DE33655C - Umwandlung gespannter Wasserdämpfe in solche von höherer Spannung durch Einleitung ersterer in Natron, Kalilauge u. s. w - Google Patents

Umwandlung gespannter Wasserdämpfe in solche von höherer Spannung durch Einleitung ersterer in Natron, Kalilauge u. s. w

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DE33655C
DE33655C DENDAT33655D DE33655DA DE33655C DE 33655 C DE33655 C DE 33655C DE NDAT33655 D DENDAT33655 D DE NDAT33655D DE 33655D A DE33655D A DE 33655DA DE 33655 C DE33655 C DE 33655C
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Germany
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introducing
tension
potassium hydroxide
soda
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DENDAT33655D
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M. honigmann in Grevenberg bei Aachen
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    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B1/00Methods of steam generation characterised by form of heating method
    • F22B1/20Methods of steam generation characterised by form of heating method using heat evolved in a solution absorbing steam; Soda steam boilers

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Description

KAISERLICHES
Der Zweck dieses Verfahrens ist, gespannten Wasserdampf von beliebiger Spannung in solchen. von doppeltem oder mehrfachem Druck umzuwandeln. Es geschieht dies mittelst folgenden Apparates. Ein Natron- oder Kalilauge enthaltender Kessel und ein mit Röhren versehener Wasserkessel sind derartig mit einander verbunden, dafs sich Temperaturdifferenzen zwischen beiden Flüssigkeiten schnell ausgleichen können. Sowohl der Natron- wie der Wasserkessel sind für Ueberdruck construirt, ersterer für den ursprünglichen Dampfdruck, letzterer für den erhöhten. Man leitet nun den gespannten Dampf in die Natronlauge, wodurch deren Temperatur schnell erhöht wird. Ist z. B. der Siedepunkt der Natronlauge bei Atmosphärendruck 1500 C. und die Temperatur des gespannten Dampfes i6o° (entsprechend 5 at Ueberdruck), so wird durch die Absorption des gespannten Dampfes die Natronlauge auf 160 -f 50 = 210° erhitzt, weil die Spannung in der Natronlauge auf 5 at anwächst. Infolge dessen nimmt auch der Wasserraum fast die gleiche Temperatur von 210° an und man erhält demnach in demselben einen Dampfdruck von 15 bis 20 at. Von nun ab wird man daher für jedes Dampfquantum von 5 at, welches man in das Natron einleitet, ein gleiches von 15 bis 20 at aus dem Wasserkessel zurückerhalten und beliebig verwenden können. Allmälig wird allerdings der Siedepunkt der Natronlauge durch Dampfaufnahme niedriger, und damit fällt auch etwas der Druck im Wasserkessel.
Nach hinreichender Verdünnung wird die Natronlauge mittelst des gespannten Dampfes eingedampft. Dieses geschieht in folgender Weise: Man schliefst das Dampfventil F3 des Wasserkessels, sowie das Ventil V1 und öffnet dagegen dasjenige des Natronraumes F4, infolge dessen der Ueberdruck in demselben verschwindet. Läfst man nun gespannten Dampf von 5 at, also i6o°, in das Wasser des Wasserkessels einströmen, so wird einerseits der Dampf dort absorbirt, andererseits die Natronlauge verdampft, da durch das Röhrensystem die Temperaturen sich ausgleichen. Die Verdampfung des Natrons dauert so lange, bis dessen Siedepunkt wieder gleich ist der Temperatur des gespannten Dampfes, im vorliegenden Beispiel also i6o°.
Bei continuirlichem Betriebe wendet man zwei gleiche Apparate an, welche abwechselnd die Dampfspannung erhöhen und abdampfen. Die Erhöhung der Dampfspannung, welche man mit diesem Apparat erzielen kann, ist in folgender Tabelle zusammengestellt:
Gespannter Dampf Tempe
ratur
Höher gespannter bis 6y2 Dampf bis 170°
Ueber
druck
in at
135° Ueberdruck
in at
- I I Temperatur - 190°
2 H5° 5 - 15 150 - 2O6°
3 153,3° 8 - 22 170 - 220°
4 i6o° I I - 3° 190 - 233°
5 166,5° 15 - 35 206 - 245°
6 172,1° 22 - 40 220 - 255°
7 177,4° 30 - 50 233 - 264°
8 1820 35 - 60 245 - 272°
9 186° 40 255
IO 50 264
Die Verwendung dieses Apparates kann eine sehr vielseitige sein. Bei Dampfmaschinen ermöglicht er die Anwendung kleiner Dampfröhren und kleiner, Maschinen mit starker Expansion. Da, wo die bestehende Maschine zu schwach geworden ist, kann dieselbe mittelst dieses Apparates wieder voll leistungsfähig gemacht werden. ;
Der Apparat hat viele Aehnlichkeit mit dem Natrondampfkessel, aber während dieser dazu dient, den Abdampf der Maschine wieder in den Kessel zu leiten, und dadurch einen feuerlosen Betrieb der Dampfmaschinen ermöglicht, soll durch die vorliegende Erfindung lediglich die Spannung eines gespannten Dampfes erhöht werden. Besondere Beachtung verdient es, dafs der Betrieb dieses Apparates und die Herstellung des. hohen Dampfdruckes mittelst·, desselben ziemlich gefahrlos erscheint, denn die Temperaturdifferenz zwischen Natron und 'Wasser kann bis auf 40 herabgedrückt werden. Dabei werden durch den eingeleiteten Dampf, der abwechselnd absorbirt und verdampft wird, keine Unreinlichkeiten zugeführt, so dafs eine Reinigung des Kessels nicht nöthig ist. Von den Körpern, welche für dieses Verfahren besonders geeignet sind, steht das Natron und Kali obenan, denn die Siedepunkte derselben liegen sehr hoch, die Stoffe sind billig und völlig haltbar.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Die Umwandlung von gespanntem Wasserdampf in solchen von weit höherer Spannung dadurch, dafs man den gespannten Dampf in Natron- oder Kalilauge oder sonstige hochsiedende Flüssigkeiten derart einleitet, dafs diese Flüssigkeiten unter dem Druck des gespannten Dampfes stehen und dafs . gleichzeitig deren Absorptionswärme auf ■ einen von ihnen bespülten Wasserkessel übertragen wird.
  2. 2. In Combination mit diesem Apparate zur Erhöhung des Druckes gespannter Dämpfe das Abdampfen der hochsiedenden Flüssigkeiten in diesem selbst mittelst Einleitens von gespanntem Dampf in den Wasserkessel.
  3. 3. Die Anwendung zweier gleichen Apparate, von welchen abwechselnd der eine sehr ,hochgespannten Dampf mittelst Einleitens gespannten Dampfes in Natron- oder Kalilauge herstellt, der andere die verdünnte Natronlauge mittelst Einleitens von gespanntem Dampf in den Wasserkessel ver-. dampft.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2651900A1 (de) * 1975-11-13 1977-05-18 Ishikawajima Harima Heavy Ind Mit ausnutzung eines konzentrationsgefaelles arbeitender energieerzeuger, sowie arbeitsmedien hierfuer

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DE2651900A1 (de) * 1975-11-13 1977-05-18 Ishikawajima Harima Heavy Ind Mit ausnutzung eines konzentrationsgefaelles arbeitender energieerzeuger, sowie arbeitsmedien hierfuer

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