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"Andrückvorrichtung für Kantenumleimer"
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Heranführung und
Andrücken eines Kantenumleimers an durchlaufende Seitenkanten von plattenförmigen,
auf einer Fördervorrichtung transportierten Werkstücken mittels einer Andruckrolle,
die in Höhenrichtung auf die Werkstückseitenkanten einstellbar ist und sich in Querrichtung
senkrecht zu den Werkstückseitenkanten darauf über den Kantenumleimer abstützt.
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Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art ist zwar schon die Andruckrolle
für den Kantenumleimer in Querrichtung federnd angeordnet, damit können jedoch nur
Seitenschläge der plattenförmigen, im Durchlaufverfahren mit dem Kantenumleimer
beschichteten Werkstücke ausgeglichen werden. Eine Anpassung an Höhenschläge der
Werkstück ränder hat man derart vorgenommen, daß man auf die Seitenkanten der Werkstücke
sogenannte Rohleisten mit einem überstand sowohl nach oben als auch nach unten über
die Ober- bzw. Unterseite der Werkstücke
aufgesetzt hat, um dann
an einer weiteren Bearbeitungsstation im Anschluß an die Andrückvorrichtung der
auf die Werkstücke aufgesetzten und angeklebten Leisten die endgültige Kontur durch
Formfräsen zu geben. Dabei wird dann auch ein bündiger Abschluß der Leisten mit
den Ober- und Unterseiten der Werkstücke erreicht, indem die überstehenden Ränder
der Kantleisten bzw.
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des Kantenumleimers abgeschnitten werden.
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Die endgültige Profilierung der seitlichen Kantenumleimer bzw. Kantleisten
an den Werkstücken selbst bringt einen hohen Zerspanungsanteil mit sich, der in
der Größenordnung von 20 % des Leistenmaterials liegt. Der Zerspanungsanteil ist
Abfall, womit sich insbesondere bei Herstellung der Kantleisten aus Holz oder aus
Kunststoffen eine erhebliche Rohstoffvergeudung ergibt.
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Der Erfindung liegt deshalb der Gedanke zugrunde, diesen Zerspanungsabfall
zu vermeiden. Dazu müssen die Leisten sogleich als Formteile im Extrudier- oder
Stranpressverfahren hergestellt werden, und sie sind anschließend kantenbündig auf
die Seitenkanten der plattenförmigen Werkstücke aufzubringen. Dabei besteht eine
Schwierigkeit wegen der Höhenschläge der Ränder der plattenförmigen Werkstücke,
so daß nach einer Lösung gesucht werden mußte, zumindest die Andruckrolle der Andruckvorrichtung
selbsttätig der Höhenausrichtung einer bestimmten Werkstückbezugsfläche nachzufahren.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art zu verbessern, um den Kantenumleimer bzw. die Kant leiste
an eine Höhenbezugskante der einzelnen Werkstücke bündig anlegen zu können, ohne
daß hierauf etwaige Höhenschläge der Plattenränder einen Einfluß haben.
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Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der gattungsgemäßen Art nach
der Erfindung dadurch gelöst, daß die Andruckrolle eine Formrolle mit einer den
Umleimer in Höhenrichtung führenden Umfangskontur ist und die Formrolle an einem
höhenverfahrbaren
Führungskörper gelagert ist, der über ein Tastglied,
das nahe an der Formrolle zur Anlage an der Ober- oder Unterseite der Werkstücke
angeordnet ist, in der Höhenrichtung geführt ist.
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Der besondere Vorteil einer erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt darin,
daß die führende Umfangskontur der Formrolle einmal auf eine bestimmte Werkstückbezugskante
in Höhenrichtung eingerichtet ständig dieser Bezugskante selbsttätig nachgeführt
wird, so daß der Kantenumleimer stets in der vorbestimmten Höhenlage dieser Werkstücksbezugskante
auf die Werkstückseitenkanten aufgedrückt wird. Man kann also die dem Kantenumleimer
führende Kontur der Formrolle so auf die Werkstücke ausrichten, daß die Kantleiste
mit ihrer Oberkante flächenbündig mit der Oberseite der plattenförmigen Werkstücke
abschließt. Dabei kann dann in Kauf genommen werden, daß an der Unterseite der plattenförmigen
Werkstücke infolge von Toleranzen hinsichtlich der Werkstückdicke und der Höhe der
Kantleisten diese über die Unterseite der Werkstücke nach unten überstehen oder
dagegen nach oben zurückspringen, denn meist benötigt man nach dem Einbau der plattenförmigen
Werkstücke lediglich an deren Sichtseite eine flächenbündigen Abschluß zwischen
der Kantleiste und der Werkstückvorderseite.
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Grundsätzlich kann die Umfangskontur der als Andruckrolle dienenden
Formrolle weitgehend beliebig sein, wenn lediglich sichergestellt ist, daß das Querschnittsprofil
des Kantenumleimers derart mit der Umfangskontur der Formrolle korrespondiert, daß
der Kantenumleimer in Höhenrichtung geführt wird. Beispielsweise kann dies durch
eine Umfangsnut der Formrolle erreicht werden. Um jedoch einseitig Toleranzen des
Kantenumleimers ausgleichen zu können ist es von Vorteil, wenn die den Umleimer
führende Außenkontur der Formrolle zu einer der Rollenstirnseiten offen ist, der
Umleimer über diese Stirnseite der Formrolle auch zumindest geringfügig vorsteht
und auf dieser Seite dann eine Gegendruckrolle vorgesehen wird, die den Kantenumleimer
in die Kontur der Formrolle drückt.
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Die weiteren Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und aus der nachstehenden Beschreibung.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel
noch näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in schematischer Wiedergabe eine erfindungsgemäße
Vorrichtung im Seitenriß.
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Man erkennt in der Zeichnung eine auf einem Gestell 1 angeordnete
Fördervorrichtung 2, bei der es sich beispielsweise um einen Ketten- oder Bandförderer
handeln kann. Diese Fördervorrichtung 2 gehört zu einer im Durchlauf arbeitenden
Maschine zur Bearbeitung von plattenförmigen Werkstücken 3. Diese Werkstücke 3 werden
dabei auf der Fördervorrichtung 2 kontinuierlich durch die Maschine hindurch transportiert
und entsprechend im Durchlauf bearbeitet. Dazu können die Werkstücke 3 auf der Fördervorrichtung
2 durch besondere Vorrichtungen gesichert sein, die in der Zeichnung nicht dargestellt
sind. Meist kragen die Werkstücke 3 wie beim Ausführungsbeispiel gezeigt, seitlich
über die Fördervorrichtung 2 über, gerade dann macht sich ein Verzug der plattenförmigen
Werkstücke 3 nachteilig bemerkbar, weil er zu Höhenschlägen der Plattenränder führt.
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Die plattenförmigen Werkstücke 3 bestehen meist aus Holz oder einem
Holzwerkstoff, wie Spanplatten, sie können ober- und/oder unterseitig beschichtet
sowie oberflächenbehandelt sein. Die Seitenkanten der Werkstücke 3 werden mit einer
Kantleiste oder einem Umleimer 4 beschichtet, dies geschieht an einer Bearbeitungsstation
der im Durchlauf arbeitenden Maschine mittels einer Formrolle 5 einer Andrückvorrichtung
6.
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Im einzelnen besitzt die Andrückvorrichtung 6 ein Gestell in Gestalt
eines Ständers 7, das eine C-förmige, zur Fördervorrichtung 2 offene Grundgestalt
hat. Zwischen den Horizontalschenkeln dieses Gestell befindet sich eine Vertikalführung
8, die beim Ausführungsbeispiel durch zwei parallel zueinanderstehende Führungssäulen
9 gebildet ist.
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Über Führungsbuchsen 11 ist an den Führungssäulen 9 ein Führungskörper
10 gelagert, der somit im Ständer 7 höhenverfahrbar ist.
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In den Führungskörper 10 sind Führungsbuchsen 12 eingelassen, in denen
zwei Führungsstangen 13 horizontal geführt sind. Der Führungskörper 10 ist vorzugsweise
ein etwa quaderförmiger Schlitten, den die beiden Führungsstangen 13 und die dazu
vertikalen Führungssäulen 9 kreuzend durchqueren. Die beiden Führungsbuchsen 11
für die Führungssäulen 9 und die zwei Führungsbuchsen 12 für die Führungsstangen
13 liegen somit etwa diagonal zu der jeweils zugehörigen Querschnittsebene.
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An der zur Fördervorrichtung 2 hin liegenden Seite sind die Führungsstangen
13 des Führungskörpers 10 über ein Joch 14 miteinander verbunden und tragen einen
Rollenhalter 15, an dem die Formrolle 5 gelagert ist, deren Achse in Vertikalrichtung
liegt. Durch die Führungsstangen 13 ist die Formrolle 5 in Querrichtung senkrecht
zu den Seitenkanten der Werkstücke 3 auf der Fördervorrichtung 2 verschieblich.
An der der Fördervorrichtung 2 abgewandten Seite sind die aus dem Führungskörper
10 heraustretenden Führungsstangen 13 über einen Balken 33 miteinander verbunden
und an diesem Balken 33 greift ein Druckelement 32 an, das federmechanisch, hydraulisch
oder pneumatisch beispielsweise die Formrolle 5 mit einer wählbaren Vorspannung
gegen die Werkstücke 3 drückt. Die Formrolle 5 stützt sich somit unter Mitnahme
des Umleimers 4 gegen die Werkstücke 3 elastisch ab, der Anpressdruck zwischen der
Formrolle 5 und den Werkstücken 3 ist so gewählt, daß der Umleimer 4 an den Werkstücken
3 bei Verwendung eines geeigneten Bindemittels zumindest ausreichend fixiert ist,
um durch die Formrolle 5 in Durchlaufrichtung nachfolgende Druckrollen weiter mit
den Werkstücken 3 verpreßt zu werden.
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Die besondere Aufgabe der Formrolle 5 liegt darin, den Umleimer 4
an die Werkstücke 3 zumindest einseitig, also ober- oder unterseitig, flächenbündig
heranzuführen. Beim Ausführungsbeispiel
soll ein oberseitiger flächenbündiger
Abschluß des Umleimers 4 mit den Werkstücken 3 erreicht werden. Es versteht sich,
daß der Umleimer 4 bzw. die Kantleiste von einem nicht näher dargestellten Magazin
zur Formrolle 5 an den Werkstücken 3 herangeleitet wird, von wo er durch die Werkstücke
3 selbst in Durchlaufrichtung mitgenommen wird.
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Die Formrolle 5 besitzt eine Umfangskontur 16, die beim Ausführungsbeispiel
die Gestalt eines Spurkranzes an einer im übrigen zylindrischen Walze hat. Die Kontur
16 der Rolle 5 führt den mit den Werkstücken 3 sich bewegenden Umleimer 4 in Höhenrichr
tung, zumindest ist ein Verlaufen des Umleimers 4 nach oben hin bis über die Oberseite
der Werkstücke 3 hinaus durch die Kontur 16 an der Formrolle 5 unterbunden. Die
Führung des Umleimers 4 nach unten hin kann zwar grundsätzlich auch durch geeignete
Umfangskonturen der Formrolle 5 erfolgen, beim Ausführungsbeispiel ist hierfür jedoch
eine von der Formrolle 5 unabhängige Vertikalführung nach unten vorgesehen, die
nachstehend noch beschrieben werden wird.
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Die Ausrichtung der spurkranzartigen Kontur 16 der Formrolle 5 zur
Oberseite der Werkstücke 3 erfolgt selbsttätig durch Verschiebung des Führungskörpers
10 längs der Vertikalführung 8 des Ständers 7. Im einzelnen sind dazu an dem die
Führungsstangen 13 auf der Seite zur Fördervorrichtung 2 hin verbindenden Joch 14
eine Tastradhalterung 17 mit einer vertikal ausgerichteten Stellspindel 18, an der
ein Führungsstück 19 gehalten ist, und dieses Führungsstück 19 trägt einen Haltearm
20, an dem ein Tastrad 21 gelagert ist. Das Tastrad 21 rollt auf der Oberseite der
darunter durchlaufenden Werkstücke 3 ab und steuert die Höhenausrichtung der Formrolle
5. Dazu ist es zweckmässig, das Tastrad 21 möglichst nahe an der Andruckstelle der
Formrolle 5 anzuordnen. Es liegt mit seiner Achse in Querrichtung senkrecht zur
Durchlaufrichtung der Werkstücke 3, diese Achse steht zugleich senkrecht auf der
der Formrolle 5.
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Über das Tastrad 21 und seine Halterung 17 stützt sich der gesamte
Führungskörper 10 in Vertikalrichtung auf der Oberseite der Werkstücke 3 ab. Ist
der jeweilige Rand der
plattenförmigen Werkstücke 3, die an der
Andrückvorrichtung 6 vorbeilaufen, nach oben ausgewölbt, wird über das Tastrad 21
der Führungskörper 10 an der Vertikalführung 8 des Ständers 7 nach oben mitgenommen,
entsprechend verlagert auch die Formrolle 5, die an dem Führungskörper 10 sitzt,
ihre Lage nach oben. Entsprechend erfolgt auch die Nachführung der Formrolle 5 nach
unten in Abhängigkeit von dem Tastrad 21. Dabei kann die Grundeinstellung in der
Höhenausrichtung zwischen dem Tastrad 21 und der Formrolle 5 über die Stellspindel
18 und das Führungsstück 19 der Tastradhalterung 17 vorgenommen werden. Beim Ausführungsbeispiel
ist die Höhenrelation zwischen der Formrolle 5 und dem Tastrad 21 so gewählt, daß
durch die Kontur 16 der Formrolle 5 der Umleimer 4 mit seiner Oberkante bündig mit
der Oberseite der Werkstücke 3 abschließt. Dieser flächenbündige Abschluß ist auch
dann sichergestellt, wenn die an der Andrückvorrichtung 6 vorbeilaufenden Ränder
der plattenförmigen Werkstücke 3 Höhenschläge haben, die durch die Zwangsführung
zwischen dem Tastrad 21 und der Formrolle 5 ausgeglichen werden.
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Um ein Abheben des Tastrades 21 von der Oberseite der Werkstücke 3
zu vermeiden, ist beim Ausführungsbeispiel ein Druckelement 22 vorgesehen, das an
der oberen Horizontalstrebe des Ständers 7 sitzt und mit einem im einzelnen nicht
näher gekennzeichneten Stempel auf den Führungskörper 10 wirkt. Das Druckelement
22 drückt somit den Führungskörper 10 unter Mitnahme des Tastrades 21 nach unten,
was noch zusätzlich durch das Gewicht des Führungskörpers 10 und der daran angeordneten
Teile unterstützt wird, damit das Tastrad 21 vor allem bei Abwärtsbewegungen den
Kontakt mit der Oberseite der Werkstücke 3 nicht verliert.
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Auf der Vertikalfürhung 8 der Andrückvorrichtung 6 sitzt unterhalb
des Führungskörpers 10 ein Führungselement 23, das in seinem Aufbau dem des Führungskörpers
10 ähnlich ist. Es besitzt deshalb auch im einzelnen nicht näher dargestellte Führungsbuchsen
zur Lagerung auf den Führungssäulen 9. Ferner hat es in gleicher Weise wie der Führungskörper
10 quergelagerte Führungsstangen 24, die auf der zur Fördervorrichtung 2 hin
liegenden
Seite über einen Träger 25 miteinander verbunden sind. An diesem Träger 25 ist eine
Haltevorrichtung 26 für eine Gegendruckrolle 27 angeordnet. Die Gegendruckrolle
27 liegt achsparallel zum Tastrad 21, sie steht also mit ihrer Achse ebenfalls senkrecht
auf der Achse der Formrolle 5. Sie reicht mit ihrem äußeren zylindrischen Umfang
bis nahe an die der Führungskontur 16 abgelegene Stirnseite der Formrolle 5 heran
und steht um etwas weniger als die Dicke des Umeleimers 4 mit ihrer Umfangsfläche
in radialer Richtung um die Umfangsfläche der Formrolle 5 an dieser Stirnseite vor.
Die Gegendruckrolle 27 drückt den Umleimer 4 in den Spalt, der sich zwischen der
Formrolle 5 und der zu beschichtenden Seitenkante der Werkstücke 3 ergibt und welcher
beim Ausführungsbeispiel nach oben hin durch den Spurkranz 16 an der Formrolle 5
begrenzt ist. Dadurch ist sichergestellt, daß der Umleimer 4 mit seiner Oberkante
auch stets flächenbündig mit der Oberseite der durchlaufenden Werkstücke 3 abschließt.
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Um die notwendige Druckkraft auf den Umleimer 4 über die Gegendruckrolle
27 aufbringen zu können, greift am Führungselement 23 ein Gegendruckelement 28 an,
das zweckmässig an der Unterseite des Führungselementes 23 zwischen den Führungssäulen
9 angeordnet ist. Es liegt somit dem oberen Druckelement 22 für den Führungskörper
10 etwa axial gegenüber. Auch das Gegendruckelement 28 kann die notwendige Stellkraft
für die Gegendruckrolle 27 federmechanisch, hydraulisch oder pneumatisch beispielweise
aufbringen. Es muß allerdings dafür Sorge getragen sein, daß das Gegendruckelement
28 nicht über die Gegendruckrolle 27 und den Umleimer 4 die Firmrolle 5 und damit
den Führungskörper 10 anheben kann, was dazu führen würde, daß das Tastrad 21 den
Kontakt mit der Oberseite der Werkstücke 3 verliert, deshalb wird der vom Gegendruckelement
28 aufzubringende Druck zweckmässig so eingestellt, daß an der Gegendruckrolle 27
die nach oben wirkende Druckraft etwa halb so groß ist wie die nach unten wirkende
Stützkraft des Tastrades 21.
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Damit man die Gegendruckrolle 27 in Querrichtung senkrecht zur
zu
beschichtetenden Seitenkante der Werkstücke 3 zustellen kann, sind beim Führungselement
23 die Querführungsstangen 24 auf der der Fördervorrichtung 2 abgelegenen Seite
durch einen Balken 30 miteinander verbunden,und dieser Balken 30 wirkt mit einer
Justierspindel 29 zusammen, die im Ständer 7 gegengelagert ist. An der Außenseite
der durch den Ständer 7 hindurchtretenden Justierspindel 29 sitzt ein Stellrad 31,
über das die Verstellung der Gegendruckrolle 27 in Axialrichtung vorgenommen werden
kann.
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Grundsätzlich kann auch die Gegendruckrolle 27 in geeigneter Weise
mit am Führungskörper 10 angeordnet sein, sofern sie nur gegenüber der Formrolle
5 federnd zugestellt werden kann, damit der Umleimer 4 in den Spalt zwischen der
Formrolle 5 und den Seitenkanten der Werkstücke 3 gepreßt wird.
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Die beschriebene Vorrichtung setzt voraus, daß als Umleimer 4 als
Kantleiste oder ein Anleimer verwendet wird, der im Durchlauf an die Seitenkanten
der Werkstücke 3 angeleimt werden kann.
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Es handelt sich hierbeI vorzugsweise um streifenförmige Materialien
aus Kunststoff, wie sogenannte Hart-PVC-Kanten, die eine Dicke von 2 bis etwa 10
mm haben. Derartige Leisten sind noch so ausreichend elastisch, daß sie von der
Formrolle 5 an die jeweilige Werkstückseitenkante durch Biegung auf einem Teil des
Rollenumfanges herangeführt und daran angedrückt werden können.
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Solche Kantleisten können mit längsverlaufenden Außenkonturen versehen
werden, an die die Gegenkontur der Formrolle 5 anzupassen ist. Entscheidend ist
hierbei lediglich, daß ein solcher Formschluß zwischen der Formrolle 5 und den jeweiligen
Kantleisten besteht, daß zumindest eine der Kanten dieser Kantleisten an eine der
Seiten der Werkstücke flächenbündig angelegt werden kann.