DE31319C - Neuerung in der Gewinnung metallischen Magnesiums durch Destillation - Google Patents
Neuerung in der Gewinnung metallischen Magnesiums durch DestillationInfo
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- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 40: Hüttenwesen.
(O.-Schlesien).
Jedes magnesiumhaltige Mineral läfst sich nach dem folgenden Verfahren zur Gewinnung
des metallischen Magnesiums verwenden. Indefs empfiehlt sich eine Vorbereitung der zur
Anwendung kommenden Mineralien vor ihrer Verwendung. Die Vorbereitung findet je nach
der Natur des Minerales nach bekannten Methoden statt. So werden z. B. Magnesit und
Dolomit durch Brennen ihrer Kohlensäure, Serpentin und Talk ihres Wassers beraubt und
die· sauren Verbindungen auf chemischem Wege leicht in reine Magnesia umgewandelt.
Das Verfahren der Gewinnung des metallischen Magnesiums mittelst der Destillation
besteht nun darin, dafs das" zu behandelnde magnesiumhaltige Mineral oder Product entweder
mit Eisenoxyd und Kohlenstoff in Gestalt von Holzkohle, Steinkohle, Koks oder Graphit oder auch nur allein mit genannten
kohlenstoffhaltigen Körpern, also ohne Eisenoxyd einer innigen künstlichen Mengung unterworfen
und in dieser Mischung in die üblichen Reductionsgefäfse, als Muffeln, Retorten oder
Tiegel, gebracht und in den entsprechenden bekannten Destilliröfen einer energischen Weifsglühhitze
ausgesetzt' wird. In ersterem Falle wirkt das schon bei mä'fsiger Rothglut zu
Metall reducirte Eisenoxyd selbst mit als Reductionsmittel, indem das regulinische Eisen
mit der Magnesia in inniger Berührung metalliches Magnesium und Eisenoxydoxydul bildet,
welches letztere durch den vorhandenen reichlichen Ueberschufs von Kohlenstoff sofort
wieder in den metallischen Zustand zurückgeführt wird. Aufserdem wirkt der vorhandene
Kohlenstoff, wie im zweiten Falle näher angegeben.
Das gebildete Magnesium entweicht nun in Dampfform aus dem Reductionsgefäfse und
kann in einer Vorlage von bekannter Form aufgefangen bezw. condensirt werden.
Im zweiten Falle wirkt die innige Berührung des glühenden Kohlenstoffes mit dem magnesiumhaltigen
Körper und die gebildeten kohlenstoffhaltigen Gase in der Weise auf die Magnesia,
dafs sich Kohlenoxydgas bildet und das freiwerdende Magnesium bei der oben erwähnten
Temperatur gleichfalls in Dampfform entweicht. Durch Einleiten von reducirenden oder indifferenten
Gasen in das Reductionsgefäfs kann die Ausbeute von metallischem Magnesium
nicht unbeträchtlich erhöht werden.
Im allgemeinen hat also die Gewinnung des Magnesiummetalles mit der des Zinks die
gröfste Aehnlichkeit, indefs erfordert die Destillation des Magnesiummetalles nicht allein in
der innigeren Mischung der Beschickung, sondern auch in der Auswahl der zur Verwendung
kommenden feuerfesten Materialien bei weitem eine gröfsere Sorgfalt. So dürften möglichst
thonerdereiche Bauxite, mit Dolomit oder Magnesit versetzt, zur Anfertigung von Destillir-
gefäfsen das am besten geeignete Material darbieten, da diese Mischung höchst feuerbeständige,
feste und harte Producte ergiebt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Gewinnung metallischen Magnesiums, darin bestehend, dafs das magnesiumhaltige Mineral oder Product mit Eisenoxyd und Kohlenstoff oder mit Kohlenstoff allein innig gemengt und diese Mischung in geschlossenen Gefäfsen auf Weifsglühhitze gebracht wird, wobei die überdestillirenden Magnesiumdämpfe in Vorlagen von bekannter Form aufgefangen werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE31319C true DE31319C (de) |
Family
ID=307403
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT31319D Expired - Lifetime DE31319C (de) | Neuerung in der Gewinnung metallischen Magnesiums durch Destillation |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE31319C (de) |
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0
- DE DENDAT31319D patent/DE31319C/de not_active Expired - Lifetime
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