DE2948533C2 - Vorrichtung zum Perforieren von Etiketten, Folienzuschnitten o.dgl. in Etikettiermaschinen - Google Patents

Vorrichtung zum Perforieren von Etiketten, Folienzuschnitten o.dgl. in Etikettiermaschinen

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DE2948533C2
DE2948533C2 DE19792948533 DE2948533A DE2948533C2 DE 2948533 C2 DE2948533 C2 DE 2948533C2 DE 19792948533 DE19792948533 DE 19792948533 DE 2948533 A DE2948533 A DE 2948533A DE 2948533 C2 DE2948533 C2 DE 2948533C2
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Description

Die fc'rfindung betrifft eine Vorrichtung zum perforieren von Etiketten, Folienzuschnitten oder dgl. gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es ist bereits eine derartige Vorrichtung bekannt, bei der das Perforierungsorgan neben dem Träger für die Transportelemente drehbar gelagert und derart antreibbar ist, daß seine Umfangsgeschwindigkeit der Umlaufgeschwindigkeit der während des Perforierungsvorgangs gegenüber dem Träger stillstehenden Transportelemente entspricht (DE-OS 27 08 897). Mit dieser Vorrichtung können Etiketten, Folienzuschnitte oder dgl. während des Transports von einer Vorrats- zu einer Etikettierstation ohne Verwendung von Farbe mit einer Markierung, z. B. in Form von gelochten, geprägten oder gestanzten Zeichen versehen werden, abhängig von der Ausbildung des Perforierungsorgans als Loch-, Präge- oder Stanzwerkzeug. Ungünstig ist jedoch der hohe konstruktive Aufwand für die Lagerung und den Antrieb des Perforierungsorgans. Ein nachträglicher Einbau dieser Vorrichtung in bereits ausgelieferte Etikettiermaschinen, wie er aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen betreffend die Angabe des Abfülldatums, Verfalldatums usw. immer häufiger erforderlich wäre, ist daher nicht möglich. Ungünstig sind außerdem die sieh aufgrund des relativ kleinen Durehmessers des rotierenden Perforierungsorgans ergebenden Berührungsverhältnisse zwischen dem elastischen Kissen bzw. den darauf liegenden Etiketten und dem Perforierungsorgan, insbesondere wenn dieses mit nadeiförmigen Spitzen versehen ist, so daß ein Beschädigen des Etiketts oder gar ein Hängenbleiben des Etiketts am Perforierungsorgan vor allem bei hohen Leistungen nicht
ausgeschlossen werden kann.
Weiter ist eine Vorrichtung zum Bedrucken von Etiketten in Etikettiermaschinen bekannt, bei der die mit einem elastischen Kissen versehenen Transportelemente für die Etiketten starr am Umfang eines trommeiförmigen, intermittierend angetriebenen Trägers angeordnet smd (deutsche Patentanmeldung G 12 498 XII/81b). Ein mit Drucktypen versehener Stempelkopf ist auf einem kurvengesteuerten Gestänge gelagert, durch las er
ίο während des Stillstands des Trägers gegen ein elastisches Kissen bzw. ein darüberliegendes Etikett gedruckt wird, wobei dieses einen Aufdruck erhält Danach wird der Stempelkopf wieder vom elastischen Kissen abgehoben und mittels einer gleichfalls intermittierend über e;n Gestänge bewegten Farbspeicherwalze eingefärbt, während der Träger um eine Teilung weiter gedreht wird. Diese bekannte Vorrichtung ist infolge ihrer rein intermittierenden Arbeitsweise für die in modernen Etikettiermaschinen geforderten Leistungen grundsätzlich nicht geeignet Auch eine Nachrüstung an bereits ausgelieferten Etikettiermaschinen wäre infolge des hohen konstruktiven Aufwands für die Lagerung und Bewegung von Stempelkopf und Farbspeicherwalze äußerst problematisch.
Schließlich ist schon eine Vorrichtung zum Prägen von kreisrunden, metallischen Gefäßverschlüssen bekannt, in die diese wät^end ihrer Bewegung mit den zu verschließenden Gläsern auf einem Drehtisch in Eigenrotation versetzt werden (US-PS 35 77 701). Dabei wälzen sich die senkrecht stehenden zylindrischen Ränder der Verschlüsse auf einem feststehenden Prägestempel ab und werden so mit einer Seriennummer, einem Datum oder dgl. versehen. Diese bekannte Vorrichtung ist speziell zur Verwendung in einer Gefäßverschließmaschine bestimmt Eine Perforierung von auf den Gefäßen sitzenden Etiketten wäre auf diese Weise nicht möglich, mangeis Nachgiebigkeit der Gefäßwandung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Vorrichtung zum Perforieren von Etiketten, Folienzuschnitten oder dgl. in Etikettiermaschin<;n der eingangs genannten Art den getriebemäßigen Aufwand wesentlich zu verringern und dabei die Bewegungsverhältnisse zu verbessern, so daß die Vorrichtung leicht nachgerüstet werden kann und auch bei hohen Leistungen zuverlässig und ohne Beschädigung der Etiketten arbeitet.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmale gelöst
Bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung entfallen sämtliche Lagerungs und Antriebselemente für das 5eststehende Perforierungsorgan. Dieses kann daher auf einfache Weise auch nachträglich am Getriebegehäuse eines Etikettieraggregats oder an einem sonstigen feststehenden Bauteil einer Etikettiermaschine befestigt werden. Es muß dann lediglich noch die ohnehin vorhandene Steuereinrichtung für die Transportelemente entsprechend angepaßt werden, z. B. durch eine entspre chende Formgebung einer feststehenden Steuerkurve bzw. durch das Einsetzen einer neuen Steuerkurve beim Nachrüsten einer Etikettiermaschine. Infolge des im allgemeinen relativ großen Krümmungsradius der Transportelemente für die Etiketten und deren individueller Bewegungssteuerung lassen sich die Berührungsverhältnisse zwischen dem elastischen Kissen bzw. den Etiketten und dem in einer Ebene angeordneten Perforierungsorgan optimal gestalten, so daß auch bei hohen Leistungen und der Verwendung mit einer Vielzahl von Nadeln versehener Perforierungsorgane keine Beschädigung der Etiketten auftritt. Dadurch, daß die Abwälz-
bewegung des elastischen Kissens bereits vor dem Auftreffen auf dem Perforierungsorgan beginnt und erst nach dem Abheben vom Perforierungsorgan endet, wird erreicht, daß der optimale Bewegungsablauf auch zu Beginn und Ende des MarkierungsVorgangs in vollem Umfang vorliegt Außerdem ergibt sich hierdurch die Möglichkeit, ohne Eingriff in die Steuereinrichtung für die Transportelemente das Perforierungsorgan an verschiedenen Stellen anzuwenden, je nach der gewünschten Lage der Markierung in der Etikettenfläche.
Ein besonders einfacher Aufbau und ein müheloses Umstellen auf eine andere Markierung werden gemäß einer Weiterbildung der Erfindung dadurch erreicht daß das Perforierungsorgan einen feststehenden Typenhalter aufweist in dem miiidestens eine Perforierungstype auswechselbar aufgenommen ist
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist nicht nur zum Datieren, sondern in idealer Weise zum Erzeugen von Rißlinien in Etiketten oder Folienzuschnitten geeignet die ein sauberes Einreißen beim Öffnen eines Flaschenverschlusses oder dgl. ermöglichen sollen. In diesem Falle weist das Perfcrierungsorgan eine zumindest annähernd der Etikettenlänge entsprechende, auf -iner Linie angeordnete Anzahl von Perforierungselementen zur Formung einer Reißlinie auf.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung werden im nachstehenden drei Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 die Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Perforieren von Etiketten, teilweise im Schnitt,
F i g. 2 die Seitenansicht der Vorrichtung nach F i g. 1, teilweise im Schnitt,
F i g. 3 einen Schnitt durch ein Perforierungsorgan in einer etwas abgewandelten Ausführungsform,
F i g. 4 eine Draufsicht auf eine andere Ausführungsform, eingerichtet zum Anbringen einer Reißlinie.
Die Vorrichtung nach F i g. 1 und 2 dient zum Datieren von Etiketten 1 in einer Flaschenetikettiermaschine. Sie weist einen in Pfeilrichtung umlaufenden drehbaren Träger 2 auf, in dem mehrere Wellen 3 parallel zu seiner senkrechten Drehachse schwenkbar gelagert sind. Auf jeder Welle 3 ist ein Transportelement 4 für die Etiketten 1 in Form eines mit einer gewölbten Haftfläche oder Etikettentragfläche 5 versehenen Entnahmeelements exzentrisch zur Krümmungsmitte der Etikettentragfläche 5 befestigt Außerdem ist auf jeder Welle 3 unterhalb des Ti-ägers 2 ein Zahnsegment 6 drehbar angeordnet, das mit einem auf der nachfolgenden Welle 3 befestigten Zahnrad 7 kämmt. An der Unterseite jedes Zahnsegments 6 ist eine Kurvenrolle 8 befestigt, die in eine ortsfeste, in sich geschlossene Nutkurve 9 eingreift Diese bildet zusammen mit den Zahnsegmenten 6, Zahnräderr 7 und Kurvenrollen 8 die Steuereinrichtung für die Transportelemente 4 und treibt diese bei einer Rotation des Trägers 2 oszillierend an, entsprechend den Erfordernissen bei der Beleimung der Haftflächen, der Entnahme der Etiketten aus einem nicht gezeigten Etikettenmagazin und bei der Übergabe an einem nicht gezeigten rotierenden Etikettierzylinder.
An der Umlaufbahn der Transportelemente 4 bzw. am Umfang des Trägers 2 ist auf einem stillstehenden ,.Getriebegehäuse 10 der Etikettiermaschine ein Perfo- ^rierungsorgan ti feststehend angeordnet. Dieses weist einen Typenhalter 12 in Form einer senkrechten Säule mit einem Flansch am unteren Ende auf, in dem in das Getriebegehäuse 10 eingeschraubte Befestigungsschrauben sitzen. An der zur Umlaufbahn der Transportelemente 4 bzw. ifcrti Träger 2 hinweisenden Seite des Typentragers 12 ist eine Langsnut mit schwalbenschwanzförmigem Querschnitt ausgebildet in der austauschbare Perforierungstypen 13 stecken. Jeder der Perforierungstypen 13 besteht aus einem profilierten Grundkörper 13a und mehreren entsprechend der gewünschten Markierung, z. B. einer Zahl, in diesen eingesetzten Nadeln 136. Die Spitzen aller Nadeln 13b liegen in einer gemeinsamen Ebene und sind leicht abgerundet. An jedem Transportelement 4 ist in dem zu perforierenden Bereich der Etiketten 1 ein elastisches Kissen in Form einer Bürste 14 befestigt die aus einem leistenförmigen Bürstenkörper 14a und einer Vielzahl in diesen eingesetzter Borsten 146 besteht Die Borsten sind vorzugsweise aus Kunststoff. Der Bürstenkörper 14a ist mittels mehrerer Schrauben lösbar am Transportelement 4 befestigt, während die Borsten 146 in einem Durchbruch 15 des Transportelements 4 bzw. der Etikettentragfläche 5 sitzen. Die Begrenzungsflächen des Durchbruchs 15 halten die Borsten 146 zusammen. Die Anordnung ist derart getroffen, daß die Borsten 146 in etwa senkrecht zur Etikettentragfläche 5 und damit zu den Etiketten 1 stehen und ihre freit. Enden in etwa mit der Etikettentragfläche 5 fluchten ο/λ. l ,un Teil von dieser bilden.
Die Steuerkurve 9 ist derart geformt, daß die Transportelemente 4 im Bereich des Perforierungsorgans 11 sich m»i demjenigen Teil ihrer Etikettemragfläche 5, in dem auch die Bürste 14 sitzt, auf einer ebenen Fläche 16 ohne zu gleiten abwälzen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt die Länge der Fläche 16 knapp die Hälfte der Länge einer Etikettentragfläche 5. Das Perforierungsorgan 11 ist derart angeordnet, daß es während der Abwälzbewegung der Transportelemente 4 mit deren Bürsten 14 in Kontakt kommt wobei die Nadeln 13b geringfügig zwischen die Borsten 146 eindringen. Dabei werden die auf den Etikettentragflächen 5 haftenden Etiketten 1 von den Nadeln 136 durchstochen und entsprechend der Ausbildung der Perforierungstypen i3 z. B. mit einer Perforierung in Form einer Datumsangabe versehen. Da die Breite der Markierungstypen 13 geringer ist als die Länge der Fläche 16. beginnt die Ar-wälzbewegung der Bürsten 14 bereits vor der Beaufschlagung des Perforierungsorgans 11 und endet erst, nachdem die Bürsten 14 vollständig von den Nadeln 136 abgezogen worden sind. Die Perforierungstypen 13 können innerhalb der Fläche 16 an jeder beliebigen Stelle angeordnet werden, wobei die Bürsten 14 an der entsprechenden Stelle der Etikettentragflächen 5 einzusetzen sind. Es ist lediglich dafür zu sorgen, daß die Nadeln 136 ausreichend tief die Fläche 16 durchdringen. Normalerweise findet infolge der leimbedingten Adhäsion zwischen Etikett 1 und Etikettemragfläche 5 sowie des günstigen Bewegungsablaufs zwischen Etikett und Perforierungsorgan 11, d. h., der in allen Bereichen weitgehend senkrechten Bewegung der Nadeln 136 gegenüber den Etiketten 1 kein Hängenble'ben bzw. Abheben eines Etiketts statt. Als zusätzliche Sicherung kann jedoch in besonderen Fällen, wie in F i g. 3 gezeigt ist, auf die Nadeln 136 ein elastisches Polster 17. be>spielsweise aus "chaumstoff, das in entspanntem Zustand bis zu den Nadelspitzen reicht, aufgesteckt werden. Während des Perforierens wird das Polster 17 geringfügig eingedrückt, so daß es beim anschließenden Abziehen der Etiketten als Abstreifer wirkt, d. h., die Etiketten 1 werden vom Polster 17 von den Nadeln 136 abgedrückt.
Beim Ausführungsbeisp'iel nach F i g. 4 weist das feststehende Perforierungsorgan 18 eine Leiste 18a auf, die
mittels Haltewinkeln ο. dgl. auf dem Getriebegehäuse 10 der Etikettiermaschine befestigt ist. Die Leiste 18a ist mit einer Anzahl von Nadeln 186 versehen, die auf einer Linie derart angeordnet sind, daß sie nahezu die gesamte Länge eines auf der Etikettentragfläche 5 haftenden Folienzuschnitts 20 bestreichen. Dementsprechend ist an jedem Transportelement 4 eine sich nahezu über die gesamte Länge der Etikettentragfläche 5 erstrekkende Bürste 19, bestehend aus einem gekrümmten Bürstenkörper 19a und Borsten 19Z), mittels Schrauben lösbai befestigt Der Durchbruch 15 in der Etikettentragfläche 5 ist entsprechend bemessen. Die Borsten 196 liegen wiederum weitestgehend senkrecht zur Etikettentragfläche 5 bzw. zum Folienzuschnitt 20 und fluchten mit der Etikettentragfläche. Die nicht gezeigte Steuerkurve 9 ist in diesem Falle derart geformt, daß sich die Etikettentragfläche 5 ohne zu gleiten über ihre gesamte Länge auf einer ebenen Fläche abwälzt, die von den Nadeln 18f> geringfügig durchdrungen wird. Beim Passieren des Perforierungsorgans 18 wird somit jeder Folienzuschnitt 20 mit einer perforierten Reißlinie versehen, wobei er im Bereich der Reißlinie durch die Bürste 19 abgestützt wird.
Anstelle der im vorstehenden beschriebenen, mit Nadeln 13£>, 180 versehenen Perforierungsorgane 11, 18 können auch Perforierungsorgane verwendet werden, die mit durchgehenden oder unterbrochenen bzw. gezahnten Schneiden oder mit Prägetypen versehen sind, d. h., alle Perforierungsorgane, die eine bleibende Verformung des Etikettenmaterials bewirken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
35
40
45
50
55
eo
65

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Perforieren von Etiketten, Folienzuschnitten oder dgl. in Etikettiermaschinen, mit einem rotierenden Träger, mindestens einem beweglich auf dem Träger angeordneten, mit einem elastischen Kissen versehenen Transportelement für die Etiketten, einer jedes Transportelement oszillierend oder rotierend gegenüber dem Träger antreibbaren Steuereinrichtung sowie mit einem außerhalb des Trägers angeordneten, mit dem elastischen Kissen zusammenwirkenden Perforierungsorgan, dadurch gekennzeichnet, daß das Perforierungsorgan (11, 18) feststehend angeordnet ist und seine wirksamen Spitzen oder Kanten in einer gemeinsamen Ebene liegen, und daß die Steuereinrichtung (6 bis 9) derart ausgebildet ist, daß jedes Transportelement (4) beim Passieren des Perforierungsorgans (11,18) gegenüber dem Träger (2) bewegt wird und sich dabei das elastische Kissen (14,19) auf dem Perforierungsorgan (11, 18) abwälzt, wobei die Abwälzbewegung des elastischen Kissens (14, 19) bereits vor dem Auftreffen auf das feststehende Perforierungsorgan (11, 18) beginnt und erst nach dem Abheben vom feststehenden Perforierungsorgan (11,18) endet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Perforierungsorgan (11) einen feststehenden Typenhalter (12) aufweist, in dem mindestens eine Perforierungstype (13) auswechselbar aufgenommen ist.
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