DE296403C - - Google Patents

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DE296403C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J39/00Heat-insulated warming chambers; Cupboards with heating arrangements for warming kitchen utensils

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Cookers (AREA)

Description

KAISERLICHES '.Λ
PATENTAMT.
- ·,-.. Zum selbsttätigen Garkochen von angewärmten Speisen werden vielfach Kochgefäße aus dickem Porzellan verwendet, welche nach verbreiteter Ansicht nur langsame Ausstrahlung der zugeführten Wärme gestatten und daher geeignet erscheinen, die Speisen längere Zeit auf hoher Temperatur zu erhalten. Derartige Kochgefäße werden von. außen beheizt, was beweist, daß die Wärmedurchlässigkeit
ίο immerhin recht erheblich ist. Zum Braten* und Backen sind derartige Einrichtungen un-■ geeignet. \ - ·
Andere Einrichtungen zum Kochen und Bra-, ten besitzen ausnahmslos ein verschließbares Isolationsgefäß, in das die angewärmten Speisenbehältef zusammen mit erhitzten Wärmespeichern eingesetzt werden. Solche Isolationsgefäße einfach aus Holz anzufertigen, ist deswegen nicht, angängig,-, weil Holz sich unter der wechselnden Einwirkung von Hitze und Kälte, Trockenheit und Feuchtigkeit verzieht. · Man hat daher Holzgefäße bisher' mit einer Auspolsterung aus einer die Wärme schlecht leitenden Masse, z.B. Asbest, versehen und die Polsterung an der Innenseite mit Blech ausgekleidet. Am besten eignet sich hierzu Aluminiumblech, weil dieses nicht rostet und durch die chemischen Einwirkungen der Spei-
..- sen am wenigsten angegriffen, wird. AIuminiumblech und auch sonstiges, dauernd rostfrei zu haltendes Blech ist aber gegenwärtig schwer erhältlich. . .
In solche ausgepolsterten Isolationsgefäße wurden außer den Kochgefäßen hoch erhitzte Wärmespeicher aus die Wärme schlecht leitendem Stoff eingesetzt, weil die Blechäuskleidung selbst als Wärmespeicher, nicht in Betracht kam. Mit derartigen Einrichtungen ist wohl selbsttätiges Kochen -und Braten, aber kein zuverlässiges Bracken erreichbar.
Die Erfindung besteht darin; daß--ein Isolationsgefäß aus Schamotte- in Verbindung mit Wärmespeichern aus die Wärme gut leitendem Stoff verwendet wird. ' /i:''.'
Schamotte ist bekanntlich eine·; gebrannte Mischung auss fein, zerteiltem gebrannten und fein zerteiltem ungebrannten Ton und weist, infolge dieser Zusammensetzung jenen hohen ' Grad von Porosität auf, der* Feuerbeständigkeit gewährleistet. Aus dem nämlichen Grunde ist Schamotte unbrauchbar für solche auf gewöhnlichen Feuerungen zu verwendenden Kochgefäße, bei denen die Hitze die Wand durchdringen soll, hingegen vorzüglich geeignet für Isolationsgefäße, bei denen die Wärme dauernd innen bleibt. Schamotte bietet ferner den Vorteil der Glasurfähigkeit und ist- bei hinreichender Wandstärke wenig zerbrechlich. Obgleich , es sehr lange Zeit dauert; bis die ,längs der Innenfläche zugeführte Wärmemenge eine Schamottewand durchdringt, So sind doch die inneren Wandschichten zur Aufnahme erheblicher Wärmemengen befähigt. Andere keramische Stoffe,' wie Porzellan und Steingut, sind zwar glasurfähig, aber nicht hinreichend. porös. Solche keramischen Gefäße; die durch Beimischung von Stoffen in die rohe Masse _ porös genlacht sind, lassen sich im allgemeinen
(3. Auflage, ausgegeben am sq. Mär^
nicht gut glasieren und sind daher für, die Aufnahme von Speisenbehältern wenig geeignet. Denn es läßt sich nicht vermeiden, daß. gelegentlich Suppen, Braten-, Gemüse- und Fruchttunken verschüttet und von der porösen Masse aufgesaugt werden, aus der sie sich nicht wieder entfernen lassen..
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
ίο Das Isolationsgefäß besteht aus dem Schamottetopf α und dem Schamottedeckel b. Der Speisenbehälter c wird zusammen mit einem untergesetzten Wärmespeicher d eingebracht. Ein ebensolcher Wärmespeicher e kann darüber-.
gesetzt, werden. Als Wärmespeicher können beispielsweise eiserne Roste dienen. Die Eisenroste werden einzeln oder übereinander auf die Feuerung gestellt, und der Speisenbehälter wird sQgleich daraufgesetzt, das Ganze wird
ao auf einmal zusammen angeheizt;, wobei die Roste eine höhere Temperatur erreichen als der Speisenbehälter nebst Inhalt. Es wird also beispielsweise .beim Anheizen auf einem Gasherd im Vergleich zu der älteren Einrichtung, bei welcher Wärmespeicher aus die Wärme schlecht leitendem Stoff gesondert vom Spei-, senbehälter erhitzt werden müssen, an Gas gespart. V
Der Schamottetopf α kann ebenso wie der Deckel b an der Innenfläche rrit· einer Glasur versehen sein, die eine flüssigkeitsdichte Oberfläche darbietet und das Sauberhalten erleichtert.
Zum Kochen wird zweckmäßig der flüssige Inhalt des Speisenbehälters bis auf etwa 40 ° erhitzt, alsdann wird er zusammen mit den höher erhitzten Wärmespeichern in den Behälter α eingebracht und der Deckel aufgesetzt.
Beim Braten und Backen werden die Speisenb'ehälter nebst Inhalt nicht vorgewärmt, sondern die Wärmespeicher werden bis auf leichte Rotglut erhitzt. Nach dem Einbringen in das Isolationsgefäß geben die Wärmespeicher die dem Temperaturüberschuß entsprechende Wärrnemenge sehr rasch an ihre Umgebüng ab. Ein Teil dieser Wärme geht sogleich in den Speisenbehälter über, der Rest hingegen in die inneren Schichten der Schamottewandung, die nunmehr ebenfalls als Wärmespeicher dient, indem sie die empfangene Wärmemenge langsam wieder an den Speisenbehälter weitergibt. '
Wie Versuche erwiesen haben, ist es möglich, in einen und denselben Schamottebehälter gleichzeitig verschiedene Speisenbehälter einzusetzen^ von denen einige Kochspeisen, andere hingegen Brat- und Backsachen enthalten. Dann kann man alle Speisen zusammen in fertigem Zustände entnehmen.
Der Schamottetopf ist außen zweckmäßig von einem Blechbehälter f nebst Blechdeckel g umschlossen, teils um dem Ganzen ein gefälliges Äußeres zu geben, hauptsächlich aber um den Schamottetopf zur Erhöhung der Wirkung mit einer isolierenden Luftschicht einzuschließen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Einrichtung zum selbsttätigen Kochen^ Braten und Backen, gekennzeichnet durch ein Isolationsgefäß aus Schamotte mit einem oder mehreren Wärmespeichern aus die Wärme gut leitendem Stoff.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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