DE306540C - - Google Patents

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DE306540C
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water
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condenser
pump
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28BSTEAM OR VAPOUR CONDENSERS
    • F28B3/00Condensers in which the steam or vapour comes into direct contact with the cooling medium
    • F28B3/04Condensers in which the steam or vapour comes into direct contact with the cooling medium by injecting cooling liquid into the steam or vapour

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Md. GRUPPE
EMIL LUDWIG in HAMBURG.
Mischkondensator. Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. April 1915 ab.
Bei den auf Seeschiffen üblichen Oberflächenkondensatoren besteht die Gefahr, daß bei einer auftretenden Leckage infolge durchgefressener Kondensatorrohre Seewasser in das Kondensat gelangt, wodurch das Kesselwasser versalzen wird und insbesondere bei Schiffen mit Wasserrohrkesseln der Kessel- bzw. Maschinenbetrieb in Frage gestellt wird, weil die Kessel dann überkochen.
ίο Es sind bereits ortsfeste Kondensationsanlagen bekannt geworden, bei welchen ein Einspritzkondensator mit einem Oberflächenkondensator verbunden ist und beide ein geschlossenes System bilden. Das Einspritzwasser wird innerhalb dieses Systems mittels einer Pumpe o. dgl. in Umlauf gehalten. Das Einspritzwasser nimmt durch Kondensation des Dampfes abwechselnd Wärme auf und wird in dem Oberflächenkühler rückgekühlt,
ao wobei der sich aus der Kondensation ergebende Wasserüberschuß beständig durch tiefliegende Speisepumpen nach den· Dampfkesseln abge-' führt werden kann.
Demgegenüber besteht das Wesen der Erfindung darin, daß das Mischkondensat durch den Oberflächenkühler mit einem höheren Druck gepreßt wird, als ihn das den Kühler durchströmende Kühlwasser besitzt.
Dies hat den Zweck, bei vorkommendem Leckwerden von Kondensatorkühlrohren oder undichten Rohrverschraubungen den Eintritt von Seewasser in das Kondensat bzw. in die Kessel und die damit verbundenen schädlichen Einflüsse für den Kesselbetrieb zu verhindern, damit der Betrieb der Wasserrohrkessel ungehindert weitergeführt werden kann.
Eine Anlage gemäß der Erfindung, wie sie in der Zeichnung beispielsweise dargestellt ist, besteht im wesentlichen aus dem Mischkondensator A, dem Rückkühler B, der Einspritzwasserpumpe C, welche das in den Vakuumraum des Mischkondensators gelangende Einspritzwasser' in den Rückkühler B schafft, dem gegebenenfalls federbelasteten Drosselventil D in der Rohrleitung des rückgeführten Einspritzwassers nach dem Mischkondensator, der Kondensat- bzw. Naßluftpumpe E und der Kühlwasserpumpe F.
Die Wirkungsweise der Anlage ist folgende:
Der aus der Niederdruckturbine in den Mischkondensator tretende Dampf wird durch das aus dem Einspritzrohr in feinen Strahlen austretende Wasser, welches etwa eine Temperatur von 20° hat, kondensiert und dieses auf eine Temperatur von etwa 35° erwärmt.
Das im unteren Teil des Köndensationsraumes des Mischkondensators sich ansammelnde warme Wasser wird durch die Einspritzwasserpumpe C abgesaugt und in den genau wie ein Oberflächenkondensator gebauten Rückkühler B geleitet, in welchem es, durch Leitbleche geführt, die Kühlfläche in möglichst langem Wege umspült. Das zur Rückkühlung erforderliche Seewasser wird in gewöhnlicher Weise mittels der Kühlwasserpumpe F durch die Kühlrohre gedrückt.
Das Einspritzwasser wird zweckmäßig im Gegenstrom durch den Rückkühler geführt.
Um nun bei Leckwerden ein Eindringen von Seewasser zu verhüten, ist es erforderlich, daß die Einspritzwasserpumpe C im Rückkühlraum . einen solchen Druck erzeugt, daß
er um etwa 2 bis 4 m Wassersäule höher ist als derjenige, den die Kühlwasserpumpe F erzeugt. Dies kann durch einen mechanischen1 oder hydraulischen Regler bekannter Art,
' 5 welcher auf die zu erzeugende Druckdifferenz hinwirkt, selbsttätig, gegebenenfalls in Abhängigkeit von dem Druck in der Mischkondensat- und bzw. oder dem Druck in der Seewasserleitung erreicht werden. Die für die Kondensation erforderliche Einspritzwassermenge wird durch das gegebenenfalls federbelastete oder selbsttätige Drosselventil D geregelt. Durch den innerhalb gewisser Grenzen gleichbleibenden Überdruck in der Mischkondensat- bzw. Einspritzwasserdruckleitung wird dann verhindert, daß durch- ein undichtes Kondensatorrohr Seewasser in das Mischkondensat und damit in die Kessel gelangt. Bei einer entstehenden Undichtigkeit der Kondensatorrohre wird im allgemeinen nur ein geringfügiger Speisewassefverlust durch Übertritt von Speisewasser in das Seewasser auftreten, dem übrigens dadurch noch begegnet werden kann, daß der Oberflächenkühler in mehrere kleinere, für sich abschaltbare Oberflächenkühler, die während des Betriebes überwacht werden können, zerlegt wird.
Die im Mischkondensator und im Rückkühler vorhandene gesamte Wassermenge bleibt stets gleich, weil der durch die Kondensation des eintretenden Dampfes gebildete Überschuß stets durch die Pumpe E abgesaugt wird.
Damit die Mündung des Saugrohres der Einspritzwasserpumpe C immer mit Wasser bedeckt bleibt, ragt das Saugrohr dieser Pumpe etwas in den Kondensationsraum hinein, so daß immer eine bestimmte Mindestwasserhöhe bestehen bleibt.
Die Luft wird in gewöhnlicher Weise entweder durch die Naßluftpumpe E oder an einer geeigneten Stelle im Mischkondensator durch eine besondere Trockenluftpumpe abgesaugt.
Um nach <· dem Stillsetzen der Anlage den Übertritt von Seewasser ins Speisewasser bei Undichtheiten im Oberflächenkühler zu , vermeiden, können selbsttätige oder von Hand zu bedienende Vorrichtungen vorgesehen sein, durch welche mittels Schieber 0. dgl. die Verbindung von Saug- und Druckleitung des See- bzw. Kühlwassers abgesperrt wird. In diesem Fall wirkt die 'Kühlwasserpumpe F nicht als Druckpumpe, wie im Ausführungsbeispiel, sondern als Saugpumpe, oder der Oberflächenkühler wird über der Wasserlinie aufgestellt und nach dem Stillsetzen die Mischkondensatdruckleitung selbsttätig oder von Hand abgeschlossen. ·

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Mischkondensator mit Oberflächen-
    kühler für das als Einspritzwasser verwendete Mischkondensat, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischkondensat durch den Oberflächenkühler (B) mit einem höheren Druck gepreßt wird, als ihn das den Kühler durchströmende Kühlwasser besitzt.
  2. 2. Kondensator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in die Druckleitung für das Mischkondensat ein Regelorgan (D) eingesetzt ist, das entweder von Hand oder abhängig vom Kühl- bzw! Seewasserdruck und bzw. oder dem Druck im Vakuumraum selbsttätig die Menge bzw. den Druck in der Mischkondensatleitung regelt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT306540D Active DE306540C (de)

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DE (1) DE306540C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1005975B (de) * 1952-04-07 1957-04-11 Paul H Mueller Dr Ing Mischkondensationsanlage fuer Dampfturbinen
DE1192221B (de) * 1954-12-22 1965-05-06 Licencia Talalmanyokat Kondensationseinrichtung mit Misch-kondensator

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1005975B (de) * 1952-04-07 1957-04-11 Paul H Mueller Dr Ing Mischkondensationsanlage fuer Dampfturbinen
DE1192221B (de) * 1954-12-22 1965-05-06 Licencia Talalmanyokat Kondensationseinrichtung mit Misch-kondensator

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