DE29831C - Haarröhrchen-Mefsapparat - Google Patents

Haarröhrchen-Mefsapparat

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Publication number
DE29831C
DE29831C DE188429831D DE29831DD DE29831C DE 29831 C DE29831 C DE 29831C DE 188429831 D DE188429831 D DE 188429831D DE 29831D D DE29831D D DE 29831DD DE 29831 C DE29831 C DE 29831C
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DE
Germany
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liquid
measuring apparatus
membrane
hair tube
tube measuring
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Expired
Application number
DE188429831D
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English (en)
Original Assignee
J. E. REINECKER in Chemnitz
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B13/00Measuring arrangements characterised by the use of fluids

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
J. E. REINECKER in CHEMNITZ. Haarröhrchen - Mefsapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Juni 1884 ab.
Bei den zum Vergleichen und Messen von Endmafsen benutzten Maschinen wird die Richtigkeit der Messungen sehr durch die gröfsere oder geringere Geschicklichkeit des Messenden beeinflufst, besonders bei denjenigen Maschinen, bei denen man die zu messenden Stücke mit einem Normalstreichmafs vergleicht und sich behufs Ablesung eines Mikroskops bedient, oder bei welchen mit Hülfe des Gefühls gemessen wird, wie z. B. bei der Whitworth'schen Werkstatt Mefsmaschine. Diese durch Fehler in der Handhabung bedingten Differenzen in den Messungen sollen bei dem in folgendem beschriebenen Haarröhrchen-Mefsapparat vermieden werden.
Auf einer Wange sitzt, genau wie bei der Whitworth'schen Werkstatt-Mefsmaschine, ein fester Aufsatz, der dem Reitstock einer Drehbank ähnelt. In diesem befindet sich die eine der zwei parallelen Mefsflächen; dieselbe wird mit Hülfe einer Schraube von 1 cm Steigung bewegt. Die Schraube trägt ein Rad h mit Eintheilung, auf welchem man mit Hülfe des feststehenden Zeigers i die Gröfse der Bewegungen abliest. Durch Anwendung eines Nonius ist man leicht im Stande, '/5000 oder '/iOooo Umdrehung abzulesen, was einer Verschiebung der Mefsflächen von Y500O oder 1I10000- mm entspricht.
Ferner befindet sich auf der Wange ein verschiebbarer Schlitten, der die zweite Mefsfläche trägt und folgende Einrichtung besitzt:
In einer cylindrischen Führung befindet sich ein verschiebbarer Bolzen d, der an seinem vorderen Ende parallel zur Mefsfläche am festen Aufsatz geschliffen ist. Durch eine Feder wird derselbe immer nach vorn gedrückt, während ihn zwei Muttern ff vor dem Herausschnellen aus der Führung bewahren. Hinter diesem Bolzen ist eine mit irgend einer Flüssigkeit gefüllte Dose α angebracht, die fest auf dem Schlitten sitzt, gegen die also der Bolzen d im Fall einer Verschiebung stofsen mufs. Die Dose ist von vorn mit einer Membran in Gestalt einer Stahlblechplatte b verschlossen.
Um nun ein minimales Eindrücken dieser Membran, was einer geringen Verschiebung des Bolzens d entspricht, sichtbar zu machen, ist auf der Dose ein Steigrohr von sehr geringem Durchmesser angebracht, in welchem die Flüssigkeit beim Eindrücken der Membran in die Höhe steigen mufs. Je geringer das Verhältnifs des Durchmessers des Steigrohres zum Durchmesser der Dose ist, desto mehr mufs die Flüssigkeit bei einer gewissen Eindrückung der Membran in die Höhe steigen. Damit sich die Membran auf ihrer ganzen Fläche eindrückt, ist dieselbe mit Stahlplatten b' b" versehen. Aufserdem ist noch eine Stange auf dem Schlitten angebracht, auf der sich ein Schieber oder Zeiger bewegen läfst, um die Höhe der Flüssigkeit im Steigrohr zu markiren.
Beim Messen bezw. Vergleichen von Endmafsen und Normalmafsen bringt man erst das Normalmafs zwischen die zwei Endflächen und bewegt dann die erste mit Hülfe des oben erwähnten Rades so weit vor, dafs das Stück zum Anliegen an d kommt, d zurückschiebt, bis d schliefslich an die Membran anstöfst und -so ein Steigen der Flüssigkeit im Rohr verursacht. In diesem Moment hält man still und liest die Stellung des Rades h zum Zeiger J ab. Bringt man einen zweiten Gegenstand zwischen
die messenden Flächen und bewegt die erste, bis ein Steigen der Flüssigkeit beginnt, so ergiebt eine Ablesung am Rande h den Längenunterschied zwischen den beiden Vergleichsstücken. Sollte man die Mefsfläche zu weit vorwärts bewegt haben, so dafs also die Flüssigkeit im Rohr schon gestiegen ist, so kann man mit Hülfe empirisch aufgestellter Tabellen aus der Zunahme der Flüssigkeitshöhe direct bestimmen, um wie viel man zu viel angestellt hat. Zweckmäfsig ist es, die Muttern // so anzustellen, dafs der Bolzen d für gewöhnlich um ein Geringes von der Membran absteht, dafs man ihn also erst ein Stück bewegen mufs, ehe er anstöfst und auf die Flüssigkeit einwirkt. Man erzielt dadurch einen ziemlich constanten Druck auf die zu messenden Stücke, der auch ein gleichmäfsiges Anlegen derselben auf die Mefsflächen zur Folge hat.

Claims (1)

  1. .Patent-Anspruch:
    Ein Mefs - Apparat mit einem beweglichen Schlitten (d), welcher beim Messen an eine mit Flüssigkeit gefüllte und mit Membran verschlossene Dose (α) drückt und dadurch ein sichtbar gemachtes Steigen der Flüssigkeit in einem mit der Dose verbundenen engen Röhrchen (c) bewirkt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188429831D 1884-06-08 1884-06-08 Haarröhrchen-Mefsapparat Expired DE29831C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE29831T 1884-06-08

Publications (1)

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DE29831C true DE29831C (de) 1884-12-19

Family

ID=34484208

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE188429831D Expired DE29831C (de) 1884-06-08 1884-06-08 Haarröhrchen-Mefsapparat

Country Status (1)

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DE (1) DE29831C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0268320A1 (de) * 1986-11-10 1988-05-25 Philips Patentverwaltung GmbH Vorrichtung zur Messung des Abstandes dicht benachbarter Gegenstände

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