DE2931365C2 - Lastabhänigig arbeitendes Zweileitungs-Anhängerbremsventil - Google Patents
Lastabhänigig arbeitendes Zweileitungs-AnhängerbremsventilInfo
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Description
45
Die Erfindung bezieht sich auf ein lastabhängig arbeitendes Zweileitungs-Anhängerbremsventil mit Relaiswirkung
und Notbremseinrichtung mit einem federnd aufgehängten Ventilkörper, der mit einem so
ortsfesten Gehäuse ein Einlaßventil und mit einem Fortsatz des Steuerkolbens des Relaisventils ein
Auslaßventil bildet
Ein derartiges Zweileitungs-Anhängerbremsventil ist aus der DE-OS 19 66 569 bekannt. Dabei ist eine
Steuereinheit und eine Auswiegeeinheit geschaffen, die jeweils gesonderte Kolben aufweisen und die im Winkel
von 90° auf die lastabhängige Stelleinrichtung einwirken bzw. rückwirken. Der Ventilkörper, der einen Teil
des Einlaß- und des Auslaßventiles bildet, ist im Gehäuse federnd aufgehängt und begrenzt einen Raum, in dem
Druckluft aus dem Vorratsbehälter des Anhängers laufend ansteht. Der vorgesehene Steuerkolben ist
geteilt ausgebildet, wobei der äußere Ringkolben an dem inneren Kolben über eine Feder gefesselt geführt
wird. Diese Einrichtung dient dazu, einen Einsprung in der Aussteuerung des Bremsdruckes zu erzielen, wobei
der äußere Ringkolben wirkungsmäßig dann in Fortfall kommt, wenn er sich gegen einen Anschlag abgestützt
hat Gleichsam angeflanscht an dieses Zweileitungs-Anhängerbremsventil
ist eine Notbremseinrichtung vorgesehen, die einen über Federn geführten Schaltkolben
besitzt, der in üblicher Weise einerseits von der Druckluft aus dem Vorratsbehälter und andererseits
von der Druckluft aus der Vorratsleitung beaufschlagt ist Bei Bruch der Vorratsleitung steuert dieser
Schaltkolben Druckluft im Sinne einer Notbremsung auf den Steuerkolben aus. Das bekannte Zweileitungs-Anhängerbremsventil
besteht aus einer Vielzahl von Einzelteilen und ist relativ kompliziert aufgebaut Die
Notbremseinrichtung ist als völlig separates angeflanschtes Teil ausgebildet so daß nur sehr bedingt von
einer Integration der Notbremseinrichtung gesprochen werden kann.
Die DE-AS 16 30 189 zeigt ein lastabhängig einstellbares
Bremsventil für Druckluftbremsanlagen von Fahrzeuganhängern, also ebenfalls ein Zweileitungs-Anhängerbremsventil,
dessen lastabhängige Beeinflussung allerdings nur von Hand in verschiedene Wahlpositionen verstellbar ist Die Notbremseinrichtung
ist hier als Notbremskolben ausgebildet, der axial fluchtend mit dem Steuerkolben angeordnet ist und
diesen über einen mechanischen Fortsatz beeinflußt. Im Gehäuse dieses Anhängerbremsventils ist andererseits
gesondert ein kombiniertes Ein- und Auslaßventil vorgesehen, welches über einen Wiegebalken der
lastabhängigen Einstellung beaufschlagt ist und betätigt wird. Auch diese zweiachsige Bauweise ist relativ
kompliziert. Ein Einsprung ist nicht vorgesehen, so daß die Ansprechstufe relativ groß wird.
Andererseits ist aus der DE-PS 12 29 865 ein achslastabhängig gesteuerter Bremskraftregler für
Druckluftbremsen bekannt, der vorzugsweise in Verbindung mit einer Einleitungsbremse anhängerseitig
eingesetzt wird. Bei dieser relativ einfachen Bauart ist ein Steuerkolben vorgesehen, der bei indirekter
Betriebsbremsung und auch im Notbremsfall die Anhängerbremsung aussteuert. Dieses Ventil arbeitet
indirekt. Die Steuerstange ist als Zugstange ausgebildet, wobei auf dieser Zugstange ein Wiegekolben fliegend
vorgesehen ist. Der Bremskraftregler arbeitet bei Anschluß einer Einleitungsbremse mit Relaiswirkung;
diese Relaiswirkung geht aber dann verloren, wenn der Bremskraftregler in Verbindung mit einer Zweileitungsbremse
eingesetzt wird. Die Anschlüsse werden dann so verändert, daß der Steuer- und Notbremskolben in
Einleitungsschaltung ein Steuerkolben bei Zweileitungsschaltung wird. Die Notbremseinrichtung kommt
wirkungsmäßig in Fortfall. Es ist ein zusätzlicher Impulsgeber oder Hilfsventil, beispielsweise ein Anhängerbremsventil,
erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von einem Zweileitungs-Anhängerbremsventil der eingangs
beschriebenen Art eine vereinfachte Bauart aufzuzeigen, bei der trotzdem auf keine der verschiedenen
Funktionen: Relaiswirkung, lastabhängige Beeinflussung und Notbremswirkung an einem integrierten
Zweileitungs-Anhängerbremsventil verzichtet wird.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Ventilkörper in der als Notbremskolben ausgebildeten
Notbremseinrichtung angeordnet ist, und daß der Notbremskolben zwischen dem Steuerkolben und dem
Einlaßventil verschieblich auf einer mit dem Steuerkolben verbundenen Steuerstange angeordnet ist und an
einem gehäuseseitigen Anschlag vorgespannt anliegt.
Die Erfindung greift bei der Konstruktion eines
lastabhängig arbeitenden Zweileitungs-Anhängerbremsventils
auf die Konstruktion eines achslastabhängig gesteuerten Bremskraftreglers zurück, wie er für
Einleitungsbremsanlagen verwendet wird und erreicht durch die besondere Anordnung des Notbremskolbens
zwischen Steuerkolben und Einlaßventil sowie mit einer zusätzlichen Gehäusewand, daß auch beim Zweileitungs-Anhängerbremsventil
weder die Relaiswirkung noch die Notbremswirkung verloren gehen. Der Doppelventilkörper ist im Notbremskolben aufgehängt
angeordnet, so daß der Steuerkolben konstruktiv besonders einfach als Stufenkolben ausgebildet werden
kann, um beispielsweise eine Druckvoreilung, insbesondere einen Einsprang, zu realisieren.
Das erfindungsgemäße Ventil hat den weiteren Vorteil, daß es auch bei einer Einleitungsbremsanlage
einsetzbar ist
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der lastabhängige Trieb beim Bremsen mechanisch verriegelt wird, so
daß keine Verstellung infolge Federung od. dgl. eintritt
Der Notbremskolben ist zum Zwecke seiner Vorspannung entgegen seiner Wirkrichtung entweder als
Stufenkolben ausgebildet oder wahlweise bzw. zusätzlich mit einer Feder belastet Dies hat den Vorteil, daß
die Notbremsung nicht bei jedem Druckluftverbrauch, sondern erst bei einer ganz bestimmten Druckabsenkung
eintritt.
Zur Beeinflussung der Stufbarkeit des ausgesteuerten
Bremsdruckes, insbesondere Notbremsdruckes, kann das Flächenverhältnis des Notbremskolbens zu dem
Wiegekolben den Erfordernissen angepaßt werden.
Der Steuerkolben ist mit der als Zugstange ausgebildeten Steuerstange verbunden. Die Verbindung
kann fest oder formschlüssig unter Zwischenschaltung von Federn ausgebildet sein. Auf dem Fortsatz der
Steuerstange kann in konstruktiv sehr einfacher Weise ein Wiegekolben verschieblich angeordnet sein.
Der Steuerkolben kann zum Zwecke der Realisierung einer Druckvoreilung, insbesondere eines Einsprunges,
geteilt ausgebildet sein, wobei die beiden Kolben über eine Feder gefesselt sind. Es ist aber auch bzw.
gleichzeitig möglich, den Wiegekolben nur über ein Überströmventil mit Rückströmung zu beaufschlagen.
Die Erfindung wird anhand zweier bevorzugter Ausführungsbeispiele weiter beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch das Zweileitungs-Anhängerbremsventil
in einer ersten Ausführungsform ohne Überströmventil und
F i g. 2 einen Teilschnitt durch das Zweileitungs-Anhän^erbremsventil
in einer zweiten Ausführungsform mit Überströmventil.
In einem Gehäuse 1, welches zweckmäßig mehrteilig ausgebildet ist, ist ein geteilter Steuerkolben 2, 3
verschiebbar und dichtend geführt. Der Steuerkolben 2, 3 besteht aus einem inneren Kolben 2, der auf einer
hohlen Steuerstange 4 dichtend festgelegt ist, während der äußere Ringkolben 3 über die Feder 5 an dem
Kolben 2 gehalten ist Unter dem Steuerkolben 2, 3 ist die Bremskammer 6 angeordnet, die über den Anschluß
7 ständig mit der Bremsleitung 8 in Verbindung steht.
Im Mittelteil des Anhängerbremsventil ist der Notbremskolben 9 dichtend auf der hohlen Steuerstange
4 gelagert. Der Notbremskolben 9 stützt sich an einem Anschlag 10 der hohlen Steuerstange 4 ab und
unterteilt im Gehäuse eine Notbremskammer 11 und eine Vorratskammer 12, wobei am Notbremskolben 9
eine in einer Richtung überströmbare Ringmanschette 13 angeordnet ist. Die Notbremskammer 11 steht über
den Anschluß 14 mit der Vorratsleitung 15 in dauernder Verbindung. Die Vorratskammer 12 ist über den
Anschluß 16 mit dem DruckluUvorralsbehälter 17 auf dem Anhänger verbunden.
In dem Notbremskolben 9 ist der Ventilkörper 18 mit Hilfe der Feder 19 aufgehängt Der Notbremskolben 9
ist mit Hilfe der Dichtungen 20 und 21, die sich auf unterschiedlichem Durchmesser befinden, als Stufenkolben
ausgebildet Die Vorratskammer 12 wird andererseits von einer Gehäusewand 22 begrenzt, die in einem
eingezogenen Gehäuserand 23 endet, der mit dem Ventilkörper 18 das Einlaßventil 18,23 bildet Die hohle
Steuerstange 4 ist mit Hilfe der Dichtung 20 gedichtet durch den Notbremskolben 9 hindurchgeführt ,
Es ist ein gehäusefester Anschlag 57 vorgesehen, gegen den der als Stufenkolben ausgebildete Notbremskolben
9 über den auf ihn einwirkenden Druck aus der Vorratsleitung 15 vorgespannt ist Die Vorspannung
kann durch eine Feder 58 ersetzt oder erhöht werden (F ig. 2).
Unterhalb der Gehäusewand 22 ist ein Wiegekolben 24 gleitend und dichtend im Gehäuse geführt Die
Dichtung 25 dichtet zum Gehäuse hin, während die Dichtung 26 an dem Fortsatz 27 entlanggleitet und dort
ihre Dichtfunktion erfüllt Der Fortsatz 27 bildet an seinem oberen Ende mit dem Ventilkörper 18 das
Auslaßventil 18,27. Zwischen der Gehäusewand 22 und dem Wiegekolben 24 wird die Wiegekammer 28
geschaffen, die über den Anschluß 29 in dauernder Verbindung mit den Bremszylindern 30 steht. Der
Wiegekolben 24 ist mit dem Fortsatz 27 bzw. der hohlen Steuerstange 4 über die Feder 31 gekoppelt.
Der Fortsatz 27 kann auch einstückig mit der hohlen Steuerstange 4 ausgebildet sein. Die hohle Steuerstange
4 setzt sich nach unten in den Bereich einer Hebelübersetzungseinrichtung 32, die Kräfte übersetzt,
fort. Zu diesem Zweck sind an der hohlen Steuerstange 4 rechts und links der Hebelübersetzungseinrichtung 32
je ein Flacheisen 33 befestigt, die andererseits an dem untersten Hebel 34 angreifen. Der Hebel 34 dreht um
die gehäusefeste Drehachse 35. Der obere Hebel 36 dreht um die gehäusefeste Drehachse 37, während der
mittlere Hebel 38 eine Rolle 39 trägt, deren relative Lage zwischen den Hebeln 34 und 36 veränderbar ist.
Diese Veränderung wird über ein mechanisches Gestänge 40, 41 um die Drehachse 42 erreicht. Mit der
Feststellschraube 43 wird ein Anschlag für den Hebel 41 gebildet, mit welchem die Übersetzung bei leerem
Fahrzeug festgelegt wird.
Die hohle Steuerstange 4, die als Zugstange
ausgebildet ist, besitzt in ihrem Innern einen Kanal 44, der am unteren Ende der Steuerstange in eine
Querbohrung 45 übergeht. Zwischen dieser Steuerstange 4 und dem Fortsatz 27 ist ein Ringraum 46
geschaffen. Der Fortsatz 27 besitzt eine Querbohrung 47, so daß die Entlüftung über ein Flatterventil 48
gewährleistet ist.
Unter dem Wiegekolben 24 ist ein Druckstück 49 lose gelagert, welches sich einerseits an dem Hebel 36
abstützt und andererseits bei Aussteuerung eines Bremsdruckes und entsprechender Beaufschlagung der
Wiegekammer 28 an dem Anschlag 50 des Wiegekolbens 24 anlegt, so daß eine Wiegekraft übertragen wird.
Das Zweileitungs-Anhängerbremsventil arbeitet wie folgt:
F i g. 1 zeigt die Bremslösestellung. Die Bremsleitung 8 und die Bremskammer 6 sind entlüftet. Über die
Vorratsleitung 15 ist Druckluft in die Notbremskammer
11 geflossen und von dort über die Ringmanschette 13 in
den Vorratsraum 12. Auf diese Weise wird der Druckluftbehälter 17 auf dem Anhänger mit Druckluft
aufgeladen. Diese Druckluft steht in der Vorratskammer
12 vor dem geschlossenen Einlaßventil 18, 23 an. Das Auslaßventil 18, 27 ist geöffnet, so daß über die hohle
Steuerstange 4 und deren Kanal 44 nicht nur die Bremszylinder 30, sondern auch der Raum oberhalb des
Steuerkolbens 2, 3 und der Innenraum des Notbremskolbens 9 an die Atmosphäre angeschlossen sind.
Die Hebelübersetzungseinrichtung 32 ist in diesem Zustand kraftmäßig nicht beaufschlagt, weshalb sich
über das Gestänge 40, 41 entsprechend einer Querverschiebung der Rolle 39 ein Übersetzungsverhältnis
leicht einstellt, welches dem Beladungszustand des Fahrzeuges entspricht. Die Fig. 1 zeigt die Relativsteliung
bei unbeiadenem Fahrzeug.
Beim Betätigen der Betriebsbremse im Motorwagen gelangt der Steuerdruck über die Bremsleitung 8 in die
Bremskammer 6 und beaufschlagt den Steuerkolben 2,3 auf seiner Unterseite. Da die gesamte Wirkfläche des
Steuerkolbens 2, 3 zur Verfügung steht, spricht das Ventil schnell an, indem das Auslaßventil 18, 27
geschlossen wird. Die Steuerstange 4 wirkt dabei als Zugstange. Unmittelbar nachfolgend wird das Einlaßventil
18, 23 geöffnet. Damit wird Druckluft aus der Vorratskammer 12 über die Wiegekammer 28 zu den
Bremszylindern 30 ausgesteuert. Der äußere Ringkolben 3 legt sich an einem Anschlag des Gehäuses 1 an. In
der Wiegekammer 28 steigt nun der Druck an, so daß sich der Wiegekolben 24 mit seinem Anschlag 50 auf das
Druckstück 49 auflegt. Das Druckstück 49 übt eine Kraft auf den Hebel 36 aus, die vermittels der Hebelübersetzungseinrichtung
32 entsprechend übersetzt und auf die Steuerstange 4 übertragen wird. Diese Kraft ist bemüht,
die hohle Steuerstange 4 und den inneren Kolben 2 entgegen der Kraft in der Bremskammer 6 nach unten
zu ziehen. Es tritt eine Druckvoreilung, insbesondere ein Einsprang, auf, dessen Größe durch die Kraft der Feder
5 festgelegt ist. Es versteht sich, daß die Vorspannkraft der Feder 5 auch einstellbar ausgebildet sein kann. Bei
weiterer Druckaussteuerung schließlich wird eine Abschlußstellung erreicht, in der die Feder 5 teilweise
zusammengedrückt ist und vor allen Dingen sowohl das Einiaßventi! 18, 23 als auch das Auslaßventil 18, 27
geschlossen sind. Durch die kraftmäßige Beaufschlagung der Rolle 39 in der Hebelübersetzungseinrichtung
32 wird eine mechanische Verriegelung der jeweils eingestellten Übersetzung erreicht, so daß während des
Bremsvorganges eine Verstellung der Rolle 39 nicht stattfindet In der Folge treten keine Druckänderangen
des ausgesteuerten Druckes auf.
Wird ein noch höherer Steuerdruck in der Bremskammer 6 ausgesteuert, dann öffnet wiederum das
Einlaßventil 18, 23 bis eine neue Abschlußstellung erreicht ist. Bei Vollbremsung mit vollbeladenem
Fahrzeug wird schließlich eine Stellung erreicht, in der das Einlaßventil 18, 23 offen bleibt, so daß der volle
Vorratsdruck aus dem Behälter 17 in die Bremszylinder 30 ausgesteuert wird.
Bei einer Beendigung der Bremsung wird die Bremskammer 6 entlüftet, so daß bei geschlossenem
Einlaßventil 18, 23 das Auslaßventil 18, 27 öffnet. Auf diese Weise werden die Bremszylinder 30 über die
ίο Wiegekammer 28 entlüftet, so daß die Teile wieder die
dargestellte Stellung einnehmen.
Bei einem Bruch der Vorratsleitung 15 tritt eine Notbremsung dadurch ein, daß die Notbremskammer 11
entlüftet wird. Da der Notbremskolben 9 als Stufenkolben ausgebildet ist, spricht die Notbremse nicht sofort
an, sondern erst nach einer bestimmten Druckabsenkung in der Notbremskammer Ii, so daß der
Vorratsdruck in der Vorratskammer 12 Gelegenheit hat, den Notbremskolben 9 anzuheben, wodurch über den
Anschlag 10 an der Steuerstange 4 das Auslaßventil 18, 27 geschlossen und das Einlaßventil 18,23 geöffnet wird.
Auch in diesem Fall findet eine ausgewogene Bremsung statt, die dem Beladungszustand des Fahrzeuges
entspricht. Ebenso wird über diese Notbremseinrichtung eine Bremsung des Anhängers beim Abstellen
erzielt. Durch ein nicht dargestelltes Rangierventil, welches ggf. ebenfalls an dem dargestellten Ventil
angeflanscht werden kann, kann diese Bremsung zu Rangierzwecken willkürlich aufgehoben bzw. erneut zur
Wirkung gebracht werden.
Die Ausführangsform des Zweileitungs-Anhängerbremsventils gemäß F i g. 2 entspricht in ihrem wesentlichen
Aufbau demjenigen der F i g. 1. Es ist lediglich eine zusätzliche Gehäusewandung 51 vorgesehen, mit der
der Wiegeraum 28 und die Aussteuerkammer 52, die über den Anschluß 29 mit den Bremszylindern 30
verbunden ist, voneinander getrennt werden. Von der Aussteuerkammer 52 führt eine Verbindungsleitung 53
zu dem Wiegeraum 28 über dem Wiegekolben 24. In diese Verbindungsleitung 53 ist ein federbelastetes
Überströmventil 54 mit Rückströmung eingeschaltet Der Ventilkörper 55 ist dabei auf der einstellbaren
Feder 56 abgestützt. Auf diese Weise wird beim Aussteuern eines Bremsdruckes zunächst eine Reaktion
in der Wiegekammer 28, d.h. eine Kraft auf den Wiegekolben 27 unterdrückt Erst wenn der ausgesteuerte
Bremsdrack die Kraft der Feder 56 überwindet so daß das Überströmventil 54 öffnet findet eine
Auswiegung statt Mit der Anordnung dieses Überströmventils
kann allein ein Einsprang realisiert werden, so daß es nicht unbedingt erforderlich ist den
Steuerkolben 2, 3 geteilt auszubilden. Beide Maßnahmen
können aber auch nebeneinander, einander unterstützend und in der Wirkung teilweise überdekkend
vorgesehen sein.
Claims (6)
1. Lastabhängig arbeitendes Zweileitungs-Anhängerbremsventil
mit Relaiswirkung und Notbremseinrichtung mit einem federnd aufgehängten Ventilkörper, der mit einem ortsfesten Gehäuserand
ein Einlaßventil und mit einem Fortsatz des Steuerkolbens des Relaisventils ein Auslaßventil
bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (18) in der als Notbremskolben (9)
ausgebildeten Notbremseinrichtung angeordnet ist, und daß der Notbremskolben (9) zwischen dem
Steuerkolben (2, 3) und dem Einlaßventil (18, 23) verschieblich auf einer mit dem Steuerkolben (2, 3)
verbundenen Steuerstange (4) angeordnet ist und an einem gehäusefesten Anschlag (57) vorgespannt
anliegt
2. Zweileitungs-Anhängerbremsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Notbremskolben
(9) zum Zwecke seiner Vorspannung entgegen seiner Wirkrichtung entweder als Stufenkolben
ausgebildet und/oder mit einer Feder (58) belastet ist
3. Zweileitungs-Anhängerbremsventil nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf
dem Fortsatz (27) der Steuerstange (4) ein Wiegekolben (24) verschieblich angeordnet ist.
4. Zweileitungs-Anhängerbremsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkolben
(2, 3) zum Zwecke der Realisierung einer Druckvoreilung, insbesondere eines Einsprunges,
geteilt ausgebildet ist und die beiden Kolben (2, 3) über eine Feder (5) zusammenwirken.
5. Zweileitungs-Anhängerbfemsventil nach Anspruch
1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Wiegekolben (24) nur über ein Überströmventil mit
Rückströmung (54) beaufschlagbar ist.
6. Zweileitungs-Anhängerbremsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerstange
(4) zur Zusammenfassung sämtlicher an die Atmosphäre anzuschließender Räume hohl ausgebildet
ist.
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| IT23881/80A IT1132290B (it) | 1979-08-02 | 1980-08-01 | Valvola del freno per rimorchi a due condotte e lavorante in funzione del carico |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19792931365 DE2931365C2 (de) | 1979-08-02 | 1979-08-02 | Lastabhänigig arbeitendes Zweileitungs-Anhängerbremsventil |
Publications (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE3006800C2 (de) * | 1980-02-23 | 1982-07-22 | Graubremse Gmbh, 6900 Heidelberg | Lastabhängig arbeitendes Zweileitungs-Anhängerbremsventil |
Family Cites Families (3)
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|---|---|---|---|---|
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| DE1630189C3 (de) * | 1967-11-09 | 1975-04-17 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Lastabhängig einstellbares Bremsventil für Druckluftbremsanlagen von Fahrzeuganhängern |
| SE347213B (de) * | 1968-01-29 | 1972-07-31 | Dewandre Co Ltd C |
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Also Published As
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Owner name: GRAU GMBH, 6900 HEIDELBERG, DE |
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