DE29523C - Kapselwerk-Wassermesser - Google Patents
Kapselwerk-WassermesserInfo
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- DE29523C DE29523C DENDAT29523D DE29523DA DE29523C DE 29523 C DE29523 C DE 29523C DE NDAT29523 D DENDAT29523 D DE NDAT29523D DE 29523D A DE29523D A DE 29523DA DE 29523 C DE29523 C DE 29523C
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01F—MEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
- G01F3/00—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
- G01F3/02—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement
- G01F3/04—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls
- G01F3/06—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising members rotating in a fluid-tight or substantially fluid-tight manner in a housing
- G01F3/08—Rotary-piston or ring-piston meters
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Juni 1884 ab.
. Der Mechanismus dieses Kapselwerk-Wassermessers läfst sich aus der bei Dampfmaschinen
benutzten rotirenden Schubkurbel herleiten. Ein als Hohlcylinder ausgebildeter Kolben schwingt
hierbei excentrisch um die centrale Achse einer Kapsel und ist mit dieser Kapsel durch einen
radialen Steg gepaart, welcher gleichzeitig die Scheidewand zwischen dem Wasser-Einlauf und
-Austritt bildet.
Neben einer grofsen Genauigkeit der Messung soll durch specielle Einrichtungen auch einex
möglichst gleichmäfsige Bewegung des Kolbens erzielt und der Widerstand, welchen letzterer
dem Wasserdurchflufs bietet, auf ein Minimum reducirt werden. Es ist deshalb das innere
Ende des Kapselsteges zu einem nicht ganz geschlossenen cylin drisch en, mit der Kapsel
conaxialen Hohlkörper erweitert, um an der Innenwand des Kolbens in jeder Stellung desselben
einen stetigen, dichten Abschlufs zu erzielen. Dadurch wird auch das Kolbeninnere
in zwei Abtheilungen getheilt, so dafs neben dem Druck, welchen die zuströmende Flüssigkeit
auf die äufsere Fläche des Kolbens ausübt, auch die innere Fläche desselben in entsprechendem
Sinne zur Bewegung des Kolbens dienstbar gemacht wird. Der Kolben selbst wird bei
seiner excentrischen Schwingung durch den Steg derart geführt, dafs er in jeder Stellung
den Kapselraum in zwei Abtheilungen trennt, eine für die zuströmende, eine für die austretende
Flüssigkeit. Zur Sicherung eines stetigen Abschlusses zwischen Kolben und Kapsel ist
letztere in der Mittelachse mit einem oder zwei cylindrischen Zapfen versehen, an welchen die
Mittelachse des Kolbens einnehmende, mittelst eines Armes an dessen innerer Wand befestigte
Zapfen sich führen.
Der erweiterte Kopftheil des Steges kann eine cylindrische oder auch jede andere geeignete
Querschnittsform haben, wofern nur die innere Wandung des Kolbens alsdann nach
den entsprechenden Formen gestaltet wird, so dafs der dichte Abschlufs zwischen Kolben und
Kopf des Steges gesichert bleibt. Ebenso kann auch die stete Berührung der äufseren Fläche
des Kolbens mit der inneren Wandung der Kapsel durch die verschiedensten geeigneten
Begrenzungen entsprechenden Formgebungen erzielt werden. Zwischen dem Kolben und radialen
Stegtheil soll ebenfalls stets ein möglichst dichter Abschlufs bestehen.
Auf beiliegenden Zeichnungen stellen die Fig. ι und 2 einen derartigen Wassermesser
von einfacher Form in Schnitten nach z-z und x-x dar; Fig. S ist ein Verticalschnitt durch
den Kolben, Fig. 6 ein Verticalschnitt nachj/-_y,
Fig. 2, die Lage der Ein- und Ausströmungskanäle veranschaulichend; Fig. 3, 4, 7 und 8
sind Modificationen des Wassermessers, und zwar ist Fig. 7 ein Schnitt nach x-x, Fig. 8;
Fig. 8 ein Schnitt nach y-y, Fig. 7.
Die Kapsel A erhält am geeignetsten einen runden, cylindrischen Querschnitt und ist mit
einer seitlichen Kammer versehen, welche die Zu- und Abflufskanäle J und O enthält, die
durch entsprechende seitliche Erweiterungen und die in den Seitenwänden der Kapsel angebrachten
Ein- und AusströmungsöfFnungen_/ x J^
und O1 O2, Fig. 6, mit dem Innern der Kapsel
communiciren. Die Zu- und Abflufskanäle werden durch den Steg Ax geschieden, welcher
zwischen den beiden gegenüberliegenden Kopfwänden der Kapsel und der Kammer eingeschaltet
ist. Derselbe reicht bis in das Innere des entsprechend geschlitzten Ringkolbens B
hinein und ist hier zu einem nicht ganz geschlossenen Hohlcylinder A2 erweitert. Der
ringförmige, ebenfalls einen Hohlcylinder bildende Kolben B ist mit Bezug auf den inneren
Kapselraum und den Umfang des Stegkopfes so bemessen, dafs derselbe bei seiner excentrischen
Oscillation einerseits durch stetigen Contact mit der inneren Wandung der Kapsel den
Hohlraum derselben ununterbrochen in zwei Abtheilungen theilt (eine für Zuflufs, die andere
für Abflufs) und andererseits das Innere des Kolbens selbst zu gleichem Zweck durch entsprechenden
Anschlufs der inneren Wandung des Kolbens an die äufsere Fläche der Stegerweiterung
A2 ebenfalls stetig in zwei derartige
Räume geschieden wird.
Die Kanten / des Schlitzes, mittelst dessen der Kolben sich an dem Steg A1 führt, sind
wegen der verschiedenen Lagen, welche der Kolben bei seiner Oscillation gegen den Steg
einnimmt und behufs Verminderung der Reibung in geeigneter Weise abgerundet. Wie bereits
oben erwähnt wurde, bildet die Stegerweiterung A 2
einen nicht ganz geschlossenen Cylinder. Damit nun trotz dieser Lücke der dichte Anschlufs an
die innere Fläche des Kolbens doch ein stetiger bleibe, sind die Kanten an der Lücke des Stegkopfes,
wie Fig. 2 zeigt, verstärkt und abgerundet, und ist die innere Wandung des Kolbens entsprechend geformt, so dafs der
dichte Contact bei der Bewegung des Kolbens von der einen Kante A% momentan zur anderen
Kante Az überspringt.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Modification sind aufser den verstärkten Kanten an der
Lücke auch statt des übrigen runden Theiles des Stegkopfes ähnliche Wulste A^ angeordnet,
welche einfach durch gerade oder anders geformte Stege mit einander verbunden sind.
Den Wulsten A1 entspricht die Innenwandung des Kolbens an den einzelnen Theilen a1.
In gleicher Weise wird auch bei der in Fig. 4 dargestellten Modification der stetige dichte
Abschlufs zwischen Kapsel A und Kolben B durch ähnliche an der Kapselwandung angebrachte
Wulste <24 und eine entsprechende
Formgebung der äufseren Wandung des Kolbens B erzielt.
Zur Sicherung der excentrischen Bewegung des Kolbens ist derselbe in seiner Mittelachse
mit einem oder mehreren Zapfen F1 F2 versehen, welche sich bei der Oscillation des
Kolbens an entsprechenden, in der Mittelachse der Kapsel befestigten Zapfen W H2 führen.
Die Zapfen F1 F2 werden von einem an der
Innenwand des Kolbens sitzenden Arm F getragen, welcher so angeordnet ist, dafs er bei
der Oscillation des Kolbens innerhalb der Lücke des Stegkopfes A2 hin- und herschwingt. ■.'.·■>■
Bei den in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellten Formen, reicht diese Lücke im Stegkopf durch
die ganze Tiefe der Kapsel; in Fig. 8 ist in dem Stegkopf dagegen nur ein so grofser
Schlitz h angebracht, als für die freie Bewegung des Armes F gerade erforderlich ist; die Tiefe
des Schlitzes h entspricht genau der Dicke des Armes F, Fig. 7, welcher sich mit seiner einen
Seite aufserdem noch an die entsprechend gerundete Kante a3 des Schlitzes h, Fig. 8, dicht
anlegt, so dafs hierdurch der Kolben in präciser Weise geführt wird. ■
Statt der oben angegebenen Zapfen kann behufs Herbeiführung der gezwungenen excentrischen
Oscillation des Kolbens auch direct eine die Mittelachse des Kolbens mit der Mittelachse
der Kapsel verbindende Kurbel angewendet werden.
Wie Fig. ι zeigt, ist in dem FührungscylinderiJ1
eine Welle 1 gelagert, welche im Innern der Kapsel einen Kurbelarm 2 trägt, der durch den
Zapfen F1 bei dessen Rundgang mitgenommen wird, so dafs hierdurch der mit dem Zahnrad a
in Eingriff stehende Trieb b in Rotation versetzt wird. Von der Welle d des Zahnrades α wird
dann irgend ein geeignetes Registrirwerk in Thätigkeit gesetzt, welches die Anzahl der
Kolbenumgänge angiebt. Der Apparat functionirt nun in folgender Weise:
Wenn der Kolben, wie in Fig. 2 dargestellt, sich in der einen oberen Todtpunktlage befindet,
so tritt das bei J zuströmende Wasser durch die Oeffhungen _/"' und J2 in den auf
der einen Seite des Kolbens B zwischen letzterem und der Kapselwandung befindlichen sichelförmigen
Raum und drückt den Kolben somit nach der durch den Pfeil n1 angedeuteten Richtung,
wodurch das auf der Kolbenseite befindliche Wasser durch die Oeffnungen O1 O2 in
die Abflufskammer O verdrängt wird. Um jeder Saugwirkung auf das in - die Kapsel eintretende
Wasser vorzubeugen und dadurch jeden aus einer solchen Saugwirkung in Bezug auf die
Bewegung des Kolbens resultirenden Widerstand von vorn herein zu verhindern, sind zu beiden
Seiten des Steges A1 Schlitze XX1 angeordnet,
welche die Zu- und Abflufskammern direct mit dem Innern der Kapsel verbinden.
Während der Bewegung des Kolbens schreitet der Berührungspunkt seiner Oberfläche mit der
Kapselwandung von a2 an der oberen Kapselhälfte entlang, und zwar liegt die Contactstelle
stets in der Verlängerung der durch die Mittelachsen von Kolben und Kapsel gehenden Verbindungslinie.
Gleichzeitig wälzt sich die innere Wandung des Kolbens auf dem Stegkopf A2 ab.
Lag die Berührungsstelle ursprünglich bei g, so schreitet dieselbe, so lange sie sich auf dem
runden, cylindrischen Theil des Stegkopfes befindet,
derart fort, dafs die oben genannte, durch den Contact zwischen Kapsel und Kolben
und die Mittelachsen der beiden letzteren gehende Gerade auch genau auf die Berilhrungsstelle an
der Innenwandung des Kolbens trifft. Alsdann verweilt die Contactstelle einige Zeit an dem
ersten Wulst A3 und springt nun, sobald die erwähnte ideelle Linie die Mittellage zwischen
den beiden Wulsten A3 erreicht, momentan auf den zweiten Wulst A3 über, von welchem aus
sie schliefslich auf dem oberen gröfseren Bogentheil des Stegkopfes wieder bis nach g gelangt.
Es ist ersichtlich, dafs der Contact zwischen Kolben und Kapsel sich demnach bei a* befinden
mufs, wenn der innere Contact zwischen Kolben und Stegkopf bei g' liegt (untere Todtpünktlage),
und dafs dann die äufsere Berührungsstelle bei a* auf die andere Kapselhälfte
überspringt und nun auf dieser weiter bis β2
fortschreitet. Der Kolben wälzt sich also mit seiner äufseren Fläche ununterbrochen auf der
inneren Wandung der Kapsel und gleichzeitig mit seiner eigenen inneren Wandung auf dem
Stegkopf ab, und es wird somit ununterbrochen sowohl der Raum zwischen Kapsel und Kolben,
als auch das Innere des Kolbens selbst in zwei in ihrer Gröfse periodisch zu- bezw. abnehmende
'Räume getheilt. Nur in den beiden Todtpunktlagen wird abwechselnd bald der eine Raum
im Kolbeninnern (oberer Todtpunkt), bald der eine Raum zwischen Kapsel und Kolben (unterer
Todtpunkt) zu Null.
Bei der wälzenden Bewegung des Kolbens rotirt lediglich die Mittelachse desselben in
vollem Kreise um die Kapselachse herum; alle übrigen Kolbentheile beschreiben wegen der
geradlinigen Führung des Kolbens am Steg A1 in Bezug auf die Kapsel zusammengesetzte
Cnrven, die aber symmetrisch zum Steg A1 sind.
Es war oben angenommen worden, dafs der Kolben B sich aus der oberen Todtpunktlage
in der Richtung des Pfeiles »' bewege, sich
also auf dem Uebergang in die durch Punktur angedeutete Lage befinde. Bei dieser Bewegung
schreitet die innere Contactstelle von g bis A3 fort, und es entsteht somit zwischen diesem
Stegtheil und dem Kolben ein Raum, welcher allmälig mit den Schlitzen _/' und J2 in Communication
tritt, so dafs nunmehr das zuströmende Wasser zum Theil in das Kolbenintiere
eintritt. Wie aus der Betrachtung der Figur hervorgeht, wirkt dasselbe auf die Bewegung
des Kolbens in gleichem Sinne wie das äufsere Wasser ein. Es mufs bemerkt werden,
dafs in demselben Augenblick, wo der vorerwähnte Raum mit den Schlitzen J1 und J2 in
Communication tritt, der complementäre Innenraum des Kolbens auf der gegenüberliegenden
Seite des Steges mit den Abflufsöffnungen O1
und O2 in Verbindung kommt, so dafs das beim vorigen Kolbenumgang in das Innere eingeströmte
Wasser frei austreten kann.
Je weiter sich nun der Kolben in der angedeuteten Richtung herumwälzt, desto gröfser
wird der Raum für das zuströmende Wasser zwischen Kapsel und Kolben. Ebenso vergröfsert
sich auch der Raum für das zuströmende Wasser im Kolbeninnern, da die Contactstelle, durch
welche der Kolbenraum in zwei Abtheilungen getrennt wird, bald von dem ersten Wulst A3
auf die zweite Kante A% überspringt. Dagegen
verkleinert sich in , entsprechendem Mafse der mit den Abflufskanälen O1 und O2 communicirende
complementäre Raum des Kolbeninnern, d. h. es wird immer mehr und mehr Wasser aus demselben verdrängt.
Der Kolben B gleitet inzwischen mittelst der abgerundeten Kante/allmälig an dem Steg A1
von g bis d* herab. Sobald er letztere (untere
Todtpunkt-) Lage erreicht, befindet sich der ganze jetzt einheitliche Raum zwischen Kapsel
und Kolben voll frisch zugeströmten Wassers. Die Schneidestelle zwischen den beiden Abtheilungen
des Kolbeninnern befindet sich in diesem Augenblick bei g1. Beide Abtheilungen
sind also in dieser Kolbenlage gleich grofs, der Raum innerhalb des Stegkopfcylinders kommt
nicht in Betracht, da das Wasser in demselben ununterbrochen stehen bleibt. Die Zuflufskammern
J sowohl, wie die Abflufskammern O stehen bei dieser Kolbenlage nur mit den
beiden Abtheilungen des Kolbeninnern in entsprechender Verbindung. Das Wasser strömt
also in diesem Augenblick nur in das Kolbeninnere ein. Sobald der Kolben hierdurch
weitergewälzt wird, wobei die Contactstelle zwischen Kapsel und Kolben auf die untere
Kapselhälfte überspringt, drängt der Kolben das Wasser vor sich her und bewirkt ein Ausströmen
derselben durch die Kanäle X1 O1 und O'\ welche letzteren beiden ebenfalls bald
wieder mit dem Raum zwischen Kapsel und Kolben in Communication treten, da letzterer
bei seiner Bewegung nunmehr an dem Steg A' allmälig von a* wieder nach g zurückgleitet.
Hierdurch entsteht auch zwischen der Kapsel und dem Kolben bei dem Kanal H wieder ein
Raum, welcher sich bei der Weiterbewegung des Kolbens immer mehr vergröfsert, so dafs
das frische Wasser aufser durch X auch durch die Oeffnungen J1 und J2 in denselben einströmen
kann.
Während sich nun der Kolben in der unteren Kapselhälfte von a* bis a2 abwälzt, schreitet
der Contact zwischen der Innenwandung des Kolbens und der Stegerweiterung A2 auf deren
oberem Theil von g1 bis g fort, d. h. der mit
den Ausflufskanälen communicirende Raum des Kolbeninnern wird allmälig bis auf Null reducirt,
also sämmtliches darin enthalten ge-
wesene Wasser daraus verdrängt. Demnach bildet in der oberen Todtpunktlage das Kolbeninnere einen einheitlichen Raum, welcher vollständig
mit frischem Wasser angefüllt ist, während der Raum zwischen Kolben und Kapsel in dieser Lage des Kolbens durch letzteren in
zwei gleiche Hälften getrennt wird, von denen die eine noch Wasser aus dem vorigen Kolbeninngang
enthält, während die zweite Hälfte bereits wieder mit frischem Wasser gefüllt ist.
Die Zu- und Abflufskanäle communiciren bei dieser Stellung des Kolbens nur mit den beiden
letztgenannten Räumen zwischen Kapsel und Kolben.
Wie bereits oben erläutert wurde, rotirt die Mittelachse des Kolbens bei jedem Umgang
desselben einmal um die Mittelachse der Kapsel herum. Benutzt man diese Rotation in geeigneter
Weise zum Betrieb eines Registrirwerkes, so kann man also aus der Anzahl der Kolbenumgänge und dem verfügbaren Kapselvolumen
das Wasserquantum berechnen, welches in einem bestimmten Zeitraum durch den Apparat
hindurchgeflossen ist.
Das Kapselwerk kann natürlich auch als Pumpe oder Motor benutzt werden.
Claims (2)
1. Ein aus der rotirenden Schubkurbel abgeleiteter
Kapselwerk-Wassermesser (bezw. Pumpe oder Motor), dessen Kapsel A mit
einem den Einlaufy und Austritt O trennenden
Stege A1 versehen ist, dessen Kopf zu einem nicht ganz geschlossenen Hohlkörper^2
erweitert ist, in welchen der Kolben mit einem Arm F hineinreicht, zu dem Zwecke,
um mittelst dieses Armes F eine Führung bezw. Controlirung der Bewegung mittelst
Zapfen oder Kurbeln herbeizuführen.
2. Die Anordnung der am Arm F sitzenden Zapfen F' und der an der Kapsel befestigten
Führungsstifte H1 H2 zur Sicherung
der Contacte zwischen der Aufsenfläche des Kolbens und der Kapsel einerseits und Innenwandung
des Kolbens und der Stegerweiterung andererseits.
Die Anordnung von Kantenwulsten A3 in
Verbindung mit der entsprechend geformten Innenwandung des Kolbens B, zu dem
Zwecke, um trotz der Lücke im Stegkopf A"1
doch eine stetige Berührung zwischen letzterem und der Innenwandung des Kolbens zu
erzielen und dadurch auch das Kolbeninnere in zwei complementäre Räume zu theilen,
von denen der eine frisches Wasser aufnimmt, während gleichzeitig aus dem anderen
das beim vorigen Umgang eingeströmte Wasser verdrängt wird.
Die Anordnung von Wulsten «4 an der Innenwandung der Kapsel in Verbindung mit der entsprechend geformten Aufsenwandung des Kolbens.
Bei Kapselwerk-Wassermessern bezw. Pumpen oder Motoren mit excentrisch um die Mittelachse der Kapsel schwingendem Kolben die Anordnung' der mit Vorkammern ausgestatteten Wasser-Einlauf- und. -Austrittsbehälter J und O, welche durch Oeffnungen _/' J2 und Ox O2 in den beiden Seitenwandungen der Kapsel bei dem Umgange des Kolbens B sowohl mit dem zwischen diesem und der Kapsel befindlichen Raum, als auch mit dem Kolbehinnern communiciren, sowie die Anordnung der Schlitze X und X\ durch welche die Hauptkammern J und O direct mit dem Kapselinnern in Verbindung stehen, um dadurch jeder zufälligen Saugwirkung, durch welche leicht eine nachtheilige Reaction auf den Kolben ausgeübt würde, vorzubeugen.
Die Anordnung von Wulsten «4 an der Innenwandung der Kapsel in Verbindung mit der entsprechend geformten Aufsenwandung des Kolbens.
Bei Kapselwerk-Wassermessern bezw. Pumpen oder Motoren mit excentrisch um die Mittelachse der Kapsel schwingendem Kolben die Anordnung' der mit Vorkammern ausgestatteten Wasser-Einlauf- und. -Austrittsbehälter J und O, welche durch Oeffnungen _/' J2 und Ox O2 in den beiden Seitenwandungen der Kapsel bei dem Umgange des Kolbens B sowohl mit dem zwischen diesem und der Kapsel befindlichen Raum, als auch mit dem Kolbehinnern communiciren, sowie die Anordnung der Schlitze X und X\ durch welche die Hauptkammern J und O direct mit dem Kapselinnern in Verbindung stehen, um dadurch jeder zufälligen Saugwirkung, durch welche leicht eine nachtheilige Reaction auf den Kolben ausgeübt würde, vorzubeugen.
Die am Arme F sitzenden Zapfen F1 bezw. F2, welche sich an den an der Kapsel befestigten
Stiften H1 bezw. H2 führen oder
mit denselben durch eine Kurbel verbunden sind und zur Uebertragnng der Drehung des
Kolbens auf das Registrirwerk u. s. w. oder aber zur Drehung des Kolbens selbst dienen,
wenn das Kapselwerk als Pumpe benutzt wird.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29523C true DE29523C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT29523D Active DE29523C (de) | Kapselwerk-Wassermesser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29523C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1053200B (de) * | 1956-06-30 | 1959-03-19 | Siemens Ag | Ringkolbenzaehler |
-
0
- DE DENDAT29523D patent/DE29523C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1053200B (de) * | 1956-06-30 | 1959-03-19 | Siemens Ag | Ringkolbenzaehler |
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