DE2932459C2 - Vorrichtung zum Lösen eines granulatförmigen Feststoffes in einer Flüssigkeit - Google Patents
Vorrichtung zum Lösen eines granulatförmigen Feststoffes in einer FlüssigkeitInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff des Patentansprucns.
Bei einer bekannten Einrichtung zur Herstellung einer Suspension aus hochquellfähigen Stoffen (DE-OS
24 03 053) ist als Dispersionseinrichtung eine Kolloidmühle vorgeseher, der axial aus einem Trichter Flüssigkeit
und Feststoffe zugeführt werden. Die Flüssigkeit gelangt tangentiEl in den Trichter, v.dhrend die Feststoffe
von oben her an den Ranci des Trichters abgegeben werden.
Allein schon durch die Zugabe von Feststoff und Flüssigkeit in den Trichter, kann keine gleichmäßige Lösung
erwartet werden. Auch kann die Kolloidmühle nicht zufriedenstellend arbeiten, weii dort beispielsweise vorrangig
Feststoffteile verarbeitet werden, wenn vom Trichter her vorwiegend Feststoffteile in die Kolloidmühle
gelangen.
Bei einer bekannten Beschickungsvorrichtung für Lösevorrichtungen (DE-PS 6 70 057) wird die Flüssigkeit
am Rande eines Trichters eingeführt und gelangt zusammen mit den Feststoffbrocken in eine Zahnradpumpe.
Von dorther wird Feststoff und Flüssigkeit in Form eines Stranges zu einem Mischer geführt, dessen sich
drehende Zähne den Strang in kleine Teile zerreißen.
Auch hier ist keine genaue Dosierung möglich, da sich kein Strang bildet, der ständig aus gleichen Anteilen von
Feststoff und Flüssigkeit besteht.
Bei der Einmischung von granulatförmigen Viskositäts-Index-Verbesserern
in Granulatform in Mineralöl wird etwa, wie folgt, vorgegangen:
Das Mineralöl wird in einen Mischtank geführt und dort auf die jeweils günstige Misch- und Lösetemperatur
gebracht. Die Zuführung des vorher sackweise verwogenen Granulats erfolgt pneumatisch über ein Granulatzuführungsrohr,
welches oberhalb des Flüssigkeitsspiegels im Mischtank endet. Das Einmischen und
Anlösen des Granulats geschieht durch einen im Mischtank eingebauten Hochleistungsmischer (1-Tank-Verfahren).
Bei diesem Verfahren sind sehr hohe Lösetemperaturen und eine lange Lösezeit erforderlich.
Um den Löseeffekt zu beschleunigen, wurde bei der Weiterentwicklung des Verfahrens ein zweiter Mischtank
nachgeschaltet (2-Tank-Verfahren). Hierbei dient der erste Mischtank zum Einbringen und Anlösen der
Granulatteilchen und der zweite Mischtank zum Fertiglösen des Granulats. Beide Mischtanks sind mit Hochleistungsrührwerken
ausgerüstet Um eine höhere Lösegeschwindigkeit ;:j erreichen, ist beim Oberpumpen vom
Mischtank 1 in den Mischtank 2 eine Kolloidmühle zwischengeschaltet.
Nachteile der bekannten Verfahren sind
Im Granulat-Zuführungsrohr bleiben bereits Granulatteilchen haften, insbesondere wenn aufsteigender
Ölnebel die Granulatteilchen anlöst und somit klebrig macht Dadurch wird die Öffnung des
Zuführrohres eingeengt oder teilweise zugesetzt, wodurch die Granulatzufuhr beeinträchtigt wird.
Durch diese Zuführungstechnik des granulatförmigen V!-Verbesserers schwimmt das Granulat längere Zeit angelöst bzw. ungelöst auf der Rüssigkeitsoberfläche, was zu Klumpenbildung an der Oberfläche sowie zu Verklebungen an Tankwandung und Rührwerkswelle führt. Klumpen und Verklebungen müssen hierbei manuell beseitigt und die Lösetemperatur des Mineralöles wesentlich über 100° C erhöht werden.
Durch diese Zuführungstechnik des granulatförmigen V!-Verbesserers schwimmt das Granulat längere Zeit angelöst bzw. ungelöst auf der Rüssigkeitsoberfläche, was zu Klumpenbildung an der Oberfläche sowie zu Verklebungen an Tankwandung und Rührwerkswelle führt. Klumpen und Verklebungen müssen hierbei manuell beseitigt und die Lösetemperatur des Mineralöles wesentlich über 100° C erhöht werden.
Die zuzuführende Granulatmenge wird mit großem Aufwand manuell über eine separate (externe)
Waage verwogeii-
Beim 2-Tank-Verfahren sind die Investitionskosten gegenüber dem 1-Tank-Verfahren nahezu doppelt
so hoch.
Beide Verfahren haben den Nachteil, daß ein zusätzlich großer Energieaufwand zur Verbesserung
der Lösegeschwindigkeit (hohe Lösetemperatur) sowie ein hoher Zeitaufwand erforderlich sind.
Die Erfindung bezweckt, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, durch weiche Feststoffteilchen
in flüssigen Medien, z. B. Mineralöl, mit höherer Lösegeschwindigkeit gelöst wf den können, wobei
eine exaktere Dosierung bzw. eine hohe Lösegeschwindigkeit bei einer niedrigen Temperatur möglich
sind.
Erreicht wird dies durch eine Vorrichtung gemäß dem Patentanspruch.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
F i g. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung gemäß der Erfindung.
F i g. 2 zeigt Einzelneiten wesentlicher Teile der Vorrichtung gemäß der Erfindung.
so Gemäß den F i g. 1 und 2 ist eine Vorrichtung nach der Erfindung mit einem Standard-Mischtank 1 versehen,
welcher heizbar ist und Zu- und Abführleitungen mit den notwendigen Armaturen und Regelventilen sowie
einem eingebauten Hochleistungsrührwerk 2 aufweist. Der Standard-Mischtank 1 ist mit einer kombinierten
Wiege-, Dosier- und Lösevorrichtung 3 ausgerüstet, es handelt sich um eine Wiegevorrichtung 5. eine
Dosiervorrichtung 6 und 7 und eine Lösevorrichtung 8 und 9.
Das Granulat wird über einen Eingabetrichter 4, der mit einer Wiegevorrichtung oder Behälterwaage versehen
ist, und durch einen biegsamen, mechanischen Spiralförderer 6 in dosierter Menge einem als Eingabe,-schleuse
ausgebildeten Dosiertrichter 7 zugeführt. Der Dosiertrichter 7 mündet in ein Ansaugrohr 8 einer handelsüblichen
Zahnkolloidmühle 9 mit verstellbarer Spaltbreite und einer eingebauten Pumpensiufe. Das
Ansaugrohr 8 ist mit einer Ansaugblende 10 ausgerü-
stet, die den Flüssigkeitsstrom in das Zentrum des Rotors der Kolloidmühle 9 lenkt und die den Flüssigkeitskreislauf stabilisiert und die Funktion der Kolloidmühle
9 in der beschriebenen Art sicherstellt. Hierdurch wird vermieden, daß eine Teiirückströmung des Flüssigkeit-Granulatgemisches
in den Dosiertrichter 7 stattfindet. Daraus ergibt sich eine wesentliche Erhöhung der
Durchsatzleistung sowie eiße Stabilisierung des Flüssigkeitsstromes
inklusiv einer Geräuschminderung unter gleichzeitiger Verhinderung einer Lufteinsaugung. ίο
Während des Dosiervorganges wird das flüssige Medium [z. B. Mineralöl) vom Mischtank 1 über Ringdüsen
IS des Dosiertrichters 7 an die Trichterinnenwandung
verteilt, über die Koläoidmühle 9 abgezogen und wieder in den Mischtank 1 gepumpt. Die dosierte Granulatmenge
wird in der vorher beschriebenen Form der Mitte des Dosiertrichters zugeführt, wonach das Granulat
im freien Fall vom im Dosiertrichter 7 sich bildenden Flüssigkeitskegel aufgenommen und über das oben beschriebene
Ansaugrohr 8 unmittelbar zur Kolloidmühle 9 weitertransportiert wird. Die erforderliche Art und
Größe des Flüssigkeitskegels kann über ein eingebautes Flüssigkeitsregelventil 11 gesteuert werden. Die Mischung
Flüssigkeit/Granulat wird durch die Kolloidmühle 9 mechanisch zerkleinert, dabei weitgehend gelöst
und in den Mischtank 1 gepumpt Im Bedarfsfall kann durch eine entsprechende Ansteuerung des Flüssigkeitsregelventils
11 ein Teilstrom Flüssigkeit/Granulat in einen »Klein-Kreislaufprozeß«: Dosiertrichter
7—Kolloidmühle 9—Flüssigkeitsregelventil 11 —Dosiertrichter
7 gebracht werden, um eine weitere Intensivierung des Lösungsprozesses zu erzielen, dieser Klein-Kreislauf
ist in der Fig. 1 durch eine unterbrochene Linie gekennzeichnet worden.
Um die Auflösung zu beschleunigen, wird das Hoch-Ieistungsrührwerk2
im Mischtank 1 zugeschaltet.
Nach Beendigung der Granulateingabe wird durch Leitungsschaltung der Dosiertrichter 7 umgangen und
ein »Groß-Kreislaufprozeß«: Mischtank 1 —Kolloidmühle
9—N'ischtank 1 hergestellt. Dieser in Fig. 1 durch zwei ununterbrochene parallel geführte Linien
gekennzeichnete Kreislaufprozeß läuft unter wählbarer Veränderung der Spaltbreite in der Kolloidmühle 9 solange,
bis eine vollständige Lösung Flüssigkeit/Granulat erreicht ist.
Weiterhin bietet die vorher beschriebene Anlage die Möglichkeit, den »Klein-Kreislaufprozeß« mit dem
»Groß-Kreislaufprozeß« zu kombinieren, d.h. einer. Teilstrom in wählbarer Größe durch das Flüssigkeitsregelventil
11 vom Kleinkr?'5lauf in den Großkreislauf zu
leiten. In gleicher Weise kann ein Teilstrom vom Großkreislauf in den Kleinkreislcuf geleitet werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
55
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Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Lösen eines granulatförmigen Feststoffes in einer Flüssigkeit, z. B. Feststoffteilchen in Mineralöl, mit einem Dosiertrichter, in den der Feststoff und die Flüssigkeit gegeben werden, mit einer Kolloidmühle und mit einem Ansaugrohr zur Verbindung des Dosiertrichters mit der Kolloidmühle, wobei das Rohr das Feststoff-Flüssigkeitsgemisch der Kolloidmühle koaxial zur Rotorachse zuführt, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit am Rande des Dosiertrichters (7) verteilt zugegeben wird, daß der Feststoff in den mittleren Bereich des Dosiertrichters (7) aufgegeben wird, daß das Ansaugrohr (8) vertikal angeordnet ist, und daß im Bereich des Endes des Ansaugrohres (8) oder am Eingang der Kolloidmühle (9) eine Ansaugblende (10) angeordnet ist, die das Gemisch in das Zentrum des Rotors !e«fet.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2932459A DE2932459C2 (de) | 1979-08-10 | 1979-08-10 | Vorrichtung zum Lösen eines granulatförmigen Feststoffes in einer Flüssigkeit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2932459A DE2932459C2 (de) | 1979-08-10 | 1979-08-10 | Vorrichtung zum Lösen eines granulatförmigen Feststoffes in einer Flüssigkeit |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2932459A1 DE2932459A1 (de) | 1981-02-19 |
| DE2932459C2 true DE2932459C2 (de) | 1985-10-31 |
Family
ID=6078134
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2932459A Expired DE2932459C2 (de) | 1979-08-10 | 1979-08-10 | Vorrichtung zum Lösen eines granulatförmigen Feststoffes in einer Flüssigkeit |
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