DE29980C - Verfahren und Maschine zum Aufziehen von Fournieren und anderen dünnen Stofflagen - Google Patents
Verfahren und Maschine zum Aufziehen von Fournieren und anderen dünnen StofflagenInfo
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- DE29980C DE29980C DENDAT29980D DE29980DA DE29980C DE 29980 C DE29980 C DE 29980C DE NDAT29980 D DENDAT29980 D DE NDAT29980D DE 29980D A DE29980D A DE 29980DA DE 29980 C DE29980 C DE 29980C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27D—WORKING VENEER OR PLYWOOD
- B27D3/00—Veneer presses; Press plates; Plywood presses
- B27D3/04—Veneer presses; Press plates; Plywood presses with endless arrangement of moving press plates, belts, or the like
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Forests & Forestry (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das zur Zeit übliche Verfahren, Fourniere oder dünne Lagen von Pappe, Zeug u. s. w.
auf ähnliches Material aufzuziehen, besteht darin, das Fournier oder dessen Aequivalente mit
einem Instrumente mittelst Handarbeit anzupressen oder in einer Presse längere Zeit hindurch
einem gewissen Drucke auszusetzen.
Beide Verfahren nehmen eine längere Zeit in Anspruch und bieten trotzdem noch keine
Garantie für eine tadellose Ausführung, da bei den ersteren stets an den Stellen wieder Blasen
entstehen, welche der Arbeiter kurz zuvor bearbeitet hat und bei dem letzteren ein völlig
gleichmäfsiger Druck über die ganze zu überziehende Fläche nicht stattfinden kann, so dafs
nicht selten das Fabrikat nicht zu gebrauchen ist und einer wiederholten Pressung ausgesetzt
werden mufs. Diesen Arbeits- und Zeitverlust soll dieser Apparat beseitigen. Der
Hergang des Aufziehens ist der, dafs das Fournier sammt der zu fournierenden Holzplatte
durch Walzen läuft und schliefslich durch eine Kette von Druckdaumen an jeder einzelnen
Stelle niedergeprefst wird.
Im wesentlichen besteht der Apparat aus zwei, drei oder mehreren Walzen abc, welche
in seitlich an dem Untergestell angebrachten beweglichen Lagern C C liegen, und einer durch
eine Zahnstange in Verbindung mit Zahnrad unter den Walzen durchzuführenden Platte D.
Fig. ι stellt einen Schnitt längs der Platte D,
Fig. 2 a einen solchen längs der Walzen, Fig. 2b eine Ansicht von hinten und Fig. 3 eine solche
auf das Lager der Walzen dar.
Auf der Antriebswelle m sitzt das Zahnrad n,
welches in die mit den Platten D zusammenhängende Zahnstange 0 eingreift und auf diese
Weise die Platte D unter den Walzen hindurchbewegt. Der Platte D zur Führung dienen die
an ihr angebrachten winkelartigen Vorsprünge /, an; welchen eine Prismastange r veränderlich befestigt
werden kann, um die Führung der Platte D je nach Bedarf noch verlängern zu
können.
An den beiden Seiten des Untergestelles sind die Böcke A A angeschraubt, welche die beweglichen
Lager CCC der Walzen tragen. An den in Coulissenführung beweglichen und durch
die Spiralfedern S herabgedrückten Lagern sind Nasen ν ν ν angebracht, unter welche die Querbalken
w w greifen, so dafs die Lager und infolge dessen die Walzen selbst die auf- und
abgehende Bewegung der Querbalken w w theilen. Die Querbalken w w selbst hängen
durch die Zugstangen // mit den bei FF drehbaren
Hebeln KK zusammen und können vermittelst des Hebels O auf- und abbewegt werden.
Der Hebel O ist in Fig. 4 im Detail abgebildet und besteht, aus einem mit Spiralfeder
und am Ende mit schiefer Fläche versehenen Bolzen x, welcher durch die Feder y und den
mit schiefer Fläche versehenen Arm ζ in die Zahnlücke des Kreissegmentes L, Fig. ■ 1, gedrückt
wird und so die den Walzen einmal gegebene Stellung erhält. Sollen die Walzen
abc nach Bedarf gehoben werden, so drückt man die beiden Arme «', Fig. 4, des Hebels O
zusammen, wodurch der Bolzen χ aus den Zahnlücken des Kreissegmentes L (s. Fig. 1) heraustritt,
und bewegt den Hebel O abwärts, welcher wieder die Hebel KK herunterdrückt und
dadurch die Zugstangen // und mit denselben
die Querbalken w w und Nasen υ ν ν sammt
den Walzenlagern und Walzen hebt.
Nachdem das Fournier die Walzen passirt hat, wird es nochmals dem Drucke einer geschlossenen
Kette von Druckdaumen ausgesetzt, welche die von den Walzen etwa noch hinterlassenen
Unebenheiten und Blasen vollständig beseitigen. Zu diesem Zweck ist ein Balken J
an den Böcken A A befestigt, in welchem die Druckdaumen sitzen. Letztere bestehen aus
der nach vorn abgerundeten Platte α (s. Fig. i) mit Bolzen ß, welcher in dem Gehäuse γ sitzt
und mittelst der Spiralfeder δ auf die Platte D festgeprefst wird.
Die Walze α ist durch Gasflammen oder glühende Bolzen heizbar, deshalb hohl construirt
und mit einem hohlen Zapfen versehen. Auch die beiden anderen Walzen b c sind derart eingerichtet,
dafs die Temperatur ihres Materials nach Bedarf regulirt werden kann. Die beiden
letzteren erhalten eine niedere Temperatur, so dafs der Leim, welcher durch die Wärme der
ersteren flüssig wird, durch die niedere Temperatur der letzteren rasch auftrocknet und erhärtet.
Das Verfahren gestaltet sich nun folgendermafsen:
Das Fournier oder der aufzuziehende Stoff oder Pappe u. s. w. wird mit Leim oder einem
anderen Bindemittel bestrichen, auf das zu überziehende Brett, u. s. w. gelegt und sammt
letzterem auf der Platte Ό durch Schrauben oder Knaggen befestigt; sodann tritt die Maschine
in Thätigkeit und führt Fournier und Brett unter den Walzen und der Kette von
Druckdaumen hindurch. Die erste Walze zertheilt durch ihre Walze den Leim und preist
das Fournier an, die übrigen Walzen beseitigen die Fehler, welche durch das erste Verfahren
noch zurückgelassen sind.
Sollten sich nach diesen beiden Verfahren noch Unebenheiten zeigen, so werden diese
durch die Druckdaumen unbedingt beseitigt, da diese die einzelnen kleinen Theile der ganzen
Fläche, jeden für sich mit gleichem Drucke, bearbeiten, so dafs die geringste Unebenheit
beseitigt werden mufs.
Claims (2)
1. Ein Verfahren, Fourniere, Pappen oder Stoffe auf Bretter, Pappe und andere Stoffe aufzuziehen,
indem man dieselben, nachdem sie durch theils warme, theils kalte Prefswalzen fest auf einander geprefst sind, zur Beseitigung
jeder noch gebliebenen Unebenheit durch eine geschlossene Kette von Prefsdaumen laufen läfst, welche unabhängig von
einander auf jeden Theil der zu fournirenden Fläche einen Druck ausüben.
2. Zu dem unter i. bezeichneten Verfahren einen Apparat, bestehend aus einer oder
mehreren in beweglichen Lagern gelagerten hohlen oder massiven Walzen α b c, welche
mittelst eines Hebels je nach Bedarf auf- und niederbewegt werden können und aus
einer Kette von Druckdaumen, welche aus einer mit Bolzen versehenen Druckplatte a
bestehen und durch Spiralfedern b auf das Brett, Pappe oder andere Stoffe geprefst
werden.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29980C true DE29980C (de) |
Family
ID=306123
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT29980D Expired - Lifetime DE29980C (de) | Verfahren und Maschine zum Aufziehen von Fournieren und anderen dünnen Stofflagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29980C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4518550A (en) * | 1983-05-16 | 1985-05-21 | Makrotalo Oy | Method of manufacturing rigid frame building elements filled with hard foam plastic |
-
0
- DE DENDAT29980D patent/DE29980C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4518550A (en) * | 1983-05-16 | 1985-05-21 | Makrotalo Oy | Method of manufacturing rigid frame building elements filled with hard foam plastic |
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