitte mittschiffs eines Rettungsbootes von ca. 6 m Länge.
Um die Erfindung auszuführen, construirt man das Boot mit zwei verschiedenen Gerippen
(Spanten) α b und Bekleidungen oder Häuten a1 b\ deren jede kalfatert oder auf
andere Weise wasserdicht gemacht ist. Diese Construction hat den Vortheil, dafs, falls die
Aufsenhaut d beschädigt und undicht geworden ist, das Boot, wenn es in der nachfolgend beschriebenen
Weise eingerichtet ist, dennoch genügend Schwimmkraft besitzt. Die Spanten ab
und die Häute a1 b1 sind an ihren oberen
Theilen durch Deckstücke c wasserdicht mit einander verbunden, um den Eintritt des
Wassers zwischen den Häuten a1 bl von oben
her zu verhindern.
Die äufseren Spanten α und die Haut a1
baut man nach irgend einer beliebigen Form, die mit der nothwendigen Sicherheit und der
Erhaltung des gewünschten Raumes verträglich ist; für Rettungsboote besonders baut man
sie etwas tiefer, zu dem Zweck, die erforderliche Bequemlichkeit im Innern des Bootes und
Raum zwischen den beiden Häuten al b1 zur
Einrichtung der Luftkammern d und Ballastkammern e, welche später beschrieben werden,
zu erhalten. Eine gröfser proportionirte Weite giebt man zwischen den Enden a'2 b2 der
äufseren und inneren Haut als zwischen den Seiten und Böden und baut die Enden b2 am
liebsten senkrecht zur Längsachse des Bootes, um an den Enden desselben möglichst grofse
Räume/1 zu erhalten. Jeder dieser Endräume/
wird ' durch eine Platte fl in geringer Entfernung
über dem Kiel g abgeschlossen und in dieselben eine hermetisch verschlossene, metallene
Luftkammer h so eingebaut, dafs die Räume/ annähernd ausgefüllt werden. Die Platten fl
sollen die Nothwendigkeit verhindern, solche Luftkammern h bauen zu müssen, welche den
engen Raum neben dem Kiel g auszufüllen hätten.
Der Raum zwischen den Häuten a 1^1 erhält
in der Kimmung des Bootes etwas weniger Weite als an den Seiten und dem Boden. In
diesen Raum werden am Boden und an jeder Seite des Kieles g entlang eine Anzahl von
metallenen automatischen Ballastkammern e so eingebaut, dafs der Raum zwischen der inneren
und äufseren Haut annähernd dadurch ausgefüllt wird. Die Weite derselben pafst zwischen
die Rippen α der äufseren Haut α1; es wird hierdurch eine Anzahl unabhängiger Ballastkammern
hergestellt, deren Arrangement die
gleiche Vertheilung des Wasserballastes das ganze Boot entlang aufrecht erhält.
Die automatischen Ballastkammern e sind mit verhältnifsmäfsig engen Armen e1, welche sich
bis zu einer gröfseren oder geringeren Entfernung um die Kimmung des Bootes und an der Aufsenhaut desselben erstrecken, gebaut
und mit länglichen Oeffnungen e2, dicht am Kiel und in einer Linie mit demselben
sich erstreckend, bis zu 3/4 der Längsweite der
Kammern e versehen. Die Breite dieser Oeffnungen e2 ist ungefähr gleich l/4 ihrer Länge.
Die Oeffnungen e'2 sind vollkommen wasserdicht mit der Aufsenhaut a1 des Bootes verbunden,
um den Eintritt des Wassers zwischen den beiden Häuten a1 und b1 aufserhalb der
beschriebenen Ballastkammern zu verhindern. Jede dieser Ballastkammern e ist am unteren
Theil der aufsteigenden Arme e1 mit einem
an der Innenhaut b1 vertical aufsteigenden Rohr e3 verbunden, welche Rohre es mit ihren
oberen Enden in ein unter dem Schandeckel c auf jeder Seite des Bootes entlang laufendes
Rohr e* einmünden. Im Stern sind diese Rohre e4 an der Innenseite des Schandeckeis
der Luftkammer h vereinigt und mit einem kleinen Luftventil e5 versehen.
Der Raum zwischen den beiden Häuten a1
und b1 wird auch deshalb an jeder Seite des Kieles g etwas tiefer als an allen anderen
Stellen des Bootes gebaut, um längs der Kiellinie das gröfste Gewicht des Wasserballastes
zu erzielen.
Der Rest des Raumes zwischen den beiden Häuten a1 und fr1 wird längs der ganzen
Länge des Bootes ausgefüllt mit hermetisch verschlossenen Luftkammern d, welche von
. gröfserer Weite und daher von geringerer Anzahl als die Ballastkammern e sein können,
aber nicht Y10 der Länge des Bootes überschreiten.
Die Luftkammern d werden nicht zwischen die Rippen α der Aufsenhaut a1 gebaut,
sondern liegen auf den Rippen α und sind mit abwärts gehenden Armen d1 versehen,
welche in den nicht von den Armen e1 der Ballastkammern e beanspruchten Raum zwischen
den beiden Häuten a1 bl hineingreifen.
Der Raum zwischen den beiden Häuten a1 b1
wird also nahezu durch die Luft- und Ballastkammer d e ausgefüllt.
Passende Stützen ij am Boden und in der Kimm des Bootes, von den äufseren Spanten
ausgehend, halten die Häute αλ b1 in der gewünschten
Entfernung von einander. Die metallenen Luft- und Ballastkammern werden auf das Sorgfältigste in ihrer Stellung befestigt,
um jeder Bewegung derselben und daher einer Abnutzung vorzubeugen. Das Boot wird mit
den gewöhnlichen Abzugsröhren k und
tilen im Boden versehen, um es von dem über Bord eindringenden Wasser befreien zu
können.
Ein nach vorstehender Beschreibung eingerichtetes Boot wird, wenn man es ins Wasser
läfst, automatisch seinen Wasserballast durch die Oeffnungen e2 aufnehmen. Die in dem
unteren Theil der Ballastkammern e enthaltene Luft wird durch das eintretende Wasser daraus
verdrängt, indem sie durch die Rohre e3 e4
und Ventil e5 ihren Abzug findet, während die in den Armen e1 befindliche darin durch den
Druck des Wassers comprimirt wird. Sobald das Boot aus dem Wasser gehoben wird, wird
diese comprimirte Luft dazu beitragen, das Wasser aus den Ballastkammern e auszutreiben.
Sollte das Boot längere Zeit im Wasser gewesen sein und die in den Armen e1 enthaltene
Luft auf irgend eine Art entwichen sein, so sind die Oeffnungen e2 grofs genug,
um ein schnelles Herauslaufen des Wassers zu sichern, anderenfalls könnte letzteres durch
Oeffnen des Ventils e5 verstärkt werden.
In der Construction von Rettungsbooten sind am besten folgende Proportionen der einzelnen
Theile anzuwenden:
Die Breite auf den inneren Spanten b bezw. auf der Haut b1 im Hauptspant gleich Y5 der
Länge des Bootes.
Die Tiefe innen vom Bord bis zur Oberkant-Bodenwrange bezw. der inneren Wegerung
gleich Y8 der Bootslänge.
Die combinirte Weite der Seitenkammern mittschiffs zwischen den Spanten α und b gleich Y3
der lichten Bootsbreite, oder an jeder Seite gleich Y0 derselben.
Die Tiefe der automatischen Ballastkammern e zwischen den Böden an der Kiellinie gleich Y3
der inneren Tiefe des Bootes.
Die Tiefe des Kieles g aufsen gleich 1/i der
Entfernung der beiden Böden.
Die Räume // am Bug und Hintertheil gleich Y10 von der Länge des ganzen Bootes.
In der Construction von Schaluppen und anderen Booten, welche nicht Rettungsboote
sind, sind folgende Proportionen der einzelnen Theile vorzuziehen:
Die Breite auf den inneren Spanten b bezw. auf der inneren Wegerung b1 mittschiffs gleich Y6
der Länge des Bootes.
Die Tiefe innen vom Bord bis zur Oberkante der inneren Bodenwrangen oder deren
Haut gleich Y10 der Länge des Bootes.
Die Weite jeder Seitenkammer mittschiffs zwischen den Spanten α b gleich Y8 der lichten
Bootsbreite.
Die Tiefe der automatischen Ballastkammer e zwischen den Böden und der Kiellinie gleich Y4
von der inneren Tiefe des Bootes.
Die Tiefe des Kieles g aufsen gleich Y5 der
Entfernung der beiden Böden.
Die Räume ff am Bug und Hintertheil gleich Y12 der Länge des ganzen Bootes.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:
Ein Rettungsboot, eine Schaluppe oder ein anderes Boot, bestehend, wie vorstehend beschrieben, aus zwei besonderen Gerippen (Spanten) α b, Häuten a1 b1 und Schandeckel c, verbunden mit hermetisch verschlossenen Luftkammern d h und mit Rohren e3 e4 versehenen automatischen Wasserballastkammern e, der Hauptsache nach wie gezeigt und beschrieben.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE31425C true DE31425C (de) |
Family
ID=307503
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT31425D Active DE31425C (de) | Neuerung an Rettungs- und anderen Booten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE31425C (de) |
-
0
- DE DENDAT31425D patent/DE31425C/de active Active
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