DE299152C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE299152C DE299152C DENDAT299152D DE299152DA DE299152C DE 299152 C DE299152 C DE 299152C DE NDAT299152 D DENDAT299152 D DE NDAT299152D DE 299152D A DE299152D A DE 299152DA DE 299152 C DE299152 C DE 299152C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- spring
- armature
- current
- primary
- contact
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 9
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 claims description 8
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 4
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 claims description 3
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 claims 3
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims 1
- 239000000463 material Substances 0.000 claims 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 229910000639 Spring steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 238000011109 contamination Methods 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 229910000679 solder Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Electromagnets (AREA)
Description
Es sind bisher keine Vorrichtungen zur Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom
mittels elektromagnetischen Selbstunterbrechers mit federndem Anker bekannt, welche zur
Umwandlung »mittlerer Energiemengen«, d. h. Energiemengen von 3 bis 75 Watt und gleichzeitig
für eine höhere Periodenzahl des Wechselstroms, d. h. eine Periodenzahl von 500 bis
2000 Perioden in der Sekunde und darüber geeignet sind.
Es ist anderseits ein außerordentlich großes Bedürfnis, insbesondere auch für militärische
Zwecke, nach derartigen Vorrichtungen vorhanden, weil mit ihrer Hilfe leicht tragbare
Apparate geschaffen werden könnten,: durch die man auf größere Entfernungen ohne Drahtleitung
Signale geben könnte, und zwar mittels Funkentelegraphie oder Erdtelegraphie.
Bei dem Wagnerschen Hammer und dem Deprez-Unterbrecher, durch welche ein stetiger
Gleichstrom in pulsierenden Gleichstrom umgewandelt wird, sind die Periodenzahlen verhältnismäßig
niedrig. Sie liegen etwa bei 10 bis 80 in der Sekunde. Bei anderen Unterbrechern, wie z. B.
bei den Prüfsummern der drahtlosen TeIegraphie, werden zwar höhere Periodenzahlen,
z. B. von etwa 1000 in der Sekunde, erzielt. Die von diesen Summern umformbaren Energie-,
mengen betragen indes nur wenige Zehntel Watt.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Umformung von Gleichstrom in
Wechselstrom mittels elektromagnetischen Selbstunterbrechers mit federndem Anker, bei
welcher zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt werden, und zwar sollen Energiemengen von
etwa 3 bis 75 Watt und darüber umgeformt werden, und es soll eine Periodenzahl erreicht
werden, welche der Schwingungszahl eines im mittleren Hörbereich liegenden Tones entspricht,
also z. B. 1000 in der Sekunde beträgt.
Die Erfindung besteht in der gleichzeitigen Anwendung folgender, im einzelnen zum Teil
bekannter Hilfsmittel.
Die Primärspule erhält eine geringe Anzahl von Windungen, um bei der hohen Unterbrechungszahl
und der damit verbundenen kurzen Kontaktdauer starke Strommengen einführen zu können, auch wenn die Betriebsspannung des Gleichstroms verhältnismäßig
niedrig bemessen wird, z. B. nur 6 bis 12 Volt beträgt. Es wird ein Elektromagnet mit fast
völlig geschlossenem magnetischen Kreis mit nur einem schmalen Luftspalt verwandt, um
einerseits möglichst große magnetische Zugkräfte und anderseits einen guten Wirkungsgrad!
für die Umsetzung der Energie zu erzielen.
Der neue Apparat steht also hinsichtlich seines magnetischen Aufbaues im Gegensatz
zu den üblichen Induktoren, die mit einfachen geraden Eisenkernen versehen sind, bei denen
infolge der geringen Kraftliniendichte nur verhältnismäßig schwache Zugkräfte erzeugt werden
und infolge der Streuung der Kraftlinien ein hoher Wirkungsgrad nicht erreicht werden
kann. Vor dem schmalen Luftspalt in unmittelbarer Nähe der Pole des Elektromagneten
befindet sich der Anker, welcher an einer an beiden Enden eingespannten starren Feder
von sehr hoher Eigenschwingungsahl befestigt' ist. Die Eigenschwingungszahl dieser Feder
muß beträchtlich größer sein, als die gewünschte Zahl der Perioden. Diese Eigenschwingungszahl wird durch die Befestigung des Ankers
auf die gewünschte Schwingungszahl herabgesetzt. Die Verwendung der starren Feder
ίο ermöglicht einen kräftigen Druck an der Kontaktstelle,
welcher nötig ist, um den sicheren Übergang der Ströme auch bei geringen Verunreinigungen
und Verbrennungen zu gewährleisten.
Die Vereinigung der starren Feder und des schweren Ankers bietet den Vorteil, daß die
Eigenschwingung nicht. in dem Maße von äußeren Einflüssen abhängig ist, wie dies bei
sehr elastischen Federn und leichten Ankern der Fall ist. Trotzdem hat es sich als notwendig
herausgestellt, ein weiteres Mittel anzuwenden, um den stetigen Gang des Unterbrechers
sicherzustellen. Es besteht in einer Hilfsfeder, die auf der Haupt- und Ankerfeder
befestigt ist und den einen der beiden Kontakte trägt. Wenn diese Hilfsfeder nicht
vorhanden wäre, würde die gesamte Bewegungsenergie des Ankers durch Stoßwirkung jedesmal
verloren gehen, wenn bei der nach erfolgter Stromunterbrechung einsetzenden, rückläufigen
Bewegung des Ankers die Kontakte wieder zur Berührung kommen.
Die Hilfsfeder sorgt ferner dafür, daß der Gleichstrom während eines beträchtlichen Teiles
des Schwingungshubes geschlossen bleibt, so daß er trotz der hohen Unterbrechungszahl
einen beträchtlichen Wert annehmen kann.
Damit die Hilfsfeder ihre Aufgabe richtig
erfüllt, muß ihre Eigenschwingung wesentlich über der Gebrauchsschwingungszahl liegen. Im
anderen Falle würden Interferenzen mit der Schwingung der Ankerfeder oder andere
störende Schwingungserscheinungen auftreten.
Die gleiche Wirkung wie durch die Hilfsfeder wird erreicht, wenn die 'Kontaktstelle
von der Stelle des größten Schwingungshubes etwas abseits nach der Befestigungsstelle der
Ankerfedern hin verlegt wird. Auch dann bleibt der Gleichstrom während einer längeren
Zeitdauer geschlossen, und die Schwingungsenergie wird nicht jedesmal durch Stoßwirkung
vernichtet, wenn die Kontakte zur Berührung kommen.
Die auftretenden mechanischen Kräfte sind recht beträchtlich. Bei einem" Hube von nur
0,4 mm wird die Ankerfeder in der Mitte mit einer Kraft von 10 kg oder darüber beansprucht.
Eine sehr sorgfältige Verbindung aller schwingenden Teile ist unerläßlich, da der häufige
und überaus' schnelle Kraftwechsel auf ein Lockern der Teile hinwirkt. Die Hilfsfeder
und der Anker müssen aus diesem Grunde mit der Ankerfeder durch Nieten oder Hartlot
befestigt werden. Ferner muß die Ankerfeder an- ihren Enden mit den Stützpunkten
besonders fest verbunden werden, da die Hammerwirkung des Ankers sich auch auf diese Stellen, überträgt.
Wie hoch die spezifische Biegungsbeanspruchung der Anker- und Hilfsfeder ist, geht
daraus hervor, daß bei den ersten Versuchen häufig ein Zerbersten dieser Teile festgestellt
wurde. Durch reichliche Dimensionierung und Wahl des besten Federstahls wurde der Übelstand
behoben. r
Die Betriebsspannung der Gleichstromseite kann innerhalb weiter Grenzen beliebig gewählt
werden. Günstige Werte sind 6 bis 20 Volt.
Auch für den Anschluß an Starkstromnetze von 120 Volt und darüber kann der Unterbrecher
gebaut werden.
Die primäre Windungszahl soll umso größer genommen werden, je höher die Spannung ist.
Ist die Windungszahl für eine bestimmte Spannung festgestellt worden, und wünscht
man zu einer anderen überzugehen, so ist sie bei sonst gleicher Bauart des Unterbrechers
im Verhältnis, der neuen zur alten Spannung abzuändern.
Unterbrecher, die für eine niedrige Spannung, z. B. 6 Volt, gebaut sind, lassen sich mit
höheren Spannungen, z. B. 120 Volt, nicht betreiben,
und zwar auch dann nicht, wenn man den Überschuß der Spannung durch einen
Widerstand abdrosselt. Es tritt dann, welche Vorsicht man auch gebrauchen möge, Lichtbogenbildung
an der Unterbrechungsstelle auf. Ist dagegen die Windungszahl der- Spannung
richtig angepaßt, so kann die Feuererscheinung praktisch vollkommen beseitigt werden, indem
man parallel zur Kontaktstelle oder der primären Windung einen Kondensator schaltet. Die
Größe der Kapazität dieses Kondensators wird zweckmäßigerweise durch den Versuch ermittelt. *°5
Sie weist ein deutliches, wenn auch nicht allzu scharfes Optimum auf. Je höher die Windungszahl
und die Betriebsspannung ist, um so kleiner soll die Löschkapazität bemessen werden.
Das Verhalten des Apparates im-praktischen *10
Betriebe ähnelt dem der gewöhnlichen Wechselstromtransformatoren. Ist die sekundäre Seite
offen, so ist die primäre Stromaufnahme gering. Sie wächst mit zunehmender sekundärer Belastung.
Bei voller Belastung beträgt der "5 Wirkungsgrad etwa 50 bis 70 Prozent.
Die Tatsache, daß der primäre Strom während jeder vollen Periode der Ankerschwingung immer
nur kurze Zeit geschlossen wird und die Periodenzahl hoch ist, zwingt dazu, die primäre
Windungszahl verhältnismäßig niedrig zu halten, damit genügend starke Stromstöße die Win-
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom mittels elektromagnetischen
Selbstunterbrechers mit federndem Anker, dadurch gekennzeichnet, daß gegenüber dem schmalen Luftspalt (δ)
eines Elektromagneten (α) mit bis auf diesen . Luftspalt völlig geschlossenem Eisenkern
und einer Primärwicklung {h) von geringer ■ Windungszahl eine starre Ankerfeder (c)
angeordnet ist, deren Eigenschwingungszahl für sich genommen beträchtlich über der
gewünschten Periodenzahl liegt und durch einen schweren Anker auf das gewünschte
Maß herabgesetzt ist, daß ferner die Kontaktgebung entweder abseits von der Stelle
des größten Schwingungshubes oder mittels einer Hilfsfeder von einer über der Gebrauchsschwingung'liegenden Eigenschwingung er
folgt, und daß endlich alle schwingenden ■ Teile sowohl unter sich wie mit den sie
tragenden Stützen mechaniseh besonders fest verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch I; dadurch
gekennzeichnet, daß die Ankerfeder durch eine an ihren beiden Enden eingespannte
und in ihrer Mitte einerseits den Anker (d), anderseits die Hilfsfeder (e) tragende Blattfeder
(c) gebildet wird.,
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsfeder
(e) sichelförmige Gestalt hat, aus einem kreisförmigen Federblattstück (e1)
und einem geraden Federblattstück (e2) zusammengesetzt und in der Mitte des
kreisförmigen Federblattstückes (e1) an der
Mitte der Ankerfeder (c) befestigt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß in den primären Stromkreis ein Ballastwiderstand eingefügt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß für den Ballastwiderstand
Eisen oder ein anderes Material von mit der Temperatur stark zunehmendem spezifischen Widerstand gewählt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE299152C true DE299152C (de) |
Family
ID=553276
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT299152D Active DE299152C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE299152C (de) |
-
0
- DE DENDAT299152D patent/DE299152C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE299152C (de) | ||
| EP3011571B1 (de) | Selbsthaltemagnet mit besonders kleiner elektrischer auslöseleistung | |
| DE947812C (de) | Schalteinrichtung zur Beeinflussung elektrischer Stromkreise, insbesondere Starkstromkreise, mit durch ein Magnetfeld betaetigtem Schaltelement | |
| EP0073002A1 (de) | Sperrmagnetauslöser | |
| DE577924C (de) | Elektromagneitsches Relais, bei dem die Endlage des ohne Zuhilfenahme einer Hebelwirkung auf Kontakte einwirkenden Ankers durch Dreipunktauflage bestimmt ist | |
| DE69316566T2 (de) | Feder für Druckhammer | |
| DE1613163A1 (de) | Vorrichtung fuer den Antrieb eines Gliedes mit umkehrbarer Bewegungsrichtung | |
| DE1899885U (de) | Ungepoltes klappankerrelais, insbesondere fuer wechselstrombetrieb. | |
| DE761897C (de) | Hilfseinrichtung fuer das Ein- oder Nachstellen des Kontaktabstandes bei elektrischen Schaltgeraeten | |
| DE231939C (de) | ||
| DE270072C (de) | ||
| AT134721B (de) | Vorrichtung zur Erzeugung von hochgespanntem Wechselstrom für gasgefüllte Leuchtröhren, z. B. Neonröhren od. dgl. | |
| DE591832C (de) | UEberspannungsschutzeinrichtung | |
| DE223497C (de) | ||
| DE906479C (de) | Wechselstrommagnet | |
| DE3107982A1 (de) | "magnetausloeser" | |
| DE634024C (de) | Elektrodynamisches Schwingungssystem, insbesondere fuer Schallwiedergabegeraete | |
| DE578448C (de) | Rasiergeraet mit elektromagnetischer Vibrationseinrichtung und fester Klinge | |
| DE1073629B (de) | Einrichtung zum elektrischen Fischfang | |
| DE128022C (de) | ||
| DE189173C (de) | ||
| DE213731C (de) | ||
| DE204530C (de) | ||
| DE932080C (de) | Periodisch betaetigtes Kontaktgeraet | |
| DE2217108A1 (de) | Vorrichtung zum Antrieb eines hin und herbewegbaren Getriebegiiedes |