DE293359C - - Google Patents

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DE293359C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/12Reserving parts of the material before dyeing or printing ; Locally decreasing dye affinity by chemical means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 293359 KLASSE Qn. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Juli 1915 ab.
Beim Ätzen von mit Gallocyaninen, Leukogallocyaninen, Gallocyaninbisulfitverbindungen o. dgl. Chromfarben in dunklen Tönen gefärbten Textilwaren mittels Reduktionsmittel gelingt es nicht, reine Weißstellen zu erzeugen. Wird dagegen eine diese Reduktionsmittel und Natriumeitrat enthaltende. Masse als Reserve auf die Textilware aufgedruckt und auf letztere nach Trocknen der Reserve einer der erwähnten Farbstoffe mit Chrombeize aufgepflatscht oder aufgedruckt, so können sich die Farben an den mit Reserve bedruckten Stellen nicht entwickeln, so daß nach kurzem Dämpfen und darauffolgendem Waschen tadellose Weißstellen erhalten werden. Ähnliche Ergebnisse lassen sich erzielen bei Anwendung dieses Verfahrens auf Alizarinblau- und Cöruleinbisulfitverbindungen. Bei der Zubereitung der Reserve ist es vorteilhaft, ihr eine gewisse Menge Blandola (reine pflanzliche Gelatine der Blandola Comp. Ltd. in Whaly Bridge bei Stockport, Lancashire) beizusetzen, da diese infolge ihrer Eigenschaft, die verdickten Gallocyanin- und Leukogallocyaninlösungen in Gegenwart von Chrombeizen zu koagulieren, die Erzielung von reinen Weißstellen begünstigt.
Eine gemäß dieser Erfindung zu verwendende Weißreserve kann z. B. wie folgt vorbereitet werden:
Man erhitzt zusammen auf 40 bis 450C:
250 Teile Blandolaverdickung (5:100),
275 - Gummiwasser ι: i,
225 Teile dimethylphenylbenzylammoni-
umdisulfosaures Alkali und
; 175 - eines Gemisches von gleichen Teilen Formaldehydnatriumsulfoxylät und dimethylphenylben- , zylammoniumdisulfosauren Alkalis, läßt erkalten und fügt
75 - Natriumeitrat hinzu.
Nach Bedrucken des Gewebes mit dieser Reserve wird es getrocknet und hierauf ein Gallocyaninfarbstoff mit einer Chrombeize aufgepflatscht. Nach einem einige Minuten dauernden Dämpfen im Mather-Platt wird gewaschen und die Ware in üblicher Weise fertiggestellt.
Anstatt das Gewebe mit der beschriebenen reduzierenden Weißreserve zu bedrucken, kann es mit einer Buntreserve bedruckt werden. Eine solche Buntreserve kann z. B. in der Weise hergestellt werden, daß man
60 Teile Irisamin Cr (Cassella) in
170 Teilen Alkohol und
50 - Anilin kalt löst und die so erhaltene Lösung mit
120 - Tanninlösung (1:1) und
600 - obiger Weißreserve versetzt,
Auf das mit dieser Buntreserve bedruckte Gewebe kann z. B. ein Färbebad aufgepflatscht werden, das folgenderweise hergestellt worden ist:
60 Teile Modernblau werden in
775 Teilen heißem Wasser gelöst und die Lösung mit
30 Teilen Tragantwasser (6: ioo) und
25 - Formaldehydnatriumsulfoxylat (10 Prozent) versetzt und dann nach Erkalten werden
Teile Chromacetatlösung von 20° Be. zugegeben.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zum Weiß- oder Buntreservieren von mit Chromfarben, wie GaI-locyaninfarbstoffen, Leukogallocyaninfarbstoffen, Gallocyaninbisulfitverbindungen, Alizarinblaubisulfitverbindungen, Cöruleinbisulfitverbin düngen usw. unter Zusatz einer Chrombeize zu färbenden Waren, dadurch gekennzeichnet, daß die Ware vor Auftragen der Farbe mit einer Reduktionsmittel und Natriumeitrat enthaltenden Reserve bedruckt wird.
  2. 2. Verfahren gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Reserve eine gewisse Menge Blandola einverleibt wird.
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