DE3043850C2 - Konverter mit auswechselbarem Tiegelgefäß - Google Patents
Konverter mit auswechselbarem TiegelgefäßInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Konverter mit auswechselbarem Tiegelgefäß, welches miteinander fluchtende
ίο Trtgzapfen auf entgegengesetzten Gefäßseiten aufweist,
mit einem Getriebe zum Kippen des Tiegelgefäßes um die Achsen von zwei miteinander fluchtenden,
die Tragzapfen aufnehmenden Lagern, und mit einer Doppelgelenk-Kupplungsvorrichtung zwischen einem
is der beiden Tragzapfen und einem koaxial zur Kippachse angeordneten Zahnrad des Getriebes.
Konverter dienen zur Stahlerzeugung. Deren Tiegelgefäße müssen von Zeit zu Zeit neu ausgemauert
werden. Zur Vermeidung von Stillstandszeiten während dieser Ausmauerarbeit ist es bekannt, das Tiegelgefäß
zusammen mit seinen Tragzapfen, gegebenenfalls auch zusammen mit den diese Tragzapfen aufnehmenden
Lagern, vom Arbeitsplatz, dem sogenannten Blasstand, weg in einen Wartungsstand, dem sogenannten
Ausmauerungsstand, zu bringen und während der Ausmauerarbeit durch ein anderes Tiegelgefäß zu
ersetzen. Dazu muß die Antriebsverbindung zwischen einem der Tragzapfen des Tiegelgefäßes und einem zum
Kippen des Tiegelgefäßes dienenden Getriebe unterbrachen werden. Die Unterbrechung geschieht bei
bekannten Konvertern durch radiales Herausnehmen eines Kupplungsstückes zwischen Kippantrieb-Getriebe
und dem von ihm anzutreibenden Tragzapfen des Konvertergefäßes mit Hilfe eines Krans. Dies ist auf
Seite 24 einer Schrift über einen Vortrag gezeigt, der von Herrn Toshimasa Takahashi im Jahre 1977 auf der
Veranstaltung »1977 Annual Convention and Iron and Steel Exposition« der Association of Iron and Steel
Engineers in Cleveland, Ohio, USA, gehalten wurde.
Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, das Tiegelgefäß mit möglichst wenig Personal und wenig Hilfsmitteln schnell von dem zum Kippen diendenden Getriebe zu trennen und wieder zu verbinden.
Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, das Tiegelgefäß mit möglichst wenig Personal und wenig Hilfsmitteln schnell von dem zum Kippen diendenden Getriebe zu trennen und wieder zu verbinden.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Doppelgelenk-Kupplungsvorrichtung
eine Doppelgelenk-Zahnkupplung mit .zwei in axialem Abstand voneinander angeordneten Zahnkränzen und
mit einem in diese Zahnkränze eingreifenden Verbindungsstück ist, wobei die ineinandergreifenden Zähne
der Zahnkränze und des Verbindungsstückes Zahngelenke bilden, und daß zur Trennung b?.w. zur
Verbindung der Kupplung ein Kupplungsteil mit seinen Zähnen axial aus den Zähnen eines anderen Kupplungsteils
ausrückbar bzw. in diese Zähne einrückbar ist.
Gemäß der Erfindung wird also beim Wegnehmen eines Tiegelgefäßes die Zahnverbindung getrennt und
beim Einsetzen eines Tiegelgefäßes wieder ineinandergefügt. Für die axiale Verstellung des betreffenden
Kupplungsteils ist kein Kran erforderlich, da lediglich eine Kraft füi die axiale Verschiebung des betreffenden
Kupplungsteils aufgewendet werden muß, während das Gewicht dieses verschiebbaren Kupplungsteils von dem
Getriebe oder dessen Fundament unmittelbar aufgenommen werden kann. Ferner ist für die axiale
Verstellung des betreffenden Kupplungsteils nur eine einzige Person erforderlich, die entweder den Kupplungsteil
manuell verschiebt oder dazu ein Zusatzgetrie-
be einschaltet. Das Ein- und Ausrücken des verstellbaren Kupplungsteils, und damit die Trennung des
Getriebes vom Tiegelgefäß, benötigt nur sehr wenig Zeit, da keine komplizierten Kupplungsverbindungen,
beispielsweise Schrauben von Kupplun.gsflanschen, gelöst zu werden brauchen.
Die gelenkige Ausbildung der Kupplungsvorrichtung ist deshalb erforderlich, damit Winkelverlagerungen
zwischen der Tragzapfenachse des Tiegelgefäßes und dem für seine Kippbewegungen erforderlichen Getriebe
nicht zu schädlichen Materialspannungen führen.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die Zeichnungen als Beispiel
beschrieben. In diesen zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung eines Konverters
nach der Erfindung,
Tig.2 einen Axialschnitt durch einen Teil des
Kipp-Getriebes und eines Tragzapfens einr-s Tiegelgefäßes
mit eingerückter Zahnkupplung und
F i g. 3 eine Darstellung ähnlich F i g. 2, jedoch mit ausgerückter Zahnkupplung.
F i g. 1 zeigt einen Konverter mit einem Tiegelgefäß 1, welches wegen seines großen Gewichtes von einem
Tragring 2 umgeben ist. Am Tragring 2 sind Tragzapfen 3 befestigt, die in Lagern 4 drehbar gelagert sind. Die
Lager 4 sind auf Stützen 5 lösbar aufgesetzt und können zusammen mit dem Tiegelgefäß 1 von den Stützen 5
abgehoben werden. Die Stützen 5 befinden sich ortsfest auf Fundamenten 6 und 7. Der eine Tragzapfen 3 ist
über eine Doppelgelenk-Zahnkupplung 8 mit einem Getriebe 9 verbunden, welches auf dem Fundament 7
sitzt und zum Kippen des Tiegelgefäßes 1 dient
F i g. 2 zeigt die Doppelgelenk-Zahnkupplung 8 in eingerücktem Zustand. Dabei befindet sich ein Verbindungsstück
11 der Zahnkupplung mit einer Außenverzahnung 12 am einen Ende in einem Innen-Zahnkranz
13 eines der beiden Tragzapfen 3. Der Zahnkranz 13 ist in einer auf den Ti agzapfen 3 aufgezogenen Kupplungshülse
14 gebildet und enthält bogenförmig verlaufende Zähne, die mit der entsprechend bogenförmig verlaufenden
Außenverzahnung 12 des Verbindungsstückes 11 eine Gelenkverbindung bilden. Gleichzeitig befindet
sich eine weitere Außenverzahnung 15 am anderen Ende des Verbindungsstückes 11 in Eingriff mit einem
Innenzahnkranz 16 eines koaxial zu den Tragzapfen 3 angeordneten Zahnrades 17 des zum Kippen des
Tiegelgefäßes 1 dienenden Getriebes 9, welches von einem Motor 18 und entsprechenden VorschiJtgetrieben
angetrieben werden kann. Das koaxial zum Tragzapfen 3 und damit auch axial zur Kippachse des
Tiegelgefäßes angeordnete Zahnrad 17 weist eine axiale Durchgangsöffnung 21 auf. Durch diese erstreckt sich
eine Gewindespindel 22, deren eines Ende 23 mit dem Kupplungs-Verbindungsstück 11 verbunden ist und
deren anderes Ende 24 mit einem Gewinde versehen ist und in einem Innengewinde 25 läuft, das axial in einem
Zahnrad 26 einer Betätigungsvorrichtung 27 untergebracht ist. Das Zahnrad 26 ist koaxial zu dem Zahnrad 17
des Getriebes 9 angeordnet und in einem Gehäuse 28 gelagert, welches mit Bezug auf das Fundament 7 des
Getriebes 9 ortsfest angeordnet ist. Zum Antrieb des
Zahnrades 26 dient eine Getriebespindel 29.
Wenn das Tiegelgefäß 1 neu ausgemauert und zu diesem Zweck zusammen mit dem Tragring 2, den
Tragzapfen 3 und den Tragzapfen-Lagern 4 an einen anderen Ort gebracht werden muß, dann muß die
Zahnkupplung 8 getrennt werden. Dies geschieht über die Getriebespindel 29, das Zahnrad-Innengewinde 25
und die Gewindespindel 22 durch Zurückziehen des Verbindungsstückes 11 in die axiale Durchgangsöffnung
21 des Zahnrades 17 hinein. Dabei wird die Außenverzahnung 12 des Verbindungsstückes 11 aus dem
Innenzahnkranz 13 der Kupplungshülse 14 des Tragzapfens 3 ausgerückt. Das andere Ende des Verbindungsstückes
11 bleibt mit seiner Außenverzahnung 15 in Eingriff mit dem Innen-Zahnkranz 16 des Zahnrades 17
und verschiebt sich mit Bezug auf diesen Innenzahnkranz 16 lediglich axial. Die Außenverzahnung 15 und
dor Innen-Zahnkranz 16 haben jeweils bogenförmige Zähne und bilden zusammen ebenfalls ein Gelenk.
Damit das Verbindungsstück 11 in ausgerücktem Zustand, der in Fig.3 gezeigt ist, nicht nach unten
abkippen kann, ist das Verbindungsstück 11 ungefähr in
der Mitte von einer Stützvorrichtung 31 unterstützt, die mit Bezug auf das Fundament 7 des Getriebes 9 ortsfest
angeordet ist.
Nach dem Ausrücken der Kupplung kann das Tiegelgefäß 1 mit seinen Tragzapfen-Lagern 4 an einer
Trennstelle 32 von den Stützen 5 abgehoben werden. Wenn anschließend ein anderes Tiegelgefäß 1 mit
seinen Lagern 4 auf die Stützen 5 aufgesetzt ist, erfolgt ein Ankuppeln der Zahnkupplung durch eine umgekehrte
Bewegung der Getriebespindel 29 und des Verbindungsstückes 11. Damit die Zähne des Innenzahnkranzes
13 des neuen Tiegelgefäßes mit der Außenverzahnung 12 des Verbindungsstückes 11 fluchten, braucht
lediglich das Zahnrad 17 des Getriebes 9 vom Motor 18 langsam angetrieben zu werden, bis die entsprechende
Zahn-Fluchtung erreicht ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Konverter mit auswechselbarem Tiegelgefäß, welches miteinander fluchtende Tragzapfen (3) auf
entgegengesetzten Gefäßseiten aufweist, mit einem Getriebe (9) zum Kippen des Tiegelgefäßes (1) um
die Achsen von zwei miteinander fluchtenden, die Tragzapfen (3) aufnehmenden Lagern (4), und mit
einer Doppelgelenk-Kupplungsvorrichtung (8) zwischen einem der beiden Tragzapfen (3) und einem
koaxial zur Kippachse angeordneten Zahnrad (17) des Getriebes (9), dadurch gekennzeichnet,
daß die Doppelgelenk-Kupplungsvorrichtung eine Doppelgelenk-Zahnkupplung (8) mit zwei in axialem
Abstand voneinander angeordneten Zahnkränzen (13, 16) und mit einem in diese Zahnkränze
eingreifenden Verbindungsstück (11) ist, wobei die ineinandergreifenden Zähne (12, 13 und 15, 16) der
Zahnkränze (13, 16) und des Verbindungsstückes (11) Zahngelenke bilden, und daß zur Trennung bzw.
Verbindung der Kupplung ein Verbindungsstück (11) mit seinen Zähnen (12) axial aus den Zähnen (13)
eines anderen Kupplungsteils (3,14) ausrückbar bzw. in diese Zähne (13) einrückbar ist.
2. Konverter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das axial verstellbare Verbindungsstück
(11) durch eine in dem genannten Zahnrad (17) gebildete axiale Durchgangsöffnung (21) hindurch
betätigbar ist.
3. Konverter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der vom Tiegelgefäß (1) abgewandten
Seite des genannten Zahnrades (17) eine Betätigungsvorrichtung (2?) für den axial verstellbaren
Kupplungsteil (11) angeordnet ist.
4. Konverter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsvorrichtung cine mit
dem verstellbaren Verbindungsstück (11) verbundene axial angeordnete Gewindespindel (22) aufweist.
5. Konverter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewinde der Gewindespindel (22)
in einem Innengewinde (25) eines Betätigungs-Zahnrades (26) aufgenommen ist, das koaxial zu dem
genannten Zahnrad (17) angeordnet ist.
6. Konverter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne des Zahnrades (26) mit einer
rechtwinkelig zu ihm angeordneten Getriebespindel (29) in Eingriff sind.
7. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsstück
(11) der axial verstellbare Kupplungsteil ist und in bzw. aus mindestens einen bzw. einem der beiden
Zahnkränze (13,16) axial ein- bzw. ausrückbar ist.
8. Konverter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Zahnkranz (13) an einem der
beiden Tragzapfen (3) vorgesehenen und der andere Zahnkranz (16) durch eine am genannten Getriebezahnrad
(17) vorgesehene Innenverzahnung gebildet ist.
9. Konverter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenzahnkranz (16) des Getriebezahnrades
(17) axial so lang ist, daß der Außenzahnkranz (15) des Verbindungsstückes (11) auf dem
gesamten Verstellweg beim Ein- und Ausrücken der Kupplung mit dem Innenzahnkranz (16) in Verbindung
ist und von ihm geführt wird.
10. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine das Verbindungsstück
(11) mindsstens bei ausgerückter Kupplung zwischen
den beiden Zahnkränzen (13,16) unterstützende Stützvorrichtung (31).
Priority Applications (8)
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