DE308249C - - Google Patents

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DE308249C
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telegraph
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H21/00Use of propulsion power plant or units on vessels
    • B63H21/22Use of propulsion power plant or units on vessels the propulsion power units being controlled from exterior of engine room, e.g. from navigation bridge; Arrangements of order telegraphs
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B9/00Order telegraph apparatus, i.e. means for transmitting one of a finite number of different orders at the discretion of the user, e.g. bridge to engine room orders in ships
    • G08B9/02Details
    • G08B9/06Means for indicating disagreement between orders given and those carried out

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
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Description

DEUTSCHES REICH
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 308249 -KLASSE 65 a. GRUPPE
ERICH KÜGLER in HAMBURG.
insbesondere von Schiffsmaschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vbm .12. Dezember 1917 ab.
Bei Schiffsmaschinen, die infolge ihrer besonderen Eigenart für Rückwärtsfahrt auch mit Hilfsschieber schwer anspringen, sind die zwangläufigen Manövriersicherungen, die z. B.
durch sofortiges selbsttätiges Sperren des Treibmittels einen Manövrierfehler unbedingt verhüten, bei allen ihren sonstigen Vorteilen nicht empfehlenswert, weil hier oftmals absichtlich falsch angefahren werden muß, um dje Maschine überhaupt anzuwerfen. Das damit zu verbindende häufige Ausschalten der Sicherung stellt dann eine lästige und mitunter nachteilige Erweiterung der Handhabungen dar, die . beim Manövrieren mit solchen Maschinen ausgeführt werden müssen.
Die Einrichtung nach der Erfindung soll den Wachthabenden zuverlässiger vor Manövrierfehlern schützen, als es mit den bekannten Alarmvorrichtungen bisher möglich gewesen ist. Beispielsweise als Sirene oder Signalpfeife ausgebildet und an das Maschinentreibmittel angeschlossen, unterliegt sie nicht der Möglichkeit von Stromversagern, wie sie den bekannten elektrischen Umsteuerungsalarmglocken eigen ist. Sie hat auch nicht die Nächteile der mechanisch betriebenen Umsteuerungsalarmklingel, deren Ertönen von dem Zustand eines Uhrwerks abhängig ist, das gerade im Ernstfalle abgelaufen sein kann.
Die Einrichtung ist in der Erkenntnis durchgebildet worden, daß für eine Sicherheitsvorrichtung das beim Manövrieren dauernd und ohne Unterbrechung zur Verfügung stehende Maschinentreibmittel die zuverlässigste Kraftquelle darstellt.
Die Erfindung ist in einer beispielsweisen Ausführung für eine Maiiövriersicherungssirene schematisch auf der Zeichnung dargestellt.
In dem Maschinenraum-Telegraphen (Fig. 1) ist ein Gabelsegment« drehbar gelagert, wel-. ches mit seinen Führungsbacken cund d die Felge der Telegraphenkettenscheibe e seitlich umfaßt (Fig. ι und 2). In der Stellung des Telegraphenzeigers auf »Halt« nimmt a seine Mittelstellung ein und umgreift mit den Flügeln f und g einen von den Felgenrändern der Kettenscheibe e gebildeten Doppelnocken k (Fig. 2) oder einen einfachen Nocken eines sonstigen, der Zeigerstellung entsprechend sich einstellenden Telegraphenteiles.
An einem schwingenden Teile der Maschinen umsteuerung, in der Zeichnung an dem mit der Umsteuerwelle ν verschraubten Bogenstück u, befindet sich ein Nocken t. Bei der Stellung der Umsteuerung auf »Halt« umfaßt diesen Nocken ein Gabelsegment s, das sich dabei in seiner Mittelstellung befindet. Mit dem Gabelsegment s ist ein drehbar gelagertes K.ettenzahnrad r in fester Verbindung.
Unter dem freien Ende des :Sirenenhebels I (Fig. 1) sind ein Kettenzahnrad 0 und das Gabelsegement α um eine feste Achse unabhängig voneinander drehbar angeordnet. Das Zahnrad r ist mit dem Rade 0 durch eine spannbare endlose „_ Kette q verbunden. Bei der Stellung des Telegraphenzeigers und der Maschinenumsteuerung auf »Halt« liegen der Bügel b des Gabelsegments α und ein ähnlicher, mit dem Kettenrad 0 fest verbundener Bügel p senkrecht untereinander (Fig. 1), wobei der Bügel p
(S. Auflage, ausgegeben an 19. November igsoj
den Bügel b umfaßt (Fig. 5). Das freie Ende des Hebels Z trägt eine Kettenrolle k, um die eine endlose Kette 7 gelegt ist, die die Bügel b und p lose umschlingt.
Wenn der Maschinentelegraph beispielsweise von »Halt« auf »Rückwärts« gelegt wird, wirkt der Nocken h als Mitnehmer auf das Gabelsegment α ein und dreht es, bis der Doppelflügel f (Fig. ι und 3) auf den Felgenrändern der Kettenscheibe e schleift. Diese Stellung hat das Gabelsegment beim Übergang des Telegraphenzeigers aus dem Signalfeld »Halt« nach »Rückwärts« erreicht (Fig. 6 zeigt diese Übergangsstellung von Segment und Kettenscheibe für »Voraus«, wobei der Doppelflügel g auf der Scheibenfelge liegt). Während der Telegraphenzeiger bei Weiterdrehung der Scheibe e die Signalfelder für die Rückwärtsfahrtrichtung bestreicht, verharrt das Gabel- segment α in dieser Lage, durch den Anschlag i gegen ein weiteres Auslenken geschützt (Fig. 7). Durch die Segmentdrehung wurde der Bügel b zur Seite gelegt und die endlose Kette / gestrafft. Wird nun die Maschine versehentlich auf »Voraus« umgesteuert, so dreht schon bei einem geringen Umlegen der Umsteuerung der Nocken t das Gabelsegment s in die Richtung der Linie V Diese Segmentdrehung wird durch das Zahnrad r und die darüber gespannte endlose Kette q auf das Rad 0 übertragen, wodurch der Bügel p in die Stellung nach Linie V gedreht wird (Fig. 8). Da nun die beiden Bügel b und p nach entgegengesetzten Seiten gedreht sind, wird auf die endlose Kette j ein Zug ausgeübt, dem das freie Ende des Sirenenhebels / nach unten folgt, so daß sein Daumen m das Dampf- oder Druckluftventil η der Sirene öffnet.
Sobald die Umsteuerung infolge des Sirenensignals richtig auf»Rückwärts« gekgt wird, bewirkt der Nocken t durch Anschlag gegen den Segmentflügel w eine Drehung des Gabelsegments s in die Richtung R. Dadurch wird auch der Bügel p nach der Seite gelegt^ auf welcher sich der Bügel b befindet (Fig. 9), wodurch der Zug in der Kette / aufgehoben und der Hebel I dem Einfluß der Kette entzogen worden ist. Dampfdruck und Federbelastung schließen das Rückschlagventil n, um die Sirene für die Dauer des richtigen Manövrierens gesperrt zu halten.
Anstatt der Nocken können gleichwertige Übertragungsmittel am Telegraphen und an der Umsteuerung (Nuten, Kurvenscheiben o. dgl.) verwendet werden.

Claims (2)

Paten t-An Sprüche:
1. Alarmvorrichtung zur Verhütung falscher Drehungsrichtung von Betriebsmaschinen, insbesondere von Schiffsmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Alarmvorrichtung durch einen Betriebsstoff, wie Gas, Luft, Dampf o. dgl., in Tätigkeit gesetzt und bei Steuerungsfehlern durch mechanische Übertragung vom Telegraphenzeiger oder von der Maschinenumsteuerung eingeschaltet wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an einem mit dem Telegraphenzeiger sich bewegenden Organ (z. B. an der Kettenscheibe e) und an einem mit der Maschinenumsteuerungswelle (w) sich drehenden Teil (z. B. an dem Bogenstück u) Nocken o. dgl. (A und t) angebracht sind, die in durch Kettenradge- triebe (r, q, 0) oder ähnliche Übertragungen verbundene Gabelstücke (a und s) eingreifen und so zusammenwirken, daß bei Manövrierfehlern der Zufluß des Treibmittels zur Alarmvorrichtung freigegeben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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