DE294278C - - Google Patents

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DE294278C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J1/00Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the mounting, arrangement or disposition of the types or dies
    • B41J1/08Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the mounting, arrangement or disposition of the types or dies with types or dies carried on sliding bars or rods

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  • Accessory Devices And Overall Control Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 294278 KLASSE 15gv GRUPPE
THE NOISELESS TYPEWRITER COMPANY in MIDDLETOWN, V. St. A.
Schreibmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. August 1914 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schreibmaschine, bei welcher der Typenabdruck durch das Moment eines durch Tastenanschlag in Bewegung gesetzten Gewichtes erfolgt. Die Erfindung bezweckt die Erzielung sanften Anschlages und gleichmäßigen kräftigen Druckes und erreicht diesen Zweck dadurch, daß das zur Erzeugung des Kraftmomentes für den Typenträger dienende Gewicht an einem zwischen Tastenhebel und Typenträger eingeschalteten Gestänge derart angeordnet ist, daß seine Ausschwingung entgegen der Schwerewirkung behufs Energieaufspeicherung erst nach erfolgter Einleitung
!5 der Tastenbewegung erfolgt. Das Zwischengestänge als Träger des Schwunggewichtes bietet dabei die Möglichkeit, den Bewegungsvorgang des Typenträgers so zu regeln, daß gegen Ende der Typenträgerbewegung die Be-Wegungsgeschwindigkeit stark herabgesetzt wird, so daß die Schwungkraft des Gewichtes in um so höherem Maße in Druck umgesetzt wird.
Das. Zwischengestänge zwischen Tastenhebel und Typenträger wird zweckmäßig aus zwei Kniehebeln zusammengesetzt, von denen der dem Tastenhebel benachbarte das Schwunggewicht trägt, während der an dem Typenträger angeordnete Kniehebel bei. seiner Bewegung für sich keine wesentliche lebendige Kraft aufzuspeichern vermag, sondern nur die von dem ersten Kniehebel herrührende lebendige Kraft auf den Typenträger überträgt. Um dieses im Augenblick des Druckes in besonders wirksamer Weise tun zu können, ist der an den Typenträger angreifende Kniehebel so angeordnet, daß er beim Abdruck ungefähr seine Streckstellung einnimmt. Dieses ermöglicht zugleich eine bequeme Einstellung der Druckstärke durch entsprechende Ver-Stellung des gestellfesten Gelenkpunktes des an den Typenträger angreifenden Kniehebels.
Um die Momentenwirkung auf den Typenträger frei zur Wirkung gelangen zu lassen, empfiehlt es sich, den Antrieb der Kniehebel des Zwischengestänges durch einen vom Tastenhebel bewegten Hebel zu bewirken, welcher sich in an sich bekannter Weise auf einem Arm des Zwischengestänges abwälzt, so daß bei beginnendem Niedergang der Taste für den Antrieb des Zwischengestänges ein besonders großer Kraftarm zur Verfügung steht, der allmählich abnimmt.
Da infolge der Anordnung des Anschlaggewichtes der Typenabdruck in gewissem Sinne der Kontrolle des Schreibers entzogen ist, weil er von der Wirkung des unter dem Einfluß seiner lebendigen Kraft sich bewegenden Gewichtes abhängt, ist es erwünscht, auch die Bewegung der Universalschiene nicht
unter Kontrolle des Schreibers bzw. der von diesem angeschlagenen Tastenhebel zu bringen, sondern unter diejenige des Anschlaggewichtes. Dieses geschieht gemäß der Erfindung dadurch, daß das Antriebsorgan für die Universalschiene an dem das Antriebsgewicht tragenden Kniehebel angelenkt ist. Es erfolgt bei einer solchen Anordnung die Bewegung der Universalschiene stets in genauer Abhängigkeit von der Wirkungsweise des Antriebsgewichtes.
Die im vorstehenden in allgemeinen Zügen erläuterte Erfindung ist auf den Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel zur Darstellung gelangt, und zwar bedeuten:
Fig. i, 2 und 3 je einen Aufriß des Typenstangenantriebes und der zugehörigen Teile in der Normal-, Zwischen- und Anschlagstellung, Fig. 4 bis 9 Einzelheiten.
Eine zylindrische Druckwalze 1 ist mit einer gegen ihre Umfläche sich anlegenden, als Druckwiderlager dienenden flachen metallischen Schiene 2 versehen und in einem auf der Zeichnung nicht veranschaulichten, senkrecht umschaltbaren Wagen gelagert, der unter der Einwirkung der bei jedem Anschlag einer Typentaste oder der Zwischenraumtaste bewegten Schaltvorrichtung 3 um den der Schaltweite entsprechenden Betrag von rechts nach links läuft. Jeder Tastenhebel 4 ist mit einer Typenstange 5 verbunden, die mit Bezug auf das Druckwiderlager durch eine besondere Antriebsverbindung mit dem zugehörigen Tastenhebel vor- und rückwärts beweglich gelagert ist. Die Typenstangen sind radial zur Druckstelle angeordnet.
Jede Typenstange ist am hinteren Ende mit drei verschiedenartigen Typen 6 versehen, welche in Anlage mit dem Druckwiderlager 2 gelangen, wenn die Typenstange nach hinten verschoben wird. Sie gleitet hierbei zwischen einer Grundplatte aus einer Nickellegierung und einer Kopfplatte 8, die am oberen, hinteren Teil des Maschinengestelles angeordnet ist. Jede Typenstange 5 wird durch aufwärts und abwärts ragende Stifte 10 und 11 gehalten und geführt, die in der Bodenplatte 7 und der Deckplatte 8 sitzen. Die Bodenplatte 7 ist bei 100 ausgespart, und jede Typenstange gleitet auf einer kurzen Fläche 101 an der Vorderseite der Bodenplatte 7, sowie auf einer Platte 102, die am hinteren Ende der Bodenplatte 7 befestigt ist. In der Platte 102 befinden sich kreisbogenförmige Nuten 103, in welchen sich Staub und Schmutz ansammelt, so daß die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung der Typenstangen nicht behindert werden kann. Mit dem mittleren Teil jeder Typenstange ist beiderseits ein Paar Glieder 12 aus einem mehr oder weniger federnden Metallblech bestehend verbunden, welche über ein mittleres Drehglied 13 geschnappt werden können (Fig. 8). Die Typenstange ist in ihrem mittleren Teil mit einer runden Öffnung versehen, die eine abgeflachte Seite besitzt, und in der das kugelförmig ausgebildete Drehglied 13 untergebracht werden kann. In den kugelförmigen Teil des Dreligliedes 13 ist eine Nut 9 eingeschnitten, welche über die abgeflachte Seite der Typenstangenöffnung zu treten vermag und so die seitliche Entfernung des aufgebrachten Drehgliedes verhindert. Das Drehglied 13 ist ferner beiderseits mit je einem Zapfen versehen, die in die in den entsprechenden Enden der Doppelglieder 12 vorgesehenen Bohrungen einzutreten vermögen, wenn zu diesem Zwecke gemäß Fig. 5 und 6 die entsprechenden Enden des Doppelgliedes über die Zapfen gespreizt werden. Diese Art der Verbindung ermöglicht eine kleine Winkelbewegung zwischen dem als Lenkstange dienenden Doppelglied 12 und der Typenstange selbst. Sie bildet ferner eine einfachere Art der Verbindung, die eine größere Bequemlichkeit ermöglicht und die Zusammensetzung 85' oder Auswechselung der Teile verbilligt.
Die Doppelglieder 12 sind in der Mitte durch einen Stehbolzen 14 verbunden, der ihr Abspreizen verhindert, und greifen mit ihren äußeren Enden an einem Paar Glieder 15 an, go die ihrerseits drehbar auf einer L-förmigen Konsole 16 angeordnet sind, welche auf einer Vorderplatte 17 des Maschinengestelles gela- ■ gert ist.
Die Konsole kann durch eine Stellschraube 18, die in einer Aussparung in der Vorderwand sitzt, vor- und zurückgestellt werden und wird durch eine senkrecht angeordnete Klemmschraube 20, die in eine ähnlich ausgesparte Vertiefung zwischen benachbarten Konsolen sitzt, in ihrer eingestellten Lage gehalten (Fig. 4). Wenn man die Schraube 20 löst, kann die Stellschraube 18 nach der einen oder anderen Richtung gedreht und dadurch die Hubgrenze der Typenstange geändert werden, um den Druck zu regulieren, den die Type auf das auf dem Widerlager befindliche Papier ausübt. Da die die Konsole und die Typenstange verbindenden Glieder einen Kniehebel bilden, welcher beim Anschlagen der Type gegen das Druckwiderlager seine Streckstellung einnimmt (Fig. 3), kann die Hubgrenze bestimmt eingestellt und der Druck sämtlicher Typenstangen gleichförmig gemacht werden.
Das Glied 15 besteht aus zwei Teilen, von denen je einer seitlich von der Konsole. 16 angeordnet ist; jeder Teil ist mit einem senkrecht zu seiner Längsrichtung stehenden Arm 21 versehen, an den der nach hinten gerichtete Arm 22 (Fig. 1) eines Schwunggewichtes 23 angreift, das seinerseits etwa in der Mitte mit dem nach oben gerichteten Arm 24 eines drei-
armigen Hebels 24,26,27 drehbar verbunden ist. Dieser dreiarmige Hebel besteht aus zwei auf beiden Seiten der Konsole 16 bei 25 am unteren Konsolenende drehbar gelagerten Teilen (Fig. 9).
Die zwei Arme 26 und 27 des dreiarmigen Hebels verlaufen von der Drehstelle 25 nach vorn und hinten. Der vordere Arm 26 arbeitet mit einem Kissen 29 aus Filz oder einem anderen halbelastischen Material zusammen, \venn die Type in die Druckstellung bewegt wird. Das Kissen sitzt auf einem Träger 28 der Vorderwand 17. Der hintere Arm 27 des dreiarmigen Hebels 24,26,27 ist mit einer oberen konvexen Fläche versehen und einem Hebel 30 zugeordnet, der am hinteren Ende 31 auf einem Querdraht 32 drehbar gelagert ist, welcher eine feste Stellung im Maschinengestell besitzt.
Der Draht 32, auf welchem der Hebel 30 gelagert ist, ist sämtlichen Typenstangenantrieben gemeinsam. Das Lagerende 31 des Hebels 30 besitzt die Gestalt einer Gabel. Der Draht 32 ist auf einer Seite abgeflacht. Dies erleichtert das Aufbringen oder Entfernen des Hebels 30, da, wenn man ihn nach Entfernung der Antriebsorgane und Lösung des Zugdrahtes in eine senkrechte Stellung nach unten schwingt, der abgeflachte Teil des Drahtes 32 parallel zu einer der geraden Seiten des offenen Hebelendes steht, so daß der Hebel 30 vom Draht abfallen kann.
In der Nähe des vorderen Endes des Hebels 30 ist eine Zugstange 33 drehbar befestigt, die mit einem einstellbaren Teil 34 versehen ist, dessen unteres Ende mit dem Hauptteil des Tastenhebels 4 verbunden ist.
Wenn der Tastenhebel 4 niedergedrückt wird, übt der Hebel 30 auf den hinteren Arm 27 des dreiarmigen Hebels eine wälzende Wirkung aus. Eine solche Verbindung besitzt mehrere wesentliche Vorzüge. Der Angriffspunkt des Hebels 30 am Arm 27 in der Normalstellung des Getriebes befindet sich in einer verhältnismäßig großen Entfernung vomDrehzapfen 25 des dreiarmigen Hebels 24, 26, 27, der die Typenstange 5 in die Druckstellung bewegt, so daß ein leichter Anfangsanschlag entsteht. Wenn der Tastenhebel unter dem Anschlag des Schreibers seine Abwärtsbewegung fortsetzt, bewegt sich der Berührungspunkt zwischen dem Hebel 30 und dem Hebelarm 27 nach dem Drehzapfen 25 hin, so daß die wirksame Hebellänge des Armes 27 verkleinert wird, aber die lebendige Kraft vergrößert wird.
Um die Annehmlichkeit des Tastenanschlages noch weiter zu vergrößern, besteht der Tastenhebel aus zwei Teilen, nämlich einem Teil 35 aus verhältnismäßig schwerem Material, der am hinteren Ende in bekannter Weise auf der Schneide einer Schiene 36 drehbar gelagert ist, und einem Teil 4 von verhältnismäßig leichtem Material, der bei 37 mit der Unterseite des Hauptteiles 35 vernietet oder sonstwie verbunden ist. Die Abwärtsbewegung des Tastenhebels wird durch ein Kissen 38 aus Filz oder einem anderen halbelastischen Material begrenzt, welches sich gegen das vordere Ende 40 des Teiles 35 legt. Die Aufwärtsbewegung des Tastennebels wird durch. ein gleiches Kissen 41 begrenzt, das an der Oberseite eines Kammes 42 gelagert ist, durch welchen der Tastenhebel 4 bei seiner Auf- und Abwärtsbewegung geführt wird. Wenn also der Tastenhebel 4 niedergedrückt wird, legt sich der Hauptteil 35 gegen den Anschlag 38, wodurch seine Bewegung gehemmt wird. Da die Taste selbst jedoch auf dem Teil 4 von verhältnismäßig leichterem Material gelagert ist, bietet sie dem Finger des Schreibers eine gewisse Nachgiebigkeit dar, welche schnell wiederholte Anschläge weniger ermüdend macht.
Eine Rückziehfeder 43 ist mit einem nach unten stehenden Arm 44 der Unterseite des Tastenhebel einstellbar verbunden. Die übrigen, nicht veranschaulichten Tastenhebel sind mit ähnlichen Federn versehen, die sämtlich mit einem einzigen Joch 45 verbunden sind, das seinerseits durch ein Glied 46 mit einem festen Teil 47 der vorderen Maschinengestellseite verbunden ist. Durch Drehen einer auf dem vorderen Ende des Verbindungsgliedes 46 sitzenden Mutter 48 kann die Spannung sämtlicher Federn 43 gleichzeitig geregelt werden.
Anstatt daß man die'Universalschiene wie bei vielen Schreibmaschinen mit Vorderanschlag unter den Tastenhebeln anbringt, ist sie im vorliegenden Fall in dem oberen vorderen Teil der Maschine so gelagert, daß sie unmittelbar durch Bestandteile jedes Typenstangenantriebes in Tätigkeit gesetzt werden kann. Die Universalschiene besteht aus einem Rahmen 50, der die Gestalt eines Bogens besitzt und unmittelbar unter und hinter der Drehstelle 25 der dreiarmigen Hebel 24, 26, 27 gelagert ist. Auf dem nach hinten ragenden Arm 27 ist in der Nähe der Verbindungsstelle einer Rückführfeder 52 eines jeden dreiarmigen Hebels eine Gabel oder ein Joch 51 drehbar aufgehängt, das gewöhnlich etwas über der Universalschiene ruht, aber deren beide Seiten erfaßt. DieUniversalschiene ist an mehreren Lenkern 53 gelenkig angebracht, die im wesentlichen gleiche Länge besitzen und mit von dem Maschinengestell nach unten ragenden Armen 54 drehbar verbunden sind. Der untere Teil der Universalschiene sitzt drehbar auf den Enden dreier Lenker 55, welche im wesentlichen die gleiche Länge besitzen, mit
beiden Enden und der Mitte mit einer Schwingwelle ■ 56 verbunden sind und von denen nur einer in den Fig. 1, 2 und 3 veranschaulicht ist. Die Schwingwelle 56 ist mit einem nach unten ragenden Arm 57 versehen, der am unteren Ende mit einer einstellbaren Zugstange 58 verbunden ist, welche von der Vorder- nach der Hinterseite der Maschine verläuft und hinten mit dem schwingbaren Teile des Schaltgetriebes 3 für die schrittweise Bewegung des Papierwagens verbunden ist. Die Zugstange läuft frei durch eine Öffnung 60 eines in dem Maschinengestell vorgesehenen Querträgers 47 und durch den Kamm 42 zur Führung der Tastenhebel hindurch. Eine selbstsperrende Stellmutter 61 ist am vorderen Ende der Zugstange 58 vorgesehen, um die Entfernung zwischen der Gabel 51 und der Universalschiene 50 zu verstellen. Eine andere Mutter 62 sitzt hinter dem Querträger 47 und faßt zwischen sich und diesem eine Rückführfeder 63. Durch diese Einstellvorrichtung kann die Beziehung der Universalschiene 50 zum dreiarmigen Hebel 24, 26, 27 und das zeitliche Arbeiten der Schaltvorrichtung des Papierwagens geregelt werden.
Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Vorrichtung ist die folgende:
Wenn sich die Schreibmaschine gemäß Fig. ι in der Ruhestellung befindet, so wird beim Niederdrücken des Tastenhebels 4 die . Zugstange 33 bewegt, welche den Hauptteil 35 des Tastenhebels 4 mit dem vorderen Ende des Hebels 30 verbindet, welcher seinerseits auf der oberen gekrümmten Fläche des hinteren Armes 27 des dreiarmigen Hebels 24, 26, 27 nach unten schwingt. Diese Bewegung bewirkt eine Schwingung des Armes 24 des dreiarmigen Hebels nach hinten um den Drehzapfen 25, so daß der nach hinten gerichtete Arm 22 des Schwunggewichtes 23 nach hinten und unten bewegt wird. Beim Fortschreiten der Bewegung bewegt sich der von den Gliedern 15 und 12 gebildete Kniehebel in eine halbgestreckte Lage. Desgleichen stellen sich der Arm 22 des Schwunggewichtes 23 und der obere oder längere Arm 24 des dreiarmigen Hebels zu einem teihveise gestreckten, quer zu dem Kniehebel 15, 12 liegenden Kniehebel ein.
Sobald die Teile die in Fig. 2 veranschaulichte Stellung erreichen, d. h. bevor die Type gegen das Papier auf dem Druckwiderlager schlägt, wird die Abwärtsbewegung des Hauptteiles 35 des Tastenhebels durch das halbelastische Kissen 38 angehalten, gegen das sich das vordere Hebelende 40 legt. Dadurch wird der Tastenhebel 4 ruhig und nachgiebig gehemmt. Da diese Wirkung unter dem gewöhnlichen Staccatoanschlag so schnell stattfindet, erlangt das Schwunggewicht 23 ein teilweise von der Länge des Schwingungsradius abhängiges Kraftmoment, um die Druckwirkung dadurch zu vollenden, daß die Typenstange in die Stellung gemäß Fig. 3 bewegt, d. h. die Type mit dem auf dem Druckwiderlager ruhenden Papier in Berührung gebracht wird. An dieser Stelle nehmen die Kniehebel, welche von den Gliedern 12 und 15 bzw. von dem nach hinten ragenden Arm 22 des Schwunggewichtes 23 und dem nach oben stehenden Arm 24 des dreiarmigen Hebels 24, 26, 27 gebildet werden, ihre ausgestreckte Lage ein. In der Stellung gemäß Fig. 3 hat sich der hintere Arm 2"/ des dreiarmigen Hebels außer Berührung mit dem Hebel 30 bewegt und die Rückführfeder 52 unter Spannung gesetzt. Die natürliche Neigung des dreiarmigen Hebels, mit Hilfe seiner Rückführfeder 52 von der Anschlagschiene 29 zurückzuprallen, um die Type sofort außer Eingriff mit dem Gegenlager zu bringen, wird deshalb durch nichts gehindert, gleichgültig ob der Tastenhebel losgelassen oder ob er selbst von dem Schreiber niedergehalten wird. Während dieser Schlußbewegung, während sich also die Typenstange 5 aus der Stellung gemaß Fig. 2 in die Stellung gemäß Fig. 3 bewegt und nachdem der Tastenhebel bei seinem Druckhub gehemmt worden ist, legt sich die an dem hinteren Arm 27 sitzende Gabel 51 gegen die Universalschiene 50 und drückt diese nach unten. Diese Abwärtsbewegung der Universalschiene dreht durch den Zwischenmechanismus die Schwingwelle 56, welche ihrerseits durch die Zugstange 58 den Klinkenträger der Schaltvorrichtung für die schrittweise Bewegung des Papierwagens antreibt.
Die Schaltvorrichtung, welche vorzugsweise die »verkehrte« Schaltung besitzt, bei welcher also die feste Klinke gewöhnlich mit den Zähnen des Hemmrades in Eingriff steht, vollendet bei normalem Antrieb ihre Tätigkeit beim Abwärtshub des Tastenhebels und vor der Rückkehr des Tastenhebels aus seiner Ausschlagstellung, so daß der Papierwagen i°5 um die Entfernung eines Buchstabens von rechts nach links laufen kann. Die Bewegung der Type aus der Stellung gemäß Fig. 2 in die Stellung gemäß Fig. 3 und umgekehrt ist fast augenblicklich; trotzdem ist die Arbeit fast geräuschlos, da sie infolge der beiden miteinander verbundenen Kniehebel und der zwischen der Typenstange und dem Tastenhebel eingeschalteten B e\vegungsübertragungsvorrichtungen durch Druckwirkung erzeugt wird.
Wenn der Tastenhebel losgelassen wird, kehren die Teile unter der Einwirkung der verschiedenen Rückführfedern 43, 52 und 63, die sich in ihrer Wirkung ergänzen, in die Stellung gemäß Fig. 1 zurück.
Ein Kissen 64 ist auf der oberen Fläche der vorderen Maschinenwand vorgesehen und
besitzt eine aufwärts und nach hinten- geneigte Oberfläche, der eine schräge Fläche der Unterseite des Schwunggewichtes 23 zugeordnet ist und welche den Rücklauf des Gewichtes abdämpft und seinen Rückprall verhindert. Die Mitte des Gewichtes 23 bewegt sich infolge ihrer Verbunddrehverbindungen nicht in einem Kreisbogen, und die Bahn des Schlußteiles der Rückbewegung erfolgt in wesentlich gerader Linie unter einem sehr kleinen Winkel gegen die obere Fläche des Kissens.

Claims (4)

. Patent-Ansprüche:
1. Schreibmaschine, bei welcher der 1S Typenabdruck durch das Moment eines durch Tastenanschlag in Bewegung gesetzten Gewichtes erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß das Momentengewicht an einem zwischen Tastenhebel und Typenträger eingeschalteten Gestänge derart angeordnet ist, daß seine Ausschwingung· entgegen der Schwerewirkung behufs Energieaufspeicherung erst nach erfolgter Einleitung der Tastenbewegung erfolgt, zum ■ Zweck der Erzielung eines sanften Tastenanschlages.
2. Schreibmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischengestänge z\vischen Tastenhebel und Typenträger zwei miteinander verbundene Kniehebel (12,15 bzw. 22,24) aufweist, \velche so angeordnet sind, daß der an den Typenträger angreifende in der Arbeitsstellung des Typenträgers seine Streckstellung annimmt, während sich gleichzeitig der das Momentengewicht tragende Arm des zweiten Kniehebels so einstellt, daß sich, das Gewicht ungefähr in seiner Höchststellung befindet.
3. Schreibmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch, gekennzeichnet, daß von dem mit dem Momentengewicht verbundenen Kniehebel derjenige Arm, an welchem der Gewichtsarm schwingbar befestigt ist, einen winkelförmig sich ansetzenden Arm besitzt, auf dem sich das vom Tastenhebel betätigte Antriebsorgan in an sich bekannter Weise abwälzt.
4. Schreibmaschine. nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das 5» Antriebsglied (51) für die Universalschiene derart an den einen Typenträgerantriebskniehebel (22,24) angeschlossen ist, daß die Universalschiene ihren Antrieb durch das Moment des Antriebsgewichtes (23) erhält.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Berlin. ' gedruckt In der reichsdruckerei.
DENDAT294278D 1913-08-06 Active DE294278C (de)

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