DE300367C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F28—HEAT EXCHANGE IN GENERAL
- F28G—CLEANING OF INTERNAL OR EXTERNAL SURFACES OF HEAT-EXCHANGE OR HEAT-TRANSFER CONDUITS, e.g. WATER TUBES OR BOILERS
- F28G9/00—Cleaning by flushing or washing, e.g. with chemical solvents
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Heat-Exchange Devices With Radiators And Conduit Assemblies (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das' Patent 262785 hat ein Verfahren zum Reinigen der Kühlrohre von Oberflächenkondensatoren
u. dgl. zum Gegenstande und besteht darin, daß die Geschwin-
digkeit des Wassers zeitweilig erhöht wird. Dieses kann dadurch geschehen, daß man entweder die Wassermenge vorübergehend vergrößert
-oder den Kühlrohrquerschnitt ver-. kleinert. Diese letztere Maßnahme dürfte in
der Praxis die wichtigere sein und die Mittel, welche das Hauptpatent hierfür angibt,, sollen
darin bestehen, daß ein Teil der Kühlrohre für den Durchfluß des Kühlwassers gesperrt
wird, so daß das gleichbleibende Quantum auf den anderen Rohrteil beschränkt ist und
dadurch eine entsprechend höhere Geschwindigkeit annehmen muß. Diese Abtrennung
der Rohre vom Kühlwasser1 soll durch Abdeckplatten
oder Jalousieklappen erfolgen.
ao Das Verfahren ist bei Kondensatoren mit geteilten Wasserkammern bereits weiter ausgebildet
worden, indem durch wechselweises Öffnen und- Schließen . der Kühlwasseranschlüsse in dem einen Teil des Kondensators
eine Geschwindigkeitssteigerung des Kühlstromes zu einer Spülwirkung herbeigeführt'
wird. Bei der Einrichtung hierfür werden in dem Kondensator drei parallel zueinander geführte
Wasserströme gebildet, die sich erst in der Ausgußkammer vereinigen. Hierbei ist
aber der Nachteil aufgetreten, daß bei der
Spülung jedes einzelnen parallelen Wasser-
weges in seiner ganzen Länge oder Hohe der Leitungswiderstand in solchem Maße wächst,
daß die quantitative Leistung der Zeritfifugalpumpe
ganz wesentlich zurückgeht. 'Es soll deshalb im wesentlichen zu den Maßnali-,
men des Hauptpatentes- zurückgekehrt: werden, indem je ein horizontaler Wasserweg
nach dem anderen in seinen einzelnen Abteilungen gespült wird, aber die vielen Abdeckplatten sollen nach Möglichkeit beseitigt
werden. . ■ ■ ■
Diese Aufgabe löst die Erfindung in der
Weise, daß z.B. bei Kondensatoren mit drei horizontalen Wasserwegen der erste Wasserweg wiederum· durch Teilung des Kühlstromes außerhalb des Kondensators iff.
mehrere absperrbare Leitungen^ und durclf Teilung der Eintrittskammer durch vertikale :5°
Trennwände: analog den Leitungen in Abteilungen zerlegt wird. Bei Dreiteilung kann
durch Absperren von zwei' Anschlüssen fast das ganze Wasserquantum durch den dritten
Anschluß mit fast dreifacher Geschwindigkeit gedrückt werden. Indem man dieses Ab=-.:
sperren wechselt, wird . der ganze untere';'■■
Wasserweg mit genügender Geschwindigkeit
gespült; Die Wasserströme vereinigen sich wieder in der hinteren Kammer, die keine
Unterteilung aufweist. Der Kühlstrom würde
den zweiten Wasserweg ungehindert pasv sieren können, wenn nicht an der Vorderseite
Abdeckplatten angeordnet wären, die den aus-
/2. Auflage, ausgegeben am si. August igig.)
tretenden Wasserstrom je nach Belieben abdrosseln. Indem der zweite Wasserweg durch
die Abdeckplatten der · Strömungsrichtung entgegen in einem gewünschten Bruchteil
sich abdecken läßt, ist der Kühlstrom gezwungen, wiederum nur einen Teil der Rohre mit
x-facher Geschwindigkeit zu durchströmen, welcher nicht abgedeckt ist. Hat man den
zweiten Wasserweg mit Hilfe der Abdeckplatten gespült, so vereinigt sich das gesamte ■■
Wässer wiederum in der vorderen oberen Kammer und.erfährt für den dritten horizontalen
Wasserweg seine Unterteilung in der Austrittskammer, indem dort statt eines ge-
*5 meinsamen Austrittsrohres wiederum die
Dreiteilung eingeführt ist mit analoger Teilung der dazu gehörigen Kammer durch
Zwischenwände. Laßt man das Wasser nur durch eine. Leitung austreten, so kann auch
ao nur das in diese Kammer mündende Rohrbündel durchströmt werden und muß deshalb
ein vielfaches der normalen Geschwindigkeit annehmen. Durch die senkrechten Teilungswände werden in der Gruppierung der Kon-
s5 densatorrohre Gassen für den Dampf geschaffen,
indem an den äußeren. Rohrböden für die Auflagerung der Trenriungsw'ände
, analoge Gassen 'gebildet werden müssen.
Der Erfindungsgedanke läßt sich dahin zusammenfassen,
daß die Spülung der einzelnen Wasserwege nacheinander in der Weise ermöglicht ist, daß der Wasserstrom absperrbar
beim Ein- und Austritt mehrfach geteilt wird und die Teilung sich analog in die betreffende
Kammer fortsetzt, daß dagegen die zwischenliegenden Wasserwege durch Abdeckplatten,
welche auch gemäß dem Hauptpatent durch 'Jalousieklappen ersetzt sein
können, abgedeckt werden, und daß durch diese Kombination ermöglicht wird, daß der
Kühlwasserstrom .sich hinter jedem horizontalen Wasserweg wieder vereinigen kann.
Gemäß einer besonderen Ausführung der Erfindung werden die Abdeckplatten durch
Gitter- oder Rostschieber ersetzt. In der ■dritten, durch senkrechte Wände unterteilten
Kammer wird eine horizontale Scheidewand mit rostartigen Durchbrechungen angeordnet.
Auf diesen Rostgruppen bewegen sich Gegenroste, welche. von' außen durch ein Handrad
gesteuert werden. Die Rostgitter bilden zweckmäßig in ihrem Querschnitt Dreiecke
oder sind in der der Wasserströmung entgegengesetzten Richtung zugespitzt, um eine
Stauung des Wasserstromes nach Möglichkeit zu vermeiden. Dadurch, daß die Roststäbe
oder -gitter der einzelnen Gruppen aufeinanderliegen und hin und her bewegt werden
können, bilden dieselben gewissermaßen auch Scheren, durch welche etwaige Ansätze,
wie Faserstoffe usw. zerschnitten werden, was für die dauernde Reinhaltung von Bedeutung
ist.
In der Zeichnung ist beispielsweise der Erfindungsgedanke
dargestellt, und"1 zwar stellt
: Fig. ι bis 5 die Schnitte eines Kondensators dar, bei welchem der eine Austrittswasserstrom
geteilt, und der mittlere Weg durch Abdeckplatten gedrosselt werden kann, , Fig. 6 bis 10 die gleichen Schnitte des
Kondensators, jedoch statt mit drei mit vier Wasserwegen, und zwar sind die mittleren
Wasserwege durch Gitterschieber teilweise abdeckbar.
Fig. 11 stellt einen Gitterschieber in etwas größerem Maßstabe dar.
Der Kühlstrom tritt durch die Anschlüsse a, O1, a2 in die zugehörigen vorderen
Kammern ein und vereinigt sich wieder in der hinteren Kammer b (Fig. 2). Wenn nun
die Anschlüsse α und ax abgesperrt werden, so
ist der Kühlwasserstrom gezwungen, in seiner Menge durch den Anschluß a2 in die zugehörige
Kammer zu treten und das zugehörige Rohrbündel zu durchströmen. Dies
kann er nur bei fast dreifacher Geschwindigkeit, wodurch die im Rohrinnern angesetzte
Schiammschicht mit losgerissen wird. Die anderen Kammern werden durch abwechselnde
Sperrung in gleicher Weise gespült. Ist der untere Wasserweg rein, so werden
alle drei Anschlüsse voll wieder geöffnet und das Wasser kann ohne Widerstand den ganzen unteren Kondensatorweg benutzen, um in
der hinteren Kammer sich nach oben umzuwenden und den mittleren Wasserweg zu
durchströmen. Dieses wird in.normalem Zustande erfolgen. Soll dagegen gespült werden,
so werden zwei Abdeckplatten, z. B. c, Cx gegen die Rohrwand gedrückt, wodurch
2/3 des Wasserweges abgesperrt werden, so
daß der Wasser strom nur noch die zur Abdeckpaltte C2 gehörigen Rohre durchströmen
kann, weil die letztere in geöffneter Stellung sich befindet. Durch wechselweises Schließen
und öffnen der Schieber kann also auch der mittlere Wasserweg mit mehrfacher
Wassergeschwindigkeit gespült werden.
Der obere Wasserweg, welcher in der Kammer d beginnt, wird nun in der gleichen
Weise gespült wie der untere, nur mit dem Unterschiede, daß das Wasser nicht" an der
Eintritts- sondern an der Austrittsseite seine Unterteilung erfährt, indem die Kammer e
durch die Wände /, fx in drei Kammern unterteilt
ist,■- die wieder je einen gesonderten Austrittsstutzen g, gv g2 besitzen. Durch
wechselweise Absperrung dieser Austrittsstutzen kann das Wasser aus der Kammer d
nur immer α/3 der Rohre des gesamten Wasserweges
benutzen und durch das wiederholte öffnen und Schließen der Absperrorgane ent-
stehen Wasserstöße, welche auch stark anhaftenden Schmutz von -den Rohrwandungen
losreißen.
Bei der Anordnung nach Fig. 6 bis io ist
das Spülen grundsätzlich dasselbe, nur daß hier beispielsweise vier Wasserwege dargestellt
sind, so daß der Ein- und Austrittsstutzen an demselben Deckel liegt, sowie daß
die mittleren Wasserwege statt durch Abdeckplatten durch Rost- öder Gitterschieber
.gesteuert werden, indem besondere Trennwände h, H1 eingegossen sind, die durch Rostschieber
i, I1 abgesperrt werden können. Diese
Rost- oder Gitter schieber lassen sich auch bei den Ein- und Austrittswasserwegen benutzen,
als auch in. Kombination mit Abdeckplatten
oder Jalousieabdecküngen. Diese Kombinationen werden jedoch für weniger vorteilhaft erachtet.
Diese Gitterschieber sind im einzelnen dargestellt in Fig. 11. Die Trennungswand h ist
rostartig durchbrochen und. besitzt Führungen, in welchen sich ein Rostschieber i um die
Breite einer Rostrippe durch ein äußeres Handrad bewegen läßt. Die Rostrippen haben zweckmäßig dreieckige Form, und
zwar sowohl die beweglichen, als auch die
festen, um den -Wasserein- und -austritt zu
erleichtern.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Spülen von Oberflächenkondensatoren
nach dem Verfahren des Patents 262785, dadurch gekennzeichnet,
daß der .erste und der letzte wagerechte Wässerweg im Kondensator durch
parallel der Stromrichtung laufende Trennungswände in mehrere, mittels gesonderter
Zu- und Ableitungsrohre absperrbare Wasserwege geteilt werden, während die Kühlrohre etwa zwischenliegender Wasserwege
durch Abdeckplatten oder Jalousieklappen gruppenweise' abdeckbar gemacht
werden, beides'derart, daß die Teilströme sich hinter jedem Wasserweg in
den Wasserkammern wieder ' vereinigen können. '
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Teilungswänden der mittleren Wässerkammern Gitterschieber eingesetzt sind, die ein gruppenweises Abschließen
der Kühlrohre ermöglichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE262785T | 1912-11-26 | ||
| DE300367T | 1915-04-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE300367C true DE300367C (de) | 1917-09-08 |
Family
ID=554361
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1915300367D Expired DE300367C (de) | 1912-11-26 | 1915-04-13 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE300367C (de) |
-
1915
- 1915-04-13 DE DE1915300367D patent/DE300367C/de not_active Expired
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