DE3109686C2 - Befestigungssatz mit einem Kunststoffspreizdübel - Google Patents
Befestigungssatz mit einem KunststoffspreizdübelInfo
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Abstract
Ein Befestigungssatz, der sich insbesondere zum Einsatz als Fassadendübel eignet, besteht aus einem Kunststoffspreizdübel und einer Befestigungsschraube. Die Befestigungsschraube verfügt über ein Gewinde, dessen Profil am sich verjüngenden Einsteckende ein Spitzgewindeprofil und entlang einem mittleren Schaftabschnitt ein Trapezgewindeprofil ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Befestigungssatz mit einem Kunststoffspreizdübel, der eine vom Einführende
aus sich über einen Teil seiner Länge erstreckende Aufspaltung und eine vom hinteren Ende ausgehende, in die
Aufspaltung mündende Innenbohrung aufweist, und mit einer in Schraubenkopfnähe über einen gewindelosen
Schaftabschnitt verfügenden, am Einsteckende sich verjüngenden Befestigungsschraube, die mit einem Gewinde
großer Steigung und großen Kernquerschnitts bei geringer und durchgehend konstanter Gewindehöhe
versehen ist. das im Bereich des sich verjüngenden Einsteckendes als Spitzgewindeprofil ausgebildet ist.
Ein solcher Befestigungssatz ist bereits aus der DE-OS
27 01 568 und der DE-OS 29 00 698 bekannt. Die Befestigungsschraube des eingangs erwähnten Befestigungssatzes
verfügt über ein Spitzgewinde, dessen Gewindesp'tzen
sich beim Eindrehen in den Kunststoffspreizdübel einschneiden und dadurch eine Schwächung
des Dübelquerschnittes herbeiführen. Aus diesem Grund müssen für den Kunststoffspreizdübel hochwertige
und steife Kunststoffmaterialien eingesetzt werden. Außerdem verdrängen die Gewindeflanken der mit einem
Spitzgewinde versehenen Befestigungsschraube des bekannten Befestigungssatzes einen Teil des Dübelwerkstoffes
in Längsrichtung, so daß eine unerwünschte Streckung des Dübels erfolgt.
Um die Kerbwirkung des Spitzgewindes zu vermeiden, schlägt das DE-GM 78 25 757 vor. die Befestigungsschraube
mit einem Rundgewinde zu versehen. Das Rundgewinde vermeidet zwar eine Kerbwirkung,
jedoch begünstigt es das axiale Verfließen eines weichen und zum Fließen neigenden Kunststoffes.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Befestigungssatz zu schaffen, der auch bei Einsatz eines weichen und
mehr zum Fließen neigenden Werkstoffes niedrigen Preises hohe Auszugswerte und ein geringes Eindrehmoment
gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Gewindeprofil im Schaftbereich konstanten
Kernquerschnitts ein Trapezgewindeprofil ist, das im Bereich des sich verjüngenden Einsteckendes in das
Spitzgewindeprofil übergeht. Dadurch daß die Befestigungsschraube mit einem Trapezgewindeprofil versehen
ist. ergeben sich einerseits ebene Preßflächen und andererseits ein Kammereffekt oder Einschlußeffekt,
der die verdrängte Kunststoffmasse stark am Fließen über die Gewindeprofiie des Trapezgewindes in axialer
Richtung hindert, so daß preiswerte und weniger steife
Kunststoffmateriaüen eingesetzt werden können.
Zwar ist es aus der DE-PS 9 51 936 bekannt, eine Befestigungsschraube zum Befestigen von Eisenbahnschienen
auf Holzschwellen mit ;inem trapezförmigen
ίο Gewinde zu versehen, das in ein Spitzgewinde übergeht,
jedoch sind bei dieser bekannten Schwellenschraube der Gewindekern und die Gewindemantelfläche andersartig
gestaltet. Die Theologischen Eigenschaften von Kunststoffen lassen sich darüber hinaus nicht mit den
Eigenschaften von Holz vergleichen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispie! des Gegenstandes
der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 den Befestigungssatz nach dem Einsetzen in ein Bohrloch in einer Seitenansicht, teilweise geschnitten
und
F i g. 2 den Befestigungssatz in einer der F i g. 1 entsprechenden
Darstellung nach Abschluß des Einsetzvorganges.
In F i g. 1 ist eine Befestigungswand 1 mit einer Sackloclibohrung
2 und eine Holzlatte 3 mit einer durchgehenden Bohrung 4 zu erkennen, die an der von der
Befestigungswand 1 wegweisenden Seite mit einer Senkung 5 versehen ist. Der im Ganzen mit 6 bezeichnete
Befrstigungssatz besteht aus einer Befestigungsschraube 7 und einem Spreizdübele.
Die Befestigungsschraube 7 verfügt über einen Schraubenkopf 9. der über einen gewindelosen Schaftabschnitt
IO mit einem Gewindeschaft Il verbunden ist. Der Gewindeschaft 11 verjüngt sich am einsteckseitigen
Ende 12. Das Gewinde des Gewindeschafts 11 zeichnet sich durch einen großen Durchmesser des Gewindekerns
13 sowie durch eine große Steigung der Gewindegänge 14 aus. Die Gewindegänge 14 haben mit Ausnahme
der Gewindegänge am einsteckseitigen Ende 12 ein
-ίο Trapezgewindeprofil. Die äußeren Flächen 15 des Trapezgewindeprofils
bilden eine spiralförmige Begrenzung, die sich entlang einem Zylinder erstreckt. Dabei
ist es für die Erfindung von Bedeutung, daß die äußeren Flächen 15 zum Umfang des Gewindekerns 13 paralleles
verlaufende ebene Preßflächen bilden.
Dort, wo sich am einsteckseitigen Ende 12 der Gewindeschaft
11 verjüngt, wird die äußere Fläche 15 schmaler,
so daß das Trapezgewinde der Gewindegänge 14 in ein Spitzgewinde am einsteckseitigen Ende 12 übergeht.
Der Spreizdübel 8 verfügt über einen Spreizbereich 16 mit einer Aufspaltung 17 und seitlich am Umfang
angeordneten Drehsperren 18. Der Spreizbereich geht in einen glatten Schaft 19 über, in dessen Innenbohrung
eine Einschlagsicherung 20 in Form eines Gewindeganges ausgebildet ist. der u. a. zuverlässig verhindert, daß
die Schraube 5 den Spreizbereich 16 schon beim Einstecken spreizt. Am äußeren Ende geht der Schaft 19 in
einen Trichter 21 über, dessen Form dem Schraubenkopf 9 und der Senkung 5 angepaßt ist.
Zum Befestigen einer Holzlatte 3 oder eines ähnlichen Gegenstandes wird zunächst eine Bohrung durch
die Holzlatte 3 bis in die Befestigungswand 1 gebohrt. Anschließend wird der erfindungsgemäße Befestigungssatz in Durchsteckmontage, wie in F i g. 1 erkennbar,
eingesetzt. Die Befestigungsschraube 7 wird durch die Vorsprünge 20 gehalten, ohne daß radiale Spreizkräfte
auftreten.
Die radialen Spreizkräfte treten erst dann auf, wenn
die Befestigungsschraube 7 bis in den Spreizbereich 16 eingedreht wird und dadurch, wie in F i g. 2 erkennbar
ist. das Kunststoffmaterial des Spreizbereiches 16 in radialer Richtung verpreßt wird.
Bei dieser radialen Verpressung üben die äußeren Flächen 15 der Gewindegänge 14 sowie die Flanken der
Gewindegänge 14 einen im wesentlichen radialen Druck aus. Da dieser Druck im Bereich des trapezförmigen
Gewindeabschnitts erfolgt, besteht keine Gefahr des Durchtrennens des Dübelkörpers im Spreizber.ich
16, obwohl durch das Rippenprofil des Spreizbereichs 16 Schwachstellen gebildet werden. Die besonderen
Druckverhältnisse und Fließverhältnisse, die sich durch das Gewindeprofil des Gewindeschafts 11 ergeben, gestatten
es. ein verhältnismäßig weiches und mehr zum Fließen neigendes Kunststoffmaterial einzusetzen und
somit auf ein relativ steifes und teures Kunststoffmateria! zu verzichten. Die Abflachung der Gewindespitzen
durch die äußeren Flächen 15 bewirkt eine ausschließlich radiale Verpressung des Kunststoffes im Bereich
der Gewindegänge, ohne daß der Dübelmantel scharf zerschnitten und dadurch geschwächt wird. Außerdem
hat die radiale Verpressung in den Zonen der Gewindegänge 14 noch den weiteren Effekt, daß die durch den
größeren Kerndurchmesser des Gewindekerns 13 verdrängte Kunststoffmasse stark am Fließen über die Gewindeprofile
der Gewindegänge 14 in axialer Richtung behindert wird. Dieser »Kammereffekt« oder »Einschlußeffekt«
trägt wesentlich zur Ausbildung der radialen Verspannung und damit zur Erhöhung der Tragfähigkeit
des Befestigungssatzes bei.
Der Einsatz eines weichen Werkstoffes führt zu einer Verringerung des Einschraubdrehmomentes der Befestigungsschraube
7 und unterstützt somit den Effekt des Spitzgewindes am einsteckseitigen Ende 12. das sich
vorzugsweise über die drei ersten Gewindegänge an der Spitze der Befestigungsschraube 7 erstreckt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
40
50
60
Claims (1)
- Patentanspruch:Befestigungssatz mit einem Kunststoffspreizdübel, der eine vom Einführende aus sich über einen Teil seiner Länge erstreckende Aufspaltung und eine vom hinteren Ende ausgehende, in die Aufspaltung mündende Innenbohrung aufweist, und mit einer in Schraubenkopfnähe über einen gewindelosen Schaftabschnitt verfügenden, am Einsteckende sich verjüngenden Befestigungsschraube, die mit einem Gewinde großer Steigung und großen Kernquerschnitts bei geringer und durchgehender konstanter Gewindehöhe versehen ist. das im Bereich des sich verjüngenden Einsteckendes als Spitzgewindeprofil ausgebildet ist. dadurch gekennzeichnet, daß das Gewindeprofil (14) im Schaftbeieich konstanten Kernquerschnitts ein Trapezgewindeprofil ist. das im Bereich des sich verjüngenden Einstekkendes (12) in das Spitzgewindeprofil übergeht.
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