DE2920760C2 - Mehrstufige hydraulische Pumpen-Turbine - Google Patents
Mehrstufige hydraulische Pumpen-TurbineInfo
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Description
Die vorliegenden Erfindung bezieht sich auf eine
mehrstufige hydraulische Pumpen-Turbine mit einer
Hochdruckstufe, die mit verstellbaren Leitschaufeln versehen
ist, mit mindestens einer mit der Hochdruckstufe durch einen
Umlenkkanal verbundenen Niederdruckstufe, mit je einem
Laufrad für jede Druckstufe, mit um jedes Laufrad in einem
Kreis angeordneten Leitschaufeln und mit einer Steuereinheit
zur Verstellung der verstellbaren Leitschaufeln.
Die Betriebsregelung oder -steuerung einer
Hydraulikmaschine kann allgemein durch Einstellung der die
Maschine durchströmenden Wassermenge mittels Leitschaufeln,
die um ein Laufrad herum angeordnet sind, oder mittels eines
Einlaßschiebers im Einlaufteil der Maschine erfolgen.
Für eine hydraulische Maschine mit je einem Laufrad für
jede Stufe vom höchsten bis zum niedrigsten Druck, wobei die
Laufräder über einen Rücklauf- oder Umlenkkanal miteinander
verbunden sind, sind bereits verschiedene Systeme entwickelt
worden, um den Betrieb der Maschine durch Steuerung der
Wasserströmung an jeder Stufe mittels Leitschaufeln zu
steuern, die um das
Laufrad für jede Stufe herum angeordnet sind.
Bei dieser mehrstufigen Hydraulikmaschine mit kompli
zierter Konstruktion, bei welcher die Stufen jeweils höheren
und niedrigeren Drucks über Rücklauf- bzw. Umlenkkanäle fort
laufend in Reihe miteinander geschaltet sind, ist es vom
konstruktiven Standpunkt sehr schwierig, das Öffnen und
Schließen mittels eines Betätigungsmechanismus vorzunehmen,
der mit den um die Laufräder herum angeordneten Leitschaufeln
gekoppelt ist.
Aus diesem Grund sind derartige Hydraulikmaschinen
üblicherweise so konstruiert, daß nur feste Leitschaufeln
mit festem Öffnungsgrad der Strömungsbahn (Anstellwinkel)
um das Laufrad jeder Stufe herum angeordnet sind und daß
die Betriebsart oder Arbeitsweise durch Öffnen und Schließen
des Einlaßschiebers im Einlaufteil der Maschine zur Regelung
der Wasserströmungsmenge gesteuert wird. Bei einer solchen
Maschine ist es jedoch unmöglich, die Strömungsbedingungen
am Außenumfangsbereich des Laufrads entsprechend der Strö
mungsmenge einwandfrei einzustellen, so daß sich die hydrau
lische Leistung bzw. der hydraulische Wirkungsgrad jeder
Stufe verschlechtert, wenn die Strömungsmenge wesentlich
niedriger oder höher wird als die Sollmenge, so daß die
integrierte hydraulische Leistung der Maschine im Betrieb
herabgesetzt wird. Wenn zudem die Strömungsmenge mit leicht
geschlossenem Einlaßschieber eingestellt wird, erhöht sich
der Staudruckverlust im Einlaufteil unter Vernichtung der
diesem Verlust entsprechenden Wasserströmungsenergie, wo
durch der Betriebswirkungsgrad eines Kraftwerks beeinträchtigt
wird.
Die DE-OS-26 30 642 beschreibt eine gattungsgemäße
reversible mehrstufige Pumpenturbine des Francis-Typs, bei
der Zentripetal- und Zentrifugalstufen in Reihe angeordnet
sind. Verstellbare Leitschaufeln sind nicht nur an der
Hochdruckstufe vorgesehen, sondern auch an einer Stufe mit
niedrigerem Druck. Im Falle der als Turbine laufenden Anlage
ist ein mechanisches und hydraulisches Abschalten einer
weiteren dritten Druckstufe mit festen Leitschaufeln
vorgesehen, um die Turbine in einem geeigneten Druckbereich
zu betreiben.
Eine zweistufige hydraulische Überdruckturbine
ausschließlich für den Turbinenbetrieb ist noch aus der DE-OS-15 03 232
bekannt. Bei dieser Turbine sind beide
Druckstufen als Zentripetalstufen ausgeführt, wobei eine der
beiden Stufen mittels eines beweglichen Leitapparates
geregelt wird, während die andere Stufe mit festen
Leitschaufeln versehen ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine gattungsgemäße Pumpenturbine so zu gestalten, daß eine
einfache Konstruktion möglich wird und sowohl die
hydraulischen Eigenschaften im Normalbetrieb verbessert
werden als auch eine sichere Steuerung unter
Übergangsbedingungen gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine
mehrstufige hydraulische Pumpen-Turbine mit einer
Hochdruckstufe, die mit verstellbaren Leitschaufeln versehen
ist, mit mindestens einer mit der Hochdruckstufe durch einen
Umlenkkanal verbundenen Niederdruckstufe, mit je einem
Laufrad für jede Druckstufe, mit um jedes Laufrad in einem
Kreis angeordneten Leitschaufeln und mit einer Steuereinheit
zur Verstellung der verstellbaren Leitschaufeln, wobei jede
Niederdruckstufe ausschließlich feste Leitschaufeln aufweist.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher er
läutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer mehr
stufigen Hydraulikmaschinenanlage mit
Merkmalen nach der Erfindung,
Fig. 2 eine graphische Darstellung der Turbinen
kennlinien für die einzelnen Stufen einer
mehrstufigen Hydraulikmaschine bei der
Anlage nach Fig. 1,
Fig. 3 eine graphische Darstellung der Pumpen
kennlinien für die einzelnen Stufen der
Maschine und
Fig. 4 bis 6 Blockschaltbilder von Steuervorrich
tungen für die Betriebssteuerung der hydrau
lischen Maschine.
Fig. 1 zeigt zur Erleichterung des Verständnisses
der Erfindung den Aufbau einer einfachen Ausführungsform
der mehrstufigen Hydraulikmaschinenanlage gemäß der Er
findung mit einer Francis-Zweistufenhydraulikmaschine 15
und einer Betriebssteuereinheit 17 für diese. Gemäß Fig. 1
umfaßt die Anlage ein Laufrad 10 für die Hoch
druckstufe 10a, in einem Kreis um das Laufrad 10 herum
angeordnete und einen variablen Wasser-Einlaßwinkel besitzen
de verstellbare Leitschaufeln 12 für die Hochdruckstufe
10a sowie ein Laufrad 14 und feste Leitschaufeln 16 für
die Niederdruckstufe 14a, wobei diese Leitschaufeln in
einem Kreis um das Laufrad 14 herum angeordnet sind und
einen festen Anstell- oder Einlaßwinkel bzw. Öffnungsgrad
besitzen und wobei die Hochdruckstufe 10a mit der Nieder
druckstufe 14a über einen Rücklauf- bzw. Umlenkkanal 18 in
Reihe geschaltet ist. Die verstellbaren Leitschaufeln 12
sind mit einem nicht dargestellten Betätigungsmechanismus
verbunden, der durch eine nicht dargestellte Steuereinheit
so gesteuert wird, daß der Öffnungswinkel der verstellbaren
Leitschaufeln 12 entsprechend der Wasserdurchsatzmenge
im Normal- oder im Übergangsbetrieb kleiner oder größer
wird als derjenige der festen Leitschaufeln 16. Ein dem Lauf
rad 10 der Hochdruckstufe zugeordnetes Gehäuse 20 kommuniziert
über eine Rohrleitung 22 mit einem Einlaßschieber 24. Ein
Abzugsrohr 26 bildet einen Wasserkanal für das Laufrad 14
der Niederdruckstufe.
Bei der beschriebenen Anordnung strömt somit das
Wasser im Turbinenbetrieb aus der Rohrleitung 22 in das
angeschlossene (Turbinen-)Gehäuse 20, wenn der Schieber 24
offen ist. Das Wasser durchströmt dabei der Reihe nach die
verstellbaren Leitschaufeln 12 des Laufrads 10 der Hoch
druckstufe 10a, den Umlenkkanal 18 sowie die festen Leit
schaufeln 16 und das Laufrad 14 der Niederdruckstufe 14a,
um dann in das mit einem nicht dargestellten Abzugsgraben
verbundene Abzugsrohr 26 zu strömen.
Im Pumpenbetrieb strömt dagegen das durch das Nieder
druck-Laufrad 14 hochgepumpte Wasser vom Abzugsrohr 26 auf
entgegengesetztem Wege wie im Turbinenbetrieb zum Druckrohr
22.
Bei der beschriebenen Ausführungsform sind somit die
festen Leitschaufeln 16 mit festem Wasserleit-Öffnungsgrad
bzw. Ausstellwinkel jeweils für das Laufrad der mit niedrigerem
Druck arbeitenden Stufen 14a, d. h. bei einer Mehrstufen
maschine mit drei oder mehr Stufen bei allen Stufen, mit
Ausnahme der mit dem höchsten Druck arbeitenden Stufe, vor
gesehen, die infolge konstruktiver Schwierigkeiten kaum mit
verstellbaren Leitschaufeln ausgerüstet werden können. Die
verstellbaren Leitschaufeln 12 sind andererseits nur dem
Laufrad 12 für die Stufe 10a mit dem höchsten Druck einer
Hydraulikmaschine mit drei oder mehr Stufen zugeordnet,
wo sie sich vergleichsweise einfach einbauen lassen.
Fig. 2 zeigt die Hydraulikkennlinien der beschriebenen
Zweistufen-Hydraulikmaschine im normalen Turbinenbetrieb,
wobei die Kennlinien für die einzelnen Stufen dieser Maschine
gelten. In Fig. 2 bedeuten: H1 = Turbinen-Gesamtstaudruck
oder -gefälle für die Hochdruckstufe 10a, H2 =
Turbinen-Gesamtstaudruck für die Niederdruckstufe 14a,
Q = Durchsatzmenge, H10, H20 und Q0 = Werte entsprechend H1,
H2 und Q unter normalen Turbinenbetriebsbedingungen (Punkt 0
wie angegeben), wobei H1 gleich H2 ist. Weiter bedeuten:
a0 = Öffnungsgrad des Wasserdurchgangs an jeder Stufe im
normalen Turbinenbetrieb; a1 = Öffnungsgrad des Wasserdurch
gangs an der Hochdruckstufe 10a, d. h. größer als der nor
male Öffnungsgrad a0; a-1, a-2, . . . = Öffnungsgrade an der
Hochdruckstufe 10a, die kleiner sind als der normale Öff
nungsgrad a0; und Δη = relativer Turbinenwirkungsgrad-Unter
schied, durch den relativen Unterschied gegenüber dem maxi
malen Turbinenwirkungsgrad dargestellt. Fig. 2 zeigt
die Beziehung zwischen der Durchsatzmenge und dem Tur
binen-Gesamtstaudruck für jede Stufe, wobei die Durch
satzmengenverhältnisse Q/Q0 auf der Abszisse und die Ver
hältnisse des Turbinen-Gesamtstaudrucks H1/H10 sowie
H2/H20 für die Stufen 10a und 14a höheren bzw. niedrigeren
Drucks auf der Ordinate aufgetragen sind. Die Kurven
a0, a1, . . . sind Kennlinien entsprechend den Öffnungs
graden a0, a1, . . . Der kombinierte Turbinen-Gesamtstau
druck H0 der Hydraulikmaschine kann somit durch Zusammen
addieren der Gesamtstaudrücke für die beiden Stufen erhal
ten werden.
Wenn der Einlaßschieber 24 voll offen ist und sich
jede Stufe im normalen Turbinenbetrieb befindet (Punkt 0
in Fig. 2), beträgt dem Turbinen-Gesamtstaudruck für jede
Stufe die Hälfte des kombinierten Turbinen-Gesamtstau
drucks H0, welcher die Hydraulikmaschine beaufschlagt. So
mit erhält man:
H1 + H2 = H0
H1 = H2
H = H10 = H0/2 und
H2 = H20 = H0/2 (1).
H1 = H2
H = H10 = H0/2 und
H2 = H20 = H0/2 (1).
Bei Verringerung der Strömungs- oder Durchsatzmenge
gegenüber dem Wert im normalen Turbinenbetrieb durch all
mähliches Schließen des Einlaßschiebers 24 , während der
Öffnungsgrad des Wasserdurchgangs jeder Stufe auf der
normalen Größe gehalten wird, erhält die Betriebsbedingung
für jede Stufe einen Verlauf 0 → A auf der Kennlinie ent
sprechend dem normalen Öffnungsgrad a0, der sich gemäß
Fig. 2 bei einem Staudruckverlust oder -abfall ΔHv/2 des
Einlaßschiebers 24 zur Seite niedrigeren Staudrucks hin
verschiebt. Infolgedessen arbeitet die Maschine mit
verringerter hydraulischer Leistung entsprechend folgen
der Beziehung:
H1 + H2 = H0 - ΔHv
H1 = H2
H1 = (H0 - ΔHv)/2 = H10 - ΔHv/2 und
H2 = (H0 - ΔHv)/2 = H20 - ω ΔHv/2 (2)
H1 = H2
H1 = (H0 - ΔHv)/2 = H10 - ΔHv/2 und
H2 = (H0 - ΔHv)/2 = H20 - ω ΔHv/2 (2)
Der obige Fall tritt bei der bisherigen Mehrstufen-
Hydraulikmaschine mit festen Leitschaufeln für das Lauf
rad jeder Stufe ein, bei welcher die Bedingungen im Tur
binenbetrieb durch Einstellung der Strömung bzw. des Durch
satzes mittels des Einlaßschiebers 24 gesteuert werden.
Aus dem Verlauf A → 0 auf der Kennlinie geht hervor, daß
die Hydraulikenergie für den Staudruckverlust verlorengeht
und daß beide Stufen mit niedriger hydraulischer Leistung
arbeiten, wodurch im Betrieb der Maschine ziemlich viel
Leistung vergeudet wird.
Bei der erfindungsgemäßen Zweistufenmaschine wird
jedoch die Durchsatzmenge vom Wert für normalen Turbinen
betrieb (Punkt 0) nur durch Einstellung des Öffnungsgrads
des Wasserdurchgangs der verstellbaren Leitschaufeln 12
der Hochdruckstufe 10a verringert, während der Einlaß
schieber 24 voll offen bleibt.
Wenn gemäß Fig. 2 der Öffnungsgrad des Wasserdurch
gangs an der Hochdruckstufe 10a allmählich verkleinert
wird, folgen die Betriebsbedingungen für die Niederdruck
stufe 14a mit festem Öffnungsgrad dem Verlauf 0 → A auf
der Kennlinie entsprechend dem normalen Öffnungsgrad, wo
durch sich die hydraulische Leistung bzw. der hydraulische
Wirkungsgrad vergleichsweise verschlechtert. Da anderer
seits der Turbinen-Gesamtstaudruck H1 mit Verkleinerung des
Durchgang-Öffnungsgrads zunimmt, folgen die Betriebsbe
dingungen für die Hochdruckstufe in einem Verlauf 0 → B,
auf welchem die hydraulische Leistung entsprechend folgen
der Beziehung verstärkt wird:
H1 + H2 = H0 und
H1 < H2 (3).
H1 < H2 (3).
Bei der dargestellten Zweistufen-Hydraulikmaschine
kann somit der Arbeitsbereich für die Hochdruckstufe 10a
auf eine höhere hydraulische Leistung verschoben werden,
wodurch die integrierte Hydraulikleistung der Maschine
verbessert wird. Außerdem vergrößert sich nicht der Ver
lust oder Abfall des Staudrucks am Einlaßschieber 24, so
daß die Maschine im Vergleich zu der durch Steuerung des
Einlaßschiebers geregelten Maschine mit hohem Wirkungsgrad
und wirtschaftlich betrieben werden kann. Wenn der kombinier
te Turbinen-Gesamtstaudruck H0, welcher die Hydraulik
maschine beaufschlagt, vorgegeben ist, kann die bisherige
Maschine aufgrund des festen Öffnungsgrads des Wasserdurch
gangs an jeder Stufe durch Einlaßschiebersteuerung nicht mit
einer Strömungs- oder Durchsatzmenge betrieben werden, die
höher ist als der Wert für den normalen Turbinenbetrieb
(Punkt 0) bei voll offenem Einlaßschieber 24 (Fig. 2).
Bei der dargestellten Zweistufenmaschine kann dagegen der
Durchgang-Öffnungsgrad der verstellbaren Leitschaufeln für
die Stufe höheren Drucks so eingestellt werden, daß er größer
ist als der normale Öffnungsgrad a0 oder der feste
Öffnungsgrad an der Niederdruckstufe. Infolgedessen kann
eine höhere Turbinen-Ausgangsleistung bei einer größeren
Durchsatzmenge als im Normalbetrieb (Punkt 0) entsprechend
den folgenden Beziehungen erzielt werden:
H1 + H2 = H0 und
H1 < H2 (4).
H1 < H2 (4).
Erfindungsgemäß kann somit die Mehrstufen-Hydraulik
maschine wirtschaftlich betrieben werden. Im normalen
Turbinenbetrieb kann der hydraulische Wirkungsgrad im Be
reich niedrigerer Durchsatzmengen durch Steuerung oder
Regelung des Öffnungsgrads des durch die verstellbaren
Leitschaufeln bestimmten Wasserdurchgangs auf einen kleine
ren Wert als dem festen Öffnungsgrad der festen Leitschau
feln verbessert werden, während eine vergleichsweise
große Turbinen-Ausgangsleistung dadurch erreicht werden
kann, daß der variable Öffnungsgrad größer eingestellt
wird als der feste Öffnungsgrad.
Im folgenden sind anhand von Fig. 3 die hydraulischen
Eigenschaften bzw. Kennlinien der Zweistufen-Hydraulik
maschine im normalen Pumpenbetrieb erläutert. Fig. 3
zeigt die hydraulischen Kennlinien dieser Maschine im Pumpen
betrieb. Darin bedeuten: H1 = Pumpenstaudruck für die Hoch
druckstufe 10a, H2 = Pumpenstaudruck für die Niederdruck
stufe 14a, Q = Strömungs- oder Durchsatzmenge, H10, H20
und Q = Werte oder Größen entsprechend H1, H2 oder Q, die
unter normalen Pumpenarbeitsbedingungen (Punkt 0, wie dar
gestellt) erzielt werden, wobei H1 gleich H2 ist, a0 =
Öffnungsgrad des Wasserdurchgangs an jeder Stufe im nor
malen Pumpenbetrieb, a1 = der über dem normalen Öffnungs
grad a0 liegende Öffnungsgrad des Wasserdurchgangs an der
Hochdruckstufe 10a, a-1 = der unter dem normalen Öffnungs
grad a0 liegende Öffnungsgrad an der Hochdruckstufe 10a
und Δη = ein relativer Pumpenwirkungsgrad-Unterschied,
durch einen relativen Unterschied gegenüber dem maximalen
Pumpenwirkungsgrad dargestellt. Die Kennlinien a0, a1,
entsprechen den Öffnungsgraden a0, a1, . . . Der kombinierte
Pumpenstaudruck H0 der Hydraulikmaschine kann durch Zusammen
addieren der Pumpenstaudrücke für die beiden Stufen erhalten
werden. Wenn der Einlaßschieber 24 der Maschine 15 voll of
fen ist und sich jede Stufe im normalen Pumpenbetriebszu
stand befindet (Punkt 0 in Fig. 3), kann der durch die
Maschine erzeugte, kombinierte Pumpenstaudruck H0 durch
Addieren der gleichen Staudrücke an beiden Stufen wie folgt
erhalten werden:
H1 + H2 = H0
H1 = H0/2 = H10 und
H2 = H0/2 = H20 (5).
H1 = H0/2 = H10 und
H2 = H0/2 = H20 (5).
Wenn der Wasserspiegel bei einem Kraftwerk über den
Wasserspiegel für Normalbetrieb hinaus ansteigt, muß die
Hydraulikmaschine im Pumpenbetrieb arbeiten, wobei der Pumpen
staudruck entsprechend dem gestiegenen Wasserspiegel höher
ist als der normale Pumpenstaudruck H0. In diesem Fall wird
die bisherige Maschine mit festen Leitschaufeln für alle
Stufen mit voll geöffnetem Einlaßschieber und mit beibehaltenem
festen Normal-Öffnungsgrad a0 des Wasserdurchgangs betrie
ben, so daß sich die Betriebsbedingungen jeder Stufe bei die
sem vergleichsweise großen Öffnungsgrad a0 im Bereich
kleinerer Durchsatzmenge an der Seite des höheren Stau
drucks längs eines Verlaufs 0 → A1 verschieben. Infolge
dessen werden die hydraulischen Eigenschaften jeder Stufe
erheblich verschlechtert, wodurch auch der integrierte
hydraulische Wirkungsgrad der Maschine beträchtlich herab
gesetzt wird.
Obgleich sich bei der dargestellten Anordnung die
Niederdruckstufe 14a zur Seite höheren Staudrucks hin
verschiebt und bei Aufrechterhaltung des normalen Öffnungs
grads a0 die Größe A1 erreicht, kann dagegen die hohe hydrau
lische Leistung der Hochdruckstufe 10a durch Steuerung oder
Regelung des Öffnungsgrads der verstellbaren Leitschaufeln
12 auf eine Größe unter dem normalen Öffnungsgrad a0
sichergestellt werden, um die Betriebsbedingungen der Hoch
druckstufe 10a längs eines Verlaufs 0 → B1 zur Seite höheren
Staudrucks für die optimalen Öffnungsgradbedingungen zu ver
schieben, und zwar entsprechend der folgenden Beziehung:
H1 + H2 = H und
H1 < H2 (6).
H1 < H2 (6).
Infolgedessen kann im Vergleich zur bisherigen Mehr
stufen-Hydraulikmaschine im Betrieb mit kleiner Durchsatz
menge ein erheblich verbesserter integrierter Hydraulik
wirkungsgrad erreicht werden. Wenn andererseits der Wasser
spiegel am Kraftwerk unter den Wasserspiegel für Normal
betrieb abfällt, muß die Hydraulikmaschine als Pumpe mit
einem niedrigeren Pumpenstaudruck als dem normalen Stau
druck H0 entsprechend diesem verringerten Wasserspiegel
arbeiten. In diesem Fall wird die bisherige Maschine mit
festen Leitschaufeln an allen Stufen bei voll geöffnetem
Einlaßschieber sowie mit gleichbleibendem Wasserdurchgangs
öffnungsgrad a0 betrieben, so daß sich die Betriebsbedingun
gen jeder Stufe entsprechend diesem vergleichsweise kleinen
normalen Öffnungsgrad a0 an der Seite niedrigen Staudrucks
längs eines Verlaufs 0 → A2 zum Bereich größerer Durch
satzmenge hin verschieben. Infolgedessen verschlechtern
sich die hydraulischen Eigenschaften jeder Stufe unter
Verringerung des integrierten Hydraulikwirkungsgrads der
Maschine. Obgleich sich bei der erfindungsgemäßen Anord
nung die Niederdruckstufe 14a zur Seite niedrigen Stau
drucks hin verschiebt und unter Aufrechterhaltung des
normalen Öffnungsgrads a0 die Größe A2 erreicht, kann eine
hohe hydraulische Leistung der Hochdruckstufe 10a dadurch
gewährleistet werden, daß der Öffnungsgrad der verstellbaren
Leitschaufeln 12 auf einen größeren Wert als den normalen
Öffnungsgrad a0 eingestellt wird, so daß sich die Arbeits-
oder Betriebsbedingungen der Hochdruckstufe 10a zur Seite
des niedrigeren Staudrucks längs eines Verlaufs 0 → B2 für
optimalen Öffnungszustand entsprechend der Beziehung nach
Gleichung (6) verschieben und damit den Betrieb der Maschine
mit verbesserter integrierter hydraulischer Leistung
zulassen.
Die erfindungsgemäße Maschine kann somit effektiv auch
im normalen Pumpenbetrieb mit verbesserter integrierter
hydraulischer Leistung im
Bereich kleiner Durchsatzmengen an der Seite des höheren
Staudrucks oder im Bereich großer Durchsatzmengen an der
Seite niedrigeren Staudrucks betrieben werden, indem der
variable Wasserdurchgang-Öffnungsgrad der verstellbaren
Leitschaufeln so eingestellt wird, daß er kleiner bzw.
größer ist als der feste Öffnungsgrad der festen Leit
schaufeln der Niederdruckstufe.
Die Betriebssteuereinheit 17 umfaßt gemäß den Fig. 4
bis 6 Steuersysteme 17a und 17b zur Steuerung bzw. Ein
stellung der verstellbaren Leitschaufeln 12 im Normalbe
trieb sowie ein Betriebssteuersystem 17c für Übergangs
betrieb.
Fig. 4 veranschaulicht einen Fall, in welchem der
Öffnungsgrad des Wasserdurchgangs a der mit einer Leit
schaufel-Einstelleinheit 52 gekoppelten verstellbaren Leit
schaufeln 12 für die Höchstdruckstufe entsprechend der Last
oder Belastung für gute hydraulische Leistung mittels einer
Lasteinstelleinheit 50 und der Leitschaufel-Einstelleinheit
52 eingestellt wird. Gemäß Fig. 5 wird der Öffnungsgrad
a der verstellbaren Leitschaufeln 12 entsprechend dem Was
serspiegel (Turbinen- oder Pumpenstaudruck bzw. -gefälle)
für gute hydraulische Leistung mittels eines Steuersystems
aus einem Wasserspiegelregler 54 und der mit den Leit
schaufeln 12 gekoppelten Einstelleinheit 52 eingestellt.
Die Betriebssteuerung im Normalbetrieb läßt sich ohne
weiteres durch Vornahme einer oder beider Einstellungen
nach Fig. 4 und 5 durchführen.
Im folgenden ist die Steuerung oder Regelung für
Übergangsbetrieb der Maschine beschrieben. Wesentlich ist
dabei, ein einfaches und sicheres Verfahren zur Steuerung
der Übergangsbetriebszustände der komplexen Mehrstufen
maschine mit je einem Laufrad pro Stufe, die
durch den Umlenkkanal miteinander verbun
den sind, vorzusehen. Diese Übergangszustände sind z. B.
Anfahren und Abstellen der Turbine oder Pumpe, Unterdrückung
der Turbinenbelastung und Ausfall des Pumpen
einlaufs oder -eingangs.
Bei der bisherigen Maschine mit dem vorher beschrie
benen Aufbau erfolgt die Steuerung der Betriebsbedingungen
oder -zustände durch Eingabe von Betriebssteuerbefehlen
in den Einlaßschieber zur Einstellung des Wasserdurchlasses,
um dadurch die Durchsatzmenge oder die Drehzahl zu
steuern. Bei dieser Steuerung mittels des Einlaßschiebers,
im Gegensatz zur Steuerung mittels der Leitschaufeln,
erweist es sich jedoch als schwierig, den Wasserstrom
gleichmäßig zu regeln, so daß erhebliche Turbulenz auf
tritt, die zu beträchtlicher Geräuschentwicklung und
Schwingung führt. Erfindungsgemäß wird dagegen der Wasser
durchlaß, d. h. sein Öffnungsgrad, dadurch eingestellt, daß
Betriebssteuerbefehle nur den verstellbaren Leitschaufeln
12 am Laufrad für die Höchstdruckstufe 10a zugeführt wer
den, um dadurch die Durchsatzmenge oder die Drehzahl zur
Erzielung der Steuerung für den jeweiligen Betriebszustand
zu regeln. Da die Steuerbefehle nur diesen Leitschaufeln 12
der Höchstdruckstufe 10a zugeführt werden, läßt sich u. a.
die Steuerung leicht bewerkstelligen, ohne die auf die kompli
zierten Steuersysteme zurückführenden Schwierigkeiten oder
Störungen zu bedingen. Im Gegensatz zur Einlaßschiebersteue
rung ermöglicht die Leitschaufelsteuerung zudem eine gleich
mäßige bzw. stufenlose Einstellung der Durchsatz
menge, wobei Geräuschentwicklung und Schwingung vermieden
werden. Die erfindungsgemäße Mehrstufen-Hydraulikmaschine
kennzeichnet sich weiterhin dadurch, daß selbst beim Auf
treten einer plötzlichen Druckänderung aufgrund eines Was
serdruckstoßes in einem an die Hochdruckstufe 10a ange
schlossenen Wasserleitsystem, etwa infolge einer plötzlichen
Änderung der Strömungsmenge, bei geschlossenen Leitschaufeln
die Druckstoßwelle durch die wenig geöffneten oder voll ge
schlossenen Leitschaufeln an der Hochdruckstufe 10a aufge
fangen wird. Diese Druckwelle kann somit nicht die Nieder
druckstufe 14a unmittelbar beeinflussen, an welcher der
Öffnungswinkel stets groß ist, so daß die gesamte Maschine
nicht mit einem übermäßigen Wasserdruck beaufschlagt und
damit stets eine höchst sichere Steuerung gewährleistet
wird.
Im folgenden ist anhand von Fig. 6 die Steuerung
bei der Unterdrückung oder Abweisung von Turbinenbelastungen
beschrieben, die u. a. eines der kritischsten Probleme im
Übergangsbetrieb darstellen. Eine Drehzahl- oder Spannungs
änderung ΔN in einem unmittelbar mit der Hydraulikmaschine
gekoppelten Drehzahlgeber oder Generator wird dabei abge
griffen, um dadurch den Wasserdurchgang-Öffnungsgrad der
verstellbaren Hochdruckstufen-Leitschaufeln 12 zu steuern,
die an ein Steuersystem aus einer Reglereinheit 56 und der
Leitschaufel-Einstelleinheit 52 angeschlossen sind, so
daß auf einfache und sichere Weise eine Stabilisierung
von Drehzahl, Durchsatzmenge, Wasserdruck usw. erzielt
wird. Für den Fall eines Ausfalls des Pumpeneingangs sowie
für Anfahren und Abstellen der Hydraulikmaschine ist es
weiterhin wichtig, die Betriebszustände der Maschine im
Übergangsbetrieb dadurch sicher zu steuern oder zu regeln,
daß die Betriebssteuerbefehle über die Einstelleinheit
52 nur den verstellbaren Leitschaufeln 12 zugeführt werden.
Da die Betriebssteuersysteme gemäß den Fig. 4 bis 6 im all
gemeinen an sich bekannt sind, kann auf eine genauere Be
schreibung ihrer Bauteile und Funktionen verzichtet werden.
Claims (1)
- Mehrstufige hydraulische Pumpen-Turbine
mit einer Hochdruckstufe (10a), die mit verstellbaren Leitschaufeln (12) versehen ist,
mit mindestens einer mit der Hochdruckstufe durch einen Umlenkkanal (18) verbundenen Niederdruckstufe (14a),
mit je einem Laufrad (10, 14) für jede Druckstufe,
mit um jedes Laufrad in einem Kreis angeordneten Leitschaufeln und
mit einer Steuereinheit (17) zur Verstellung der verstellbaren Leitschaufeln (12),
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Niederdruckstufe (14a) ausschließlich feste Leitschaufeln (16) aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP6085078A JPS54151741A (en) | 1978-05-22 | 1978-05-22 | Multi-stage hydraulic machine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2920760A1 DE2920760A1 (de) | 1979-12-06 |
| DE2920760C2 true DE2920760C2 (de) | 1995-08-03 |
Family
ID=13154256
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2920760A Expired - Lifetime DE2920760C2 (de) | 1978-05-22 | 1979-05-22 | Mehrstufige hydraulische Pumpen-Turbine |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4280788A (de) |
| JP (1) | JPS54151741A (de) |
| CH (1) | CH643914A5 (de) |
| DE (1) | DE2920760C2 (de) |
Families Citing this family (10)
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|---|---|---|---|---|
| JPS5634972A (en) * | 1979-08-28 | 1981-04-07 | Toshiba Corp | Driving method of double stage pump hydraulic turbine |
| US4474528A (en) * | 1980-01-07 | 1984-10-02 | Hitachi, Ltd. | Water wheel operation control method and apparatus therefor |
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| US4502831A (en) * | 1982-01-14 | 1985-03-05 | Tokyo Shibaura Denki Kabushiki Kaisha | Method of controlling operation of multistage hydraulic machines |
| US4496282A (en) * | 1982-05-06 | 1985-01-29 | Allis-Chalmers Corporation | Reversible two-stage hydraulic machine |
| JPS5958164A (ja) * | 1982-09-28 | 1984-04-03 | Toshiba Corp | 多段水力機械の運転制御方法 |
| KR102605829B1 (ko) * | 2018-05-03 | 2023-11-27 | 주식회사 엘지화학 | 기체 분리막의 제조방법, 기체 분리막 및 기체 분리막 모듈 |
| CN110159480A (zh) * | 2019-04-26 | 2019-08-23 | 昆明理工大学 | 一种带水压相位超前补偿的水轮机调速器控制单元和建立方法 |
| KR102538247B1 (ko) * | 2020-11-20 | 2023-05-31 | 인천대학교 산학협력단 | 중공사 복합막, 그 제조방법, 상기 중공사 복합막을 포함하는 기체 분리막 |
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|---|---|---|---|---|
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| US3990810A (en) * | 1975-12-23 | 1976-11-09 | Westinghouse Electric Corporation | Vane assembly for close coupling the compressor turbine and a single stage power turbine of a two-shaped gas turbine |
-
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- 1978-05-22 JP JP6085078A patent/JPS54151741A/ja active Granted
-
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- 1979-05-18 CH CH470179A patent/CH643914A5/de not_active IP Right Cessation
- 1979-05-22 DE DE2920760A patent/DE2920760C2/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
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|---|---|
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| US4280788A (en) | 1981-07-28 |
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| DE2920760A1 (de) | 1979-12-06 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAP | Request for examination filed | ||
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition |