DE3008453A1 - Deckel fuer elektrolytische zellen zum erzeugen von chlor - Google Patents

Deckel fuer elektrolytische zellen zum erzeugen von chlor

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DE3008453A1 DE19803008453 DE3008453A DE3008453A1 DE 3008453 A1 DE3008453 A1 DE 3008453A1 DE 19803008453 DE19803008453 DE 19803008453 DE 3008453 A DE3008453 A DE 3008453A DE 3008453 A1 DE3008453 A1 DE 3008453A1
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Description

W. 4-3 602/79 - 12/le
Industrie Pirelli S.p.A. Mailand (Italien)
Deckel für elektrolytische Zellen zum. Erzeugen von Chlor
Die Erfindung "betrifft einen Deckel für elektrolytische Zellen zum Erzeugen von Chlor, und insbesondere einen-biegsamen Deckel für elektrolytische Zellen zum Erzeugen von Chlor, wobei bei den Zellen die Kathode aus Quecksilber besteht.
Die elektrolytischen Quecksilber-Zellen zum Erzeugen von Chlor weisen grundsätzlich ein Gefäß auf, in welchem sich eine wäßrige Lösung aus Natriumchlorid befindet. Eine Kathode wird eingeführt in Form einer Schicht aus Quecksilber, die auf dem Boden der Zelle liegt. Schließlich wird eine Anode vorgesehen in Form eines Stabes aus elektrisch leitendem Material,
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und dieser Stab taucht in die wäßrige Lösung ein und ragt aus dem Gefäß vor. Das Gefäß ist weiterhin an seinem oberen Ende durch einen Deckel verschlossen.
Die Kathode und die Anode werden mit einer Quelle elektrischer Energie verbunden, und während des Betriebes zersetzt sich in der Zelle das Natriumchlorid mit der Folge, daß sich an der Anode Chlor, und an der Kathode Natrium bildet, welches mit dem Material der Kathode ein Quecksilber amalgam bildet.
Das Vorhandensein des Deckels ermöglicht ein Sammeln des gebildeten Chlors, und gleichzeitig verhindert der Deckel, daß ein kleiner Teil des Chlors zu der die Zelle umgebenden Atmosphäre diffundieren bzw. gelangen kann.
Die Betriebsbedingungen der Zelle sind für die Materialien, welche die Zelle darstellen, schwer. Tatsächlich beträgt die Arbeitstemperatur oder Betriebstemperatur der Zelle etwa 100° 0, und das gebildete Chlor ist im Bildungszustand vorliegendes Chlor (status nascendi) und ist daher eine sehr reaktionsfähige Substand, deren Reaktionsfähigkeit verstärkt wird durch das Vorhandensein von Strömen, die zufolge der oben genannten Betriebstemperatur nicht vermieden werden können.
Da weiterhin für die Elektrolyse Strom hoher Intensität erforderlich ist, bildet sich außerhalb der Zelle Ozon, das eine hoch reaktionsfähige Substanz ist. Unter den die elektrolytische Zelle darstellenden Materialien ist das den Dekkel der Zelle bildende Material in größerem Ausmaß beansprucht. Ein anderes in großem Ausmaß beanspruchtes Material ist das Material, welches die Anoden in der Zelle darstellt.
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/ ■
Pur die Anoden der Zelle ist das Problem hohen Widerstandes gegen Abnutzung bereits gelöst durch Verwendung von Titan für.die Bildung der Anoden. Auf diese Weise beträgt die Lebensdauer der Anoden von neueren elektrolytischen Zellen etwa vier Jahre.
Die Erhöhung der Lebensdauer der Anoden der elektrolytischen Zellen hat viel deutlicher die begrenzte Lebensdauer der Deckel.der Zellen gezeigt. Tatsächlich haben bekannte Deckel von elektrolytischen Zellen, die aus elastomerem Material gebildet sind, gegenwärtig eine Lebensdauer von etwa einem Jahr.
Die Deckel sind schweren Betriebsbedingungen unterworfen, wobei sie auch mechanischen Beanspruchungen unterworfen sind, abgesehen davon, daß sie an ihrer zur Innenseite der Zelle gerichteten Fläche einer itzwirkung durch das sich bildende Chlor, und an ihrer zur Außenseite der Zelle gerichteten Fläche einer Itzwirkung durch Ozon unterworfen sind
Das Vorhandensein der genannten mechanischen Beanspruchungen der Deckel der elektrolytischen Zellen ergibt sich aus der Tatsache, daß es erforderlich ist, die Innenseite der Zelle mit Bezug auf die äußere Umgebung unter Unterdruck zu setzen, so daß im Fall der Bildung von Rissen in dem Deckel das Chlor bzw. das Chlorgas nicht entweicht. Bekanntlich ist Chlor ein hochgiftiges Gas.
Dieser Unterdruck in den Zellen führt dazu, daß der Deckel mechanischen Beanspruchungen unterworfen wird, die das Bestreben haben, den Deckel nach innen zu biegen.
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Die kombinierte Wirkung des chemischen Ätzens durch Chlor und durch Ozon und der mechanischen Beanspruchungen und der hohen Betriebstemperatur der Zellen stellt den Grund dar, der zu einer nicht zufriedenstellenden Lebensdauer der bekannten Deckel führt.
Neben den vorgenannten Nachteilen ist auch noch der nachstehend beschriebene Nachteil vorhanden: Chlor bzw. Chlorgas hat eine solche chemische Itzwirkung auf das elastomere Material, daß organische Substanzen erzeugt werden, die an der zur Innenseite der Zelle gerichteten Pläche des Deckels zur Bildung einer sehr brüchigen oder spröden Schicht führen, wobei zufolge dieser Brüchigkeit oder Sprödigkeit diese Lage oder Schicht zerbröckelt und die organischen Substanzen die wäßrige Lösung aus Natriumchlorid verunreinigen.
Ein anderer Nachteil bekannter Deckel besteht darin, daß zufolge des Vorhandenseins der oben genannten mechanischen Beanspruchungen sich eine permanente Verformung ergibt mit einer sich daraus ergebenden Verkleinerung des Raumes, der für die Abgabe von Chlor erforderlich is,t, und daher einer Verringerung der Wirksamkeit der elektrolytischen Zelle·
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die Nachteile der bekannten Deckel für elektrolytische Zellen, und insbesondere für elektrolytische Zellen zum Erzeugen von Chlor, zu überwinden und einen Deckel zu schaffen, der eine Nutzlebensdauer hat, die wenigstens gleich der Nutzlebensdauer von Titanelektroden ist, die gegenwärtig als Anoden verwendet werden, wobei außerdem keine organischen Substanzen erzeugt werden, die in der Lage sind, die Natriumchloridlösung zu verunreinigen, und wobei der Deckel keine permanenten Verformungen erfährt, so daß die Verringerung der Wirksamkeit der elektrolytischen Zelle vermieden ist.
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Gegenstand der Erfindung ist ein Deckel für elektrolyti-SCQe Zellen zur Erzeugung von Chlor. Gemäß der Erfindung ist ein solcher Deckel dadurch gekennzeichnet, daß er eine Platte aus elastomerem Material besitzt, in welche ein gegen Zugbeanspruchung widerstandsfähiges Gebilde eingebettet ist, und daß die zur Innenseite der Zelle gewandte Fläche der Platte mit einer Lage oder Schicht aus biegsamem Material überzogen ist, welches von Chlor nicht angegriffen bzw. geätzt wird.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
Fig. Λ ist eine schematische seitliche Schnittansicht einer elektrolytischen Zelle zum Erzeugen von Chlor mit einem Deckel gemäß der Erfindung.
Fig. 2 ist eine in vergrößertem Maßstab gehaltene schäubildliche Teilansicht eines Deckels gemäß der Erfindung, wobei gewisse Teile weggebrochen sind, um die Struktur bzw. den Aufbau des Deckels deutlicher zu zeigen.
Fig. 1 zeigt schematisch und in seitlicher Schnittansicht eine elektrolytische Zelle zum Erzeugen von Chlor mit einem Deckel gemäß der Erfindung.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, weist die Zelle ein Gefäß 1 auf, welches an seinem Boden mit einer Lage 2 aus Quecksilber versehen ist, welches die Kathode der Zelle darstellt. Eine wäßrige Natriumchloridlösung 5 befindet sich über der Quecksilberlage 2. Das Gefäß 1 ist mittels eines Deckels 4 geschlossen, dessen Aufbau oder Ausführung in Fig. 2 darge-
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stellt ist und der nachstehend im einzelnen "beschrieben wird. Der Deckel 4 ist mit einer öffnung 5 versehen, durch welche hindurch ein Titankörper 6 sich erstreckt, dessen eines Ende in die Lösung 3 eintaucht. Der Titankörper 6 stellt die Anode der Zelle dar, und er ist mit nicht dargestellten Mitteln versehen, mit denen es möglich ist, den Titankörper 6 weiter in das Gefäß 1 hineinzubewegen.
Nahe dem Gefäß 1 befindet sich ein Disamalgamator, der schematisch als ein Gefäß 7 dargestellt ist, welches sich mit dem Gefäß 1 über eine öffnung 8 in Verbindung befindet, die in der die beiden Gefäße 1, 7 trennenden Wand gebildet ist.
In dem Gefäß 7 befinden sich Quecksilber und Wasser, die an einer katalytischen Masse (nicht dargestellt) in Berührung miteinander stehen. Während des Betriebes der elektrolytischen Zelle findet folgendes statt:
Das in der Lösung 3 enthaltene Natriumchlorid wird aufgelöst, und rund um den Körper 6 entwickelt sich Chlor bzw. Chlor gas, welches den Raum 9 zwischen dem Deckel 4 und der freien Oberfläche der Lösung 3 füllt.
In dem Raum 9 vorhandenes Chlorgas wird über einen Kanal 10 mittels einer nicht dargestellten Pumpe kontinuierlich entfernt, wobei mittels der Pumpe in dem Saum 9 ein Unterdruck erzeugt wird, durch dessen Vorhandensein der Deckel 4 mechanischen Beanspruchungen unterworfen wird, die das Bestreben haben, ihn in Richtung zum Inneren der Zelle zu verformen.
Während die oben beschriebenen Erscheinungen stattfinden oder auftreten, wandert Natrium in Richtung gegen die Quecksilberlage 2 und bildet mit dem Quecksilber ein Amalgam.
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Das Amalgam gelangt durch die öffnung 8, die in der die Gefäße 1 und 7 trennenden Wand gebildet ist, hindurch in das Gefäß 7» wo Berührung zwischen dem Amalgam und Wasser stattfindet. Das mit dem Wasser in Berührung gelangende Quecksilberamalgam reagiert mit dem Wasser, und zwar unter Bildung von Natriumhydroxid, wobei Quecksilber freigegeben und Wasserstoff gebildet wird.
Das während dieser Reaktion oder Umsetzung freigegebene Quecksilber wird mittels einer Pumpe 12 in das Gefäß 1 zurückgeführt.
Der Wasserstoff wird durch einen Kanal 13 hindurch entfernt, während die Natriumhydroxidlösung über einen Kanal 14 aus dem Gefäß 7 weggeführt wird.
Wie zuvor ausgeführt, ist das Gefäß 1 der elektrolytischen Zelle durch den Deckel 4 verschlossen.
Gemäß dem allgemeinsten Lösungsgedanken hinsichtlich der Ausführung des Deckels 4 gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt der Deckel 4 eine Platte aus elastomerem Material, in welche ein gegen Zugbeanspruchung widerstandsfähiges Gebilde eingebettet ist, wobei außerdem die zum Inneren der Zelle gerichtete Pläche der Platte mit einer Lage aus biegsamem Material überzogen ist, welches durch Chlor oder Chlorgas nicht angegriffen oder geätzt wird.
lig. 2 zeigt eine besondere Ausführungsform eines Deckels 4 für eine elektrolytische Zelle gemäß der Erfindung im Eahmen des oben erläuterten allgemeinsten Lösungsgedankens.
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Der Aufbau "bzw. die Ausführung des Deckels 4 gemäß Pig. 2 ist wie folgt, wenn bei der Beschreibung an der nach außen gewandten Fläche begonnen und in Richtung gegen die zum Inneren der Zelle gewandte Fläche fortgefahren wird.
Zunächst weist der Deckel 4 außen eine Lage 15 auf, die aus einer Masse eines elastomeren Materials gebildet ist, welches gegenüber der chemischen Wirkung von Ozon beständig ist, und insbesondere gegenüber der chemischen Wirkung von Ozon bei hoher Temperatur und auch gegenüber der chemischen Wirkung beständig ist, die sich lediglich aufgrund hoher Temperatur ergibt.
Unter der Lage 15 befindet sich ein gegen Zugbeanspruchung widerstandsfähiges Gebilde 16, welches aus einem Maschenstoff oder einem Viereckstoff oder Quadratstoff gebildet ist, dessen Material aus Glasfasern, Polyamid, Polyester oder dgl. besteht.
Wenn für die Bildung des gegen Zugbeanspruchung widerstandsfähigen Gebildes 16 Polyamid oder Polyester verwendet wird, ist eine Behandlung dieser Materialien vorgesehen mit Lösungen, die es ermöglichen, eine Haftung dieser Materilien an dem elastomeren Material zu verwirklichen, wobei bevorzugt Lösungen aus synthetischen Latices verwendet werden, die Isocyanate oder Phenolharze enthalten.
Unter dem gegen Zugbeanspruchung widerstandsfähigen Gebilde 16 befindet sich eine Lage 17 aus einer Masse eines elastomeren Materials auf der Basis von mit Bleioxid vulkanisiertem Chloropren.
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Schließlich befindet sich unter der Lage 17 eine Lage 18, die gegenüber der Wirkung von Chlor chemisch inert ist und insbesondere gegenüber der Wirkung von in Gegenwart von Feuchtigkeit im Bildungszustand vorliegendem Chlor (status nascendi). Die Lage 18 besteht aus Polytetrafluoräthylen.
Aus Untersuchungen mit Deckeln gemäß der Erfindung ist die Ereknntnis gewonnen worden, daß, obwohl die Ergebnisse unabhängig von der Dicke der zuvor beschriebenen Lagen zufriedenstellend sind, beste Ergebnisse mit Bezug auf die Lebensdauer des Deckels 4- erhalten wurden mit den nachstehend angegebenen Werten für die Dicke der Lagen und mit den nachstehend angegebenen chemisch-physikalischen Eigenschaften der Lagen selbst.
Es ist jedoch zu verstehen, daß die nachstehenden Angaben keine Begrenzung der Erfindung darstellen.
Die Eigenschaften der Lage 15 des Deckels 4-, d.h. zur Außenseite der Zelle gerichteten Lage, mit denen die besten Ergebnisse erzielt wurden, sind wie folgt: Eine Dicke von 1,5 bis 2 mm; eine Härte zwischen 60 und 70° Shore A. Hinsichtlich des die Lage 15 bildenden Materials wurden beste Ergebnisse erhalten bei Verwendung einer Masse auf der Basis von Butyl oder Chlorbutyl und Polyäthylenpropylen.
•Wenn für. die Bildung der Lage 15 eine Masse auf der Basis von Chlorbutyl verwendet wird, ist die Masse wie folgt:
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Chlorbutyl 100 Gewichtsteile
Vulkanisiermittel 6 "
Zinkoxid 5 "
Antioxidierungsmittel 2 "
Plastifizierungsmittel 10 "
Ruß 30 n
Mineralfüllstoffe 20 "
Diese Masse aus elastomerem Material hat an physikalischen Eigenschaften eine Härte von 70° Shore A, eine Zugfestigkeit von höher als 100 kg/cm und eine Bruchdehnung von höher als 300 %.
Die Eigenschaften, die anhand von Untersuchungen als die besten erkannt wurden hinsichtlich des Erx*eichens einer langen Lebensdauer eines Deckels gemäß der Erfindung, und zwar hinsichtlich des gegen Zugbeanspruchung widerstandsfähigen Gebildes 16, welches, wie bereits gesagt, ein Maschenstoff oder ein Viereckstoff (square fabric) ist, sind wie folgt: Eine Zugfestigkeit von höher als 125 bis 250 kg/5 cm, eine Bruchdehnung von nicht höher als 3 %t wenn Glasfasern verwendet werden, und von 20 % bei Verwendung von Polyamid bei einem Stoffgewicht zwischen 140 und 180 g/m .
Die Eigenschaften der Lage 17 des Deckels 4 d.h. der unmittelbar unter dem gegen Zugbeanspruchung widerstandsfähigen Gebilde 16 liegenden Lage 17, bei denen beste Ergebnisse hinsichtlich der Lebensdauer des Deckels 4 erzielt wurden, wurden erhalten mit einer Lage auf der Basis von Neopren, welches mit Bleioxid vulkanisiert wurde, und mit einer Lagendicke von etwa 2 mm und einer Härte zwischen 60 und 80° Shore A.
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Eine für die Bildung der Lage 17 geeignete Masse hat die folgende Zusammensetzung:
Chloropren 100 Gewichtsteile
Vulkanisiermittel 22 "
Antioxidierungsmittel 2 "
Plastifizierungsmittel 1Ό "
- Mineralfüllstoff 40 "
Die physikalischen Eigenschaften dieser Masse aus elastomerem Material sind wie folgt: Härte 65° Shore A, Zugfestigkeit 130 kg/cm , und Bruchdehnung höher als 500 %.
Die Lage 18, d.h. die Lage, welche die zur Innenseite der Zelle gerichtete Fläche des Deckels 4 "bildet, ist aus Polytetrafluorethylen gebildet, und sie hat eine Dicke zwischen 0,10 und 0,20 mm. Die Lage 18 ist weiterhin mit der Lage 1? mittels einer an sich bekannten Haftlösung verbunden, um eine Haftung zwischen dem Polytetrafluorätbylen und dem elastomeren Material hervorzurufen.
Wie zuvor ausgeführt, ist es durch Verwendung eines Deckels 4 gemäß der Erfindung möglich, die Nutzlebensdauer des Dekkels auf eine Dauer zu erstrecken, die wenigstens gleich der Kutzlebensdauer der Titananoden ist. Weiterhin ist die Bildung von organischen Substanzen vermieden, welche die elektrolytische Lösung verunreinigen können. Außerdem sind auch praktisch permanente Verformungen des Deckels 4- vermieden, woraus es sich ergibt, daß bei Verwendung eines Deckels 4-gemäß der Erfindung sich keine Verringerung der Wirksamkeit der elektrolytischen Zelle ergibt.
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-γτ-
Eine Erläuterung der .Art und Weise^ in welcher die obengenannten Vorteile bei Verwendung eines Deckels 4 gemäß der Erfindung erhalten werden, kann aus nachfolgenden Gesichtspunkten abgeleitet werden:
Durch das Vorhandensein einer dünnen Lage 18 aus Polytetrafluorethylen an der zum Inneren der Zelle gewandten Fläche des Deckels 4 wird verhindert, daß Chlor oder Chlorgas mit dem elastomeren Material des Deckels 4 reagieren kann, so daß Korrosionen in dem elastomeren Material verhindert sind.
sind, selbst wenn aus irgendeinem Grunde Chlor oder Chlorgas in Berührung mit dem elastomeren Material des Deckels 4 gelangen sollte, und insbesondere mit der Lage 17» die unmittelbar über der Lage 18 aus Polytetrafluoräthylen liegt, die Eeaktionen zwischen dem Chlor und dem elastomeren Material derart, daß keine chlorinierten zerbrechlichen organischen Substanzen gebildet werden, d.h. daß keine Substanzen gebildet werden, die zufolge des Vorhandenseins von Bleioxid als Vulkanisiermittel leicht zerbröckeln wurden.
Durch das Vorhandensein der Lage 18 aus Polytetrafluoräthylen, welche die zum Inneren der Zelle gerichtete Fläche des Deckels 4 vollständig überdeckt, wird verhindert, daß eventuell gebildete chlorinierte Substanzen in die Zelle fallen und die zuvor genannten Verunreinigungen bewirken können.
Schließlich ist es durch die Kombination, die vorhanden ist zufolge des Vorhandenseins der Lage 18 aus Polytetrafluoräthylen und des widerstandsfähigen Gebildes 16, welches aus einem Maschenstoff oder Maschenmaterial oder aus einem Band aus biegsamem und ündehribarem Material gebildet ist, wobei
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die Lage 18 und das widerstandsfähige Gebilde 16 in einem gewissen Abstand voneinander angeordnet sind, ermöglicht, eine Doppellage zu bilden, die es in Zuordnung zu den sehr guten Eigenschaften des mechanischen Widerstandes des PoIy tetrafluoräthylens bei hohen Temperaturen ermöglicht, den Widerstand gegen mechanisches Biegen des Deckels 4- zu verbessern, so daß die Gefahr verringert ist, daß der Deckel 4 permanent verformt wird.
Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Änderungen möglich.
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    Deckal für eine elektrolytische Zelle zum Erzeugen von Chlor, dadurch gekennzeichnet;, daß der Deckel eine Platte aus elastomer em Material auf v/eist, in die ein gegen Zugbeanspruchung widerstandsfähiges Gebilde (16) eingebettet ist, und daß die zur Innenseite der Zelle gewandte Fläche der Platte mit einer Lage (18) aus biegsamem Material überzogen ist. welches durch Chlor nicht angegriffen bzw. geätzt werden kann.
    2. Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage (18) aus biegsamem Material, die durch Chlor nicht angegriffen oder geätzt werden kann, aus Polytetraflouräthylen gebildet is*-.
    Deckel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage (18) aus biegsamem Material, welches durch Chlor nicht angegriffen bzw. nicht geatzt werden kann, eine Dicke zwischen 0,1 und Ü,2 mm hat.
    Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis ■}, dadurch gekenn zeichnet, daß zwischen der Lage {')·>) 'am b i a|':;niiieiii Matt; rial, welches durch Chlor nicht arifv-r;.· ι f'.:"t-i. b.'.w. nJcnl· geätzt werden kann, und der Pl?: IU; ■ 1;<, lV; ;..*.; claa'<.■.>■ nierem Material, in welcher ein t>: ■ >:«;! /it.;· : :<.; : w/iiuru, Widerstands!" ähigoG Got/ilde ("Io j euu ■ ■■ it.. ί ; · t., .-iriiJchicht aus Ki ijb(.i.'i tür i <■ 1 anf-Λ .>r>ii. ι ;..:..
    BAD ORrQINAL
    5. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 4-, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte aus elastomerem Material, in welcher das gegen Zugbeanspruchung widerstandsfähige Gebilda (16) eingebettet ist, einen Schichtkörper aus zwei übereinanderliegenden Lagen (17, 15) aufweist, die sicher miteinander verbunden sind, diejenige Lage (15), die an der zur Außenseite der Zelle gerichteten Fläche angeordnet ist, aus einer Masse aus elastomerem Material besteht, das gegenüber V/ärme und Ozon beständig ist, und daß die Lage (17),die sich in Berührung mit der Lage (18) aus dem gegenüber Chlor beständigen Material in Berührung befindet und die zur Innenseite der Zelle gewandte Pläche abdeckt, aus einer Hasse besteht auf der Basis von Neopren, das mit Bleioxid vulkanisiert ist.
    6. Deckel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das gegen Zugbeanspruchung widerstandsfähige Gebilde (16) zwischen der Lage (15) aus elastomerem Material, welches gegenüber V/ärme und Ozon beständig ist, und der Lage (17) angeordnet is&, die aus einer Masse besteht auf der Basis von Chloropren, das mit Bleioxid vulkanisiert ist.
    7. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daC das gegen. Zugbeanspruchung widerstandsfähige Gf-bildö M6i ein Haschenmaterial aus Glasfasern ist*
    ti * Ij oü Ir.-.-.ι itiifii ■;··£.-:.; :itt' Aiispi'uJ-ht; 1 bis c, dadurch geli^ia^-
    hlrt- C1-: ί:'ί-· ·■._.-, U- ;L^r:vi';:i'achci.;.;,r- ; !--·.- ein 7:.--;/-
    BAD
    9- Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das gegen Zugbeanspruchung widerstandsfähige Gebilde (16) ein Viereckstoff (square fabric) aus Polyester ist, der mit einer Kleblösung oder Haftlösung behandelt ist.
    10. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das gegen Zugbeanspruchung widerstandsfähi ge Gebilde (16) aus einem Band aus biegsamem und undehnbarem Material besteht.
    11. Deckel nach einem der Anrsprüche 1 bis 10, dadurch gekenn zeichnet, daß die zur Außenseite gerichtete Fläche (15) der Deckelplatte aus einer Masse auf der Basis von Butyl oder Chlorbutyl und Polyäthylenpropylen gebildet ist.
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    C OAQ
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