DE302175C - - Google Patents

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DE302175C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/50Prostheses not implantable in the body
    • A61F2/60Artificial legs or feet or parts thereof
    • A61F2/604Joints for artificial legs

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Transplantation (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Cardiology (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Orthopedic Medicine & Surgery (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Prostheses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 302175 KLASSESOfI. GRUPPE
FRITZ DAEHNE in BERLIN!
Künstliches Bein. Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Oktober 1915 ab.
Der Gegenstand der neuen Erfindung ist ein künstliches Bein für Oberschenkelamputation bzw. Hüftgelenks-Exartikulation.
Die bekannten bisher gebräuchlichen Kunst beine dieser Art sind so ausgeführt worden, daß man den natürlichen Knochenbau als Grundlinie benutzte, wie solches auch "bei dem einfachen Stelzfuß der Fall ist, und daß man in der Höhe des Knies sowie im Fuß ein Gelenk einbaute. Ungeachtet der mehr· oder minder umständlichen Ausgestaltung dieser Beine· stellen sie in ihrem Aufbau durchweg einen Stelzfuß dar, welchem die äußere Form eines Menschenbeines mit Gelenkeinrichtung gegeben ist. Bei aufrechter Stellung des Krüppels verläuft daher die senkrechte Achse des Stelzbeines in der gleichen Richtung wie •der Stelzfuß; fällt man von der Mitte des Oberschenkelquerschnittes zur Standebene
ao des Fußes ein Lot, dann liegen die Achsen des künstlichen Kniegelenkes und des Fußgelenkes in der Ebene dieses Lotes von der linken zur rechten Körperseite. Bei manchen Kunstbeinen der neuesten Konstruktionen liegen die Knie- und Fußgelenke auch vor dieser Ebene.
Da das nach dem A^erlauf der Knochen ausgeführte Kunstbein (Stelzbein) dem natürlichen Bein mangels des Zusammenhanges mit der Muskulatur,' den Nerven usw. niemals gleichkommen kann, so bewirken diese Beine beim Gehen eine anhebende Bewegung" des Körpers und beim -Vorwäfsbewegen des Beines eine seitwärts drehende Bewegung, welche das Vorhandensein eines Kunstbeines verrät.
Die vorliegende neue Erfindung hat den Zweck, erstens diesen Schönheitsfehler zu beseitigen, zweitens dem Krüppel das Gehen in" gleicher Weise wie mit einem natürlichen Bein zu ermöglichen, also unter Fortfall der stark ermüdenden anhebenden Bewegung.
Die Erfindung besteht nun darin, daß das· neue Bein nicht nach der natürlichen Knochenachse, sondern nach der Schwerlinie so ausgeführt wird, daß bei aufrechter Stellung des Krüppels das von der Mitte des Oberschenkelquerschnittes zur Standebene des Fußes gefällte Lot durch das Sprunggelenk des Fußes geht, die Achse des Kniegelenkes aber hinter dieses Lot und die Fußgelenkachse noch mehr als das Kniegelenk hinter dieses Lot gelegt wird, wobei in bekannter Weise ein beim Schreiten des Fußes über die Zehen den Fuß gegenüber dem Unterschenkel feststellender Anschlag vorgesehen ist. Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in Seitenansicht (Fig. 1) und von hinten . gesehen (Fig. 2) dargestellt.
A-A ist die Schwerlinie, D die Achse des Kniegelenkes und C die Achse des Fußgelenkes, Die Bodenlinie, zu welcher A-A senkrecht steht, entspricht der Stellung des Kunstbeines mit angezogenem Stiefel mit Absatz. B-B ist ein vom Gelenk D aus gefälltes Lot.
Durch diesen grundsätzlich neuen Aufbau des Beines wird nun folgender Vorteil erzielt:
In der abgebildeten Aufrechtstellung liegen die Gelenke nach vorn im Anschlag, so daß das Kunstbein während des Vorbrin-
gens des anderen Beines gestreckt bleibt und sich über die Fußspitze hin abrollt. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß zufolge des kurzen Hebels vom Fußpunkt des Lotes A-A bis zum Fußballen bei dem neuen Kunstbein die anhebende Bewegung der Hüf tgelenksachse fast yermieden wird, während eine solche bei den bisherigen Beinen mit dem langen Hebel vom Fußgelenkslot bis zum Ballen in ganz erheblichem Maße auftritt.
Das Gehen verursacht also dein Krüppel keine übermäßige Ermüdung, da die anhebende Bewegung des ganzen Körpergewichtes, welche den bisher bekannten Kunst-.15 beinen anhaftet, fast in Wegfall kommt.
Beim Vorbringen des neuen Kunstbeines, also bei Streckung des Oberschenkels nach vorn, knickt das Kniegelenk durch seine Schwere von sich selbst durch, während beim Aufsetzen des Fußes auf den Boden das Kunstbein sich in die feste gestreckte Stellung wieder einstellt.
Das neue Kunstbein kann aus Holz oder aus anderem geeigneten Material hergestellt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Künstliches Bein für Oberschenkelamputation bzw. Hüftgelenksauslösung, dadurch gekennzeichnet, daß im ungezwungenen geraden Ruhestand das Fußgelenk vorn im Anschlag liegt und das Fußgelenk weiter hinter der Schwerlinie liegt als das Kniegelenk.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen,
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