DE293560C - - Google Patents
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- DE293560C DE293560C DENDAT293560D DE293560DA DE293560C DE 293560 C DE293560 C DE 293560C DE NDAT293560 D DENDAT293560 D DE NDAT293560D DE 293560D A DE293560D A DE 293560DA DE 293560 C DE293560 C DE 293560C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24D—DOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
- F24D3/00—Hot-water central heating systems
- F24D3/04—Hot-water central heating systems with the water under high pressure
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- Drying Of Solid Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
" KLASSE 36 c. GRUPPE
©t))l..3iig. OTTO SCHMIDT in STUTTGART.
Umlaufheizanlage für hohe Temperaturen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Juni 1914 ab.
Die gebräuchlichen Umlaufheizungsanlagen bestehen in der Hauptsache aus einem vom
Heizofen in den zu heizenden Ofen und von dort nach den als Expansionsgefäße dienenden
sogenannten Luftflaschen führenden Rohrsystem, in welchem die Heizflüssigkeit (Wasser)
ihren Kreislauf ausführen kann.
Der Abschluß des ganzen Systems, einschließlich der Luftflaschen, nach außen ermöglicht
es, das als Heizflüssigkeit dienende Wasser auf beträchtlich höhere Temperaturen
zu erhitzen als ioo° C; indessen kam man über eine Grenze von etwa 250 ° bisher nicht
hinaus, denn da waren die Rohrverbindungen nicht mehr dicht zu halten. Man hielt dies
für eine Beschränkung, welche die Unvollkbmmenheit der zur Abdichtung der Röhren
angewendeten Mittel und Verfahren der heutigen Technik auferlegte und verzichtete notgedrungen
auf die Anwendung der Wasserumlaufheizung dort, wo in dem zu heizenden Raum (Trockenofen usw.) eine Temperatur von wesentlich
mehr als 180 ° und dementsprechend vom Wasser eine Temperatur von mehr als
etwa 250 ° verlangt wurde.
Genauere Untersuchungen haben nun ergeben, daß die Ursache für die bisherige Unverwendbarkeit
der Wasserumlaufheizung bei höheren Temperaturen anderswo liegt. Das
Ergebnis der Untersuchungen sei nachstehend kurz angegeben:
Der Fassungsraum der als Expansionsgefäße dienenden Luftflaschen ist begrenzt durch die
Anforderung, daß in dem Rohrsystem ein soleher
Druck zustande kommen muß, daß das Wasser auf die verlangte Temperatur erhitzt
werden kann, bei 250 ° verlangter Wassertemperatur etwa 41 Atm. Bei im Vergleich
zum Wasserinhalt des Rohrsystems zu großen Luftflaschen wäre dieser Druck und diese
Temperatur nicht zu erreichen.
Nun beträgt die Ausdehnung des Wassers bei Erhitzung bis zu jener Temperatur etwa
26 Prozent, während gleichzeitig das Volumen des Luftpolsters in den Flaschen sich auf 1Z41
verringert.
Nun ist leicht ersichtlich, daß bei weiterer Erhöhung der Temperatur schließlich kein für
die gleichzeitige Ausdehnung des Wassers mehr genügendes Luftpolster vorhanden ist, so daß
bei den vorkommenden Betriebsschwankungen Drucke zustande kommen, welche die Rohrleitung
sprengen oder die Dichtungen zerstören müssen.
Bei der vielfach erwünschten Temperatur von etwa 250 ° in dem zu heizenden Raum
müßte die Temperatur des Heizwassers etwa 310 °, der Druck etwa 100 Atm. sein; dabei
hätte sich das Volumen des Wassers um etwa 46 Prozent vermehrt, das des Luftpolsters in
den Flaschen dagegen auf 1Zi0O, als° auf einen
praktisch viel zu kleinen Wert verringert.
Gemäß der Erfindung wird nun dem Übel in neuer, aber allerdings überraschend einfacher
Weise abgeholfen und damit die Ver-Wendung der Wasserumlaufheizung auch für hohe Temperaturen erstmals ermöglicht, ohne
daß das bisher stets eintretende Lecken der Rohrleitung eintritt, dadurch, daß die Luft in
den Flaschen schon bei gewöhnlicher Atmo-Sphärentemperatur
unter einen entsprechend hohen Druck gesetzt wird, so daß der Quotient
aus diesem Anfangsdruck (von beispielsweise 25 Atm.) und dem Betriebsdruck (beispielsweise
100 Atm.) wesentlich verkleinert wird, beispielsweise statt 1Z100 nur noch 1/i ist, also
ein genügendes Luftpolster gewahrt bleibt.
Die beiliegende Zeichnung stellt das Schema einer Wasserumlaufheizung dar. Das Heizrohrsystem
α erstreckt sich vom Heizofen b aus durch den zu heizenden Ofen, z. B. den
Trockenofen c, und weiter bis zu den Luftflaschen d. Diese sind gemäß der Erfindung
etwa bis zum Füllstutzen f durch eine geeignete Luftpumpe mit Luft oder auch aus einer
Gasflasche mit Gas von geeignet hohem Druck bei noch kalter Heizanlage gefüllt.
Die Erfindung ist natürlich nicht nur bei Benutzung von Wasser, sondern auch von öl
oder anderen höher siedenden Flüssigkeiten mit entsprechendem Erfolg verwendbar.
Nachdem die in der Einleitung erläuterte Erkenntnis gewonnen ist, läßt sich leicht einsehen,
daß andere Versuche zur Erzielung höherer Flüssigkeitstemperatur erfolglos bleiben
mußten, so z. B. der Versuch, die Temperatur des Heizwassers durch zusätzlich auf das
Wasser ausgeübten Druck und die hierdurch hervorgerufene Verzögerung der Dampfbildung
zu steigern. Denn hierbei wird wieder die in dem Luftgefäß eingeschlossene Luft auf allzu
kleinem Raum zusammengepreßt, so daß für das erhitzte Wasser nicht mehr genügend Expansionsraum
vorhanden ist.
Erst durch die neue Art der Erzeugung zusätzlichen Druckes, nämlich durch Einpressen
einer größeren Luftmenge in das Luftgefäß, als gewöhnlichem Atmosphärendruck
entspricht, ist es gelungen, für das Wasser die nötige Ausdehnungsmöglichkeit zu schaffen
und das Undichtwerden der Leitungen zu beseitigen.
Claims (1)
- Patent-An Spruch:Umlaufheizungsanlage für hohe Temperaturen, dadurch gekennzeichnet, daß das schädliche Überwiegen des Volumens, um welches sich die Heizflüssigkeit bei der gewünschten hohen Temperatur ausdehnt, . über die der zugehörigen Dampfspannung entsprechende Verringerung des Luftvolumens in dem in bekannter Weise oben an das Heizrohrsystem angeschlossenen Luftgefäß dadurch vermieden ist, daß jener Luftraum mit einer entsprechend größeren Menge Luft gefüllt ist, als er bei gewöhnlichem Atmosphärendruck fassen würde.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE293560C true DE293560C (de) |
Family
ID=548216
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT293560D Active DE293560C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE293560C (de) |
-
0
- DE DENDAT293560D patent/DE293560C/de active Active
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