DE3030833C2 - Sägeblatt zum Sägen hochfester Platten aus künstlichen Werkstoffen - Google Patents
Sägeblatt zum Sägen hochfester Platten aus künstlichen WerkstoffenInfo
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Classifications
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sägeblatt zum Sägen hochfester Platten aus künstlichen Werkstoffen
mit radial ang- ordneten Schneiden, welche mit polykristallinen synthetischen Diamanten bestückt sind, um mit
Brust-, Umfangs-, Rücken- oder Stirnflächen den Werkstoff zu zerspanen. Dcrartk-e Werkzeuge werden
von der Patentinhaberin hergestellt und sind daher bekannt und werden u.a. für die Bearbeitung von
Hartholz, Kunststoffplatten oder Spanplatten eingesetzt. In der Praxis ergeben sich Schwierigkeiten, wenn
verstärkte Kunststoffe, wie beispielsweise glasfaser- oder kohlefaserverstärkte Kunststoffe hoher Festigkeit
zu bearbeiten sind. Bei der Bearbeitung dieser Werkstoffe verschmieren oder verkleben die eingesetzten
Werkzeuge rasch. Außerdem stellen sich unerwünschte Werkzeugschwingungen ein. Das Werkzeug
muß ausgewechselt werden, obwohl die mit Diamanten besetzte Schneide eine längere Standzeit ermöglichen
würde. Der mit der Diamantenschneide erzielbare Vorteil läßt sich nicht ausnutzen.
Die Erfindung steht deshalb unter der Aufgabe, bei gattungsgemäßen Sägeblättern den Einsatz der sehr
teuren Werkstoffe zu vermindern und gleichzeitig die Schnittqualität der Werkzeuge zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen oder im Bereich der in verringerter
Anzahl der über den Umfang verteilten Schneiden ein seitlicher und/oder peripherer Belag aus Diamantkorn
aufgetragen ist.
Die Schneidzähne werden auf einen großen Abstand gesetzt. Während beispielsweise noch Hartmetall-Sägeblätter
üblicherweise zwischen 76 bis 96 Zähne am Umfang haben können, von denen nicht jeder mit einer
Diamant-Schneide besetzt zu sein braucht, werden unter Beibehaltung der üblichen Schneidenform und
-größe die Abstände zwischen den Zähnen soweit t,5
vergrößert, daß beispielsweise nur 24 Zähne auf den Umfang eines Sägeblatts verteilt sind. Es sind jedoch
auch Werkzeuge mit nur 4 oder 6, 8, 12 oder 16 Zähnen
möglich.
Es ist zwar bekannt die Anzahl von mit Diamanten besetzten Zähnen nach dem zu trennenden Material
festzulegen. Deshalb kennt die Technik auch bereits Sägeblätter mit auffallend wenig Zähnen. Unter dem
Aspekt der vorliegenden Erfindung ist jedoch unter einer geringen Anzahl von Zähnen gemeint daß die für
den vorgesehenen Zweck ohnehin empirisch ermittelte Zahl von Zähnen herabgesetzt wird. Deshalb kann auch
eine absolut hoch erscheinende Anzahl von Zähnen im vorliegenden Sinne eine geringe Anzahl sein. Wenn
beispielsweise für einen bestimmten Anwendungszweck der bisherigen Erfahrungen 96 Zähne erforderlich
waren und die Abstände gemäß der vorliegenden Erfindung soweit vergrößert werden, dann ist die
Anzahl 74 eine vergleichsweise geringe Zahl von Zähnen.
Zwischen den Schneiden oder radial einwärts von den Schneiden wird ein Belag aus einer Diamantkörnung
aufgetragen. Dieser Belag kann in axialer Richtung über dem Sägeblatt einen Oberstand von 0,1 bis 0,5 mm
haben, und zwar entweder einseitig oder beidseitig. Der
Belag kann auch den Zwischenraum zwischen den Schneidzähnen zusätzlich oder ausschließlich in radialer
Richtung nach außen die Werkzeugbreite ganz oder teilweise bedecken. Der Diamantbelag kann aus
beliebigem Diamantkorn mit einer Korngröße von 200 um bis 500 um, vorzugsweise zwischen 250 um und
450 μπι, bestehen.
Der außen auf dem Umfangsrand zwischen den
Zähnen aufgebrachte Belag deckt die volle Breite des Werkzeuges ab. während in Umfangsrichtung nicht der
volle Abstand zwischen den Zähnen abgedeckt zu werden braucht In radialer Richtung nach innen ragt
der seitliche Belag soweit hinein, wie beispielsweise durch ein Formschneiden ein Werkstoffkontakt stattfindet.
Der wesentliche Vorteil ergibt sich dadurch, daß zwischen den Zähnen bzw. zusätzlich zu den Zähnen ein
Raspeln oder Schleifen stattfindet Es erfolgt eine bessere Spanabfuhr und die Sägeblätter verkleben oder
verschmieren nicht mehr so schnell. Außerdem läßt sich das Federn des Sägeblattes verringern oder vermeiden.
Die Bearbeitung ist stabiler, die Diamant-besetzten Schneiden lassen sich besser entsprechend ihrer
tatsächlichen Standfestigkeit ausnutzen.
Durch die Verminderung der Zähne ergibt sich eine Verbilligung Es sind weniger Diamant-besetzte Zähne
nötig.
Obwohl die Werkzeuggröße und -form und auch die Form und Größe der Schneidzähne gegenüber dem
Herkömmlichen nicht verändert zu werden braucht und demzufolge auch keine Festlegung auf eine bestimmte
Größe und Form erfolgt, sei hier ein Diamantsägeblatt als eine von vielen möglichen Ausführungsformen
anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Teilansicht eines Sägeblattes mit acht Schneidzähnen;
F i g. 2 einen Schnitt durch die Mittelachse;
F i g. 3 eine Teilansicht auf F i g. I in Richtung der Pfeile 3'-3' und
Fig.4 eine Teilansicht auf Fig. 1 in Richtung der
Pfeile 4'-4'.
Ein Sägeblatt 10 weist in üblicher Weise eine Öffnung 14 in der Achse 12 zur Aufnahme des Werkzeuges auf
und ist mit diamantbestückten Sägezähnen 16 versehen. Im vorliegenden Beispiel sind acht Sägezähne 16
vorgesehen. Die Anzahl ist beliebig, wird jedoch in
jedem Fall geringer gewählt als sie für vergleichbare Zwecke bisher gewählt worden wäre. Auch die Form
und Größe der Zähne sowie der Freiwinkel, Keitwinkel,
Schneidenüberstand und alle anderen Abmessungen sind beliebig und richten sich nach den bekannten
Kriterien der zu bearbeitenden Werkstoffe.
Wesentlich ist die vergleichsweise geringe Anzahl der Zähne 16 und die Tatsache, daß zusätzlich hauptsächlich
auf den Seitenflanken des Sägeblattes 10 in dem Bereich, in dem in der geschnittenen Nut eine
Berührung zwischen Werkstück und Werkzeug stattfindet, einseitig oder zweiseitig Beläge 20 aufgebracht sind.
Der Belag besteht aus einer handelsüblichen Körnung natürlicher oder synthetischer Diamanten mit einer
Korngröße von 200 bis 500 um. vorzugsweise zwischen 250 und 450 um. Die Lage dieser Beläge 20 ist
vorzugsweise in den Abständen 18 zwischen den Zähnen 16, ist jedoch hierauf nicht begrenzt Ebenso
können die Beläge 20 einseitig oder beidseitig auch unterhalb der Zähne ununterbrochen ringförmig oder
streifenförmig oder als unterbrochene Folge einzelner Felder angeordnet sein. Die Beläge 20 sind hierbei
vorzugsweise eiwa in Umfangs- bzw. Spindeldrehrichtung zu orientieren. Die Form der Begrenzung der
Beläge 20 ist hier als Rechtecke dargestellt, die Beläge können aher auch andere Formen der Begrenzung
haben. Die Stärke a (Fig.3) dieser Beläge liegt
zwischen 0,1 und 0,5 mm und kann bis etwa das l,5fache
der Korngröße betragen. Die Stärke a (Fj g. 3) sollte
zumindest so groß sein wie der seitliche Überstand b (Fig.4) des Werkzeugsatzes oder größer. Normalerweise
wird ein seitlicher Oberhang c(F i g. 2) von 0,0 bis
03 mm über die breiteste Stelle der Schneide 16 die besten Ergebnisse erwarten lassen.
In gewissen Fällen kann es sich als nützlich erweisen,
zusätzlich zu den oder anstelle der Beläge 20 auch noch auf der Breite des Sägeblattes 10 Beläge 22 von gleicher
Stärke und Beschaffenheit anzubringen. Schließlich können die Beläge 20 und 22 das Sägeblatt 10 U-förmig
umgreifen.
Die Beläge 20 und 22 lassen sich galvanisch aufbringen. Es kann in einigen Fällen vorteilhaft sein, die
Beläge 2ß und 22 aufzukleben. Ein vorgefertigter aufklebbarer Belag brächte den zusfi-dichen Vorteil mit
sich, daß durch seinen einfachen Austausch das Werkzeug regeneriert werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Sägeblatt zum Sägen hochfester Platten aus künstlichen Werkstoffen mit radial angeordneten
Schneiden, welche mit polykristallinen synthetischen ,
Diamanten bestückt sind, um mit Brust-, Umfangs-, Rücken- oder Stirnflächen den Werkstoff zu
zerspanen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen oder im Bereich der in verringerter Anzahl
der über den Umfang verteilten Schneiden (16) ein seitlicher und/oder peripherer Belag (20, 22) aus
Diamantkorn aufgetragen ist
2. Schneidwerkzeug gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Schneiden (16)
kleiner als 76, vorzugsweise 4 bis 24 ist ;5
3. Schneidwerkzeug gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Belag (20) seitlich mit
einem axialen Oberstand (a) von 0,1 bis 0,5 mm
aufgetragen ist
4. Schneidwerkzeug gemäß Ansprüchen f bis 3, ,0
dadurch gekennzeichnet, daß der Belag (20) ein- oder zweiseitig aufgetragen ist.
5. Schneidwerkzeug gemäß Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet daß der Belag (20, 22)
erneuerbar ist ,=
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19803030833 DE3030833C2 (de) | 1980-08-14 | 1980-08-14 | Sägeblatt zum Sägen hochfester Platten aus künstlichen Werkstoffen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19803030833 DE3030833C2 (de) | 1980-08-14 | 1980-08-14 | Sägeblatt zum Sägen hochfester Platten aus künstlichen Werkstoffen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3030833A1 DE3030833A1 (de) | 1982-02-18 |
| DE3030833C2 true DE3030833C2 (de) | 1983-09-15 |
Family
ID=6109655
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803030833 Expired DE3030833C2 (de) | 1980-08-14 | 1980-08-14 | Sägeblatt zum Sägen hochfester Platten aus künstlichen Werkstoffen |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE3030833C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5529528A (en) * | 1994-08-26 | 1996-06-25 | Vaporless Manufacturing, Inc. | Saw blade with sanding surface |
Family Cites Families (1)
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| DE1837535U (de) * | 1958-06-30 | 1961-09-07 | Winter & Sohn Ernst | Diamantsaegeblatt. |
-
1980
- 1980-08-14 DE DE19803030833 patent/DE3030833C2/de not_active Expired
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