DE3034130C2 - Abstell- und Anwerfvorrichtung für die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges - Google Patents
Abstell- und Anwerfvorrichtung für die Brennkraftmaschine eines KraftfahrzeugesInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Abstell- und Anwerfvorrichtung für die Brennkraftmaschine eines
Kraftfahrzeuges gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Eine solche Abstell- und Anwerfvorrichtung für die Brennkraftmaschin eines Kraftfahrzeuges ist bisher
nur durch Veröffentlichungen in Fachzeitschriften, z. B. »Auto-Motor- und Sport«, Nr. 23 vom 7. November
1979, Seiten 44 und 46, oder »Automobilrevue«, Nr. 23 vom 29. Mai 1980, Seite 45 bekanntgeworden.
Soweit die Funktion aus den veröffentlichten schematischen Darstellungen und kurzen Beschreibungen
zu entnehmen ist, wirkt eine erste Anfahr- und Gangwechselkupplung einerseits mit einem frei drehbar
gelagerten Schwungrad und dem Wechselgetriebe zusammen, während eine zweite Schwungnutzkupplung
einerseits mit der Brennkraftmaschine und mit dem frei drehbar gelagerten Schwungrad zusammenwirkt
Es ist hierbei vorgesehen, beide Kupplungen über unterdruckbetätigte Servoeinrichtungen zu steuern. Das
frei drehbar gelagerte Schwungrad ist hierbei mit einem Starterzahnkranz für den herkömmlichen Elektrostarter
versehen.
Die vorveröffentlichte Vorrichtung ermöglicht es, die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges bei verkehrsbedingten
Stillständen des Kraftfahrzeuges selbsttätig abzustellen und nur durch Niederdrücken de;.
Gaspedals durch Ausnützen der im weiterlaufenden Schwungrad gespeicherten Energie schnell und problemlos
wieder anzuwerfen. Allerdings ist hierzu eine aufeinanderfolgende Steuerung der beiden servobetäiigten
Kupplungen erforderlich.
Diese bekannte Abstell- und Anwerfvorrichtung für die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges weist
somit den Nachteil auf, daß ihr Aufbau verhältnismäßig aufwendig und teuer ist und sie darüber hinaus eine
aufwendige Steuerungseinrichtung benötigt. Weiterhin könnte, soweit dies aus den scliematischen Darstellungen
zu entnehmen ist, ein Ausfall der Servokraft zu einem Liegenbleiben des Kraftfahrzeuges führen.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Abstell- und Anwerfvorrichtung etwa dieser Art derart zu verbessern,
daß ihr Bauaufwand geringer und ihre Funktion auch bei Ausfall der Servokraft sichergestellt ist.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe gelöst, indem eine Abstell- und Anwerfvorrichtung gemäß dem
Oberbegriff des Hauptanspruchs die im Kennzeichen
des Hauptanspruchs aufgezeigten Merkmale aufweist.
In den Ansprüchen 2 bis 5 sind zweckmäßige Ausführungsformen für unterschiedliche Ausführungsbeispiele aufgezeigt
Dadurch, daß die Anfahr- und/oder Gangwechselkupplung zwischen einem ersten, fest mit der Kurbelwelle
der Brennkraftmaschine verbundenen Schwungmasseteil und einer an der Getriebeeingangswelle
angeordneten Freilaufeinrichtung und die servobetätigte Schwungtiutzkupplung zwischen dem ersten
Schwungmasseteil und einem zweiten, innerhalb des ersten Schwungmasseteiles frei drehbar gelagerten
Schwungmasseteiles angeordnet ist, ist eine aufwendige Steuerung einer servobetätigten Anfahr- und Gangwechselkupplung
nicht erforderlich und das Kraftfahrzeug kann auch bei Ausfall der Servokraft normal
weiter benutzt werden.
Durch die erfindungsgemäße Aufteilung der beiden Schwungmasseteile wird weiterhin der Vorteil erzielt,
daß während eines normalen Gangwechsels mit Hilfe der Gangwechselkupplung nur die geringeren Massen
des ersten Schwungmasseteiles beschleunigt oder verzögert werden müssen und die Beschleunigung des
ersten Schwungmasseteiles 51 nach dem Gangschaltvorgang weitgehend durch die kinetische Energie des
zweiten Schwungmasseteiles 52 erfolgt, was auch beim
Gangwechsel Kraftstoff einspart Da erst nach Einrükken der Gangwechselkupplung und Niederdrücken des
Gaspedals auch die Schwungnutzkupplung eingedrückt wird, arbeitet die Brennkraftmaschine während ihres
normalen Betriebes mit einer erhöhten Schwungmasse, was zu einem ruhigeren Motorlauf während der Fahrt
beiträgt
Die servobetätigte Schwungnutzkupplur.g kann vorzugsweise
als Elektromagnetkupplung ausgebildet sein, es ist jedoch selbstverständlich möglich, an dieser Stelle
auch eine andere Form einer servobetätigten Kupplung wie z. B. eine pneumatisch oder hydraulisch betätigte
Kupplung einzusetzen.
Die Anfahr- und Gangwechselkupplung ist Vorzugsweise als eine im wesentlichen herkömmliche Reibscheibenkupplung
ausgebildet, sofern sie mit einer Freilaufeinrichtung und einem herkömmlichen Wecnselgetriebe
zusammenwirkt.
Vorzugsweise kann die Anfahrkupplung jedoch auch als eine im wesentlichen herkömnliche hydraulische
Kupplung oder als ein hydrokinetäscner Drehmomentwandler
ausgebildet sein, sofern ein über ein Steuersystem geschaltetes stufenlos regelbares Zugorgan- oder
ein Umlaufrädergetriebe benutzt wird. Die selbsttätige Lösefunktion der hydraulischen Kupplung bzw. des
hydrokinetischen Drehmomentwandlers im Schiebebetrieb macht hierbei die Anordnung einer eigenen
Freilaufeinrichtung entbehrlich.
Die erläuterte Steuerung der Elektromagnetkupp- ·-,->
lung über in Abhängigkeit vom Gaspedal betätigte Schalter stellt nur eine zweckmäßige Ausführungsform
dar.
Ein Ausführungsbeispiel wird anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt h'.
Fig. I eine Abstell- und Anwerfvorriehtung mit im
wesentlichen schematisch dargestellten mechanischen Kupplungsteil und elektrischem Steuerteil und
F i g. 2 einen vertikalen Schnitt durch eine konstruktive
Ausführungsform der mechanischen Kupplungsan- <.-,
orclnung.
In Fig. I ist der Motorblock I einer Brennkraftmaschine
über ein Kupplungsgehäuse 2 mit einen· angedeuteten Wechselgetriebe 3 verbunden. Im Kupplungsgehäuse
2 ist die mechanische Kupplungsanordnung 4 zwischen der Kurbelwelle 5 der Brennkraftmschine
und der Eingangswelle 6 des Wechselgetriebes angeordnet Die mechanische Kupplungsanordnung
besteht hierbei im wesentlichen aus einem ersten Schwungmasseteil 51 mit der Kurbelwelle 5 fest
verbunden ist und einem zweiten Schwungmasseteil 52, der innerhalb des ersten Schwungmasseteiles 51 frei
drehbar gelagert angeordnet ist Die Kupplungsanordnung 4 besteht weiterhin aus einer Anfahr- und/oder
Gangwechselkupplung K1, die einerseits mit dem
ersten Schwungmasseteil 51 und über eine Freilaufeinrichtung F mit der Getriebeeingangswelle 6 in
Verbindung steht. Sie besteht weiterhin aus einer servobetätigten Schwungnutzkupplung K 2, die zwischen
dem ersten Schwungmasseteil 51 und dem zweiten Schwungmasseteil 52 angeordnet ist
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die servobetätigte Schwungnutzkupplung K 2 als Elektromagnetkupplung
ausgebildet, die über eir_-. elektrische Steueranordnung betätigt wird.
Damit die mechanische Kupplungsanordnung näher erläutert wird, wird nunmehr deren Aufbau in
Verbindung mit F i g. 2 beschrieben.
Der erste Schwungmasseteil 51 besteht aus einem
fest mit der Kurbelwelle 5 verbundenen Nabenteil 7 mit dem axial beweglichen Reibscheibenteil 8, der servobetätigten
Schwungnutzkupplung K 2, einem Schüsselteil 9 mit einem Starterzahnkranz 10, einer Deckscheibe 11
und dem rotierenden Teil 12 der Anfahr- und Gangwechselkupplung K 1. Der zweite Schwungmasseteil
52 besteht aus einem innerhalb des Schüsselteils 9 angeordneten massiven Schwungrad 13 und dessen
einerseits in der Kurbelwelle 5 und andererseits im Deckelteil 11 über Wälzlager 14 frei drehbar gelagerten
Nabenteil 15. Die Lagerung des Nabenteiles 15 mittels der Wälzlager 14 muß einerseits ein möglichst
ungehindertes Rotieren des Schwungrades 13 ermöglichen, andererseits jedoch auch Axialkräfte aus der
eingerückten Schwungnutzkupplung K 2 aufnehmen.
Die servobetätigte Schwungnutzkupplung K 2 ist als Elektromagnetkupplung ausgebildet, deren beweglicher
Reibscheibenteil 8 über Druckstifte 16 mit einem Ringanker 17 verbunden ist, der im Luftspalt eines am
Motorblock 1 befestigten, ringförmigen Elektromagneten 18 liegt. Sobald der Elektromagnet 18 erregt wird,
drückt er die Reibscheibe 8 entgegen der Kraft einer Ausrückfeder 19 in Reibungseingriff mit dem Schwungrad
13.
Die Anfahr- und Gangwechselkupplung K 1 ist als im wesentlichen herkömmliche Reibscheibenkupplung ausgebildet,
deren Reibscheibe 21 auf einer hohlen Kuf-plungsnabe 22 angeordnet ist, die einerseits an
einem Ansatz 23 an der Deckelscheibe 11 über ein Wälzlager 24 drehbar gelagert ist und andererseits mit
einem Innenring (25) einer als Klemmrollen-Freilauf k6 ausgebildeten Freilaufeinrichtung F verbunden ist. Der
Außenring 27 des Klemmrolle.n-Freilaufs 26 ist hierbei
mit der Getriebeeingangswelle 6 verbunden und der gesamte Klemmrollen-Freilauf 26 ist vorzugsweise
innerhalb des Kupplungsgehäuscs 2 in einem Freilauf-Gehäuse
28 angeordnet, das zweckmäßigerweise mit dem ölraum des Wechselgetriebes 3 in Verbindung
steht.
Die Betätigung der Anfahr- und Gangwechselkupplung K I erfolgt in herkömmlicher Weise über eine
Kuppliingsausrüi'klagcr-Aiisriickhcbclanordnune Ά
Die Funktionsweise der Abstell- und Anwerfvorrichtung für die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges
wird nunmehr in Zusammenhang mit den Fig. I und 2 erläutert.
Hierzu wird zunächst die in Fig. 1 angedeutete elektrische Steueranordnung erläutert. Das Gaspedal 3t
des Kraftfahrzeuges, das z. B. über einen Bowdenzug 32 die Drosselklappe der Brennkraftmaschine verstellt,
und von einer Rückstellfeder 33 in einer bestimmten Ruhelage gehalten wird, ist über ein mechanisches
Gestänge mit einer Schalteranordnung 34 verbunden, die z. B an der Unterseite der Armaturenbrettes 35 des
Kraftfahrzeuges befestigt sein kann.
Die Schalteranordnung 34 weist einen Schalter 36 für einen Schaltkreis 42 der Elektromagnetkupplung und
einen Schalter 37 für einen Schaltkreis 44 für die Zündung und/oder die Kraftstoffzufuhr der Brennkraftmaschine
auf. Die beiden Schalter 36 und 37 sind hierbei innerhalb der Schalteranordnung 34 entlang Schalterführungen
38 über ein Schalterjoch 39 bzw. einen Schalterträger 40 verschiebbar angeordnet. Das Schalterjoch
39 ist hierbei derart ausgebildet, daß beim Niederdrücken des Gaspedals 31 zunächst die beiden
Schalter 36 und 37 betätigt werden, worauf während einer weiteren Betätigung des Gaspedals die Schalter
mit dem Schalterträger 40 entlang der Schalterführungen 38 mitbewegt werden. Der Schalterträger 40 stellt
eine standige Verbindung zur Plusleitung 41, die vom konventionellen Zündschloß des Kraftfahrzeuges
kommt, her. In den Stromkreis 44 zur Zündung und/oder
der Kraftstoffzufuhr der Brennkraftmaschine ist ein weiterer Zeitschalter 43 und ein Wählschalter 45
eingeschaltet.
Betrachten wir nunmehr die Funktion der Abstell- und Anwerfvorrichtung. Dabei gehen wir davon aus.
daß die Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeuges in herkömmlicher Weise über den Elektrostarter angelassen
wurde, und sich das Kraftfahrzeug in Fahrt befindet. Sobald nun der Fahrer des Kraftfahrzeuges seine
Fahrgeschwindigkeit verringern will, wird er das Gaspedal 31 zurücknehmen. Dadurch werden die bei
niedergedrücktem Gaspedal 31 betätigten Schalter 36 und 37 geöffnet und dadurch der Schaltkreis 42 zur
Elektomagnetkupplung K 2 unmittelbar gelöst. Dadurch
wird der zweite Schwungmasseteil 52 mit der ursprünglichen Geschwindigkeit weiterrotieren, während
die Drehzahl der Brennkraftmaschine und des Fahrzeuges bereits abnimmt. Der Stromkreis 44 zur
Zündung und/oder zur Kraftstoffzufuhr der Brennkraftmaschine wird zunächst noch nicht unterbrochen, da der
Zeitschalter 43 dies erst nach einer bestimmten Verzögerung durchführt. Die Verzögerung des Zeitschalters
43 ist hierbei vorzugsweise einstellbar und wird derart eingestellt, daß ein Abschalten der Zündung
oder der Kraftstoff zufuhr der Brennkraftmaschine nicht
während einer Zeitspanne erfolgt, die für einen normalen Gangwechsel benötigt wird. Es könnte
nämlich doch sein, daß der Fahrer das Gaspedal nur zurückgenommen hat. weil er mit der Anfahr- und
Gangwechselktipplung K 1 einen normalen Gangwechsel durchführen wollte. Sobald er nach erfolgtem
Gangwechsel das Gaspedal erneut niederdrückt, wird wieder die Elektromagnetkupplung K 2 eingerückt.
War das Zurücknehmen des Gaspedals 31 jedoch nicht durch einen Gangwechsel verursacht, so wird die
hierfür durch den Zeitschalter 43 eingestellte Zeitspanne überschritten und der Zeitschalter 43 unterbricht den
Stromkreis 44 und damit die Zündung und/oder die Kraftstoffzufuhr zur Brennkraftmaschine. Das Kraftfahrzeug
läuft somit nunmehr bei stillstehender Brennkraftmaschine, ausgerückter Elektromagnetkupplung
K 2 und eingerückt bleibender Anfahr- und Gangwechselkupplung K 1, wobei die Freilaufeinrichtung
/dafür sorgt, daß das im Schiebebetrieb rollende Kraftfahrzeug nicht den Motor antreiben muß. Das
Kraftfahrzeug wird somit beim Befahren einer Gefällestrecke mit zurückgenommenem Gaspedal bei abgestellter
Brennkraftmaschine keinen Kraftstoff verbrauchen.
Will der Fahrer nunmehr die Geschwindigkeit wieder erhöhen, so muß er nur das Gaspedal 31 niederdrücken,
wodurch die Elektromagnetkupplung K 2 eingerückt und die Zündung und/oder die Kraftstoffzufuhr zur
Brennkraftmaschine wiederhergestellt wird, wodurch die Brennkraftmaschine durch den Schwung der mit der
ursprünglichen Geschwindigkeit weitergelaufenen Schwungmasse 52 problemlos angeworfen werden
wird.
Verringert jedoch der Fahrer die Geschwindigkeit durch Bremsen so weit, daß das Kraftfahrzeug zum
Stillstand kommt, wie z. B. vor einer auf rot geschalteten Verkehrsampel, so wird er in gewohnter Weise kurz vor
zum Stillstandkommen des Kraftfahrzeuges die Anfahr- und Gangwechselkupplung K1 ausrücken und den
Gang herausnehmen. Die Brennkraftmaschine ist jetzt automatisch abgestellt und verbraucht keinen Kraftstoff.
Sobald der Fahrer bei Grünphase der Verkehrsampel die Fahrt fortsetzen will, wird er in gewohnter
Weise die Anfahrkupplung K 1 ausrücken, den Gang einlegen und das Gaspedal betätigen. In diesem
Moment wird sofort die Elektromagnetkupplung K 2 eingerückt und die Brennkraftmaschine durch die
Schwungmasse 52 angeworfen. Die hierfür normalerweise zum weichen Einrücken der Anfahrkupplung K1
benötigte Zeitspanne reicht zum Anwerfen der Brennkraftmaschine aus.
Der Fahrer kann somit seine Fahrt unverzüglich fortsetzen. Die Abstell- und Anwerfvorrichtung weist
den Vorteil auf, daß der Fahrer sein Kraftfahrzeug völlig wie gewohnt bedienen kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Abstell- und Anwerf vorrichtung für die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges mit einer
ersten Anfahr- und/oder Gangwechselkupplung und einer zweiten Schwungnutzkupplung, die mit einem
frei drehbaren Schwungmasseteil zusammenwirkt und der Anfahr- und/oder Gangwechselkupplung
vorgeschaltet ist wobei zumindest eine der beiden to Kupplungen und die Zündung und/oder die Kraftstoffzufuhr
der Brennkraftmaschine über Servoeinrichtungen in Abhängigkeit von Bewegungen des
Gaspedals derart gesteuert werden, daß bei einer Zurücknahme des Gaspedals zumindest die ■>
Schwungnutzkupplung ausgerückt und die Zündung und/oder die Kraftstoffzufuhr zum Abstellen der
Brennkraftmaschine unterbrochen werden und bei Niederdrücken des Gaspedals die Schwunpnutzkupplung
pingerückt und die Zündung und/oder die Kraftstoffzufuhr zum Anwerfen der Brennkraftmaschine
wieder hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Anfahr- und/oder
Gangwechselkupplung (K 1) zwischen einem ersten, fest mit der Kurbelwelle (5) der Brennkraftmaschine
(I) verbundenen Schwungmasseteil (Sl) und einer an der Getriebeeingangswtile (6) angeordneten
Freilaufeiiirichtung (F) und die servobetätigte
Schwungnutzkupplung (K 2) zwischen dem ersten Schwungmasseteil (Sl) und einem zweiten, innerhalb
des ersten Schwungmasseteiles (Sl) frei drehbar geiugerten Schwungmasseteiles (S 2) angeordnet
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Schwu"gmasseteil (Sl) aus
einem fest mit der Kurbelwelle (5) verbundenen Nabenteil (7) mit dem axial beweglichen Reibscheibenteil
(8) der servobetätigten Schwungnutzkupplung (K 2), einem Schüsselteil (9) mit einem
Starterzahnkranz (10), einer Deckscheibe (11) und *o dem rotierenden Teil (12) der Anfahr- und/oder
Gangwechselkupplung (K 1) besteht und der zweite Schwungmasseteil (S2) aus einem innerhalb dc-s
Schüsselteiles (9) angeordneten, massiven Schwungrad (13) und dessen mit ihm verbundenen, einerseits
in der Kurbelwelle (5) und andererseits im Deckelteil
(II) über Wälzlager (14) frei drehbar gelagerten Nabenteil (15) besteht.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die servobetätigte ίο
Schwungnutzkupplung (K 2) als Elektromagnetkupplung ausgebildet ist, deren beweglicher Reibscheibenteil
(8) über Druckstifte (16) mit einem Ringanker (17) verbunden ist, der im Luftspalt eines
am Motorblock der Brennkraftmaschine (1) befe- 5i stigten ringförmigen Elektromagneten (18) liegt, der
bei Erregung die Reibscheiben (8) entgegen der Kraft einer Ausrückfeder (19) in Reibungseingriff
mit dem frei drehbar gelagerten Schwungrad (13) bringt. fin
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anfahr- und/oder
Gangwechselkupplung (K 1) als im wesentlichen herkömmliche Reibscheibenkupplung ausgebildet
ist. deren Reibscheibe (21) auf einer hohlen τ>
Kupplungsnabe (22) angeordnet ist, die einerseits an einem Ansatz (23) der Deckelscheibe (11) über ein
Wälzlager (24) drehbar gelagert ist und andererseits mit einem Innenring (25) einer als Klemmrollen-Freilauf
(26) ausgebildeten Freilaufeinrichtung (F) verbunden ist, dessen Außenring (27) mit der
Getriebeeingangswelle (6) verbunden ist und wobei der Klemmrollen-Freilauf (26) innerhalb des Kupplungsgehäuses
(2) in einem mit dem ölraum des Wechselgetriebes (3) verbundenen Freüauf-Gehäuse
(28) angeordnet ist
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anfahrkupplung
(Kl) als eine im wesentlichen herkömmliche, hydraulische Kupplung oder als ein hydrokinetischer
Drehmomentwandler ausgebildet ist, der die Funktion der Freilaufeinrichtung (F) bereitstellt und mit
einem herkömmlichen, über ein Steuersystem geschalteten stufenlos regelbaren Zugorgan- oder
einem Umlaufrädergetriebe verbunden ist.
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ID=6111620
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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