DE310293C - - Google Patents
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- DE310293C DE310293C DENDAT310293D DE310293DA DE310293C DE 310293 C DE310293 C DE 310293C DE NDAT310293 D DENDAT310293 D DE NDAT310293D DE 310293D A DE310293D A DE 310293DA DE 310293 C DE310293 C DE 310293C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/69—Sulfur trioxide; Sulfuric acid
- C01B17/88—Concentration of sulfuric acid
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Inorganic Chemistry (AREA)
- Gas Separation By Absorption (AREA)
- Treating Waste Gases (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bisherigen Verfahren zum Konzentrieren von Schwefelsäure mittels der bekannten
Konzentrationstürme ergeben sich zahlreiche Schwierigkeiten, die hauptsächlich von
den Verunreinigungen in der, Säure herrühren, die bald eine den freien Durchgang der
Säure und den Durchzug durch den Turm verhindernde Kruste bilden. Außerdem treten
eine Anzahl anderer Übelstände, die ihren
ίο Ursprung in der bei der verwendeten hohen
Temperatur stark angreifenden Wirkung der Schwefelsäure haben, beim Konzentrieren
von Schwefelsäure zutage.
Man hat diese Übelstände dadurch zu vermeiden versucht, daß man die Schwefelsäure
durch Hindurchleiten heißer Gase durch die fein zerstäubte Säurelösung konzentrierte.
. Dieses Mittels bedient sich auch die vorlie-
, ■ gende Erfindung, deren Wesen jedoch darin
liegt, daß behufs Zerstäubens der Schwefelsäürelösung unter Druck stehendes Gas unter
die Oberfläche der Lösung von unten nach oben geblasen wird. Dadurch wird ein' Kreislauf
der in einem geschlossenen, langen, schmalen Behälter befindlichen Säurelösung
hervorgerufenj was eine Beschleunigung und
Verstärkung der Konzentration sowie einen gleichmäßigeren Verlauf der Konzentrierung
zur Folge hat.
Die zu konzentrierende Säure wird hierbei einem Behälter zugeführt, der vorzugsweise
lang, eng und geschlossen ist, so daß die in Behandlung befindliche Säuremenge
einen langen, engen und verhältnismäßig flachen Körper bildet. Die fertig konzentrierte
Säure wird an demjenigen Ende des . Behälters herausgelassen, das der Eintrittsstelle der zu behandelnden Säure gegenüberliegt.
Diese Säure wird in Gestalt eines feinen Sprühregens oder Nebels mittels einer
geeigneten Vorrichtung aufwärts geblasen, worauf heiße Gase irgendeiner geeigneten
Art durch den Flüssigkeitsnebel hindurchgesandt werden, um die Säure zu konzentrieren,
die in die in Behandlung befindliche Säuremenge zurückfällt. Auf diese Weise gehen die in der Säure befindlichen, sowie
alle aus den Gasen gesammelten Verunreinigungen in die in Behandlung befindliche Säure
zurück und setzen sich auf dem Boden des Behälters nieder, von wo sie durch geeignete
Mittel entfernt werden können. Die sich bildenden Gase läßt man durch säurefestes
Material hindurchziehen, das die im Nebel befindlichen Säureteilchen zum größten Teile
sammelt und den Wasserdampf hindurchläßt. Die Gase können sodann einem Reinigungsapparate zugeführt werden, wo die letzten
Säureteilchen gesammelt und der im Reaktionsgefäß befindlichen Säuremenge zurückgeführt
werden, während der übrigbleibende Wasserdampf entweichen kann.
In.der Zeichnung ist im1 Längsschnitte eine
zur Ausführung des Verfahrens dienende Einrichtung schematisch veranschaulicht.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel die-
ser Einrichtung weist einen langen und engen, geschlossenen Behälter io auf, der aus Blei besteht
und mit einem säurefesten Material ausgefüttert ist. Der Boden dieses Behälters
ist bestimmt, die zu konzentrierende Säure aufzunehmen; an dem einen Ende dieses Behälters
ist ein Säureeinlaßrohr ii und am andern Ende ein Auslaß rohr 12 angebracht.
Eine oder mehrere durch Stopfen oder Deckel j j verschlossene Öffnungen können am Behälter
vorgesehen sein, um ihn behufs Herausnahme der auf dem Boden niedergesetzten Verunreinigungen öffnen zu können. Im
Boden des Behälters 10, und zwar vorzugs-
!5 weise in der Mitte und in einer Linie, ist
eine Anzahl Düsen 14 angeordnet, die so weit in den Behälter hineinragen, daß ihre Mündungen
ein wenig unter dem normalen Oberflächenspiegel 15 der in Behandlung befindliehen
Säure bleiben. Diese Düsen sind mit einem Zuführungsrohr 16 verbunden, durch
das komprimierte Luft oder unter Druck befindlicher Wasserdampf eingeführt wird, so
daß die unten im Behälter befindliche Säure in eine Anzahl spritzbrunnenartiger Strahlen
in den darüber befindlichen Raum geblasen wird. Ein Ofen 17 ist mittels eines Rohres
18 mit der Seite des Säurebehälters, an der sich der Auslaß 12 befindet, verbunden. Dieser
Ofen dient dazu, ein geeignetes Gas von. bestimmtem Hitzegrad für das Innere des
Behälters 10 zu liefern. Er kann von irgendeiner geeigneten Art sein. Ebenso können
beliebige Mittel verwendet werden, um die in Behandlung befindliche Säure nebeiförmig zu
verteilen und diesen Nebel auszubreiten, so daß die Säureteilchen beim Zurückfallen in
die Säuremenge der Einwirkung der verwendeten heißen Gase ausgesetzt sind.
Am andern, entgegengesetzten Ende des Behälters, da, wo die Säure eintritt, verbindet
ein Rohr 19 den Behälter mit einem Turm 20, in dem eine gewölbte Trennungswand 21
säurefestes Material 22 trägt, das von beliebiger Art und Beschaffenheit sein kann, vorzugsweise
aber aus Quarz besteht. Von dem Turm 20 führt ein Rohr 23 zu einer Reinigungskammer
24, die einerseits mit einem Abzugsrohr 25 und andererseits mit einem
Ablaufrohr 26 (mit Wassersack 27) versehen ist, das die Kammer 24 mit dem Reaktionsbehälter
10 verbindet. Mittels eines Ventilators 28 kann in der ganzen Einrichtung
der nötige Luftzug erzeugt werden.
Dieser kann auch durch geeignet angebrachte, zum Einspritzen von unter Druck befindlichen
Gasen oder Dampf dienende Düsen erzeugt werden.
Zur Ausführung des Verfahrens mittels der
beschriebenen Einrichtung wird die zu konzentrierende Säure durch das Einlaßrohr 11
in den Behälter 10 eingeführt, wo sie von der durch die Düsen 14 einströmenden Druckluft
oder dem Wasserdampf zu wiederholten Malen zerstäubt wird. Die von dem Ofen 17
herkommenden heißen Gase strömen durch die zerstäubte Schwefelsäure hindurch, um
diese zu konzentrieren, wobei Säureteilchen fortwährend in die unten im Behälter 10 befindliche
Säuremenge zurückfallen. Es ist zu beachten, daß die Säure am kühleren Ende des Behälters eintritt und nach ihrer Konzentration
am wärmeren Ende, wo die heißen Gase eintreten, heirausgelassen wird. Die
abziehenden Gase enthalten einen gewissen Prozentsatz Schwefelsäure. Beim Durchr
strömen des Rohres 19 und des Turmes 20 werden die im Nebel befindlichen Säureteil·
chen durch das säurefeste Material 22 gesammelt, worauf sie vom Boden des Turmes 20
durch das Rohr 19 zurück in den Behälter 10 gelangen. ,!
. Nachdem die Gase durch das säurefeste Material hindurchgezogen sind, werden sie
durch ein Rohr 23 in den Behälter 24 geleitet, wo das Füllmaterial die letzten Säureteilchen zurückhält, die durch das Rohr 26 in
den Behälter 10 zurückfließen. Der übrigbleibende Wasserdampf entweicht durch das
Rohr 25. ■ '90
In gewissen Fällen kann es erwünscht sein, die zu behandelnde Säure oben in den Turm
20 einzuführen. Zu diesem Zwecke ist dieser mit einem Einlaßrohr 29 versehen, das,
wie das Rohr 11, ein Ventil oder einen Hahn besitzt. Wird die Säure durch das Rohr 11 in
die Vorrichtung eingeführt, so bleibt der Hahn des Rohres 29 geschlossen; tritt umge-;
kehrt die Säure bei 29 ein, so ist 11 geschlossen. Wird die Flüssigkeit oben in den Turm
20 eingeführt, so kann natürlich auch der Ablauf des Behälters 24 dahin geleitet werden..
' ■ . ;
Man kann das Verfahren auch so ausführen, daß man die zu behandelnde Säure auf
eine bestimmte Höhe hebt und als Regen wieder zurückfallen läßt, wobei zugleich heiße
Gase durch diesen Regen geleitet werden. Das Verfahren kann auch bei dem zum Konzentrieren
von Schwefelsäure bekannten Gloverturmverfahren angewendet werden, wobei
dann die Spritzdüse im Boden des Turmes angebracht wird und die Säure zerstäubt und die heißen Gase durch die zerstäubte
Säure geleitet werden. In diesem Falle wird der in den Gasen enthaltene Staub vom
Säurenebel aufgenommen und verläßt mit diesem den Turm, wodurch er verhindert
wird, sich im Turm zusammenzuballen und diesen zu verstopfen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum Konzentrieren von Schwefelsäure, wobei heiße Gase durch die zerstäubte Säurelösung geleitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß behufs Zerstäubens der Säurelösung unter Druck stehendes Gas unter die Oberfläche der Lösung von unten nach oben geblasen wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE310293C true DE310293C (de) |
Family
ID=563374
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT310293D Active DE310293C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE310293C (de) |
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- DE DENDAT310293D patent/DE310293C/de active Active
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