DE297367C - - Google Patents

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DE297367C
DE297367C DENDAT297367D DE297367DA DE297367C DE 297367 C DE297367 C DE 297367C DE NDAT297367 D DENDAT297367 D DE NDAT297367D DE 297367D A DE297367D A DE 297367DA DE 297367 C DE297367 C DE 297367C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q5/00Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
    • H04Q5/02Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange with direct connection for all subscribers, i.e. party-line systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Telephone Set Structure (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung verfolgt den Zweck, die Schaltwerke, welche bei Auswahl einer Sprechstelle durch einen periodisch veränderlichen Strom .in die Arbeitsstellung gebracht werden, nach Gesprächsbeendigung selbsttätig in der Weise in die Ruhelage zurückzuführen, daß beim Anhängen des Hörers aus einer gemeinsamen Batterie über die a- und δ-Leitungen ein Strom geschickt wird, welcher die Rückstellung sämtlicher Schaltwerke bewirkt. Sofern die Schaltwerke nicht selbst dazu dienen, die Leitungen als frei oder besetzt zu kennzeichnen, werden, durch den vorerwähnten Stromfluß gleichzeitig besondere Schauzeichen derart beein-
*5 flußt, daß nach Gesprächsbeendigung die Leitungen als frei bezeichnet werden.
Zur Erläuterung des Erfindungsgedankens sind auf der Zeichnung mehrere Ausführungsbeispiele dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Anordnung, bei der im Ruhezustand der Anlage ein Dauerstroin über die gemeinsamen Leitungen fließt, der erst beim Abhängen des Hörers unterbrochen wird. Dadurch klinkt eine Sperrvorrichtung in ein Zahnrad des Schaltwerkes ein, und ein Besetztschauzeichen wird sichtbar gemacht.
In Fig. 2 wird dasselbe auf umgekehrtem Wege erreicht. Hier fließt der Gleichstrom während des Wählens, Rufens und Sprechens und wird beim Anhängen des Hörers unterbrochen.
Fig. 3 gibt eine Anordnung wieder, bei der ein Gleichstrom nur während des Rückganges der Wählerwerke fließt und die Besetztschau-' zeichen fortgelassen sind, da die Zeigerstellung- 3^ der Wählerwerke selbst zur Kennzeichnung der gemeinsamen Leitungen (ob frei oder besetzt) dienen soll.
Die Wirkungsweise der Schaltung nach Fig. 1 ist folgende: An einem Ende der Leitungen α und b ist eine Gleichstromquelle B vorgesehen, der zwei Drosselspulen D1, D2 vorgelagert sind, während am anderen Ende eine Drosselspule D zwischen die a- und ö-Leitung eingeschaltet ist. Durch die Anordnung der Drosselspulen wird bewirkt, daß nur Gleichstrom von α nach b fließen kann. Es wird, wenn die Leitungen "nicht benutzt werden, ein Gleichstrom fließen von B über D1, 1, a, m, 2, a, 3, H, 4, a, 5, D, 6, b, J, D2 nach B zurück. Die Elektromagnete m ziehen ihre Ariker d an, und infolgedessen ist die Klinke ζ und das Sperrad S1 außer Eingriff und das Besetztschauzeichen V nicht sichtbar bzw. in einer Signalstellung, durch welche die Leitungen als frei gekennzeichnet werden. Wird der Gleichstrom durch Abheben der Hörer vom Haken H (der in Fig. 1 der Deutlichkeit halber doppelt dargestellt ist) unterbrochen, indem der Kontakt 3 aufgetrennt wird, so fallen die Anker d der Elektromagnete m ab. Dadurch kommt das Besetztschauzeichen V in die Besetztstellung, und die Klinke ζ greift in das Sperrrad S1 ein.
Zur Herstellung der Anrufverbindung bringt nun der anrufende Teilnehmer A beispielsweise einen Stöpsel si in die mit der Bezeichnung
des gewünschten Teilnehmers, ζ. B. C, kenntlich gemachte Lage (Stöpselloch), dreht seinen Induktor / und sendet damit Wechselstrom über die a- und δ-Leitung in die Schaltmagnete e sämtlicher Sprechstellen (/, di: io, b, c und β bei C, a, C, 2, m, 9, f2, fv 8, /). Das Sperrrad S1 und die Scheiben S2, S3 werden durch den Schaltmagneten e in bekannter Weise in Umlauf gesetzt. Die Sperrklinke ζ wird Zahn um Zahn in das Sperrad S1 einfallen und somit das Zurückgehen der Schaltwerke, die unter der Einwirkung einer Feder o. dgl. stehen, verhindern. Ist die Anrufverbindung zwischen A und C erreicht, so hat bei A der Stöpsel si in bekannter Weise die Federn fx und f2 getrennt und dafür den Kontakt zwischen den Federn f und fx geschlossen. Die Fortschaltwerke bleiben, da die Elektromagnete e stromlos geworden sind, stehen, und der Weckerstrom fließt nunmehr vom Induktor / bei A über di, 10, δ-Leitung, Wecker w des Teilnehmers C, Hörerhaken H, g, gv Erde bei A, alsdann über die geerdete Feder f, flt 8 nach / zurück. Nimmt der Teilnehmer bei C den Hörer vom Haken h ab, so wird der Wecker abgeschaltet und dafür der Sprechapparat K zwischen die a- und δ-Leitung gelegt (a, 4, H, 13, K, 14, δ). Nach beendetem Gespräch hängen A und C ihre Hörer an, und es wird, da der Hakenumschalter sämtlicher Sprechstellen wieder mit der Leitung 3 in Kontakt steht, der anfangs erwähnte Dauerstromkreis aufs neue geschlossen (B, D1, 1 bei A, a, in, 2, a, 3, H, 4, α usw. bei sämtlichen Teilnehmerstellen, 5, D, 6, b, 7, D2, B). Sämtliche Elektromagnete m ziehen ihre Anker d an; dadurch kommen die Sperrklinken ζ außer Eingriff mit dem Sperrad S1, das sich unter Einfluß einer Feder o. dgl. frei zurückbewegen kann, und die Besetztschauzeichen V verschwinden.
In Fig. 2 ist die Einrichtung der Nebenstellenapparate bis auf die Anordnung der Hörerhaken bzw. der Sperrvorrichtung genau die gleiche wie in Fig. 1, und der Vorgang des Wählens und Anrufens spielt sich in der bereits beschriebenen Weise ab. Es erübrigt sich daher, nochmals auf diese Einzelheiten einzugehen, und es sei nur folgendes erwähnt: Beim Anhängen der Hörer wird die «-Leitung von der Gleichstromquelle B abgetrennt. Zu diesem Zweck ist der Hakenumschalter H beispielsweise mit einem drehbar angeordneten Nocken« versehen. Beim Abnehmen des Hörers kommt der Hakenumschalter H (Fig. 2 a) mit der Leitung 13 des Sprechapparates K (Fig. 1) in Verbindung, und der Nocken η gleitet über die Rast ν hinweg, ohne den Kontakt zwischen 3 und 4 zu unterbrechen. Wird der Hörer jedoch angehängt, so wird der Nocken η in der Rast r so lange verweilen, bis seine Verlängerung ν gegen den Hakenumschalter H anliegt. Ein Weiterdrehen von η wird dadurch, verhindert, so daß der Nocken bei der Aufwärtsbewegung den Hebel 3 beiseitedrängt und der Kontakt zwischen 3 und 4 unterbrochen wird. Ist die Doppelleitung außer Gebrauch, so sind die Elektromagnete m stromlos und infolgedessen das Sperrad S1 entriegelt.
Der durch die a- und δ-Leitung geschickte Wählstrom erregt ein die Schließung des Gleichstromes der Batterie B bewirkendes Relais R (a, R, 15, C, 16, b), das sich dann über seinem Arbeitskontakt hält (B, D1, 1, d2, R, a, in, 2, a, 3, 4, α usw., 5, D, 6, b, 7, D2, B). Die Elektromagnete in ziehen nunmehr ihre Anker d an, die Schauzeichen kommen in die Besetztstellung, und die Sperrklinke ζ legt sich in die Zahnlücken von S1 ein. Das Zahnrad S1 wird genau so wie das Zahnrad S1 in Fig. 1 durch einen Schaltelektromagneten e in Umlauf gesetzt. Da dieser Vorgang gegenüber dem bereits Erwähnten nichts Neues bringt, so sind sowohl der Schaltelektromagnet e als auch die Scheiben S2, S3 nebst der Stöpseleinrichtung st in der Fig. 2 fortgelassen worden. Bei Beendigung eines Gespräches wird der Gleichstrom, wie bereits erwähnt, durch den Hakenumschalter' H unterbrochen. Das Relais R wird daraufhin stromlos, und der Anker d2 kehrt in die Ruhelage zurück, so daß auch nach Herstellung der Verbindung zwischen 3,4 Gleichstrom über die gemeinsamen Leitungen nicht mehr fließen kann. Die Elektromagnete m bleiben demnach stromlos und geben ihre Anker d frei. Die Besetztschauzeichen verschwinden, und die entriegelten Fortschaltwerke kehren in die Nullstellung zurück.
Bei der Ausführung nach Fig. 3 fließt nur während des Rückganges der Fortschaltwerke Gleichstrom über die a- und δ-Leitungen.' Dies wird mit Hilfe von drei Relais folgendermaßen erreicht. Der die a- und δ-Leitung durchfließende Wählerstrom (der nicht dargestellte Induktor ist genau so wie in der Fig. 1 zwischen die a- und δ-Leitungen geschaltet) erregt ein Relais R1 (a, C2, 15, R1, 16, b), das seinen Anker d1 anzieht und dadurch einen Stromkreis zur Erregung des zweiten Relais R2 einschaltet (B, 17, 18, dv 19, R2, 22,"B). Das Relais R2 zieht daraufhin seine beiden Anker d und d2 an. Über den Anker d hält es sich selbst erregt (B, 17, 20, fz, f4, 21, d, R2, 22, B), während über den Anker d2 die Batterie B an die a-, δ-Leitungen gelegt wird (B, ι, α-Leitung bzw. B, IJ, 23, d2, 7, δ-Leitung). Ein Stromfluß über die a- und δ-Leitung findet jedoch nicht statt, da die Hörerhakenumschalter der sprechenden Nebenstellen den Kontakt zwischen H und 3 unterbrochen halten. Haben sämtliche Nebenstellen den Hörer angehängt, so fließt ein Gleichstrom von B über 1, i?s, a, die Entriegelungsmagnete m, 2, a, 3, H, 4, a, 5, D1 6, δ, 7, d2, 23, 17 nach B zurück. Die Elektro-
magnete m werden eingeschaltet und geben durch Anziehen des Sperrankers das Zahnrad S1 frei, so daß die Wählerwerke in bekannter Weise in die Nullage zurückgehen. Das Relais A3 ist gleichfalls erregt worden; der Anker d3 wird, durch eine Verzögerungsvorrichtung V gehemmt, langsam angezogen. Sobald der Anker ds gegen die Feder f3 kommt, wird der Kontakt zwischen f3 und f4 unterbrochen. Hierdurch
ίο wird das Relais R2 ausgeschaltet, so daß die über d% verlaufende Verbindung zwischen Batterie B und α-, δ-Leitungen getrennt wird. Infolgedessen werden das Relais R3 und die Elektromagnete m stromlos. Von der Verwendung der Besetztschauzeichen ist bei diesem Ausführungsbeispiel abgesehen worden, da die Stellung des nicht dargestellten Zeigers als Besetztzeichen dienen kann.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Einrichtung für mehrere an gemeinsamen Leitungen liegende Sprechstellen, welche unmittelbar miteinander verkehren . und durch schrittweises Fortbewegen eines Schaltwerkes wahlweise angerufen werden können, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Induktorstrom eingestellten Schaltwerke (S1, S2, S3) durch eine beim Anhängen des Hörers im Stromkreise einer gemeinsamen Batterie (B) hervorgerufene Stromänderung gleichzeitig mit dem Besetztschauzeichen (V) selbsttätig in die Ruhelage zurückgestellt werden.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Besetztschauzeichen (V) in den gemeinsamen Leitungen (a, b) hintereinander liegen und mittelbar oder unmittelbar durch eine gemeinsame Batterie (B) oder durch Induktorstrom beim' Auswählen einer Sprechstelle eingeschaltet werden, während die Ausschaltung stets durch die gemeinsame Batterie (B) erfolgt.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromfluß aus der gemeinsamen Batterie (B) über die gemeinsamen Leitungen (a, h) zwecks Einschaltens der Schauzeichen in die Besetztstellung beim Abnehmen des Hörers (H) unterbrochen wird, ohne das Auswählen und Anrufen einer Nebenstelle und die Sprechmöglichkeit über die gemeinsamen Leitungen zu behindern.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsame Batterie (B) mit dem Auswählen einer Nebenstelle durch ein gemeinsames Relais (R) eingeschaltet wird, welches erst beim Anhängen des Hörers ausgeschaltet wird und damit den über die gemeinsamen Leitungen (a, b) fließenden Erregerstrom für die Besetztschauzeichen unterbricht.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2,. dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Auswählen einer Nebenstelle ein Stromkreis vorbereitet wird, welcher beim Anhängen des Hörers über die gemeinsamen Leitungen verläuft und dadurch die Zurückstellung der Zeigerschaltwerke bewirkt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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