DE30748C - Verfahren zur Herstellung von künstlichem Dünger aus phosphorhaltigen Substanzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von künstlichem Dünger aus phosphorhaltigen Substanzen

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DE30748C
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liquid
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DENDAT30748D
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F. L. harris in Baltimore, Maryland, V. ST. A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B17/00Other phosphatic fertilisers, e.g. soft rock phosphates, bone meal

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 16: Düngerbereitüng.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 12. August 1884 ab.
Diese Erfindung besteht in einem Verfahren zur Behandlung von Phosphaten, mineralischem und phosphatischem Guano, Austern und anderen Seemuscheln, sowie von kalkhaltigen Substanzen im allgemeinen, wodurch diese zum Gebrauch als künstlicher Dünger vorbereitet werden. ·
Das Verfahren besteht im wesentlichen darin, dafs die genannten Substanzen in einem geschlossenen Gefäfse mit Wasser oder mit einer in folgendem näher beschriebenen Flüssigkeit zusammengebracht und bis auf 1200C. oder höher erhitzt werden, wodurch genügender Druck erzeugt wird, um die Flüssigkeit in alle Theile der Substanz zu treiben. Hierdurch wird dieselbe bröckelig, und kommt eine besondere Flüssigkeit zur Anwendung, so können zugleich thierische Bestandtheile beigemengt werden.
Zur Herstellung der genannten Flüssigkeit werden Knochen, Hufe, Hörner, Leder, Haare, todte Thiere, Abfälle von den Schlächterhäusern, Fische und Tischabfälle etc. einer ähnlichen Behandlung unterworfen.
Es ist bekannt, dafs diese Substanzen, die alle reich an stickstoffhaltigen Bestandtheilen sind, ein gröfseres Gehalt hiervon haben, wie ein guter Dünger dies erfordert, während viele natürliche Substanzen, welche als Dünger gebraucht werden, wie Phosphate, phosphatischer Guano, Seemuscheln u. A., gar keine oder sehr wenig solcher Bestandtheile enthalten. Die in folgendem beschriebene Erfindung hat also .theilweise zum Zweck, den in der erstgenannten Klasse von Substanzen enthaltenen Ueberschufs solcher stickstoffhaltigen Bestandtheile den Substanzen der letztgenannten Klasse mitzutheilen, ohne dafs dadurch die Brauchbarkeit der erstgenannten beeinträchtigt wird, und die also ebenfalls zu künstlichem Dünger hergestellt werden.
Zu diesem Zwecke werden die genannten thierischen Substanzen mit Wasser, welches bis 120° C. und höher in einem geschlossenen Gefäfse erhitzt wird, behandelt, und die hierdurch erhaltene Flüssigkeit wird alsdann für weiteren Gebrauch entfernt, während die zurückbleibenden festen Bestandtheile, die durch diese Behandlung leicht bröckelig und pulvrisirt werden können, entweder allein oder mit anderen Substanzen gemengt als Dünger gebraucht werden.
Man kann die oben erwähnte Flüssigkeit noch mehr bereichern, indem man dieselbe zum Einkochen einer weiteren Menge der thierischen Substanzen gebraucht.
Die auf diese Weise erhaltene Flüssigkeit wird alsdann mit den obengenannten Substanzen, welche wenig oder keine stickstoffhaltigen Bestandtheile haben, gemengt und mit diesen zusammen dem beschriebenen Verfahren unterworfen, wodurch ein leicht bröckeliger, stickstoffreicher Dünger erhalten wird.
Der zur Ausführung des obigen Verfahrens vorzugsweise geeignete Apparat ist auf beiliegender Zeichnung angedeutet.
Oberhalb eines Ofens A ist ein Behälter B innerhalb eines Gehäuses C angebracht und oben mit einem Deckel D, der mittelst der an den Armen E befindlichen hakenförmigenEnden,

Claims (1)

  1. welche unter einen Flantsch a des Behälters greifen, durch Schraube F und Mittelstück e fest aufgeprefst wird, dampfdicht verschlossen.
    Der Dampfdruck im Behälter wird durch ein Manometer G angezeigt und die Temperatur kann auch vermittelst eines am Deckel angebrachten Thermometers angegeben werden. Innerhalb des Behälters ist ein Dampfschlangenrohr H angebracht, um den Inhalt noch mehr zu erhitzen; auch kann nach vollendeter Operation kaltes Wasser durch das Schlangenrohr geleitet werden, um den Inhalt abzukühlen.
    Wenn erforderlich, können mehrere solcher Schlangenrohre angewendet werden.
    PatEnt-A νspruch:
    Ein Verfahren zur Behandlung von Phosphaten, von Guanos, von Seemuscheln und von sonstigen als künstlicher Dünger verwendbaren Substanzen oder deren Gemenge, welches darin besteht, dafs diese Substanzen mit Wasser oder einer stickstoffreichen Flüssigkeit zusammen in einem geschlossenen Behälter bis auf i2o° C. und höher erhitzt werden, wodurch die Flüssigkeit in alle Theile der Substanzen getrieben wird, zum Zwecke, diese somit leicht bröckelig zu machen, worauf dieselben alsdann getrocknet ' und zerkleinert werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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