DE314010C - - Google Patents

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DE314010C
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Germany
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collector
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K9/00Arrangements for cooling or ventilating
    • H02K9/28Cooling of commutators, slip-rings or brushes e.g. by ventilating

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Heat-Exchange Devices With Radiators And Conduit Assemblies (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
■- M 314010 -■ KLASSE 21 d GRUPPE
SIEMENS-SCHUCKERTWERKE G. m. b. H. in SIEMENSSTADT b. BERLIN.
Kühlung*von Kollektoren großer, achsialer Länge. Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Dezember 1916 ab.
Bei Gleichstrommaschinen mit sehr langen Kollektoren bereitet die ausgiebige Kühlung des Kollektors Schwierigkeiten. Verwendet man nämlich achsiale Kanäle im Kollektor, wie Hohlsegmente, so bieten diese langen und verhältnismäßig engen Kanäle der Luft einen erheblichen Widerstand. Einerseits wird dann, falls die Kühlluft in einer Richtung durch den Kollektor geführt wird, die Abkühlung des
ίο Kollektors eine ungleichmäßige, weil die Kühlluft sich innerhalb des Kollektors schnell erwärmt. Die an der Eintrittsseite der Kühlluft liegenden Teile des Kollektors werden daher ausreichend gekühlt sein, jedoch andere mehr nach der Austrittsseite der Maschine hin liegende Teile werden stärkere Erwärmung aufweisen. Ordnet man anderseits in der Mitte des Kollektors Öffnungen an und ' führt die Kühlluft von beiden Seiten her durch die Kollektorkanäle, so kann zwar an der Stirnseite des Kollektors ohne Schwierigkeiten eine gute geordnete Luftführung erreicht werden. Anders liegen die Verhältnisse jedoch an der Wicklungsseite des Kollektors, wo Rücksicht auf ausreichende Kühlung der Fahnen genommen werden muß. Dies führt zu umständlichen Konstruktionen der Kühlluftführung.
Eine weitere Schwierigkeit dieser Lüftungsanordnung besteht noch darin, daß die Gefahr vorliegt, daß die verhältnismäßig engen Kanäle leicht durch von außen zugeführten Kollektor- und Bürstenstaub verschmutzen.
Wollte man, um die Verschmutzung zu vermeiden, gefilterte Luft unter Druck zuführen,
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so bestehen die gleichen Schwierigkeiten, wie sie beschrieben sind, einmal die geordnete Kühlung an der Anschlußseite des Kollektors, anderseits die Gefahr, daß bei längeren Wegen der gefilterten Luft durch die Maschine Verunreinigungen mitgeführt werden.
Alle diese Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß dem Kollektor Preßluft durch Öffnungen in der mittleren Länge der Kollektoroberfläche zugeführt wird und diese Preßluft durch Achsialkanäle des Kollektors nach den Seiten hin abgeführt wird.
Eine Anordnung gemäß der Erfindung ist durch die Zeichnung veranschaulicht. Fig. 1 stellt einen Längsschnitt durch den Kollektor dar. α ist ein Kollektorsteg, der mit einem Kanal b versehen ist. Schrumpfringe c dienen dazu, die einzelnen Kollektorstege zusammen zu halten. In der mittleren Länge der Kollektoroberfläche sind Öffnungen d angeordnet, die in einen Ringkanal e münden. Durch diesen Ringkanäl wird Preßluft zugeführt, die den Kollektor in der Pfeilrichtung durchströmt. Naturgemäß muß der Ringkanal luftdicht an die Öffnungen in der mittleren Länge des Kollektors angeschlossen werden, was sich aber ohne allzu große konstruktive Schwierigkeiten erreichen läßt. In Fig. 2 ist der Schnitt durch ein Kollektorsegment in größerem Maßstabe dargestellt, um die Anordnung der Einströmungsöffnungen zu veranschaulichen. '
Wird der Überdruck der Preßluft genügend groß gewählt, so durchströmt die Kühlluft ohne weiteres die Kanäle, und zwar ohne daß
sie Gelegenheit hat, Staubteile oder sonstige Verunreinigungen mitzureißen. Sobald die Preßluft den Kollektor durchströmt hat, kann sie entweder ins Freie austreten oder auch verwendet werden, um andere Teile der Maschine zu kühlen. Um in diesem Falle eine gleichmäßige Kühlung auf beiden Seiten des Kollek-, tors zu erreichen, kann man die Querschnitte der Achsialkanäle verschieden bemessen, so daß
ίο sich für die nach beiden Seiten hin fließenden . Luftströme aunähernd gleiche Widerstände ergeben. Um dies zu erreichen, kann man den ringförmigen Zuführungskanal für die Preßluft aus der Mitte der Kollektorlänge nach der Wicklungsseite hin versetzen oder man kann auch den nach der Stirnseite des Kollektors hin führenden Kanälen dadurch einen engeren Querschnitt geben, daß die eine Hälfte des Doppelsegmentes (Fig. 2) mit vollem Querschnitt ausgeführt wird.
Um die Zuströmung, der -Kühlluft zu erleichtern, kann man noch Leitvorrichtungen im Ringkanäl anordnen.
Abgesehen von dem Vorfeil, daß es nunmehr möglich ist, reine Kühlluft dem Kollektor zuzuführen, ergibt sich ein weiterer Vorteil daraus, daß der doppelte Einströmungsquerschnitt für die Kühlluft zur Verfügung steht, ohne daß es erforderlich wäre, umständliche Konstruktionen zu schaffen oder daß sich für die Kollektoranschlüsse ungünstige Kühlverhältnisse ergeben.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Kühlung von Kollektoren großer achsialer Länge, dadurch gekennzeichnet, daß Preßluft durch öffnungen in der mittleren Länge der Kollektoroberfläche zugeführt und durch achsiäle Kanäle des Kollektors oder der Stege nach den Seiten hin abgeführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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