DE30086C - Galvanisches Element, System LIGHTHIPE - Google Patents
Galvanisches Element, System LIGHTHIPEInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Mai 1884 ab.
Das vorliegende, nach seinem Erfinder mit dem Namen »Lighthipe-Element« bezeichnete
galvanische Element zählt zu der Art von Elementen, bei welchem die Depolarisation
durch den Sauerstoff der Luft bei directer Einwirkung von metallischem Eisen stattfindet.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein Querschnitt durch ein fertig hergerichtetes
Element mit Siebcylinder aus gelochtem Eisenblech;
Fig. 2 ist eine Ansicht von oben auf Fig. 1,
Fig. 3 ein Verticalschnitt durch ein nicht gefülltes Element mit ringförmigem Hohlcylinder
aus Drahtgewebe oder Geflecht mit Boden,
Fig. 4 ein Horizontalschnitt von Fig. 3,
Fig. 5 ein verticaler Längenschnitt durch ein fertig hergerichtetes Element (oblonge Form),
Fig. 6 ein Verticalschnitt quer zur Längsrichtung von Fig. 5,
Fig. 7 eine Oberansicht von Fig. 5 bezw. Fig. 6,
Fig. 8 ein verticaler Schnitt durch einen Drahtgeflecht-Hohlcylinder
mit eingelegtem Gummiboden,
Fig. 9 ein Horizontalschnitt durch Fig. 8,
Fig. ι ο eine Seitenansicht eines Hohlcylinders
aus gelochtem Eisenblech,
Fig. 11 eine Ansicht von oben auf Fig. ι ο
und theilweiser Schnitt durch Fig. 10,
Fig. 12 eine Seitenansicht eines runden Zinkkolbens mit seinen beiden Isolirringen.
α ist das eigentliche Gefäfs (oder der Behälter)
des Elementes; dasselbe kann aus Glas, verzinktem etc. Eisenblech oder auch von
aufsen emaillirtem Gufseisen hergestellt sein.
b, Fig. ι und 2, ist ein Hohlcylinder aus
gelochtem Eisenblech, dessen unterer Rand auf einer Hartgummiplatte k ruht.
b' , Fig. 8, ist ein aus Eisendrahtgeflecht hergestellter Hohlcylinder mit unten umgebogenem
Rand zur Aufnahme der Isolirplatte i.
c und c1 sind Gummiringe, welche den
Zinkkolben umgeben und denselben vor Contact mit dem eisernen Hohlcylinder b bezw. b'
schützen.
d ist der Zinkkolben, welcher die in Fig. 2, 4 oder 12 dargestellte Form haben kann.
e ist irgend eine angelöthete Metallverbindung zwischen Leitungsdraht und Zinkkolben, bei
welcher durch Losschrauben der Schraube f die Leitung aufser- Contact gebracht werden
kann.
g sind die zwischen Glaswand α und dem
Hohlcylinder b bezw. b' oder zwischen b' und b" eingefüllten und festgestampften Eisenspäne. In
Fig. 3 sind dieselben zwischen die beiden Wandungen des ringförmigen Hohlcylinders b'
und b" eingefüllt und ruhen unten auf dem Boden h dieses Hohlcylinders, so dafs der
ganze Hohlcylinder b' und b" mit den eingefüllten Eisenspänen durch einen geeigneten,
oben am Drahtgeflecht in beliebiger Weise angebrachten Henkel oder ähnliche Vorrichtung
ganz herausgehoben werden kann, um die Eisenspäne durch einfaches Uebergiefsen mit
Wasser reinigen zu können. Aufserdem ist hier der Behälter des Elementes in emaillirtem
Gufseisen dargestellt, und zwar ist I die eiserne Innenwand, m die aufsen befindliche Emailhaut.
Die Zusammensetzung des Elementes geschieht in nachbeschriebener Weise:
Man setzt den Hohlcylinder b oder den ringförmigen Hohlcylinder b' und b" aus Drahtgeflecht
oder aus gelochtem Eisenblech in das Glas-, Blech- oder emaillirte Eisengefäfs, wobei
man Sorge trägt, dafs er sich ziemlich in der Mitte desselben befinde. Hierauf füllt man
den zwischen diesem Hohlcylinder und der Glaswand des Gefäfses α verbleibenden Raum,
Fig. i, mit reingewaschenen, groben Eisenspänen (Hobelspäne etc.) bis nahe zum Rande
voll, setzt dann den Zinkkolben in den Hohlcylinder so ein, dafs er mit seinen beiden Kautschukringen
von der Eisenblechwand des Hohlcylinders isolirt steht und am Boden auf der
Hartgummiplatte k steht, oder man setzt den in Fig. 8 dargestellten Hohlcylinder aus Drahtgeflecht
mit eingelegter Gummischeibe i direct auf den Boden des Gefäfses und den Zinkkolben
in der vorbeschriebenen Weise hinein, jedoch mit dem Unterschiede, dafs derselbe
hier auf die Gummischeibe i zu ruhen kommt.
Nachdem das Element so weit hergerichtet ist, wird das Glasgefäfs mit gesättigter kaustischer
Natronlösung angefüllt.
Nachdem nun noch das Leitungsdrahtende e mit dem Zinkkolben, dem negativen Pol, in
Verbindung gebracht, und der zweite Draht am positiven Pol, welcher sich am eisernen
Hohlcylinder aus Drahtgewebe b' b" oder auch an dem gufseisernen emaillirten Gefäfs / befindet,
befestigt worden, functionirt das Element sofort.
Dieses Element unterscheidet sich von anderen hauptsächlich durch seine Einfachheit und Billigkeit,
durch die leichte Reinigung und Erneuerung der wirksamen Massen, durch seine Beständigkeit,
bequeme Handhabung und durch das Vermeiden der Dämpfeentwickelung, weil kein Gebrauch von Säuren stattfindet, und
eignet sich infolge dessen sowohl vorzüglich für Haustelegraphie als für Kraftmotoren, telegraphische
und telephonische Anlagen, Experimentalphysik etc.
Der Zinkkolben wird vor dem Einsetzen bezw. vor dem Uebergiefsen auf seiner ganzen
Oberfläche, mag dieselbe rund oder eben sein, amalgamirt.
Der Widerstand im Element ist erfahruhgsgemäfs bei ca. 40 qcm Oberfläche des Zinkkolbens
auf ca. Y4 Ohm festgestellt worden, ein Resultat, dessen sich unbedingt keines der
bisher bekannten Elemente zu erfreuen hat.
Claims (3)
1. Ein galvanisches Element, bestehend aus einem Gefäfs aus Glas, Eisenblech oder
aufsen emaillirtem Gufseisen, welches in seinem Innern einen Hohlcylinder aus Eisendrahtgewebe
oder gelochtem Eisenblech aufnimmt, in welchem letzteren der von der Innenwand durch Gummiringe isolirte Zinkkolben
placirt wird, während in dem zwischen dem Hohlcylinder und der Gefäfswand verbleibenden Raum Eisenspäne eingefüllt
werden, worauf das Gefäfs mit einer gesättigten Lösung von kaustischem Natron in Wasser angefüllt wird.
2. Die Trennung der beiden Elektroden eines galvanischen Elementes unter Anwendung
von Eisendrahtgeflecht oder durchlochtem Eisenblech.
3. Die Anwendung eines gufseisernen Äufsengefäfses mit Emailüberzug zur Isolirung
der Aufsenwand.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE30086C true DE30086C (de) |
Family
ID=306226
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT30086D Expired - Lifetime DE30086C (de) | Galvanisches Element, System LIGHTHIPE |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE30086C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7055573B2 (en) | 2002-04-25 | 2006-06-06 | Martin Door Manufacturing | Systems and methods for reducing gap space between door sections |
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- DE DENDAT30086D patent/DE30086C/de not_active Expired - Lifetime
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