DE29713743U1 - Vorrichtung zur Entnahme von Blut - Google Patents

Vorrichtung zur Entnahme von Blut

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Description

rauchsmusteranmeldung
Titek
Vorrichtung zur Entnahme von Blut
Erfinder:
Rycyk, Manfred, Dipl. !ng. Mühienfeidstraße 34327 Körle
Petermeyer, Michael, Dr. med.
Am Heydtwolf 35274 Kirchhain/Schönbach
Änrneider; mer - medical engineering rycyk Mühienfeidstraße 34327 Körle
Anmeldedatum:
31.07.1997
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Vorrichtung zur Entnahme von Blut
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entnahme von Blut, bei der die Flüssigkeit nach der Entriegelung eines mit einer Kolbenstange (3) verbundenen Griffes (4) über die Kraft einer Feder (1) automatisch und kontinuierlich in ein Gehäuse (2) angesaugt wird, anschließend dieselbe Flüssigkeit wieder zurückgedrückt wird und der Griff (4) über Vorsprünge (10/10') eines Oberteiles (11) arretiert wird, um in dieser Endsteilung eine vollständige Entleerung des Gehäuses, über einen, an der Kolbenstange angeordneten Gummikolben (5) mit einem an seiner Spitze befindlichen, vorzugsweise zylindrischen Vorsprung (6), der mit einem Radius (7) versehen ist und über eine Bohrung (8) im Gehäuse (2) in den Flüssigkeitskanal (9) der Vorrichtung hineinragt, gewährleistet.
- 3
Vorrichtung zur Entnahme von Blut Stand der Technik
Blutentnahmevorrichtungen sind beispielsweise aus der WO 8801846 und EP 301913 A2 bekannt. Die Funktion und Wirkungsweise von derartigen Systemen sind unter anderem auch genauer beschrieben in dem Firmenprospekt der Fa. Baxter «New-Vamp, a closed system for easier safer blood sampling from invasive lines», 1989 oder aus dem Prospekt der Firma Pfrimmer-Viggo GmbH & Co KG «Sawdraw, geschlossenens Blutentnahmesystem mit Statham-Einmal-Druckwandler DTX/plus».
Genereil unterscheidet der Anwender zwischen zwei unterschiedlichen Methoden, nämlich:
1. Patientenblut wird über eine Spritze, die an einem, mit dem Schiauchsystem fest verbundenen, Dreiwegehahn konnektiertwird, entnommen -diese Methode wird jedoch aus medizinischer und hygienischer Sicht immer weniger angewendet, da einerseits mindestens 3 Spritzen verwendet werden müssen, um Reinblut zu erhalten und das Schlauchsystem durch die daraus resultierende, mehrmalige Konnektion offen ist, und letztlich die Gefahr des arteriellen "Zuspritzens" von Medikamenten über besagten Hahn gegeben ist.
2. Patientenblut wird über ein sogenanntes "Reservoir" das fest im/mit dem Schlauchsystem verbunden ist an eine ebenfalls im Schlauchsystem fest angeordnete Entnahmestelle angesaugt/herangezogen, und anschließend mit dem Fachmann bekannten Entnahmeadaptem entnommen. Ein derartiges System wird in der DE 4220309 C1 beschrieben - man bezeichnet solche Produkte als "geschlossene Systeme".
Der große Vorteil der unter 2 genannten Systeme gegenüber den unter 1 genannten ist einerseits von hygienischer Natur, da sich weder der Anwender kontaminieren, noch der Patient infizieren kann; zum anderen wird kein wertvolles Patientenblut/Blutgemisch verworfen, sondern dem Patienten reinfundiert. Trotzdem weisen die heute auf dem Markt befindlichen, geschlossenen Blutentnahmevorrichtungen jedoch noch einen gravierenden Mangel auf, der von hoher klinischer Relevanz ist.
Der in einem Gehäuse befindliche Kolben des Reservoirs muß manuell vom Anwender zurückgezogen, bzw. wie in der DE 4220309 C1 beschrieben, über eine Gewindestange in seine obere Position dedreht werden. Dadurch kann, je nach individueller Handhabung und Geschwindigkeit des Anwenders während des Gebrauches, ein hohes Vakuum erzeugt werden, das einerseits die Flüssigkeit partiell in ihre gasförmige Phase übertreten läßt, oder aber, was noch viel gefährlicher ist, Luft von außen, beispielsweise durch einen im Schlauchsystem integrierten Dreiwegehahn, ansaugen, der derartig hohen Unterdrücken nicht standhält. Darüber hinaus kann es, beim Anliegen der im Patienten befindlichen Katheterspitze zu einer Kollabierung der Arterien- oder Vennenwand kommen. Entsprechende Versuche, die mit und von Anwendern durchgeführt wurden, haben das bestätigt. Befindet sich die durch das Vakuum erzeugte Luft erst einmal in dem geschlossenen System, besteht akute Gefahr einer Luftembolie für den Patienten, weil selbst die kleinste Menge zum Verschluß von Kapillaren beitragen kann, da solche Vorrichtungen überwiegend an den arteriellen Kreislauf angeschlossen sind. Um das zu verhindern, müssen diese Systeme vollständig erneuert werden; diese Maßnahme erhöht damit jedoch das Kontaminations- bzw. Infektionsrisiko und trägt überdies auch noch zur Vergrößerung des Krankenhausmüllvolumens bei.
-4-
Vorrichtung zur Entnahme von Blut
Ein weiterer Nachteil ergibt sich noch zusätzlich durch die derzeitige konstruktive Ausgestaltung des "Gummikolbens" und dem Boden des Reservoirgehäuses. Bei dem Entlüften des kompletten Schiauchsystemes muß der weiche Gummikolben am Boden des Reservoirhehäuses fest anliegen, damit die Luft nicht in das Gehäuse gelangen kann. Die Flächen liegen jedoch, bedingt durch Fertigungstoleranzen, nicht vollständig aufeinander, so daß meistens kleinere Luftblasen zwischen diesen Flächen zurückbleiben und nicht immer (unter großem Aufwand) ausgespült werden können. In der DE 4220301 C1 ist zwar ein System beschrieben, das die eben geschilderte Problematik verhindern soli; in der Praxis hat sich jedoch gezeigt, daß auch bei dieser Vorrichtung eine vollständige Vermeidung von Luftblasen nicht möglich ist, da der weiche Gummikolben in seiner Endstellung nicht arretiert werden kann, und somit keine vollständige Anpressung an die Stirnfläche des Gehäuses möglich ist. Die manuell durch Drehbewebung ausgeübten Drückkräfte auf den Gummikolben reichen aufgrund der fehlenden Feststellglieder nicht aus, um diesen in seiner Posittion zu halten; der Gummikolben bewegt sich wieder (durch seine Rückstellkräfte) etwas nach oben. Diese Aussagen wurden durch entsprechende Versuche ebenfalls untermauert.
Ziel der Erfindung ist es daher, ein System zu entwickeln, das einen unkontrollierten Unterdruck während des Ansaugens der Flüssigkeit verhindert und sich gleichzeitig vollständig problemlos und einfach entlüften läßt.
Gelöst wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art, bestehend aus einem unteren Gehäuseteil (2) und einem mit diesem verbundenen oberen Gehäuseteil (11), in dem eine Druckfeder (1) angeordnet ist, die eine Kolbenstange (3) mit einem integrierten Handgriff (4)und einer Aufnahme (3') für einen Gummikolben (5) umschließt. In dem oberen Teil des Gehäuses (11) sind Arretierungsvorsprünge (10,10") angeordnet, die den mit der Kolbenstange verbundenen Gummikolben in der in Figur 1 dargestellten, unteren Position halten und somit gewährleisten, daß die Flächen (12) und (13) von dem unteren Gehäuseteil (2) und Gummikoiben (5) nach Reinfundierung fest zusammengedrückt bleiben. Zur vollständigen Vermeidung von Luftblasen ist die Spitze (6) des Gummikolbens als zylindrischer Zapfen ausgeformt und an seiner Spitze mit einem Radius (7) versehen, der in seiner Größe, dem Durchmesser der in den Flüssigkeitskanal (9) hineinragenden Bohrung (8) entspricht. Durch diese Maßnahme wird ein Verbleib von Luftblasen, wie in Figur 1 dargestellt, bei dem Entlüftungsvorgang verhindert.
Bei dem Ansaugen von Flüssigkeit (Patientenblut) in das untere Gehäusevolumen (16), wird die Arretierung durch eine vorzugsweise Drehbewegung des mit der Kolbenstange (3) verbundenen Handgriffes (4) gelöst, und der Gummikolben automatisch durch die Federkraft in seine, in Figur 2 dargestellte, obere Position gebracht. Die Dimensionierung der Feder ist dabei so auszulegen, daß ein hohes, dem Fachmann bekanntes, Vakuum vermieden wird. Die Begrenzung des Gummikolbens in der oberen Position ist dadurch gewährleistet, daß der Durchmesser der Aufnahme für den Gummikolben (3') größer ist, als der, des die Kolbenstange durchlaufenden Durchmessers (14), des oberen Gehäuseteiles (11). Gleiches gilt selbstverständlich, aus funktionstechnischen Gründen, für das Durchmesserverhältnis mit der Feder. Um eine eventuelle, ungewollte, Kontamination des Innenraumes der Vorrichtung zu vermeiden, ist der Handgriff (4) wie auch die beiden Gehäuseteile zylindrisch ausgeführt und umschließt den oberen Gehäuseteil (11) vollständig und "spaltfrei". _ 5 _
Vorrichtung zur Entnahme von Blut
Auf eine zeichnerische Darstellung wird an diesr Stelle verzichtet, da eine derartige Ausführungsform dem Fachmann bekannt ist, und darüber hinaus auch beispielsweise von auf dem Markt befindlichen Biutentnahmevorrichtungen (beispielsweise der Fa. pvb Medizintechnik GmbH) bekannt sind.
Zur besseren Führung des Kolbenstangenmechanismus, können in den Gehäuseteilen eigearbeitete Nuten, die in ihrem unteren Teil kreisrund auslaufen, dienen, in denen entsprechende, an der Außenseite des Handgriffes (4) angeordnete, axial verlaufende, Vorsprünge laufen. Da auch eine derartige Konstruktion aus anderen Bereichen dem Fachmann bekannt ist, wird hier ebenfalls auf eine zeichnerische Darstellung verzichtet.
Beschreibung der Zeichnungen
Es zeigen:
Figur 1
Einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung nach dem Reinfundierungsprozeß, beziehungsweise im Zustand während/vor dem Entlüftungsvorgang
Figur 2
Einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung während der Anwendung; nach dem Ansaugen von Patientenflüssigkeit
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Claims (10)

Vorrichtung zur Entnahme von Blut Ansprüche
1. Vorrichtung zur Entnahme von Blut, bestehend aus einem unteren und oberen Gehäuseteil (2,11), mit einer, durch die beiden Teile verlaufende, zylindrische Kolbenstange (3), an dessen oberen Ende ein Griffstück (4), und an dessen unteren Ende eine Aufnahmevorrichtung (3&Lgr;) für einen Gummikolben (5) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Gehäuseteil (11) eine Druckfeder (1) die Kolbenstange (3) umschließt, und dieselbe nach Entriegelung des über Arretierungsvorsprünge (10,10') in seiner Position gehaltenen Handgriffes (4) kontinuierlich durch die Federkraft in seine nach oben begrenzte Position (Fig. 2) bewegt
2. Vorrichtung zur Entnahme von Blut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser (14), des die Kolbenstange (3) durchlaufendes Oberteiles (11) kleiner ist als der Außendurchmesser der Feder (1) und der Aufnahme für den Gummikolben (3')
3. Vorrichtung zur Entnahme von Blut nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser der Kolbenstange (3) geringfügig kleiner ist, als der Durchmesser (14) des oberen Gehäuses (11)
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (3) mit mehreren durchlaufenden Rippen (15) versehen ist, die auch, allerdings invers in der Durchmesseröffnung (14) angeordnet sind und zur besseren Führung der Kolbenstange dienen
5. Vorrichtung zur Entnahmevon Blut nach den Ansprüchen 1, 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der an der Aufnahmevorrichtung (3') bedindliche Gummikolben (5) an seiner Spitze einen Zapfen (6) besitzt, der in eine Öffnung (8) gleicher Geometrie in den Flüssigkeitskanal (9) des unteren Gehäuseteiles (2) eindringt
6. Vorrichtung zur Entnahme von Blut nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der am Gummikoiben befindliche Zapfen (6) zylindrisch ist und an seinem Ende mit einem Radius (7) versehen ist
7. Vorrichtung zur Entnahme von Blut nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Zapfens (6) dem Durchmesser (9) des unteren Gehäuseteiles (2) entspricht und der Radius (7) in den Kanal (9) hineinragt
-7-
Vorrichtung zur Entnahme von Blut
Ansprüche
8. Vorrichtung zur Entnahme von Blut nach den Ansprüchen 1, 2, 3, 4, 5, 6, und 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffstück (4) zylindrisch ist und die Gehäuseteil 2 und 11 über ihre gesamte Länge in dem in Figur 1 dargestellten Zustand vollständig von außen umschließt
9. Vorrichtung zur Entnahme von Blut nach den Ansprüchen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Griffstück (4) Vorsprünge (17, 17') angeordnet sind die in, in den Gehäuseteilen 2 und 11 angeordneten Nuten (18, 18') eingerastet sind und eine stabile Führung und Sicherung gegen Verdrehung darstellen
10.Vorrichtung zur Entnahme von Blut nach den Ansprüchen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung ohne Feder (1) versehen ist und das Griffstück (4) mit der Kolbenstange (3) manuell betätigt werden kann
-8-
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