DE3045809C2 - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47C—CHAIRS; SOFAS; BEDS
- A47C7/00—Parts, details, or accessories of chairs or stools
- A47C7/36—Supports for the head or the back
- A47C7/40—Supports for the head or the back for the back
- A47C7/46—Supports for the head or the back for the back with special, e.g. adjustable, lumbar region support profile; "Ackerblom" profile chairs
- A47C7/462—Supports for the head or the back for the back with special, e.g. adjustable, lumbar region support profile; "Ackerblom" profile chairs adjustable by mechanical means
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- Chairs For Special Purposes, Such As Reclining Chairs (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Sitz mit Rückenlehne und
einstellbarer Bandscheibenstütze gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Ein derartiger Sitz ist aus der US-PS 27 56 809 bekannt. Bei
diesem bekannten Sitz ist es erforderlich, zur Einstellung
einer gewünschten Wölbung der Rückenlehne die Stellelemente
voneinander unabhängig zu betätigen. Das beeinträchtigt jedoch
den Bedienungskomfort des Sitzes.
Die DE-AS 11 69 625 beschreibt eine Rückenlehne eines Sitzes,
deren geformte Fläche aus elastisch biegsamen bandförmig
nebeneinanderliegenden Längsteilen gebildet ist. Die
nebeneinander angeordneten und voneinander beabstandeten
Längsteile sind mit ihren beiden einander gegenüberliegenden
Enden an Halterungen eingespannt. Die Halterungen sind an einer
Unterlageplatte vorgesehen und in bezug auf die Unterlageplatte
verstellbar. Bei einer Verstellung der einen Halterung
gegenüber der zweiten Halterung wird die Einspannlänge jedes
Längsteiles zwischen seinen beiden Enden verändert, wodurch die
Wölbung der Längsteile gemeinsam eingestellt wird. Sobald die
Längsteile dem Druck eines sich gegen sie lehnenden
menschlichen Körpers ausgesetzt werden, werden sie über einen
Teil ihrer Länge mit der Vorderseite der Unterlageplatte in
Berührung gebracht. Das geschieht insbes. in der Nähe der
Schultern und der Hüften des Sitzbenutzers. Dadurch wird die
Wölbung der Längsteile verändert, d. h. die Wölbung kann sich
längs der Vorderseite der Unterlageplatte wie eine Welle auf
eine Wasseroberfläche nach oben oder nach unten verschieben.
Die bogenförmige Wölbung nimmt jeweils von selbst eine solche
Lage ein, daß sie sich der Krümmung der Wirbelsäule des
Sitzbenutzers weitgehend anschmiegt. Bei diesem bekannten Sitz
wird demnach die Wölbung nicht eingestellt bzw. verändert, um
sie einer Wirbelsäulenkrümmung anzupassen, sondern es wird die
Wölbung durch die Wirbelsäule verändert.
Eine Rückenlehne mit Höhen- und Wölbungsverstellung ist aus der
DE-OS 28 02 703 bekannt. Die Höhenverstellung erfolgt mittels
einer ersten und die Wölbungseinstellung erfolgt mittels einer
zweiten Betätigungseinrichtung. Eine Veränderung der Wölbung ist
bei diesem Sitz durch Veränderung der vertikalen Spannweite
zwischen dem oberseitigen und dem unterseitigen Endabschnitt
eines plattenförmigen Elementes ausführbar. Eine unsymmetrische
Auswölbung des plattenförmigen Elementes ergibt sich dort durch
eine Versteifung des plattenförmigen Elementes in seinem
oberseitigen Abschnitt. Bei diesem Sitz ist es nicht möglich,
die Wölbung im oberen oder unteren Abschnitt der Rückenlehne
wunschgemäß voneinander unabhängig einzustellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sitz der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem mittels eines
einzigen Betätigungsgliedes eine Verstellung der Wölbung in der
Höhe und/oder in der Tiefe der Rückenlehne des Sitzes möglich
ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 1 gelöst.
Durch das gemeinsame Verbindungsstück und durch die Zapfen-
Schlitz-Führungen ergibt sich die Möglichkeit, mit einem
einzigen Betätigungsglied die Wölbung wunschgemäß in der Höhe
der Rückenlehne und/oder in ihrer Tiefe einzustellen. Die
Ausbildung mit einem einzigen Betätigungsglied weist den
Vorteil eines guten Bedienungskomforts auf. Der Sitz kann
manuell verstellt werden oder er kann mit einem Antriebsmotor
ausgebildet sein, wodurch sich ein Sitz mit einer guten
Massagewirkung ergibt.
Bei einer Bewegung des Betätigungsgliedes in einer Richtung
wird zunächst das eine Federblech bis zur vollen Auswölbung
zusammengedrückt und danach - bei weiterer Bewegung des
Betätigungsgliedes in dieser Richtung - das andere Federblech
bis zur vollen Auswölbung zusammengepreßt. Wird das
Betätigungsglied zurückgezogen, so drehen sich die Vorgänge
entsprechend um. Es wird also - wie bereits erwähnt worden ist -
nur ein einziges Betätigungsglied für eine Verstellung sowohl
in der Höhe als auch in der Tiefe benötigt.
Um eine sowohl quer zur Rückenlehne als auch in der Höhe der
Rückenlehne möglichst wenig Platz beanspruchende
Betätigungseinrichtung zu erhalten, ist vorzugsweise ein
Zwischenstück zwichen dem Betätigungsglied und dem
Verbindungsstück vorgesehen, wobei das Zwischenstück um einen
zur Rückenlehne senkrechten Zapfen, der den Einwirkungspunkt
des Betätigungsgliedes auf das Verbindungsstück bestimmt, mit
dem Verbindungsstück verbunden ist. Die Zapfen-Schlitz-Führung
ist am Rückenlehnenträger derart geführt, daß bei einer
Bewegung des Betätigungsgliedes entgegen der Kraft der
Federbleche das Zwischenstück zuerst linear quer zur Höhe der
Rückenlehne geführt und nach dem Anschlag des Zapfens am Ende
des Schlitzes der dem Einwirkungspunkt näheren Zapfen-Schlitz-
Führung für das Verbindungsstück in Höhe der Rückenlehne zur
Ausführung einer Schwenkbewegung geführt ist. Aufgrund des
Zwischenstückes kann das Betätigungsglied an einer vom
Einwirkungspunkt auf das Verbindungsstück versetzten Stelle
angreifen, die je nach den räumlichen Gegebenheiten gewählt
werden kann. Die Schwenkbewegung des Zwischenstückes in einer
zweiten Bewegungsphase erlaubt eine quer zur Höhe der
Rückenlehne verkürzte Bauausführung der Betätigungseinrichtung.
Das Betätigungsglied in Form einer Mutter kann mit Hilfe eines
Handdrehknopfes und einer Spindelanordnung verschiebbar sein.
Das Betätigungsglied kann aber auch als zweiarmiger Hebel
ausgebildet sein, von dem das eine Ende auf das
Verbindungsstück einwirkt und das andere Ende mit einer an
einem Elektromotor angeschlossenen Exzenterscheibe zur
Ausführung einer hin- und hergehenden Schwenkbewegung verbunden
ist. Hierdurch ist nicht nur der Bedienungskomfort wesentlich
größer, sondern es ist auch eine zyklische Verschiebung der
Verwölbung und damit eine gewisse Massage der Wirbelsäule
möglich.
Bei einer Ausbildung des Sitzes der zuletzt genannten Art kann
der Elektromotor mit einer den Elektromotor nach mehreren
Umdrehungen der Exzenterscheide selbsttätig an einer
voreingestellten Stelle abschaltenden Schaltung verbunden sein,
so daß der Sitzbenutzer bei Ermüdungserscheinungen nur einmal
einen Knopf betätigen muß, um eine Massage der Wirbelsäule zu
bewirken, wonach sich die Bandscheibenstütze wieder auf die
gleiche zuvor eingestellte Stelle einstellt.
In weiterer Vervollkommnung dieser Schaltung kann der
Elektromotor in vorausbestimmten Zeitintervallen selbsttätig
einschalten, wodurch nicht nur der Bedienungskomfort sondern
auch die Wachsamkeit des Fahrers erhöht wird. Mit diesem
"Wachhalten" des Fahrers aufgrund der selbsttätig sich
einschaltenden Bandscheibenstütze zur Massage der Wirbelsäule
läßt sich die Verkehrssicherheit erheblich verbessern.
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Sitzes sind in der
Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Es
zeigt
Fig. 1 schematisch eine Schnittdarstellungen durch eine
Rückenlehne mit einer Bandscheibenstütze zur
Veranschaulichung der aufeinanderfolgenden
Verstellpositionen der Bandscheibenstütze,
Fig. 2 schematisch eine Draufsicht auf eine
Ausführungsform des Sitzes in einer ersten
Stellung,
Fig. 3 schematisch eine Seitenansicht der Ausführungsform
gem. Fig. 2 in der ersten Stellung,
Fig. 4 eine Draufsicht auf diese Ausführungsform in einer
zweiten Stellung,
Fig. 5 eine Seitenansicht dieser Ausführungsform in der zweiten
Stellung,
Fig. 6 eine Draufsicht dieser Ausführungsform in einer dritten
Stellung,
Fig. 7 eine Seitenansicht dieser Ausführungsform in der drit
ten Stellung,
Fig. 8 schematisch eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungs
form,
Fig. 9 einen Ausschnitt aus der zweiten Ausführungsform,
Fig. 10 einen Schnitt in der Höhe der Rückenlehne für beide
Ausführungsformen und
Fig. 11 eine Schaltung zur Steuerung eines in Verbindung mit der
ersten Ausführungsform zur Anwendung gelangenden Elektro
motors.
In Fig. 1 ist sozusagen ein Bewegungsablaufdiagramm der
Bandscheibenstütze dargestellt. Die Betätigungs
einrichtung ist hierbei weggelassen.
In der Stellung a befindet sich eine Stützplatte 10, die auf das
Rückenlehnenpolster 12 einwirkt, in ihrer flachen Stellung, in
der sie und damit das Rückenlehnenpolster (12) nicht oder nur wenig
ausgewölbt sind. In der zeitlich darauf folgenden Stellung b
wird die Stützplatte 10 in ihrem unteren Teil nahe dem Becken
der sitzenden Person ausgewölbt. (Die Rückenlehne ist in Fig. 1
horizontal liegend dargestellt.) In der nachfolgenden Stellung c
wird zusätzlich auch der obere Teil der Stützplatte 10 und ent
sprechend das Rückenlehnenpolster 12 ausgewölbt. In der Stellung
d ist die Auswölbung des oberen Teils der Stützplatte 10 rück
gängig gemacht, und in der darauf folgenden Stellung e ist auch
die Auswölbung im unteren Teil der Stützplatte 10 beseitigt, so
daß die ursprüngliche Stellung a erreicht ist. Mit dem Bezugs
zeichen 14 ist der Rückenlehnenträger versehen.
Anhand der Fig. 2 und 3 wird nun der Aufbau einer Ausführungs
form näher erläutert. Zwei Stellelemente 16 und 18
sind in der Rückenlehne übereinander angeordnet. Die Stellelemente
16 und 18 sind, wie dargestellt, langgestreckte Federbleche mit
einer Einschnürung in der Mitte, die beim Zusammendrücken der
horizontal, also quer zur Höhe der Rückenlehne angeordneten Fe
derbleche eine Auswölbung derselben erleichtern. Die einen Enden
16′, 18′ der Stellelemente 16, 18 sind in einem stationären Hal
ter 20 gehalten, in dem beispielsweise die Enden 16′, 18′ der Federbleche
durch Schlitze im Halter 20 gesteckt sind, während die zu den auf
diese Weise fest eingespannten Enden 16′, 18′ entgegengesetzten
Enden 16′′, 18′′ der Stellelemente 16, 18 an einem beweglich an
geordneten Verbindungsstück 22, beispielsweise in der gleichen
Weise wie die Enden 16′, 18′, befestigt sind. Es wird darauf
aufmerksam gemacht, daß nur ein einziges, für beide Enden 16′′,
18′′ der Stellelemente 16, 18 gemeinsames Verbindungsstück 22
vorgesehen ist.
Das etwa in Höhe der Rückenlehne sich erstreckende Verbindungs
stück 22 ist, wie es u. a. auch deutlich aus Fig. 10 hervorgeht,
mit Hilfe von zwei Zapfen-Schlitzführungen am Rückenlehnenträger
14 beweglich gelagert. Diese umfassen je einen am Rücken
lehnenträger 14 fest angeordneten Zapfen 24 sowie je einen
Schlitz 26. Die Anordnung und der Verlauf der Zapfen-Schlitz
führungen 24, 26 gehen im einzelnen aus Fig. 2 hervor. Anordnung
und Verlauf der Schlitze 26 sind derart gewählt, daß in der in
Fig. 2 gezeigten Stellung das Verbindungsstück 22 um den oberen
Zapfen 24 verschwenkt werden kann, bis der untere Zapfen 24 in
Anschlag mit dem linken Ende des Schlitzes 26 kommt, wie es in
Fig. 6 gezeigt ist. Danach kann das Verbindungsstück 22 um den
unteren Zapfen 24 geschwenkt werden, bis der obere Zapfen 24 in
Anschlag mit dem linken Ende des Schlitzes 26 kommt, wie dies in
Fig. 6 gezeigt ist.
Das Verbindungsstück 22 und der Halter 20 sind beispielsweise
L-förmige Profile, wie dies auch aus der Zeichnung hervorgeht.
Ferner ist ein als zweiarmiger Hebel ausgebildetes Zwischenstück
28 vorgesehen, das wie es aus den Fig. 2 und 10 im einzelnen
hervorgeht, angeordnet ist. Das Zwischenstück 28 ist um einen
Zapfen 30 verschwenkbar mit dem Verbindungsstück 22 verbunden
und ist außerdem am Rückenlehnenträger 14 mit Hilfe eines Zapfens
32 und eines Schlitzes 34 geführt. Diese Zapfen-Schlitzführung 32, 34
geht im einzelnen beispielsweise aus Fig. 2 hervor. Sie ist der
art gewählt, daß bei einer Beaufschlagung des Zwischenstückes 28
quer zur Höhe der Rückenlehne, also in Fig. 2 von links nach
rechts, das Zwischenstück 28 zunächst quer zur Höhe der Rückenleh
ne linear geführt wird, bis es in die in Fig. 4 dargestellte
Stellung gelangt, wonach es bei einer weiteren Beaufschlagung
von links nach rechts um den Zapfen 30 schwenkt, ohne sich wei
ter quer zur Höhe der Rückenlehne zu bewegen, bis es in die in
Fig. 6 dargestellte Stellung gelangt.
Ein als zweiarmiger Hebel ausgebildetes Betätigungsglied 36 ist
um einen Zapfen 38 am Rückenlehnenträger 14 schwenkbar. Das eine
Ende des Betätigungsgliedes 36 greift am Zwischenstück 28 an,
während das andere Ende an einer Exzenterscheibe 40 mit Hilfe
eines an der Exzenterscheibe 40 vorstehenden und in einen Schlitz
42 in dem zugehörigen Hebelarm greifenden Zapfen 44 für eine hin-
und hergehende Schwenkbewegung bei Drehung der Exzenterscheibe 40
festgelegt ist. Mit 46 ist ein schematisch dargestellter Elektro
motor zum Antrieb der Exzenterscheibe 40 versehen.
Die auswölbbare und an der Rückseite des Rückenlehnenpolsters 12
anliegende Stützplatte 10 ist, wie aus den den Fig. 2 und 3
hervorgeht, mit Hilfe von aus der Stützplatte 10 gestanzten Laschen
48 an den Stellelementen 16, 18 im Bereich der Einschnürungen
festgehalten.
Im folgenden wird nun die Arbeitsweise der in den Fig. 2 bis
7 dargestellten Ausführungsform näher erläutert:
Die Ausgangsstellung ist in den Fig. 2 und 3 gezeigt. Diese Stellung entspricht auch der Stellung a in Fig. 1. Die als Stell elemente 16 und 18 wirkenden Federbleche sind bei Einnahme ihrer maximalen Länge weitgehend entspannt, so daß die Stützplatte 10 im wesentlichen flach liegt. Wird nun die Exzenterscheibe 40 im Uhrzeigersinn gedreht, so wird das Betätigungsglied 36 verschwenkt und das Zwischenstück 28 von links nach rechts quer zur Höhe der Rüc kenlehne verschoben. Das Zwischenstück 28 bewegt sich dabei auf grund der Zapfen-Schlitzführung 32, 34 linear. Da der den Ein wirkungspunkt auf das Verbindungsstück 22 bildende Zapfen 30 zwischen dem Zwischenstück 28 und dem Verbindungsstück 22 dem Stellelement 18 näher steht als dem Stellelement 16, wird auf grund der Hebelwirkung das Stellelement 18 zusammengedrückt, während die Länge des Stellelementes 16 sich nicht ändert. Da bei führt das Verbindungsstück 22 eine Schwenkbewegung um den oberen Zapfen 24 aus, bis der untere Zapfen 24 am Ende des Schlitzes 26 anschlägt. Ist nur dann die in Fig. 4 dargestellte Stellung erreicht, in der das untere Stellelement 18 die maximale Aus wirkung hat, so daß auch die Stützplatte 10 im unteren Teil, wie es aus Fig. 5 hervorgeht, ausgewölbt ist. (Vgl. auch Fig. 1, Stellung b.)
Die Ausgangsstellung ist in den Fig. 2 und 3 gezeigt. Diese Stellung entspricht auch der Stellung a in Fig. 1. Die als Stell elemente 16 und 18 wirkenden Federbleche sind bei Einnahme ihrer maximalen Länge weitgehend entspannt, so daß die Stützplatte 10 im wesentlichen flach liegt. Wird nun die Exzenterscheibe 40 im Uhrzeigersinn gedreht, so wird das Betätigungsglied 36 verschwenkt und das Zwischenstück 28 von links nach rechts quer zur Höhe der Rüc kenlehne verschoben. Das Zwischenstück 28 bewegt sich dabei auf grund der Zapfen-Schlitzführung 32, 34 linear. Da der den Ein wirkungspunkt auf das Verbindungsstück 22 bildende Zapfen 30 zwischen dem Zwischenstück 28 und dem Verbindungsstück 22 dem Stellelement 18 näher steht als dem Stellelement 16, wird auf grund der Hebelwirkung das Stellelement 18 zusammengedrückt, während die Länge des Stellelementes 16 sich nicht ändert. Da bei führt das Verbindungsstück 22 eine Schwenkbewegung um den oberen Zapfen 24 aus, bis der untere Zapfen 24 am Ende des Schlitzes 26 anschlägt. Ist nur dann die in Fig. 4 dargestellte Stellung erreicht, in der das untere Stellelement 18 die maximale Aus wirkung hat, so daß auch die Stützplatte 10 im unteren Teil, wie es aus Fig. 5 hervorgeht, ausgewölbt ist. (Vgl. auch Fig. 1, Stellung b.)
Bei einer weiteren Schwenkbewegung des Betätigungsgliedes 36
von links nach rechts verschwenkt sich nunmehr zwangsläufig das
Verbindungsstück 22 um den unteren Zapfen 24 in Uhrzeigerrichtung,
so daß auch das obere Stellelement 16 zusammengedrückt und damit
ausgewölbt wird. Der obere Zapfen 24 kommt dabei in Anlage mit
dem linken Ende des zugehörigen Schlitzes 26, und das Zwischen
stück 28 führt hierbei - durch den Verlauf des Schlitzes 24 be
stimmt - eine Schwenkbewegung aus, wie dies aus einem Vergleich
der in Fig. 6 gezeigten Endstellung mit der in Fig. 4 gezeigten
Stellung deutlich wird. Beide Stellelemente 16 und 18 sind nun
zusammengedrückt und wölben sich nach außen, so daß die Stütz
platte 10 sowohl in ihrem unteren als auch in ihrem oberen Teil
sich nach außen wölbt, wie dies in Fig. 7 gezeigt ist. (Siehe auch
Stellung c in Fig. 1.)
Bei einer weiteren Drehung der Exzenterscheibe 40 im Uhrzeigersinn
schwenkt das Betätigungsglied 36 zurück, so daß die oben beschrie
benen Bewegungen in umgekehrter Richtung ausgeführt werden. Über
die der Stellung d in Fig. 1 entsprechende Stellung kehren dann
die Stützelemente 16, 18 und die Stützplatte 10 um ihre Ausgangslage (Fig.
2 und 3, Stellung e und Stellung a in Fig. 1) zurück. Der Zyklus
ist nun beendet.
In den Fig. 8 und 9 ist eine zweite Ausführungsform darge
stellt, die sich von der vorangegangenen Ausführungsform dadurch
unterscheidet, daß die Verschiebung des Zwischenstückes 28 von Hand
bewerkstelligt wird. Das Betätigungsglied 36 ist nunmehr eine Mut
ter 50, die auf einer mit einem Handdrehknopf 52 drehbaren Spin
del 54 sitzt und am Zwischenstück 28 drehsicher für eine Ver
schiebung des Zwischenstücks 28 gehalten ist. Im übrigen stimmt
diese Ausführungsform mit der vorangegangenen überein. Bei einem
Hineindrehen des Betätigunggliedes 50 werden die Stellungen a
bis c in Fig. 1 durchlaufen, während bei einem Herausdrehen des
Betätigungsgliedes 50 die Stellungen c bis e durchlaufen werden.
Die Drehung läßt sich an beliebiger Stelle stoppen, so daß alle
Zwischenstellungen zwischen den in den Figuren a bis e gezeigten
Stellungen eingenommen werden können.
Bei einer dritten Ausführungsform (nicht zeichne
risch dargestellt), bei der das Verbindungsstück 22 und das Zwi
schenstück 28 fehlen können die Stellelemente 16 und 18 unabhängig
voneinander, beispielsweise mit Hilfe von zwei Spindelanordnun
gen, wie in Fig. 9 gezeigt, zusammengedrückt werden können. Dann
läßt sich z. B. nur im oberen Teil der Rückenlehne eine Auswöl
bung erzielen, so daß am unteren Teil der Rückenlehne die Aus
wölbung fehlt. Umgekehrt kann aber auch nur im unteren Teil die
Auswölbung vorhanden sein, während sie im oberen Teil fehlt. Die
voneinander unabhängige Beaufschlagung der Stellelemente 16, 18 hat al
so den Vorteil, daß in der Tat alle möglichen Zwischenstellun
gen aufgrund der beliebigen Kombinationsmöglichkeiten angenom
men werden können.
In Fig. 11 ist eine Schaltung für den Betrieb des Elektromotors
46 bei der Ausführungsform nach den Fig. 2 bis 7 gezeigt.
Dort ist mit 60 ein Schalter zum Ein- und Ausschalten sowie zur
Richtungsumkehr des Gleichstrom-Elektromotors 46, mit 62 ein Mo
mentschalter und mit 64 ein Selbsthalterelais, das nach einer
gewissen Zeitspanne, beispielsweise 90 Sekunden, abfällt, be
zeichnet. Wird der Schalter 60 beispielsweise nach rechts beauf
schlagt, so daß seine Arbeitskontakte 60′, 60′ in Anlage mit den
Ruhekontakten 60′′, 60′′ kommen, so läuft der Elektromotor 46 in der
einen Richtung, während er in der entgegengesetzten Richtung
läuft, wenn die Arbeitskontakte 60′, 60′ nach links beaufschlagt
werden, so daß sie in Anlage mit den Ruhekontakten 60′′′, 60′′′
kommen. Dieser Schalter 60 dient in erster Linie zur Einstellung
der Bandscheibenstütze.
Durch kurzzeitiges Betätigen des Momentschalters 62 wird der doppel
polige Schalter 66 über das Selbsthalterelais 64 umgeschaltet,
so daß der Schalter 60 automatisch außer Betrieb gesetzt wird
und der Elektromotor 46 in einer Richtung zu laufen beginnt, bis
das Selbsthalterelais 64 nach einer vorgegebenen Zeitspanne ab
fällt und der doppelpolige Schalter 66 in die in Fig. 11 gezeig
te Stellung zurückfällt. In der Zwischenzeit hat die Exzenter
scheibe 40, angetrieben durch den Elektromotor 46, mehrere Um
drehungen ausgeführt, so daß eine für die sitzende Person wohl
tuende zyklische Massage der Wirbelsäule durch geführt worden ist.
Eine Zeitschaltung, die durch Drücken eines Druckknopfes einge
schaltet wird und selbsttätig abschaltet oder die sogar in be
stimmten, ggf. voreinstellbaren Zeitintervallen für eine bestimm
te, ebenfalls bei Bedarf wählbaren Zeitspanne einschaltet, kann
auch bei bekannten Bandscheibenstützen vorgesehen werden, wobei
es dem Fachmann sicherlich keine Schwierigkeit bereitet, bei den
bekannten Bandscheibenstützen einen durch die Zeitschaltung ge
steuerten Elektromotor für deren Verstellung vorzusehen. Insbe
sondere kann auch die in Fig. 11 dargestellte Zeitschaltung zur
Anwendung gelangen.
Claims (6)
1. Sitz mit Rückenlehne und einstellbarer Bandscheibenstütze,
bei der zwei getrennte, in der Tiefe der Rückenlehne
verstellbare Stellelemente (16, 18) in der Höhe der
Rückenlehne übereinanderliegend vorgesehen sind und die
Stellelemente (16, 18) an einer gemeinsamen verwölbbaren
Stützplatte (10) angreifen, die auf der Rückseite der
Polsterung (12) vorgesehen ist, wozu die Stellelemente
(16, 18) mit der Stützplatte (10) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stellelemente (16, 18) als auswölbbare
Federbleche ausgebildet sind, die an einem Ende (16′,
18′) fest eingespannt und am entgegengesetzten Ende
(16′′, 18′′) beweglich gelagert und quer zur Höhe der
Rückenlehne für eine Auswölbung in der Tiefe der
Rückenlehne zusammendrückbar sind, wozu beide beweglichen
Enden (16′′, 18′′) der Federbleche an einem gemeinsamen
Verbindungsstück (22) befestigt sind, das am
Rückenlehnenträger (14) über zwei in der Höhe der
Rückenlehne auf Abstand zueinander liegende Zapfen-
Schlitz-Führungen (24, 26) derart gelagert und auf das
ein quer zur Höhe der Rückenlehne bewegliches
Betätigungsglied (36, 50) derart asymmetrisch zwischen
den beiden Zapfen-Schlitz-Führungen (24, 26) einwirkt,
daß bei einer Bewegung des Betätigungsgliedes (36, 50)
entgegen der Kraft der Federbleche zuerst das dem
Einwirkungspunkt (30) am nächsten stehende Federblech
(18) unter Ausführung einer Schwenkbewegung um den Zapfen
(24) der von dem Einwirkungspunkt (30) weiter entfernten
Zapfen-Schlitz-Führung (24, 26) und beim Anschlag des
Zapfens (24) am Ende des Schlitzes (26) der dem
Einwirkungspunkt (30) näheren Zapfen-Schlitz-Führung (24,
26) das andere Federblech (16) unter Ausführung einer
Schwenkbewegung um diesen in Anschlag gekommenen Zapfen
zusammengedrückt wird.
2. Sitz nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Zwischenstück (28) zwischen dem Betätigungsglied
(36, 50) und dem Verbindungsstück (22) vorgesehen ist,
wobei das Zwischenstück (28) um einen zur Rückenlehne
senkrechten Zapfen (30), der den Einwirkungspunkt des
Betätigungsgliedes (36, 50) auf das Verbindungsstück (22)
bestimmt, mit dem Verbindungsstück (22) verbunden und mit
einer Zapfen-Schlitz-Führung (32, 34) am
Rückenlehnenträger derart geführt ist, daß bei einer
Bewegung des Betätigungsgliedes (36, 50) entgegen der
Kraft der Federbleche (16, 18) das Zwischenstück (28)
zuerst linear quer zur Höhe der Rückenlehne geführt und
nach dem Anschlag des Zapfens (24) am Ende des Schlitzes
(26) der dem Einwirkungspunkt (30) näheren Zapfen-
Schlitz-Führung (24, 26) für das Verbindungsstück (22) in
der Höhe der Rückenlehne zur Ausführung einer
Schwenkbewegung geführt ist.
3. Sitz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsglied (50) in Form einer Mutter mit
Hilfe eines Handdrehknopfes (52) und einer
Spindelanordnung (54) verschiebbar ist.
4. Sitz nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsglied (36) ein zweiarmiger Hebel ist,
von dem das eine Ende auf das Verbindungsstück (22)
einwirkt und das andere Ende mit einer an einem
Elektromotor (46) angeschlossenen Exzenterscheibe (40)
zur Ausführung einer hin- und hergehenden Schwenkbewegung
verbunden ist.
5. Sitz nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektromotor mit einer den Elektromotor nach
mehreren Umdrehungen der Exzenterscheibe (40) selbsttätig
an einer vorzugsweise voreingestellten Stelle
abschaltenden Schaltung verbunden ist.
6. Sitz nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltung den Elektromotor in vorausbestimmten
Zeitintervallen selbsttätig einschaltet.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803045809 DE3045809A1 (de) | 1980-12-05 | 1980-12-05 | Sitz mit bandscheibenstuetze |
| US06/325,496 US4425910A (en) | 1980-12-05 | 1981-11-27 | Seat having an adjustable backrest |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803045809 DE3045809A1 (de) | 1980-12-05 | 1980-12-05 | Sitz mit bandscheibenstuetze |
Publications (2)
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| DE3045809A1 DE3045809A1 (de) | 1982-07-08 |
| DE3045809C2 true DE3045809C2 (de) | 1990-06-21 |
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Family Applications (1)
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