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Schloß, bei dem im eingebauten Zustand die Schloßfalle
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ohne zusätzliche Hilfsmittel auf die Anschlagrichtung der Türe eingestellt
werden kann.
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Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf ein Schloß, bei dem
im eingebauten Zustand die Schloßfalle ohne zusätzliche Hilfsmittel auf die Anschlagrichtung
der Türe eingestellt werden kann.
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Bei der serienmäßigen Türfabrikation werden aus Gründen der Rationalisierung
und der Verringerung der Lagerhaltung Türen hergestellt, bei denen erst am Orte
der Anbringung die Anschlagrichtung festgelegt wird: jede einzelne Türe ist für
linke und rechte Anschlagrichtung verwendbar. Es werden also auch Schlösser benötigt,
die bei Einhaltung der genormten Maße jeweils für links und rechts verwendbar sind
und bei denen, da die Schlösser bereits bei der Türenfertigung maschinell in die
Schloßtaschen der Türblätter eingelassen werden, die Einstellung der erforderlichen
Anschlagrichtungen der Schloßfallen bei eingebauten Schlössern möglich sein soll.
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Für die Schloßgattung "links und rechts verwendbar" sind viele Lösungsvorschläge
bekannt.
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Einige davon erfordern Abmessungen, die nicht den genormten Maßen
entsprechen.
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f3ei den meisten VorschlAgen 1st das-4mstelSen 4er Schloßfallen nur
möglich, bevor die Schlösser in die Schloß taschen eingelassen werden.
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Auch wurden Schlösser vorgeschlagen, bei denen die Umstellung im eingebauten
Zustand erfolgen kann, so z.B. DT GM 691 3547.
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Hierbei ist aber ein spezielles Werkzeug in der Gestalt eines Drahtbügels
erforderlich, dessen!Enden in Sackbohrungen, die sich seitlich an den Köpfen der
Schloßfallen befinden, eingeführt werden, worauf die Köpfe entgegen der Kraft besonderer
Federn aus der Führung in den Stulpen derausgezogen und auf die erforderlichen Anschlagrichtungen
eingeschwenkt werden können.
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Bei einem anderen Lösungsvorschlag (DT OS 1954 322) liegen die Köpfe
der Schloßfallen bis zum Festlegen der Anschlagrichtung vor den Stulpen.
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Die einmal eingestellte Anschlagrichtung kann nur nach Öffnen des
Schloßkastens geändert werden.
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Auch hinsichtlich der Funktionstüchtigkeit weisen einige der vorgeschlagenen
Ausführungen kritische Faktoren auf.
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Es hat sich z.B. in der Praxis ergeben, daß Schloßfallen der gattungsmäßigen
Schlösser, bei denen die Umstellung der Köpfe gegen die Kräfte der hierzu als besondere
konstruktiven Merkmale erforderlichen Federn erfolgen muß (z.B. DT GM 1- 990 731)
störanfällig-sind. Es geschieht, daß beim Schlagen der Türblätter die Beschleunigung
der Köpfe ausreicht, um diese aus den Führungen in den Stulpen heraustreten zu lassen,
worauf die Türen in der Regel unpassierbar sind.
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Bei dem gleichen Vorschlag sind die zur Betätigung der Schloßfallen
dienenden Nußarme gegabelt.
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Durch derartige Schwächung der Arme kommt es häufig sum Bruch der
Schloßnüsse.
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Der Gegenstand der Anmeldung stellt einen Lösungsweg dar, bei dem
die vorstehend genannten Forderungen erfüllt sind und die Mängel vermieden werden.
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Gelöst wird die Aufgabenstellung vornehmlich durch die vorteilhafte
konstruktive Gestaltung der Schloßnuß, die aus zwei Nußplatten - vorzugsweise aus
Stahlplatinen gefertigt - und einem Abstandsstück besteht.
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Die Nußplatten werden durch den Drückerstift starr miteinander verbunden.
Bei nicht eingeführtem Drückerstift können die Nußplatten begrenzt zueinander bewegt
werden, wodurch die mit dem Schaft der Schloßnuß in Verbindung stehende Nußplatte
soweit geschwenkt werden kann, daß der Kopf der Schloßfalle aus der Stulpenführung
heraustreten und in die erforderliche Anschlagrichtung gedreht werden kann.
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Bevor das Schloß in die Schloßtasche des Türblattes eingelassen wird,
erhält ein in seiner Länge die Schloßkastendicke nicht überschreitendes Ersatzstück
- vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt - den starren Verbund der Nußplatten.
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Das Ersatzstück wird mit dem Drückerstift herausgestoßen.
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Auf beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand erläutert.
Es zeigen: Fig. 1: den Fallenbereich eines Schlosses nach dem Erfindungsgedanken;
Fig. 2: einen Ausschnitt aus der Schloßstulpe; Fig. 3: die untere Nußplatte der
Schloßnuß, Innenseite dargestellt; Fig. 4: das Abstandsstück der Schloßnuß; Fig.
5: das Abstandsstück der Schloßnuß in Aufsicht; Fig. 6: die obere Nußplatte der
Schloßnuß, Innenseite dargestellt; Fig. 7: einen Schnitt durch die zusammengebaute
Schloßnuß nach der Linie VII - VII der Fig. 4.
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In einem Schloßkasten 1, dessenSchloßboden 2 be;spielsweise kastenförmig
durch hochgestellte Seitenwände 2' ausgebildet ist, ist eine Schloßfalle 3 gelagert,
deren Kopf 4 einen H-förmig gebildeten Durchbruch 5 der an dem Schloßboden 2 befestigten
Stulpe 6 durchragt. Der Schaft 7 der Schloßfalle 3 ist vorteilhaft als rundes Drehteil
ausgebildet und weist zwei Kragen 8 und 9 auf, wovon der Kragen 8 zum Angriff des
- nicht dargestellten - Wechsels und der Kragen 9 zur Betätigung durch die Schloßnuß
10 dient.
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Die Schloßnuß 10 besteht aus drei Teilen, der unteren Nußplatte 11,
dem Abstandsstück 12 und der oberen Nußplatte 13.
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An den Nußplatten 11 und 13 sind Laufflächen 14,14' angeformt, die
zur Lagerung der Schloßnuß 10 in Schloßboden 1 und Schloßdecke (nicht dargestellt)
dienen und in ihren Mitten Vierkantöffnungen 15,15' für die Aufnahme des Drückerstiftes
16 aufweisen. Die Nußplatte 11 läuft in Richtung zur bchloßfalle 3 in einen Hebel
17 aus, dessen unterer Bereich mit einem Zapfen 18 eine langrunde, nach oben offene
Ausnehmung 19 bildet. An der der Stulpe 6 abgekehrten Kante hat der Hebel 17, rechtwinklig
zur Schloßdecke abgebogen, einen halbrund ausgenommenen Steg 20.
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Die Nußplatte 13 hat, ebenfalls zur Schloßfalle 3 weisend, zwei Fortsätze
23 und 24, die eine Ausnehmung 25 begrenzen, die etwas kürzer als die Ausnehmung
19 ist, wobei die zur stulpe 6 weisenden Innenkanten der Ausnehmungen 19 und ?5
fluchten. Die Nußplatten 11 und 13 können mit geringem wirstschaftlichem Aufwand
aus verschiedenen Materialien und unterschiedlichen Herstellungsverfahren gefertigt
sein,
beispielsweise aus Temperguß, Druckguß oder Kunststoff.
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Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind sie aus Stahlplatinen gestanzt,
wobei die Laufflächen 14,14' tiefgezogen sind, dergestalt, daß zur Erhöhung der
Festigkeit mehrere Wülste 26, beispielsweise vier, einen kontinuierlichen Übergang
von den Platinen zu den Laufflächen 14,14' bilden.
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Zwischen den Nußplatten 11 und 13 befindet sich ein Abstandsstück
12. Dieses muß unverlierbar gelagert sein, eine Innenöffnung von mindestens der
Diagonalen der Vierkantönnungen 15,15' haben und darf die Relativbewegungen der
Nußplatten zueinander nicht behindern.
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Gelöst wird diese Aufgabenstellung beispielsweise durch ein aus einem
Stahlstreifen geformten Viereck 27, das an allen Seiten gegenüberliegende Zapfen
28,28' aufweist, die zwischen den Wülsten 26 so gelagert sind, daß eine leichte
Drehung der Nußplatten 11 und 13 möglich ist.
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Der Steg 20 der Nußplatte 11 umfaßt den Schaft 7 der Schloßfalle 3,
dergestalt, daß der Kragen 9 unter Wirkung einer den Kopf 4 beaufschlagenden Feder
21 kraftschlüssig den Außenflächen des Steges 20 anliegt.
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In die Ausnehmungen 19 und 25 der Nußplatten 11 und 13 ragt ein im
Schloßboden 2 befestigter, vorteilhaft als Schraubbüchse ausgebildeter Bolzen 22
so, daß die innere Flanke des Zapfens 18 unter der Wirkung der Feder 29 kraftschlüssig
gegen den Bolzen 22 anliegt. Durch den in die Vierkantöffnungen 15,15' eingeführten
Drückerstift 16 sind die Nußplatten 11 und 13 starr miteinander verbunden.
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Bei einer Drehung des Drückers in Richtung des Pfeiles X wird die
Schloßfalle 3 in den Schloßkasten 1 hineingezogen, wobei die Ausnehmung 25 in Verbindung
mit dem Bolzen 22 die Drehbewegung begrenzt. Nach Beendigung der Drehbewegung wird
der Drücker durch die Kraft der Feder 29 wieder in seine in etwa waagerechte Ausgangslage
gebracht und der Kopf 4 der Schloßfalle 3 wieder aus den Schloßkasten 1 hinausgedrückt.
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Wenn das Schloß in die Schloßtasche eines TUrblattes eingesetzt wird,
kann der Drückervierkant 16 nicht in die Schloßnuß 10 eingesetzt sein. Dadurch ist
der starre Verbund der Nußplatten 11 und 13 aufgehoben und diese können eine begrenzte
Relativbewegung zueinander ausführen und zwar dadurch, daß die Ausnehmung 19 in
der Nußplatte 11 gegenüber der Ausnehmung 25 in der Nußplatte 13 um ein konstruktiv
genau festzulegendes Maß größer ist. Hierdurch kann die Nußplatte 11 weiter in Richtung
des Pfeiles Y schwenken und ermöglichen, daß der Kopf 4 der Schloßfalle 3 aus dem
Durchbruch 5 der Stulpe 6 heraustreten und in eine der Richtungen Z,Z' so gedreht
werden kann, daß der Sitz der Schräge des Kopfes 4 mit der Anschlagrichtung der
Türe korrespondiert.
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Die erweiterte Schwenkbewegung der Nußplatte 11 wird aber durch den
Bolzen 22 begrenzt, wodurch vermieden wird, daß die Schloßfalle 3 aus dem Schloßkasten
1 herausfallen kann.
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Durch Einführen des Drückervierkantes in die Schloßnuß 10 wird der
Sitz der Schloßfalle 3 arretiert und das Schloß gebrauchsfertig.
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Bis zum Einführen des Drückers in die Schloßnuß 10 kann ein Ersatzstück
30, das in seiner Lunge so bemessen ist, daß es die Schloßkastendicke nicht überragt
und beispielsweise aus Kunststoff besteht, in die Vierkantöffnungen 15,15' eingesetzt
sein, wodurch vermieden wird, daß die Schloßfalle 3 während der Lagerung und des
Einbaues des Schlosses in das Türblatt aus der Stulpe 6 herausragt.
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Beim Einführen des Drückers wird das Ersatzstück 30 ohne weiteren
manuellen oder anderweitigen Aufwand ausgestoßen.
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Es ist einsehbar, daß der Erfindungsgedanke auch bei anderen Ausführungsformen
des Schlosses und insbesondere der Schloßnuß 10 als oben geschildert zum Tragen
kommt.
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Beispielsweise kann das Abstandsstück 12 durch geeignete Formgebung
der zueinander gekehrten Flächen der Nußplatten 11 und 13 entfallen, insbesondere,
wenn diese mit Spritztechniken gefertigt werden.
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Durch den Gegenstand der Anmeldung ist ein gattungsmäßiges Schloß
zum Einsatz in links- und rechtsverwendbare Türen geschaffen, das ohne vermehrten
wirtschaftlichen Aufwand -gefertigt werden kann und den technischen Fortschritt
bietet, das erst am Orte des Einbaues der Türe ohne Hilfsmittel und ohne zusätzliche
Operationen die Schloßfalle auf die richtige Anschlagrichtung eingestellt werden
kann.
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Ferner wird nach dem Erfindungsgedanken verhindert, daß während des
Gebrauches der Türe, beispielsweise durch heftiges Schlagen des Türblattes, die
Schloßfalle 3 aus dem Durchbruch 5 der Stulpe 6 heraustreten kann, verhindert durch
die begrenzte Schwenkbewegung der Schloßnuß 10.
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Auch ist von Bedeutung, daß bei einer Fertigung der Nußplatten 11
und 13 aus Stahlplatinen - wie oben beschrieben -durch die wesentlich besseren Materialeigenschaften
des Stahls gegenüber anderen Materialien das Schloß einen erhöhten Funktionswert
besitzt.