DE3023614C2 - Steckerleiste für Flüssigkristallanzeigen - Google Patents
Steckerleiste für FlüssigkristallanzeigenInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Steckerleiste für Flüssigkristallanzeigen, welche einen Kunststoff-Grundkörper mit Federkammer aufweist, in denen Kontaktfedern verankert sind, mit denen die Kante der Längsseiten einer mit leitfähigen Bahnen versehenen Grundplatte der Flüssigkristallanzeige aufsteckbar ist.
- Eine derartige Steckerleiste ist beispielsweise aus der US-PS 40 25 147 bekannt. Bei solchen bekannten Steckerleisten für Flüssigkristallanzeigen erfolgt die Kontaktierung stets mittels eines einseitig federnden Armes der Kontaktfedern. Der erforderliche Kontaktdruck wird ausschließlich über Paßflächen aus thermoplastischem Kunststoff, zwischen welchen die Kontaktfedern im Grundkörper der Steckerleiste eingebettet sind, abgefangen.
- Die US-PS 40 25 147 vermittelt die Lehre, daß die dort offenbarte Steckerleiste für Flüssigkristallanzeigen im Betrieb dauerhaft ist und einen optimalen Kontaktdruck gewährleistet. Demgegenüber blieb unerkannt, daß bei dieser Ausführung einer Steckerleiste für Flüssigkristallanzeigen der Kontaktdruck tatsächlich in erheblichem Maß von den Betriebsbedingungen abhängig ist, denen der Kunststoff der Steckerleiste ausgesetzt ist. Insbesondere wurde offensichtlich nicht bemerkt, daß bei längerem Betrieb oder im Betrieb bei relativ hohen Temperaturen die Gefahr des Wegkriechens des Kunststoffs im Bereich des Andrucks der Kontaktfedern und damit die Gefahr einer Verminderung des Kontaktdruckes besteht.
- Ein weiterer Nachteil bisher bekannter Steckerleisten für Flüssigkristallanzeigen besteht darin, daß man die von der Steckerleiste aufzunehmende Kante mit den Leiterbahnen der Flüssigkristallanzeige für eine möglichst reibungslose Einführung in die Steckerleiste tunlichst anschrägen ( sogenannterweise "brechen") mußte. Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, eine Steckerleiste für Flüssigkristallanzeigen sowohl mit betriebssicherem Kontaktdruck als auch mit der Möglichkeit zur problemlosen Aufnahme harter Kanten der Flüssigkristallanzeige zu schaffen. Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Steckerleiste der eingangs erwähnten Art vorgeschlagen, bei der erfindungsgemäß die Kontaktfedern der Steckerleiste aus die Grundplatte der Flüssigkristallanzeige beidseitig metallisch umklammernden Gabelfedern bestehen, deren Schenkel derartig asymmetrisch ausgebildet sind, daß die Flüssigkristallanzeige zunächst schräg zur Öffnung der Gabelfedern ohne Überwindung einer Federkraft einzuführen ist und anschließend durch Abkippen zur Parallele der Längsachse der Gabelfedern deren beide Schenkel zur beidseitigen Kontaktierung in der Steckerleiste aufweitet.
- Kontaktorgane mit asymmetrischen Gabelfedern sind an sich in anderem Zusammenhang bekannt (man vergleiche beispielsweise DE-GM 18 48 651, DE-OS 24 44 699 und DE-OS 25 17 580). Bei keiner dieser bekannten Kontaktorgane besteht ein Bezug auf eine Steckerleiste für Flüssigkristallanzeigen. Diese Kontaktorgane dienen auch völlig anderen Zwecken als der Aufgabenstellung, von der die Erfindung ausgeht.
- Eine erfindungsgemäße Steckerleiste weist zunächst den Fortschritt auf, daß durch die beidseitig die Grundplatte der Flüssigkristallanzeige metallisch umklammernden Gabelfedern ein weitgehend temperatur- und zeitunabhängiger Kontaktdruck gewährleistet ist. Mit dem zusätzlichen Merkmal, die Schenkel der für eine Steckerleiste für Flüssigkristallanzeigen neuartigen Gabelfedern asymmetrisch so auszubilden, daß die Flüssigkristallanzeige zunächst schräg zur Öffnung der Gabelfedern ohne Überwindung einer Federkraft einzuführen ist und anschließend durch Abkippen zur Parallele der Längsachse der Gabelfedern deren beide Schenkel in den Endzustand der beiderseitigen Kontaktierung aufweitet, wird der besondere Vorteil erreicht, auf eine Brechung der Kante der die leitfähigen Anschlubahnen der Flüssigkristallanzeige aufweisenden Grundplatte verzichten zu können. Bei einem praktischen Ausführungsbeispiel der Erfindung weisen hierzu zweckmäßig die Gabelfedern auf ihrer Innenseite (Kontaktierungsseite) insgesamt drei in Längsrichtung (Steckrichtung) der Gabelfedern gegeneinander versetzte Kontaktwarzen auf, von denen zwei an einem Schenkel jeder Gabelfeder in einem Abstand zueinander angeordnet sind, während etwa in der Mitte dieses Abstandes am gegenüberliegenden Schenkel jeder Gabelfeder die dritte Kontaktwarze vorhanden ist. Um das drucklose Einführen der Flüssigkristallanzeige noch weiter zu fördern, ist zweckmäßig die Seitenwand der im Kunststoff-Grundkörper der Steckerleiste ausgesparten, die Kontaktfedern aufnehmenden Federkammern neben dem die dritte (mittlere) Kontaktwarze aufweisenden Schenkel der einzelnen Gabelfedern nach oben zu verjüngt.
- Anhand eines in den Figuren der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels soll die Erfindung nachstehend mit weiteren Merkmalen näher erläutert werden. Dabei zeigt
- Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Federkammer mit eingesetzter Kontaktfeder einer erfindungsgemäßen Steckerleiste für Flüssigkristallanzeigen in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 2 eine Seitenansicht in Richtung des Pfeiles II der Steckerleiste der Fig. 1 (gegenüber dieser in halbem Maßstab), teilweise aufgebrochen, und
- Fig. 3 eine Aufsicht auf die Steckerleiste der Fig. 2 in Steckrichtung der Flüssigkristallanzeige.
- In den Figuren der Zeichnung ist mit 1 ein aus Kunststoff bestehender Grundkörper (im folgenden Kunststoff- Grundkörper genannt) einer Steckerleiste für Flüssigkristallanzeigen bezeichnet. Dieser Kunststoff-Grundkörper ist mit Kontaktfedern bestückt, die erfindungsgemäß die Form von Gabelfedern 2 haben, die jeweils mit zwei federnden Schenkeln eine von der Steckerleiste aufzunehmende (nicht dargestellte) Flüssigkristallanzeige umklammern. Zur Aufnahme der Gabelfedern 2 sind im Kunststoff-Grundkörper 1 Federkammern 3 ausgespart, in die rückwärts zur Steckrichtung der Steckerleiste die Gabelfedern 2 eingesetzt sind. Zu diesem Zweck ist der Kunststoff-Grundkörper am oberen Rand der Federkammern 2 mit einem bankartigen Vorsprung 4 ausgestattet, auf dem ein Schenkel 5 der Gabelfedern 2 mit einer deren Kontaktierungsseite abgewandten Nase 6 einrastet. Die Gabelfedern 2 als solche sind vorzugsweise aus einem Stanzteil, beispielsweise aus Federmessing, hergestellt, an dem seitlich ein Kontaktstift 7 zum Einbau der Flüssigkristallanzeige mit der aufgesteckten Steckerleiste in einem zugehörigen Gerät vorhanden ist.
- Die Gabelfedern 2 sind auf ihrer Innenseite (d. h. der Aufnahme für die Flüssigkristallanzeige) mit insgesamt drei in Längsrichtung der Gabelfedern 2 gegeneinander versetzte Kontaktwarzen 8, 9 und 10 versehen. Es sind dabei zwei Kontaktwarzen 8 und 9 in einem Abstand zueinander an dem einen Schenkel 5 mit der äußeren Nase 6 angeordnet, während etwa in der Mitte dieses Abstands am gegenüberliegenden Schenkel 11 der Gabelfedern 2 die dritte Kontaktwarze 10 vorhanden ist. Damit erhält man ein (gegenüber bekannten Gabelfedern) asymmetrisches Kontaktspiel, das es ermöglicht, eine Flüssigkristallanzeige zwischen die Schenkel 5 und 11 zunächst praktisch drucklos schräg einzuführen, worauf durch anschließendes Kippen zur Längsrichtung der Gabelfedern 2 hin deren Schenkel 5 und 11 aufweitbar sind und so der erforderliche Kontaktdruck herbeigeführt wird. (Es sei bemerkt, daß zur Erzielung des gleichen Effektes die Kontaktwarzen 8, 9 und 10 auch spiegelbildlich vertauscht, d. h. zwei Kontaktwarzen am Schenkel 11 und eine Kontaktwarze am Schenkel 5, angeordnet sein können.) Ein solches "druckloses" Einschieben der Flüssigkristallanzeige macht eine ansonsten notwendige, sehr kostenträchtige Brechung der Kante der mit der Steckerleiste in Verbindung zu bringenden Seitenkante der Flüssigkristallanzeige entbehrlich. Um das asymmetrische Kontaktspiel zu fördern, ist die Seitenwand des Kunststoff- Grundkörpers 1 im Bereich des federnden, die dritte Kontaktwarze 10 aufweisenden Schenkels 11 der Gabelfedern 2 nach oben verjüngt. Der Schenkel 11 läßt sich dadurch beim Stecken der Flüssigkristallanzeige besonders leicht aufweiten, bis diese über die Kontaktwarze 9 hinweggeführt ist und sich dann durch die Rückfederung des Schenkels 11 der Kontaktdruck ergibt.
- Wie aus den Figuren der Zeichnung ersichtlich, ist der Kunststoff-Grundkörper 1 an beiden Enden mit je einem zur bestimmungsgemäßen Aufnahme einer Flüssigkristallanzeige hin geneigten Ansatz 12 versehen. Diese unmittelbar am Kunststoff-Grundkörper angeformten Ansätze 12 sind so beabstandet, daß sie als Anschlag für die Flüssigkristallanzeige dienen; sie bewirken damit sowohl bei der Montage als auch im Betrieb eine einwandfreie Fixierung der Steckerleiste an der Flüssigkristallanzeige, ohne daß hierzu weitere Befestigungselemente benötigt werden.
- Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel. Insbesondere brauchen die Gabelfedern nicht aus einem Stanzteil hergestellt zu sein, sondern können auch aus Federdraht gefertigt werden. Auch können die Kontaktstifte der Gabelfedern in anderer Richtung abgewinkelt sein. Weiterhin ist es möglich, die Gabelfedern nicht in geschlossenen Federkammern, sondern einseitig freistehend am Kunststoff-Grundkörper anzuordnen, solange eine beidseitig metallische Umklammerung der Flüssigkristallanzeige gewahrt bleibt.
Claims (8)
1. Steckerleiste für Flüssigkristallanzeigen, welche einen Kunststoff-Grundkörper mit Federkammern aufweist, in denen Kontaktfedern verankert sind, mit denen die Kante der Längsseiten einer mit leitfähigen Bahnen versehenen Grundplatte der Flüssigkristallanzeige aufsteckbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfedern der Steckerleiste aus die Grundplatte der Flüssigkristallanzeige beidseitig metallisch umklammernden Gabelfedern (2) bestehen, deren Schenkel (5, 11) derartig asymmetrisch ausgebildet sind, daß die Flüssigkristallanzeige zunächst schräg zur Öffnung der Gabelfedern (2) ohne Überwindung einer Federkraft einzuführen ist und anschließend durch Abkippen zur Parallele der Längsachse der Gabelfedern (2) deren beide Schenkel (5, 11) zur beidseitigen Kontaktierung in der Steckerleiste aufweitet.
2. Steckerleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gabelfedern (2) von rückwärts zur Steckrichtung der Steckerleiste jeweils in einzelne im Kunststoff-Grundkörper (1) ausgesparte Federkammern (3) eingesetzt sind.
3. Steckerleiste nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Federkammern (3) am oberen Rand einen bankartigen Vorsprung (4) haben, auf dem ein Schenkel der Gabelfedern (2) mit einer der Kontaktierungsseite abgewandten Nase (6) einrastet.
4. Steckerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gabelfedern (2) auf ihrer Innenseite (Kontaktierungsseite) insgesamt drei in Längsrichtung (Steckrichtung) der Gabelfedern (2) gegeneinander versetzte Kontaktwarzen (8, 9, 10) aufweisen, von denen zwei (8, 9) an einem Schenkel (5) jeder Gabelfeder (2) in einem Abstand zueinander angeordnet sind, während etwa in der Mitte dieses Abstands am gegenüberliegenden Schenkel (11) jeder Gabelfeder (2) die dritte Kontaktwarze (10) vorhanden ist.
5. Steckerleiste nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei der Kontaktwarzen (8, 9) auf der Innenseite des mit der Nase (6) versehenen Schenkels (5) der Gabelfedern (2) angeordnet sind.
6. Steckerleiste nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwand des Kunststoff-Grundkörpers (1) sich neben dem die dritte Kontaktwarze (10) aufweisenden Schenkel (11) jeder Gabelfeder (2) nach oben zu verjüngt.
7. Steckerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede Gabelfeder (2) aus einem Stanzteil hergestellt ist.
8. Steckerleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff-Grundkörper (1) sich über die Länge der Seitenkante der Flüssigkristallanzeige erstreckt und an beiden Enden je einen zur Grundplatte der Flüssigkristallanzeige hin geneigten Ansatz (12) als Anschlag für die Grundplatte der Flüssigkristallanzeige aufweist.
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