DE2952012C2 - Andrückvorrichtung für Kantenumleimer - Google Patents
Andrückvorrichtung für KantenumleimerInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung der im Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1 bezeichneten
Art.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art ist zwar schon die Andruckrolle für den Kantenumleimer in
Querrichtung federnd angeordnet, damit können jedoch nur Seitenschläge der plattenförmigen, um Durchlaufverfahren
mit dem Kantenumleimer beschichteten Werkstücke ausgeglichen werden. Eine Anpassung an
Höhenschläge der Werkstückränder hat man derart vorgenommen, daß man auf die Seitenkanten der
Werkstücke sogenannte Rohleisten mit einem Überstand sowohl nach oben als auch nach unten über die
Ober- bzw. Unterseiten der Werkstücke aufgesetzt hat, um dann an einer weiteren Bearbeitungsstation im
Anschluß an die Andrückvorrichtung der auf die Werkstücke aufgesetzten und angeklebten Leisten die
endgültige Kontur durch Formfräsen zu geben. Dabei wird dann auch ein bündiger Abschluß der Leisten mit
den Ober- und Unterseiten der Werkstücke erreicht, indem die überstehenden Ränder der Kantleisten bzw.
des Kantenumleimers abgeschnitten werden (DE-OS 454).
Die endgültige Profilierung der seitlichen Kantenumleimer an den Werkstücken selbst bringt wegen der zu
berücksichtigenden Höhenschläge der Plattenränder einen erhöhten Zerspanungsanteil mit sich, der in der
Größenordnung von 20% des Leistenmaterials liegt.
Der Zerspanungsanteil ist Abfall, womit sich insbesondere bei der Herstellung der Kantleisten aus Kunststoffen
eine erhebliche Rohstoffvergeudung ergibt.
Der Erfindung liegt deshalb der Gedanke zugrunde, eine spangebende Bearbeitung der Leisten an den
Werkstücken zu vermeiden. Dazu sollen die Leisten sogleich als Formleisten verwendet werden Sofern die
Leisten aus Kunststoff bestehen, können sie im Extrudier- oder Strangpreßverfahren hergestellt werden.
Die Formleisten werden zumindest einseitig flächenbündig auf die Seitenkanten der plattenförmigen
Werkstücke aufgebracht. Dabei besteht die Schwierigkeit, die Höhenschläge der Ränder der plattenförmigen
Werkstücke ausgleichen zu müssen. Es mußte nach einer Lösung gesucht werden, um zumindest die
Andruckrolle der Andrückvorrichtung selbstätig der wechselnden Höhenlage einer bestimmten Werkstückbezugsfläche
nachzufahren.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu
verbessern, um über die Andruckrolle mittels Formschluß den Kantenumleimer in zumindest einer
Höhenrichtung zu führen und die Andruckrolle einer längslaufenden Höhenbezugskante der Werkstücke
nachzuführen.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der gattungsgemäßen Art nach der Erfindung durch die
kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1
gelöst.
Der besondere Vorteil einer erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt darin, daß die führende Umfangskontur
der Formrolle einmal auf eine bestimmte Werkstückbezugskante in Höhenrichtung eingerichtet standig
dieser Bezugskante selbstätig nachgeführt wird, so daß der Kantenumleimer stets in der vorbestimmten
Höhenlage dieser Werkstücksbezugskante auf die Werkstücksseitenkanten aufgedrückt wird. Man kann
also die dehnkantenumleimerführende Kontur der Formrolle so auf die Werkstücke ausrichten, daß die
Kantenleiste mit ihrer Oberkante flächenbündig mit der Oberseite der plattenförmigen Werkstücke abschließt.
Dabei kann dann in Kauf genommen werden, daß an der Unterseite der plattenförmigen Werkstücke infolge von
Toleranzen hinsichtlich der Werkstückdicke und der Höhe der Kantleisten diese über die Unterseite der
Werkstücke nach unten überstehen oder dagegen nach oben zurückspringen, denn meist benötigt man nach
dem Einbau der plattenförmigen Werkstücke lediglich an deren Sichtseite einen flächenbündigen Abschluß
zwischen der Kantleiste und der Werkstückvorderseite. Insgesamt haben etwaige Höhenschläge der Plattenränder
keinen nachteiligen Einfluß mehr auf ein Ausrichten der Kantenumleimer an eine Höhenbezugskante der
Werkstücke.
Grundsätzlich kann die Umfangskontur der als Andruckrolle dienenden Formrolle weitgehend beliebig
sein, wenn lediglich sichergestellt ist, daß das Querschnittsprofil des Kantenumleimers derart mit der
Umfangskontur der Formrolle korrespondiert, daß der Kantenumleimer in Höhenrichtung geführt wird. Beispielsweise
kann dies durch eine Umfangsnut der Formrolle erreicht werden. Um jedoch einseitig
Toleranzen des Kantenumleimers ausgleichen zu können, ist es von Vorteil, wenn die den Umleimer
führende Außenkontur der Formrolle zu einer der Rollenstirnseitein offen ist, der Umleimer über diese
Stirnseite der Formrolle auch zumindest geringfügig vorsteht und auf dieser Seite dann eine Gegendruckrolle
vorgesehen wird, die den Kantenumleimer in die Kontur der Formrolle drückt.
Die weiteren Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel noch näher
erläutert. Die Zeichnung zeigt in schematischer Wiedergabe eine erfindungsgemäße Vorrichtung im
Seitenriß.
Man erkennt in der Zeichnung eine auf einem Gestell 1 angeordnete Fördervorrichtung 2, bei der es sich
beispielsweise um einen Ketten- oder Bandförderer handeln kann. Diese Fördervorrichtung 2 gehört zu
einer im Durchlauf arbeitenden Maschine zur Bearbeitung von plattenförmigen Werkstücken 3. Diese
Werkstücke 3 werden auf der Fördervorrichtung 2 kontinuierlich durch die Maschine hindurch transportiert
und entsprechend im Durchlauf bearbeitet. Dazu können die Werkstücke 3 auf der Fördervorrichtung 2
durch besondere Vorrichtungen gesichert sein, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind. Meist kragen die
Werkstücke 3 wie beim Ausführungsbeispiel gezeigt, seitlich über die Fördervorrichtung 2 über, gerade dann
macht sich ein Verzug der plattenförmigen Werkstücke 3 nachteilig bemerkbar, weil er zu Höhenschlägen der
Plattenränder führt.
Die plattenförmigen Werkstücke 3 bestehen meist aus Holz oder einem Holzwerkstoff, wie Spanplatten,
sie können ober- und/oder unterseitig beschichtet sowie oberflächenbehandelt sein. Die Seitenkanten der Werkstücke
3 werden mit einer Kantleiste oder einem Umleimer 4 beschichtet, dies geschieht an einer
Bearbeitungsstation der im Durchlauf arbeitenden Maschine mittels einer Formrolle 3 einer Andrückvorrichtung
6.
Im einzelnen besitzt die Andrückvorrichtung 6 ein Gestell in Gestalt eines Ständers 7, das eine C-förmige,
zur Fördervorrichtung 2 offene Grundgestalt hat. Zwischen den Horizontalschenkeln dieses Gestells
befindet sich eine Höhenführung 8, die beim Ausführungsbeispiel durch zwei parallel zueinanderstehende
Führungssäulen 9 gebildet ist.
Über Führungsbuchsen 11 ist an den Führungssäulen 9 ein Führungskörper 10 gelagert, der somit im Ständer
7 hötenverfahrbar ist.
In den Führungskörper 10 sind Führungsbuchsen 12 eingelassen, in denen zwei Führungsstangen 13 horizontal
geführt sind. Der Führungskörper 10 ist vorzugsweise ein etwa quaderförmiger Schlitten, den die beiden
Führungsstangen 13 und die dazu vertikalen Führungssäulen 9 kreuzend durchqueren.
An der zur Fördervorrichtung 2 hin liegenden Seite sind die Führungsstangen 13 des Führungskörpers 10
über ein Joch 14 miteinander verbunden und tragen einen Rollenhalter 15, an dem die Formrolle 5 gelagert
ist, deren Achse in Vertikalrichtung liegt. Durch die Führungsstangen 13 ist die Formrolle 5 in Querrichtung
senkrecht zu den Seitenkanten der Werkstücke 3 auf der Fördervorrichtung 2 verschieblich. An der der
Fördervorrichtung 2 abgewandten Seite sind die aus dem Führungskörper 10 heraustretenden Führungsstangen
13 über einen Balken 33 miteinander verbunden und an diesem Balken 33 greift ein Druckelement 33 an, das
federmechanisch, hydraulisch oder pneumatisch beispielsweise die Formrolle 5 mit einer wählbaren
Vorspannung gegen die Werkstücke 3 drückt. Die Formrolle 5 stützt sich somit unter Mitnahme des
Umleimers 4 gegen die Werkstücke 3 elastisch zb, der Anpreßdruck zwischen der Formrolle 5 und den
Werkstücken 3 ist so gewählt, daß der Umleimer 4 an den Werkstücken 3 bei Verwendung eines geeigneten
Bindemittels zumindest ausreichend fixiert ist, um durch die Formrolle 5 in Durchlaufrichtung nachfolgende
Druckrollen weiter mit den Werkstücken 3 verpreßt zu werden.
Die besondere Aufgabe der Formrolle 5 liegt darin, den Umleimer 4 an die Werkstücke 3 zumindest
einseitig, also oder- oder unterseitig, flächenbündig heranzuführen. Beim Ausführungsbeispiel soll ein
oberseitiger flächenbündiger Abschluß des Umleimers 4 mit den Werkstücken 3 erreicht werden. Es versteht
sich, daß der Umleimer 4 bzw. die Kantleiste von einem nicht näher dargestellten Magazin zur Formrolle 5 an
den Werkstücken 3 herangeleitet wird, von wo er durch die Werkstücke 3 selbst in Durchlaufrichtung mitgenommen
wird.
Die Formrolle 5 besitzt eine Umfangskontur 16, die beim Ausführungsbeispiel die Gestalt eines Spurkranzes
an einer im übrigen zylindrischen Walze hat. Die Umfangskontur 16 der Formrolle 5 führt den mit den
Werkstücken 3 sich bewegenden Umleimer 4 in Höhenrichtung, zumindest in ein Verlaufen des Umleimer1;
4 nach oben hin bis über die Oberseite der Werkstücke 3 hinaus durch die Umfangskontur 16 an
der Formrolle 5 unterbunden. Die Führung des Umleimers 4 nach unten hin kann zwar grundsätzlich
auch durch geeignete Umfangskonturen der Formrolle 5 erfolgen, beim Ausführungsbeispiel ist hierfür jedoch
eine von der Formrolle 5 unabhängige Vertikalführung nach unten vorgesehen, die nachstehend noch beschrieben
werden wird.
Die Ausrichtung der spurkranzartigen Umfangskontur 16 der Formrolle 5 zur Oberseite der Werkstücke 3
erfolgt selbsttätig durch Verschiebung des Führungskörpers 10 längs der Höhenführung 8 des Ständers 7. Im
einzelnen sind dazu an dem die Führungsstangen 13 auf der Seite zur Fördervorrichtung 2 hin verbindendes
Joch 14 eine Halterung 17 mit einer vertikal ausgerichteten Stellspindel 18, an der ein Führungsstück
19 gehalten ist, und dieses Führungsstück 19 trägt einen Haltearm 20, an dem ein Tastrad 21 gelagert ist. Das
Tastrad 21 rollt auf der Oberseite der darunter durchlaufenden Werkstücke 3 ab und steuert die
Höhenausrichtung der Formrolle 5. Dazu ist es zweckmäßig, das Tastrad 21 möglichst nahe an der
Andruckstelle der Formrolle 5 anzuordnen. Es liegt mit seiner Achse in Querrichtung senkrecht zur Durchlaufrichtung
der Werkstücke 3, diese Achse steht zugleich senkrecht auf der der Formrolle 5. Über das Tastrad 21
und seine Halterung 17 stützt sich der gesamte Führungskörper 10 in Vertikalrichtung auf der Oberseite
der Werkstücke 3 ab. Ist der jeweilige Rand der plattenförmigen Werkstücke 3, die an der Andrückvorrichtung
6 vorbeilaufen, nach oben ausgewölbt, wird über das Tastrad 21 der Führungskörper 10 an der
Höhenführung 8 des Ständers 7 nach oben mitgenommen, entsprechend verlagert auch die Formrolle 5, die
an dem Führungskörper 10 sitzt, ihre Lage nach oben. Entsprechend erfolgt auch die Nachführung der
Formrolle 5 nach unten in Abhängigkeit von dem Tastrad 21. Dabei kann die Grundeinstellung in der
Höhenausrichtung zwischen dem Tastrad 21 und der Formrolle 5 über die Stellspindel 18 und das
Führungsstück 19 der Halterung 17 vorgenommen werden. Beim Ausführungsbeispiel ist die Höhenrelation
zwischen der Formrolle 5 und dem Tastrad 21 so gewählt, daß durch die Umfangskontur 16 der
Formrolle 5 der Umleimer 4 mit seiner Oberkante bündig mit der Oberseite der Werkstücke 3 abschließt
Dieser flächenbündige Abschluß ist auch dann sichergestellt, wenn die an der Andrückvorrichtung 6 vorbeilaufenden
Ränder der plattenförmigen Werkstücke 3 Höhenschläge haben, die durch die Zwangsführung
zwischen dem Tastrad 21 und der Formrolle 5 ausgeglichen werden.
Um ein Abheben des Tastrades 21 von der Oberseite der Werkstücke 3 zu vermeiden, ist beim Ausführungsbeispiel ein Druckelement 22 vorgesehen, das an der
oberen Honzontalstrebe des Ständers 7 sitzt und mit einem im einzelnen nicht näher gekennzeichneten
Stempel auf den Führungskörper 10 wirkt Das Druckelement 22 drückt somit den Führungskörper 10
unter Mitnahme des Tastrades 21 nach unten, was noch zusätzlich durch das Gewicht des Führungskörpers 10
und der daran angeordneten Teile unterstützt wird, damit das Tastrad 21 vor allem bei Abwärtsbewegungen
den Kontakt mit der Oberseite der Werkstücke 3 nicht verliert
Auf der Höhenführung 8 der Andrückvorrichtung 6 sitzt unterhalb des Führun^skörpers 10 ein Führungselement
23, das in seinem Aufbau dem des Führungsköroers 10 ähnlich ist Es besitzt deshalb auch im einzelnen
nicht näher dargestellte Führungsbuchsen zur Lagerung auf den Führungssäulen 9. Ferner hat es in gleicher
Weise wie der Führungskörper 10 quergelagerte Führungsstangen 24, die auf der zur Fördervorrichtung
2 hin liegenden Seite über einen Träger 25 miteinander verbunden sind. An diesem Träger 25 ist eine
Haltevorrichtung 26 für eine Gegendruckrolle 27 angeordnet. Die Gegendruckrolle 27 liegt achsparallel
zum Tastrad 21, sie steht also mit ihrer Achse ebenfalls senkrecht auf der Achse der Formrolle 5. Sie reicht mit
ihrem äußeren zylindrischen Umfang bis nahe an die der Führungskontur 16 abgelegene Stirnseite der Formrolle
5 heran und steht um etwas weniger als die Dicke des Umleimers 4 mit ihrer Umfangsfläche in radialer
Richtung um die Umfangsfläche der Formrolle 5 an dieser Stirnseite vor. Die Gegendruckrolle 27 drückt
den Umleimer 4 in den Spalt, der sich zwischen der Formrolle 5 und der zu beschichtenden Seitenkante der
Werkstücke 3 ergibt und weicher beim Ausführungsbeispiel nach oben hin durch die Umfangskontur 16 an der
Formrolle 5 begrenzt ist. Dadurch ist sichergestellt, daß der Umleimer 4 mit seiner Oberkante auch stets
flächenbündig mit der Oberseite der durchlaufenden Werkstücke 3 abschließt.
Um die notwendige Druckkraft auf den Umleimer 4 über die Gegendruckrolle 27 aufbringen zu können,
greift am Führungselement 23 ein Druckelement 28 an, das zweckmäßig an der Unterseite des Führungselementes
23 zwischen den Führungssäulen 9 angeordnet ist. Es liegt somit dem oberen Druckelement 22 für den
Führungskörper 10 etwa axial gegenüber. Auch das Druckelement 28 kann die notwendige Stellkraft für die
Gegendruckrolle 27 federmechanisch, hydraulisch oder pneumatisch beispielsweise aufbringen. Es muß allerdings
dafür Sorge getragen sein, daß das Druckelement
28 nicht über die Gegendruckrolle 27 und den Umleimer 4 die Formrolle 5 und damit den Führungskörper 10
anheben kann, was dazu führen würde, daß das Tastrad 21 den Kontakt mit der Oberseite der Werkstücke 3
verliert Deshalb wird der vom Druckelement 28 aufzubringende Druck zweckmäßig so eingestellt, daß
an der Gegendruckrolle 27 die nach oben wirkende Druckkraft etwa halb so groß ist wie die nach unten
wirkende Stützkraft des Tastrades 21.
Damit man die Gegendruckrolle 27 in Querrichtung senkrecht zur zu beschichtenden Seitenkante der
Werkstücke 3 zustellen kann, sind beim Führungselement 23 die Führungsstangen 24 auf der der
Fördervorrichtung 2 abgelegenen Seite durch einen Balken 30 miteinander verbunden, und dieser Balken 30
wirkt mit einer Justierspindel 29 zusammen, die im Ständer 7 gegengelagert ist. An der Außenseite der
durch den Ständer 7 hindurchtretenden Justierspindel
29 sitzt ein Stellrad 31, über das die Verstellung der Gegendruckrolle 27 in Axiäirichiung vorgenommen
werden kann.
Grundsätzlich kann auch die Gegendruckrolle 27 in geeigneter Weise mit am Führungskörper 10 angeordnet
sein, sofern sie nur gegenüber der Formrolle 5 federnd zugestellt werden kann, damit der Umleimer 4
in den Spalt zwischen der Formrolle 5 und den Seitenkanten der Werkstücke 3 gepreßt wird.
Die beschriebene Vorrichtung setzt voraus, daß als Umleimer 4 als Kantleiste oder ein Anleimer verwendet
wird, der im Durchlauf an die Seitenkanten der Werkstücke 3 angeleimt werden kann. Es handelt sich
hierbei vorzugsweise um streifenförmige Materialien aus Kunststoff, wie sogenannte Hart-PVC-Kanten, die
eine Dicke von 2 bis etwa 10 mm haben. Derartige Leisten sind noch so ausreichend elastisch, daß sie von
der Formrolle 5 an die jeweilige Werkstückseitenkante durch Biegung auf einem Teil des Rollenumfanges
herangeführt und daran angedrückt werden können.
Solche Kantleisten können mit längsverlaufenden Außenkonturen versehen werden, an die die Gegenkontur
der Formrolle 5 anzupassen ist. Entscheidend ist
hierbei lediglich, daß ein solcher Formschluß zwischen der Formrolle 5 und den jeweiligen Kantleisten besteht,
daß zumindest eine der Kanten dieser Kantleisten an eine der Seiten der Werkstücke flächenbündig angelegt
werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Heranfuhren und Andrücken eines Kantenumleimers an durchlaufende Seitenkanten
von plattenförmigen, auf einer Fördervorrichtung transportierten Werkstücken mittels einer
Andruckrolle, die in Höhenrichtung auf die Höhenlage der Werkstückseitenkanten einstellbar ist und
sich in Querrichtung zu den durchlaufenden Werkstücken auf den Werkstückseitenkanten über
den Kantenumleimer abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß die Andruckrolle eine
Formrolle (5) mit einer zumindest teilweise mit dem Querschnittsprofil des Umleimers (4) korrespondierenden
Umfangskontur (16) ist und diese Formrolle (5) an einem in der Höhenrichtung verfahrbaren
sowie in dieser Richtung von einem Tastglied (21) gesteuerten Führungskörper (10) gelagert ist, wobei
das Tastglied (21) an den Ober- oder Unterseiten der Werkstücke (3) anliegend nahe an der Formrolle (5)
angeordnet ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umfangskontur (16) der Formrolle (5) die Gestalt eines Spurkranzes hat und auf dem
Spurkranz abgelegenen Stirnseite der Formrolle (5) eine Gegendruckrolle (27) für den Umleimer (4)
angeordnet ist, deren Achse zu der der Formrolle (5) senkrecht steht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegendruckrolle (27) gegenüber
der Formrolle (5) höhenverfahrbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegendruckrolle (27) an einem
vom Führungskörper (lO) getrennten Führungselement (23) gelagert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement (23) eine
Zustellvorrichtung (29—31) zur Justierung der Gegendruckrolle (27) in Querrichtung hat.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastglied als auf
der Oberseite der Werkstücke (3) abrollendes Tasirad (21) ausgebildet ist, das mit dem Führungskörper (10) zu dessen Abstützung auf den Werkstükken
(3) über eine Halterung (17) fest verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (17) des Tastrades (21)
eine Höhenverstellvorrichtung (18,19) besitzt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (17) des Tastrades
(21) und die Formrolle (5) an Querführungen (12, 13) des Führungskörpers (10) angeordnet und mit
einem gemeinsamen in Querrichtung wirkenden Druckelement (32) verbunden sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskörper
(10) der Formrolle (5) und das Führungselement (23) der Gegendruckrolle (27) an einer gemeinsamen
Höhenführung (8) gelagert sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskörper (10) der
Formrolle (5) über dem Führungselement (23) der Gegendruckrolle (27) angeordnet sowie mit einem
nach unten drückenden Druckelement (22) verbunden und das Führungselement (23) der Gegendruckrolle
(27) mit einem dieses nach oben drückenden Druckelement (28) gekuppelt ist.
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Cited By (1)
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1979
- 1979-12-22 DE DE19792952012 patent/DE2952012C2/de not_active Expired
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