DE3045241C2 - - Google Patents
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Siebbefestigung nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Es ist nach der DE-PS 10 68 277 bekannt, das Sieb, welches die Schablone
trägt, elastisch am Rahmen aufzuhängen, und zwar mittels einer
aufblasbaren Umrandung des Rahmens oder eines federnden Folien- oder
Gewebematerials. Dadurch kann die relativ starre Druckform beim Drucken
durch die Rakel durchgebogen werden, ohne sich bleibend zu verformen,
wobei die notwendige Verlängerung der Druckformfläche durch die
elastische Umrandung gegeben ist.
Nachteil dieser bekannten Lösung ist es jedoch, daß das relativ starre
bzw. sich praktisch nicht dehnende Sieb mit der Schablone als Ganzes
durch die Rakelreibung verschoben wird, da die elastische Aufhängung
nicht nur eine Vergrößerung der gespannten Fläche, sondern auch eine
Verschiebung zuläßt. Diese Verschiebung geschieht vor allen Dingen bei
stark eingestelltem Rakeldruck, besonders in Richtung des Rakelzuges.
Dadurch wird es erforderlich, daß beim Passereinrichten diese
Verschiebung mit berücksichtigt werden muß, und von Farbgang zu Farbgang
exakt der gleiche Rakeldruck angewendet werden muß.
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine
Siebbefestigung der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß bei
dem Passereinrichten die Verschiebung des Siebes mit der Schablone nicht
mehr berücksichtigt werden muß, so daß ein Druck mit hoher
Passergenauigkeit auch bei unterschiedlichem Rakeldruck erreicht wird.
In Verbindung mit dieser Aufgabe soll der Siebdruckrahmen bzw. der
Siebdruckrahmen mit dem Druckformträgernoch wesentlich einfacher und
leichter zu montieren und zu handhaben sein.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe sind die Merkmale des kennzeichnenden
Teils des Patentanspruchs 1 vorgesehen.
Erfindungsgemäß wird also das Sieb, welches die Schablone trägt, direkt
ohne elastisches Zwischenglied an zwei Seiten an dem starren bzw.
halbstarren Siebdruckrahmen befestigt, während die anderen zwei Seiten
federnd befestigt sind. Zweckmäßigerweise wird das über das Druckbild an
der unelastischen Seite hinausgehende, starre Gewebe des Siebes, welches
die Schablone trägt, noch durch Einbetten in Kunststoff verstärkt. Die
Elastizität der Umrandung oder Aufhängung an den Seiten, wo das Sieb
starr am Rahmen befestigt werden soll, kann auch durch eine
Haltevorrichtung unwirksam gemacht werden, welche eine eventuell
vorhandene, elastische Einfassung überbrückt. Diese Vorrichtung kann
sowohl am Siebdruckrahmen, als auch an der Druckmaschine selbst
befestigt sein.
Mit einer maximal zweiseitigen (oder auch einseitigen) elastischen
Einfassung des als Stahlsieb ausgebildeten Siebes, welches die Schablone
trägt, wird ein überraschender Erfolg hinsichtlich der Passergenauigkeit
bei unterschiedlichem Rakeldruck erzielt.
Bisher bestand ein Vorurteil in der Fachwelt, ein relativ starres Sieb
lediglich an zwei oder einer Seite des Siebdruckrahmens elastisch
aufzuhängen, während die verbleibenden, übrigen Seiten starr am
Siebdruckrahmen befestigt sind, weil man befürchtete, daß hierdurch dem
Sieb nicht genügend Elastizität in gleichmäßigem Umfang angeboten wird.
Eine umfangreiche Erprobung von zweiseitig, elastisch eingefaßten Sieben
mit Schablone hat erstaunlicherweise ergeben, daß das starre Stahlgewebe
bereits schon durch eine einseitige, elastische Einfassung bereits die
hervorragenden Eigenschaften bekommt, die in wesentlich aufwendiger
Weise durch eine vierseitige, elastische Einfassung nach dem Stand der
Technik erreicht werden.
Von weiterem Vorteil hierbei ist, daß die neue Art der Herstellung (z.
B. einseitige oder zweiseitige, elastische Einfassung) natürlich sehr
viel kostengünstiger ist, als eine vierseitige Einfassung, weil am
Gewebe des Siebes ein- oder beidseitig gegenüberliegend die elastische
Einfassung vollautomatisch angebracht werden kann.
Zur Ausführung des vorliegenden Erfindungsgegenstandes gibt es mehrere
Ausführungsformen.
Nach dem Gegenstand des Anspruches 2 wird es bevorzugt, wenn das Sieb
lediglich an einer in Rakelrichtung parallelen Seite und an der Endseite
am Rahmen federnd befestigt ist (Fig. 7).
Nach dem Gegenstand des Anspruches 3 wird es in einer anderen
Ausführungsform bevorzugt, daß das Sieb in Rakelzugrichtung mit der
Anfangs- und Endseite am Rahmen federnd befestigt ist (Fig. 5).
In einer anderen Ausführungsform wird es nach dem Gegenstand des
Anspruches 4 bevorzugt, daß das Sieb an einer zur Rakelzugrichtung
parallelen Seite federnd am Rahmen befestigt ist (Fig. 6).
Im weiteren ist nach dem Gegenstand des Anspruches 5 das Sieb in
Rakelzugrichtung mit der Endseite federnd am Rahmen befestigt (Fig. 4).
Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich mehrere
Ausführungswege darstellenden Zeichnungen näher erläutert.
Sämtliche Zeichnungsfiguren zeigen die Verhältnisse in unmaßstäblicher
Darstellung. Aus dieser unmaßstäblichen Darstellung können keine
Beschränkungen für den Schutzumfang der vorliegenden Erfindung
abgeleitet werden.
Im einzelnen zeigt
Fig. 1 schematisiert gezeichnete Draufsicht auf einen Siebdruckrahmen
bzw. Siebdruckrahmen mit Druckform mit umlaufender,
elastischer Einfassung des Siebes, wobei die elastische
Einfassung in einen abgedeckten und einen nicht abgedeckten
Bereich unterteilt ist;
Fig. 2a Schnitt gemäß der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 2b Teilschnitt durch eine weitere Ausführungsform ähnlich der
Fig. 2a mit einer Darstellung, die zeigt, daß der abgedeckte
Bereich der Einfassung sich unter die Rahmenschenkel des
Siebdruckrahmens erstreckt;
Fig. 3 Draufsicht auf einen Siebdruckrahmen mit Druckform in einer
anderen Ausführungsform mit einer zweiseitigen, elastischen
Aufhängung des Siebes und einer in zwei Bereiche unterteilten,
elastischen Einfassung;
Fig. 4 Draufsicht auf einen Siebdruckrahmen mit einseitiger,
elastischer Aufhängung des Siebes;
Fig. 5 bis 7 Darstellung des Siebes mit elastischer Einfassung, ohne
Darstellung des Siebdruckrahmens, wobei
Fig. 5 eine zweiseitige, elastische Einfassung des Siebes zeigt;
Fig. 6 eine einseitige, elastische Einfassung und
Fig. 7 eine zweiseitige, elastische Einfassung des Siebes mit
senkrecht aufeinander stehenden Einfassungskanten.
Fig. 1 zeigt einen Siebdruckrahmen bzw. Rahmen (1), welcher die
Druckform trägt, mit Rahmenschenkeln (2, 3, 4, 5). Die Rahmenschenkel sind
nur schematisch angedeutet; sie können durch nicht näher dargestellte,
elastische Verbindungsmittel verbunden sein; ebenso können die
Rahmenschenkel halbstarr ausgebildet sein.
Das in der Mitte des Siebdruckrahmens (1) angeordnete Sieb (6) besteht
aus einem starren Material, z. B. aus einen rostfreien Edelstahlgewebe.
Das Sieb (6) ist mit seinen umlaufenden Kanten mit einer elastischen
Einfassung (7, 8) verbunden, die in einen abgedeckten Bereich (elastische
Einfassung 7) und in einen blanken, nicht abgedeckten Bereich
(elastische Einfassung 8) unterteilt ist. Die Verbindung des Siebes (6)
mit dem abgedeckten Bereich der elastischen Einfassung 7 erfolgt durch
bekannte Verbindungen, wie z. B. Verschweißen, Vernähen, Verkleben oder
Verhaken.
Die Verbindung des nicht abgedeckten Bereiches der elastischen
Einfassung (8) mit den Rahmenschenkeln (2-5) des Siebdruckrahmens (1)
erfolgt gemäß der oben stehenden Beschreibung durch Verkleben. Nachdem
die elastische Einfassung von der lösungsmittelresistenten Schicht
befreit ist, und die blanken Gewebefäden zur Verfügung stehen, wird ein
besonders einfaches und sicheres Klebeverfahren an den Rahmenschenkeln
(2-5) des Siebdruckrahmens (1) gewährleistet.
Die Fig. 1 und 2 zeigen die Größenverhältnisse der elastischen
Einfassung 7 zur elastischen Einfassung 8 in unmaßstäblicher
Darstellung. In der Praxis wird der Bereich der elastischen Einfassung
8, die nicht abgedeckt ist, besonders schmal ausgeführt. Sie kann so
schmal gemäß Fig. 2b ausgeführt sein, daß sich der abgedeckte,
elastische Bereich der Einfassung 7 unter die Rahmenschenkel (2-5) des
Siebdruckrahmens (1) erstreckt. Hierdurch ergibt sich der wesentliche
Vorteil, daß ein nachträgliches Zulackieren der nicht vom Sieb 6
überdeckten Fläche entfallen kann, weil im lichten Innenraum zwischen
Rahmenschenkel 2-5 keine Fuge entsteht, weil nur das Sieb 6 an seinen
Seitenkanten vollflächig bis unter die Rahmenschenkel mit der
abgedeckten, elastischen Einfassung 7 eingefaßt ist.
Wesentlich ist, daß die Unterteilung der elastischen Einfassung in einen
abgedeckten und in einen nicht abgedeckten Teil auch bei einer
zweiseitig elastischen Einfassung eines Siebes 6 durchgeführt werden
kann, wie es in Fig. 3 gezeigt ist. Mit den Pfeilrichtungen 15 ist in
den Fig. 3, 4, 5 und 7 stets die Rakelzugrichtung gezeigt.
Im Bereich der Querseiten 11 und 12 ist das starre Sieb 16 unmittelbar
ohne Zwischenschaltung elastischer Glieder mit den Rahmenschenkeln 3 und 5
des Siebdruckrahmens 10 verbunden. An den Längsseiten 13, 14 erfolgt die
Verbindung mit einer elastischen Einfassung 17, die in analoger Weise
wie in den Fig. 1-2b in einen inneren, abgedeckten Bereich (elastische Einfassung 17) und
einen äußeren, nicht abgedeckten Bereich (elastische Einfassung 18)
unterteilt ist. Hier werden also dieselben Vorteile einer einfachen
Befestigung des nicht abgedeckten Teils der elastischen Einfassung 18 an
den Rahmenschenkeln 2, 4 des Siebdruckrahmens 10 erzielt.
Es wird noch in Verbindung mit den Fig. 2a und 2b darauf hingewiesen,
daß sich beim Übergang vom Sieb 6 auf den abgedeckten Teil bzw. Einfassung 7 bzw. 17 der
elastischen Einfassung eine Verbindungsstelle 9 ergibt.
Die Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
Siebdruckrahmens 20, bei dem das Sieb 26 lediglich mit seiner Querseite
11 elastisch mit dem Siebdruckrahmen 20 (mit dem Schenkel 3) verbunden
ist, während die anderen Seiten 12, 13, 14 des Siebes 26 starr mit dem
Siebdruckrahmen 20 verbunden sind.
Die elastische Einfassung 27 kann aus einem durchgehenden, abgedeckten
Gewebeteil bestehen.
In einer anderen Ausführungsform kann die elastische Einfassung 27 aber
auch gemäß der Darstellung in Fig. 3 aus einem inneren, abgedeckten
Teil 17 und einem äußeren, nicht abgedeckten Teil 18 bestehen. Es gibt
hierbei dann wiederum zwei Möglichkeiten:
- 1. Der abgedeckte Teil erstreckt sich nicht bis zu den Rahmeninnenkanten des Siebdruckrahmens 20.
- 2. Der abgedeckte Teil erstreckt sich bis unter die Rahmenschenkel 2, 3, 4 des Siebdruckrahmens 20.
Die Fig. 5 bis 7 zeigen jeweils weitere Ausführungsbeispiele der
Halterung eines Siebes 36, 37, 38 in einem Siebdruckrahmen, ohne daß der
Siebdruckrahmen selbst dargestellt ist.
Die Rahmenschenkel des Siebdruckrahmens sind jeweils mit den
entsprechenden Bezugszahlen an den Außenseiten des Siebes angedeutet.
Fig. 5 zeigt wiederum eine zweiseitige, elastische Einfassung eines
Siebes 36, wobei diesmal die Rakelzugrichtung 25 senkrecht auf den
elastisch eingefaßten Längsseiten 13, 14 des Siebes 36 steht. Demzufolge
sind die Querseiten 11, 12 des Siebes 36 starr in den Rahmenschenkeln 3, 5
eines Siebdruckrahmens befestigt. Wie bei allen anderen
Ausführungsbeispielen kann die elastische Einfassung 27 entweder
einstückig aus einem abgedeckten Teil bestehen, oder - in einer anderen
Ausführungsform - einstückig aus einem nicht abgedeckten Teil, das nach
dem Verkleben im Siebdruckrahmen zulackiert werden muß.
Ferner ist es ebenso möglich, die elastische Einfassung 27 aus einem
inneren, abgedeckten Teil und einem äußeren, nicht abgedeckten Teil
auszubilden.
Fig. 6 zeigt ein einseitig elastisch befestigtes Sieb 37, das lediglich
mit seiner Längsseite 13 über die elastische Einfassung 27 am
Siebdruckrahmen befestigt ist, während die anderen Seiten 11, 12, 14 starr
am Siebdruckrahmen befestigt sind. Die Rakelzugrichtung 15 ist parallel
zur elastischen eingefaßten Längsseite 13.
Fig. 7 zeigt die weitere Ausführungsform der elastischen Einfassung
eines Siebes 38, bei dem zwei aneinanderstoßende Seiten 11, 13 elastisch
über eine elastische Einfassung 27 eingefaßt sind.
Aus den Ausführungsbeispielen geht hervor, daß die Einfassung des Siebes
16, 26, 36, 37, 38 mit einer einseitig oder zweiseitigen, elastischen
Einfassung besonders schnell und einfach erfolgen kann.
Claims (5)
1. Siebbefestigung eines relativ starren, die Schablone tragenden Siebes
an einem Siebdruckrahmen, an dessen Rahmenschenkeln durch
Zwischenschaltung einer elastischen Einfassung das Sieb federnd
befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das
Sieb (16) an den zur Rakelzugrichtung parallelen Seiten federnd am Siebdruckrahmen
(1, 10, 20) und an den beiden anderen Seiten direkt mit dem
Siebdruckrahmen (1, 10, 20) befestigt ist.
2. Siebbefestigung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Sieb (6, 16) an einer in Rakelzugrichtung
parallelen Seite und an der Endseite am Rahmen (1, 10, 20) federnd
befestigt ist (Fig. 7).
3. Siebbefestigung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Sieb (6, 16) in Rakelzugrichtung mit der
Anfangs- und Endseite am Rahmen (1, 10, 20) federnd befestigt ist (Fig.
5).
4. Siebbefestigung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Sieb (6, 16) an einer zur Rakelzugrichtung
parallelen Seite federnd am Rahmen (1, 10, 20) befestigt ist (Fig. 6).
5. Siebbefestigung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Sieb (6, 16) in Rakelzugrichtung mit der
Endseite federnd am Rahmen (1, 10, 20) befestigt ist (Fig. 4).
Priority Applications (1)
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Publications (2)
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| DE3045241C2 true DE3045241C2 (de) | 1989-09-21 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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