DE72013C - Galvanisches Element - Google Patents

Galvanisches Element

Info

Publication number
DE72013C
DE72013C DENDAT72013D DE72013DA DE72013C DE 72013 C DE72013 C DE 72013C DE NDAT72013 D DENDAT72013 D DE NDAT72013D DE 72013D A DE72013D A DE 72013DA DE 72013 C DE72013 C DE 72013C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbon
cylinder
copper oxide
zinc
vessel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT72013D
Other languages
English (en)
Original Assignee
C. W. A. HERTEL in Berlin, Beuthstr. 16
Publication of DE72013C publication Critical patent/DE72013C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M6/00Primary cells; Manufacture thereof
    • H01M6/04Cells with aqueous electrolyte

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
CARL WILHELM ADOLF HERTEL in BERLIN. Galvanisches Element.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. October 1892 ab.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Herstellung eines galvanischen Elementes von starker Wirkung, bei welchem die Depolarisation eine verhältnifsmäfsig kurze Zeit erfordert, welches absolut geruchlos arbeitet und an Erhaltung im andauernden Betriebe nur geringe Kosten verursacht.
Diese Wirkungen werden in erster Linie durch eine eigenartige Zusammenstellung von Zink, Kupfer und Kohle und in zweiter Linie durch Anwendung einer für diesen Zweck noch nicht benutzten Erregungsflüssigkeit erreicht.
Auf beiliegender Zeichnung ist das Element durch
Fig. .1 in Ansicht unter Weglassung der die Erregung bewirkenden Stoffe dargestellt;
Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt eines zum Gebrauch fertigen Elementes;
Fig. 3 zeigt eine Oberansicht der Fig. 2;
Fig. 4 veranschaulicht die Verbindung des Leitungsdrahtes mit der Zinkelektrode ; durch die
Fig. 5 und 6 ist der Abschlufs des Elementes durch einen Gummideckel und eine Schieferplatte veranschaulicht.
In dem Gefäfs A befindet sich, wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, zunächst ein unten offener Koblencylinder B, dessen unteres Ende durch eine Kupferkapsel b geschlossen ist. Diese läuft nach oben in Streifen α aus, von denen einer über den Gefäfsrand hinaus verlängert ist und zur Befestigung der Polklemme c dient. Die Streifen α haben einen gewissen Abstand sowohl von der Wandung des Cylinders A als auch, derjenigen des Cylinders B. Der so vorbereitete Kohlencylinder wird, nachdem der Boden des Gefäfses A mit einer Schicht zerkleinerter Retortenkohle bedeckt ist, in dieses eingesetzt, so dafs der obere Rand des Kohlencylinders B mit dem Gefäfsrande abschneidet.
Nunmehr wird der zwischen der Aufsenwandung des Kohlencylinders B und der Innenwandung des Glasgefäfses A verbleibende Zwischenraum bis nahe an den Rand ebenfalls mit kleinen Stückchen Retortenkohle lose ausgefüllt und beim Einstreuen der Retortenkohle Kupferoxyd, welchem ein Zusatz von Kupferoxydul beigemengt ist, gleichzeitig eingestreut, derart, dafs die Streifen α vollkommen darin eingebettet sind.
In den Kohlencylinder B wird zu einem später erläuterten Zweck ein zweiter, unten geschlossener Kohlencylinder C eingesetzt,, dessen äufserer Durchmesser kleiner als der innere des Kohlencylinders B ist, so dafs zwischen beiden Cylindern ein Hohlraum verbleibt.
In den Kohlencylinder C wird die Zinkr elektrode eingehängt und an einem Glasstab d1 derart gehalten,; dafs zwischen dem Boden des Kohlencylinders und der Grundfläche der Zinkelektrode ein Zwischenraum verbleibt.
Die Zinkelektrode D ist aus einer schraubenförmig gewundenen oder zickzackförmig gebogenen Zinkplatte hergestellt, welche Durchs lochungen für die Umströmung der Erregungsflüssigkeit und solche für die Aufnahme gläserner. Isolirstäbe enthält.
Die Zinkelektrode D ist in der durch die Fig. 4 veranschaulichten Art mit dem Leitungsdraht e verbunden und durch Glasstäbe _/, welche die Zinkelektrode durchdringen und über deren Aufsenwandung hinausragen, gegen die Innenwandung des Kohlencylinders C isolirt.
Zur Festlegung der 'Glasstäbe/* dienen Gummiringe fl, welche zwischen die Windungen der Zinkelektrode eingelegt sind und die Glasstäbe / umfassen.
Hierdurch wird erreicht, dafs auch bei eintretender Abnutzung der Zinkelektrode, d. h. bei eintretender Erweiterung der die Glasstäbe enthaltenen Durchbohrungen, diese immer in ihrer bestimmten Lage gehalten werden, weil eine Abnutzung oder Veränderung der Gummiringe nicht eintritt.
Zum Abschlufs des Elementes kann, wie in Fig. 5 angedeutet, entweder eine aus elastischem Gummi hergestellte Haube g, in welcher eine Oeffnung für den Durchgang des von der Zinkelektrode ausgehenden Leitungsdrahtes belassen oder auch, wie in Fig. 6 gezeigt, ein fester Deckel h aus Schiefer oder einem anderen passenden Stoff benutzt werden. Im letzteren Falle erhält der Deckel h eine Durchlafsöffnung für den inneren Kohlencylinder C.
Nachdem nun in das Gefäfs A der mit Kupferboden versehene Kohlencylinder B eingesetzt, zerkleinerte Retortenkohle mit Beimengung von Kupferoxyd und Kupferoxydul in der vorbeschriebenen Weise eingefüllt ist und der innere Kohlencylinder C in den Kohlencylinder B eingeführt wurde, wird zunächst zwischen dem Kohlencylinder B und der Gefäfswandung die aus einer Aetzkalilösung bestehende Erregungsflüssigkeit eingelassen, mit welcher nach Einhängen der Zinkelektrode D der innere Cylinder B ebenfalls gefüllt wird.
Durch Anordnung des Kohlencylinders C wird bezweckt, dafs der elektrolytische Niederschlag des Zinkschlammes nicht auf der Kohlenelektrode B, sondern auf C erfolge, der seinerseits, sobald Reinigung nöthig wird, aus dem Element herausgehoben werden kann, ohne dafs die depolarisirende Masse aus ihrer Lage kommt.
Die Aetzkalilauge wird zweckmäfsig im Verhältnifs von 2 zu 3 (d. h. auf 1 kg Aetzkali ι Y2 1 Wasser) hergestellt, während die Menge des Kupferoxyduls circa 10 pCt. der Menge des Kupferoxyds beträgt, welches letztere im Verhältnifs von 1 zu 8 zu dem zur Herstellung der Erregungsflüssigkeit verwendeten Aetzkali der Retortenkohle beigemengt wird.
Das äufsere Gefäfs braucht nicht unbedingt aus Glas zu bestehen; es kann dasselbe vielmehr auch aus Eisen oder einem anderen geeigneten Metall hergestellt werden. In diesem Falle wird man die Klemme c unmittelbar an dem Gefäfs A befestigen.
Das Belegen des Gefäfsbodens mit zerkleinerter Refortenkohle und die Einführung solcher Kohle in den zwischen Gefäfs A und Kohlencylinder B verbleibenden Zwischenraum, sowie die Beimengung von mit Kupferoxydul versetztem Kupferoxyd hat den Zweck, eine grofse Leistungsfähigkeit zu erzielen, die bei Benutzung des Elementes stattfindende Polarisation möglichst abzuschwächen und endlich durch die sich bei Thätigkeit des Elementes vollziehende Umwandlung des Kupferoxyduls in Kupferoxyd das verbrauchte Kupferoxyd zu ersetzen und so nicht nur eine augenblickliche, sondern eine andauernde, d. h. sich beliebig oft vollziehende Depolarisation des Elementes zu ermöglichen. Denn sobald das Element aufser Thätigkeit gesetzt wird, regenerirt sich die Erregungsflüssigkeit wieder, und zwar bedarf es hierzu nur weniger Minuten Ruhe, ohne dafs selbst bei längerem Gebrauch sich eine Abnahme der ursprünglichen Wirksamkeit des Elementes fühlbar macht.
Der chemische Vorgang während der Thätigkeit des Elementes läfst sich folgendermafsen erklären: Nach Schliefsung der Kette tritt im Elemente Wasserzersetzung ein. Der positive Strom geht vom Zink aus durch die Flüssigkeit hindurch zur Kupfer- oder Kohlenplatte; in dieser Richtung wandern auch die Wasserstoffpartikelchen. Hier treffen diese auf das Kupferoxyd und durch die dem nascirenden Wasserstoff innewohnende, stark reducirende Wirkung wird das Kupferoxyd in Kupferoxydul bezw. sogar in metallisches Kupfer umgewandelt.
Entgegengesetzt wandern die Träger der negativen Elektricität, die Sauerstoffpartikelchen, von den Kupferstreifen nach dem Zink hin.
Treffen diese Sauerstoffpartikelchen nun auf das Kupferoxydul oder metallische Kupfer, so wird dieses wieder zu Kupferoxyd oxydirt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein galvanisches Element, bei welchem zum Zweck der vollkommeneren Depolarisation die Ableitungsstreifen (a) des Kupferbodens (b) der Kohlenelektrode (B) vollständig in eine depolarisirende Mischung eingebettet sind, und bei welchem die Zinkelektrode (D) in einem zweiten, unten geschlossenen und mit dem Kupferboden (b) in leitender Verbindung stehenden Kohlencylinder (C) sich befindet, zum Zweck, den elektrolytischen Niederschlag des Zinkschlammes nicht auf der Kohlenelektrode (B), sondern auf dem Kohlencylinder (C) stattfinden zu lassen, der zur Reinigung aus dem Element herausgehoben werden kann, ohne dafs die depolarisirende Masse aus ihrer Lage kommt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT72013D Galvanisches Element Expired - Lifetime DE72013C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE72013C true DE72013C (de)

Family

ID=345270

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT72013D Expired - Lifetime DE72013C (de) Galvanisches Element

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE72013C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3049982C2 (de)
DE1949129A1 (de) Anordnung zum elektrolytischen Entfernen von Verunreinigungen aus waessrigen Fluessigkeiten
DE1471739A1 (de) Neue platinhaltige Elektroden fuer Brennstoffelemente und diese Elektroden enthaltende Brennstoffelemente
DE2321417A1 (de) Verfahren zur elektrolyse und elektrolytische zelle zu dessen durchfuehrung
DE3608855A1 (de) Verfahren zur entkupferung von raffinerieelektrolyten
DE72013C (de) Galvanisches Element
DE2011610C3 (de) Verfahren zur Gewinnung eines Metalls aus einer Spuren des Metallions enthaltenden Lösung mittels Elektrolyse
DE2243559A1 (de) Verfahren zur elektrolytischen reinigung von abwasser
DE78841C (de) Neuerung an galvanischen Elementen
DE2035791C3 (de) Elektrolytische Zelle
DE142470C (de)
DE3546039C2 (de)
DE2839314A1 (de) Katalysator fuer die elektrode eines elektrochemischen stromerzeugers
DE188280C (de)
DE2328254A1 (de) Verfahren zur herstellung von zinkstaub durch elektrolyse
DE36520C (de) Regenerativ - Element
DE506584C (de) Reduktionsofen fuer die Aluminium-Erzeugung
AT220213B (de) Verfahren zur Herstellung von elektrischen Erdungen bei schlechter spezifischer Bodenleitfähigkeit
DE268727C (de)
DE461688C (de) Elektrolytische Zelle
DE446009C (de) Einrichtung zur elektrolytischen Zerlegung von Salzloesungen
DE437842C (de) Vorrichtung zum elektrolytischen Niederschlagen von Metallen
DE85360C (de)
DE1671959C3 (de) Brennstoffelement
DE2332856C3 (de) Verfahren zur Reinigung von Abwasser oder dergleichen Flüssigkeiten durch Flotation sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens