DE303541C - - Google Patents

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DE303541C
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knapsack
straps
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luggage equipment
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English (en)
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A45HAND OR TRAVELLING ARTICLES
    • A45FTRAVELLING OR CAMP EQUIPMENT: SACKS OR PACKS CARRIED ON THE BODY
    • A45F3/00Travelling or camp articles; Sacks or packs carried on the body
    • A45F3/04Sacks or packs carried on the body by means of two straps passing over the two shoulders
    • A45F3/06Sacks or packs carried on the body by means of two straps passing over the two shoulders specially adapted for military purposes

Landscapes

  • Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)
  • Portable Outdoor Equipment (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 303541 KLASSE 33 d. GRUPPE
OSKAR MÖHR in SCHLEUSINGEN, Thür.
Gepäckausrüstung für Militär u. dgl. Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. August 1916 ab.
Die Erfindung betrifft eine Gepäckausrüstung für Militär u. dgl., bei der ineinandergesteckte und ausziehbare Röhren von rundem Querschnitt als Schwimmer benutzt werden sollen. Die Gepäckausrüstung ist nun derartig beschaffen, daß der diese Röhren aufnehmende Tornister auch umgekehrt getragen werden kann, derart, daß der Deckel des Tornisters unten liegt, so daß die Hohlräume, die der
ίο Tornister zur Aufnahme der Schwimmerröhren besitzt, als Schwimmer Verwendung finden können, während die eigentlichen ineinanderschiebbaren Schwimmerröhren vorteilhaft noch unter den Tornister und auf der Brust des Benutzers angeschnallt werden, so daß er Schwimmbehälter sowohl auLdem Rücken als auf der Brust besitzt und gleichmäßig getragen wird. Die Schwimmerröhren finden in dem' Tornister in zwei Hohlräumen Platz, zwischen welchen ein rechteckiger Hohlraum verbleibt, der zur Aufnahme eines besonderen Kastens dient. Der Kasten, der in dem viereckigen Hohlraum des Tornisters zwischen den Schwimmerröhren eingesetzt werden kann, ist.
in eigenartiger Weise mit umlegbaren Teilwänden versehen, so daß der Raum des Kastens beliebig ausgenutzt werden kann.
Der Tornister enthält ferner in den Ecken, die zwischen dem viereckigen Raum und den Hohlräumen für die Schwimmerröhren vor- ■ handen sind, Stäbe, die in Verbindung miteinander und mit Schraubenmuffen zur Herstellung von Sitz- und Liegegelegenheiten, Zeltgestängen, Tischen u. dgl. dienen können.
Die Tornistefwände sind mit rings umlaufenden Wulsten versehen, ebenso die Wände des vier
eckigen Kastens, um ein Klappern der Gegen- stände im Tornister zu vermeiden, ihr Ausbeulen zu verhindern und namentlich, um eine / Übertragung der Wärme der in den einzelnen Gefäßen enthaltenen, gegebenenfalls warmen Speisen auf den übrigen Teil des Tornisters zu erschweren.
In bekannter Weise sind die Schwimmerröhren so eingerichtet, daß sie zur Aufnahme von Kochgeschirr, Nahrungsmitteln u. dgl. dienen. Der Tornister ist so eingerichtet, daß um ihn eine Zeltdecke gelegt werden. kann, welche ebenfalls als Wärmeschutz und Tragpolster dient. Um die Unterseite: und die beiden Seitenteile des Tornisters kann ein Mantel geschnallt werden, der an den Seiten des Tornisters durch besondere Schnallriemen, die an dem die Zeltplane haltenden Gurt sitzen, gehalten wird. Ferner hat der Tornister auf der vorderen Seite eine oder mehrere anschnallbare und aufklappbare Traghüllen in Form eines Kreuzes, dessen vier Klappen sowohl zusammengeschnallt als auch mit Schlaufen verbunden werden können. Diese vorteilhaft aus Segeltuch gebildeten Traghüllen dienen auch zum Tragen von Eisenrahmen, die die Gestelle für Stühle oder Sessel bilden können. Die Traghüllen bieten diesen Sesseln oder Stühlen dann eine Sitz-oder Liegefläche, je nach ihrer Verwendung; sie dienen auch zur Aufnahme von Kissen, Lebensmitteln u. dgl.
Die Gepäckausrüstung ist auf der Zeichnung in einer Ausführungsform dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch diese, Fig. 2 einen Querschnitt durch Fig. 1 nach der Linie A-B; Fig. 3 veranschaulicht einen Querschnitt in
Richtung der Schnittlinie C-D der Fig. ι; die Fig. 4 bis 8 zeigen die in der einen Schwimmerröhre untergebrachten Gefäße mit Ausnahme des unteren Kochkessels; Fig. 9 zeigt den Kochkessel mit daruntergesetztem Spiritusbehälter; Fig. 10 veranschaulicht die Verpackungskiste, welche in dem mittleren Hohlraum des Tornisters untergebracht ist; Fig. 11 veranschaulicht die Gepäckausrüstung in Ansieht mit den Trage- und Befestigungsriemen des Behälters; Fig. 12 zeigt die Gepäckausrüstung von oben gesehen bei geöffnetem Deckel, Fig. 13 eine der Traghüllen; Fig. 14 zeigt die Benutzungsweise der Gepäckausrüstung bei ihrer Anwendung ^aIs Schwimmer.
Der Tornisterbehälter hat eine Wand 1, die
an ihren Längsseiten abgerundet ist, einen Boden 2, der mit - der Wand verbunden ist, und einen Klappdeckel 3 als oberen Abschluß.
Die Wand ist mit ausgetriebenen Querrippen 4 versehen, um ihre Festigkeit zu erhöhen. Sie bietet Hohlräume 5, 5 und 6, die durch die beiden Scheidewände 7 voneinander getrennt sind. Die Scheidewände 7 schließen einen viereckigen Hohlraum ein, in welchem der mit einem Klappdeckel 8 versehene Kasten 9 untergebracht werden kann. Die an ihrer Außenkante durch die Rundung der Wand 1 gebildeten Hohlräume 5 dienen je zur Aufnahme der Schwimmerröhren 10 und 11, die mit geschlossenem Boden am oberen Ende einen Halsabsatz haben und mit aufschraubbarem und durch geeignete Liderung abschließbarem Deckel 12 versehen sind. Die Schwimmer 10 und 11 werden mit einer warmhaltenden Umhüllung umgeben und können deshalb im Felde auch als Eßbüchsen verwendet werden. Das Schwimmerrohr 11 ist in das Rohr 10 hineingesteckt. : Die so gebildeten vier Schwimmerröhren 10, 11 können nach Entleerung der sie ausfüllenden Büchsen, Geräte und Gegenstände als Schwimmer Verwendung finden. Vorteilhaft enthält eine der Schwimmerröhren 11 das untere, mit schließbarem Deckel versehene Gefäß 13 (größere Eßbüchse), ein darübersetzbares Gefäß 14 (kleinere Eßbüchse) und ein weiteres Gefäß 15, das als Kochkessel gedacht ist und einen abnehmbaren Griff 16 mit zusammenlegbaren Griff leisten 17 aufweist (Fig. 4).
Der eine Kochkessel· 15 kann einen Spiritusbrenner 18 aufnehmen, der vorteilhaft so gebildet ist, daß sein äußerer Mantel 19 abnehmbar ist und als Stütze für einen Kochtopf oder eine Eßbüchse, beispielsweise 13 (Fig. 9), dienen kann und zu dem Zwecke bei 20 durchlöchert ist. Der Spirituskocher 18 ist vorteilhaft für Hartspiritus eingerichtet. Außerdem kann dasselbe Gefäß, das den Spirituskocher enthält, noch eine Reihe Eß- und Trinkbehälter 21 verschiedener Größe enthalten, die ineinandersteckbar sind und von denen der obere die zur Benutzung der Gepäckausrüstung dienenden Henkel 16 für die Kochkessel 15 und Griffe 22 für die verschiedenen Eß- und Trinkbehälter 21 aufnehmen kann.
Zwischen den Schwimmerröhren 10 und 11 ist Spielraum vorhanden. Die größeren Eß- und Trinkbehälter sind vorteilhaft mit Außenrippen 23 versehen. Auch sind die Wände 7 mit Wulsten ηα versehen, so daß eine innige Berührung der einzelnen Teile nicht stattfindet, also auch eine Übertragung der Wärme von heiß aufbewahrten Speisen auf die übrigen Teile der Gepäckausrüstung nicht zu befürchten ist. Der eine Kochkessel 15 (in Fig. 1 der im rechten Schwimmerrohr 11 untergebrachte) kann zur Aufnahme von Lebensmitteln oder anderen notwendigen Geräten dienen. In dieser Weise ist der Hohlraum der Schwimmerröhren 10, 11 gut ausgenutzt, und es sind in dieser Gepäckausrüstung zwei Kochkessel, eine oder mehrere Eßbüchsen für Speisen und ebenso ein oder mehrere Behälter für Getränke, ferner vier Schwimmerröhren 10, 11 vorhanden, wobei letztere gegebenenfalls einzeln oder zu sammer, als Schwimmer- oder als Eßgefäße dienen können.
Der Kasten 9, der den mittleren Raum 6 zwischen den Wänden 7 ausfüllt, ist mit angelenkten Flügeln 24 versehen, deren umgebogene Zungen 25 hinter Durchdrückungen 26 der vorderen Kastenwand greifen können und so den Inhalt des Kastens unterteilen (Fig. 2 und 10). Diese Flügel 24 können aber auch 95 einzeln oder sämtlich an die hintere Kastenwand angelegt werden, um einen größeren oder den ganzen Innenraum des Kastens frei zu geben. Um auch hier ein richtiges Einfügen des Kastens zwischen die Wände 7 zu erreichen und eine Wärmeübertragung zu ver- : meiden, ist der Kasten 9 an den Längswandungen mit Längsrippen ga versehen. Der Kasten 9 ist vorteilhaft mit einem Griff 27 zum bequemen Ausziehen aus dem Tornister ausgestattet (Fig. 1, 3 und 12).
Der Hohlraum 6 wird abgeschlossen durch einen Schieber 28, der mit Ohrenklappen 29 über den Klappdeckel 3 greift. Ist also der ' Klappdeckel 3 über die Hohlräume 5, 6 übergeklappt und wird der Schieber 28, der Führung an den seitlichen Leisten 30 findet, eingeschoben, wie Fig. 3 zeigt, so ist auch der Klappdeckel durch die Ohrenklappen 29 festgelegt.
Die freien Eckräume zwischen den Schwimmerröhren 10 und den Wänden 7 können durch Metallröhren oder Stäbe 31 ausgefüllt werden, die zur Herstellung von Sesseln, Stühlen, Liegestühlen, Tischchen, Zeltstangen . u. dgl. Verwendung finden sollen.
Um den Tornister wird die in mehrfachen
Lagen zusammengelegte Zeltdecke 32 als Schutz- und Tragepolster gelegt, die in dieser Stellung durch umgelegte Gurte 63 festgehalten wird. An der Unterseite trägt der mit Versteifungsrippen 2a versehene Boden 2 eine Schnalle 34, an welche der Riemen 35 zum Halten des Mantels oder eines Umschlagetuches 36 befestigt ist. Dieser Mantel oder das Umschlagetuch wird zu beiden Seiten des Tornisters in die Höhe gezogen und dort von Riemen 37 gehalten, die durch Schlaufen 38 an den Gurten
' 63 der Zeltdecke befestigt sind. Auf der Außenseite trägt die Tornisterwand 1 die Krammen 39 zum Halten der Riemen 40 für die Traghüllen 41, wobei die Riemen 40 durch je eine untere Schnalle 42 an dem Boden 2 hindurchgezogen werden, um diese Traghüllen 41 festzulegen. . An der auf den Rücken zu gelegenen Fläche trägt die Wand i die Doppelkrammen 43 an dem oberen Ende und solche ■ 44 an dem unteren Ende, durch welche die Nadeln 45 hindurchgesteckt werden können.
Die Tragriemen 46 haben oben Schlaufen 47, unten Karabinerhaken 48. Die Nadeln 45 sind aus den Krammen 43 ausziehbar, so daß die Riemen in ihrer Befestigungsweise umgelegt werden können, also auch der Tornister umgekehrt mit dem Klappdeckel nach unten getragen werden kann, was bei seiner Benutzung als Schwimmer von besonderem- Vorteil ist. Die Traghülse 41 (Fig. 13) ist. aus Segeltuch in Form eines Kreuzes mit verkürzten Schenkeln 49 gebildet. Diese verkürzten Schenkel tragen die Schnallriemen 50; die Langseiten 51 des Kreuzes sind mit Bändern 52 versehen, so daß die Traghülle so zusammengeschlagen werden kann, daß zunächst die kurzen Schenkel 49 aneinandergelegt und dann die langen Schenkel 51 darübergelegt und entsprechend durch Knöpfe und Knopflöcher miteinander befestigt werden können. Die Traghülle kann aber auch entweder der Länge oder der Breite nach als Sitz- oder Liegefläche für Sessel, Stühle oder Liegestühle (Feldbett) benutzt werden.
Soll die Gepäckausrüstung zu Schwimmzwecken dienen, so werden vorteilhaft die Schwimmerrohre 10, 11 aus dem Tornister herausgenommen, von ihrem Inhalt entleert und sodann wieder geschlossen. Dann werden die Gurte 46 durch Ausziehen und Wiedereinfügen der Nadeln 45 umgekehrt, so daß der Tornister umgekehrt getragen wird (Fig. 14), Zeltdecke 32 und Traghülle werden entfernt, die Gurte 63 so geführt, daß sie einen geschlossenen Schwimmer 10 an der jetzt unten liegenden Deckelseite des Tornisters festhalten, und-die anderen Schwimmer 10, 11 vorteilhaft über die Brust mittels der Riemengurte 63 geschnallt.
Die Person hat so eine sehr tragfähige und sichere Schwimmvorrichtung erhalten.
Vorteilhaft erhält der Mantel 1 unterhalb des Deckels 3 und dicht an demselben einige Löcher 65 (Fig. 14), um das Eintreten des Wassers in den Mantel und das selbsttätige Ausfließen aus ihm zu erreichen. Die Riemen und 63 dienen als Tragebänder oder in Verbindung mit anderen Riemen, z. B. 40, "zum Festhalten von Gegenständen, z. B. Schwimmern, oder zur Überspannung des Liegestuhles u. dgl. ■

Claims (5)

  1. . Patent-Ansprüche:
    ι. Gepäckausrüstung für Militär u. dgl. mit herausnehmbaren, als Schwimmer benutzbaren Röhren von rundem Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß in einem mit Seitenwänden (ι), festem Boden (2) und Klappdeckel (3) versehenen Tornister Scheidewände (7) vorgesehen sind, die Hohlräume (5) für die ineinandersteckbaren, in bekannter Weise auch zur Unterbringung von Nahrungsmitteln, Kochgeschirren, Töpfen u. dgl. dienenden Schwimmerröhrenpaare (10, 11) gegen einen mittleren Höhlraum (6) abschließen, der durch einen Schieber (28) verschließbar ist, der mittels seiner umgebogenen Lappen (29) gleichzeitig den Klappdeckel des Tornisters geschlossen hält, während die seitlichen, „ zwischen den Scheidewänden (7) und den äußeren Hohlschwimmgefäßen (10) verbleibenden Hohlräume durch Stäbe (31) ausgefüllt werden, die in Verbindung mit T-Stücken zur Herstellung von Sitz- und 95' Liegegelegenheiten, Zeltgestängen, Tischen u. dgl. benutzt werden können.
  2. 2. Gepäckausrüstung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem oberen und unteren Rande der Tornisterwand Ösen (43, 44) angeordnet sind, die die Befestigung der Riemen des Tornisters mittels der üblichen Nadeln (45) sowohl an dem oberen als auch am unteren Ende der Tornisterwand (1) gestatten, um den Tornister auch verkehrt mit dem Klappdeckel (3) unten-■ liegend tragen und so als Schwimmgefäß benutzen zu können.
  3. 3. Gepäckausrüstung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Hohlraum (6) des Tornisters zur Aufnahme eines mit Klappdeckel (8) versehenen Kastens (9) dient, der durch feststellbare
    - und umlegbare Flügel (24) unterteilbar ist.
  4. 4. Gepäckausrüstung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeltdecke (32) mittels Gurte (63) um die Seitenwände des Tornisters gehalten wird, während ein um den Boden und die Stirnwände des Tornisters gelegter Mantel oder ein Umschlagetuch (36) durch Riemen (37), die durch ösen (38) der Gurte (63) gezogen
    sind, sowie durch einen an der unteren Seite des Tornisters mittels Schlaufe (34) befestigten Riemen (35) gehalten ist.
  5. 5. Gepäckausrüstung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Außenwand des Tornisters Traghüllen (41) in Form eines kreuzförmigen Tuches mittels durch obere Krammen (39) und untere Schnallen (42) hindurchgezogene Gurte gehalten sind, während die Hüllen (41) selbst an ihren kurzen Schenkeln mit Riemen (50), an ihrem langen Mittelstück mit Bändern (52) oder sonstigen ■ Befestigungsmitteln versehen sind und zur Aufnahme von Bekleidungsstücken, Nahrungsmitteln usw. dienen. /
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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