DE29192C - Einrichtung zur zeitweiligen Entlastung des Schufswächterhebels an mechanischen Webstühlen - Google Patents

Einrichtung zur zeitweiligen Entlastung des Schufswächterhebels an mechanischen Webstühlen

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DE29192C
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DENDAT29192D
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E. J. B. jacquot in Fourmies, Dep. Nord, Frankreich; Vertreter*: C. PIEPER in Berlin SW., Gneisenaustr. 110
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/18Automatic stop motions
    • D03D51/34Weft stop motions

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bestehenden Webstühlen wird das Schiffchen nach jedem Schusse in dem Schützenkasten aufgefangen und festgehalten. Der zum Zurückhalten des Schiffchens nothwendige Druck verursacht aber zahlreiche Unzuträglichkeiten, indem auf den Schiffchentreiber eine vergröfserte Kraft wirken mufs, um das Einschiefsen des Schufsfadens zu bewirken, und dadurch eine vergröfserte Abnutzung stattfindet, und indem ferner ein unregelmäfsiger Gang und dadurch Abweichungen von der Bahn in der Kette entstehen , welche wiederum zahlreiche Fadenbrüche hervorrufen.
Alle bisherigen Verbesserungen, die angeführten Mängel dadurch zu beseitigen, dafs sie bezwecken, das Schiffchen im geeigneten Momente frei zu machen und dem Stofs des Treibers das Minimum von Widerstand entgegenzusetzen, beruhen zum gröfsten Theile auf Anwendung von Gegenfedern, leiden aber an grofser Empfindlichkeit, baldiger Zerstörung der Federn und dadurch hervorgerufenem unregelmäfsigen und schwer zu regelndem Gang.
Vorliegende Erfindung vermeidet alle diese Uebelstände dadurch, dafs im geeigneten Augenblick der Arm eines auf dem Hebeschaft befestigten Hebels gehoben wird, dadurch die Klappe freigegeben ist und letztere der treibenden Kraft keinen unnöthigen Widerstand entgegensetzen kann.
Fig. ι stellt die Seitenansicht des Mechanismus eines Webstuhles dar, indem einer der Treiber auf den Balancier einwirkt.
Fig. 2 zeigt die Stellung der einzelnen Theile am Ende der in Fig. 1 eingeleiteten Bewegung, in der der Hebeschaft vollständig ausgelöst ist.
Fig. 3 ist ein Bild der Theile, wenn der Stuhl eine rückgängige Bewegung ausführt.
Das Weberschiffchen N auf der Lade M des Stuhles, zwischen Führer G und Klappe 5 geklemmt, wird am Ende seines Laufes durch einen der Arme des Hebels P1 aufgehalten. Der Hebel P' ist dem schwingenden Hebeschaft P durch Stellfedern angefügt.
Um den Schufswächterhebel in Schwingung zu versetzen und um die Klappe .S freizugeben, ist auf dem an dem Stuhlgestell befestigten Drehzapfen O ein schwingender Hebel oder Balanciert angeordnet, dessen hinterer Arm mit einem Röllchen C ausgerüstet ist. Das Röllchen C wird allmälig durch die beiden Treiber T T, welche einander gegenüber auf den Armen des Zahnrades E befestigt sind, niedergedrückt. Zahnrad E ist auf der Excenterwelle festgekeilt. Die Treiber TT haben eine zur Stellung des Hebels und seinem Röllchen derart geneigte Lage, dafs dieselben letzteres unter einem sehr kleinen Winkel angreifen und so bei beliebig schnellem Gang der Maschine jeden Stofs vermeiden. Der normale Gang des Stuhles ist in Fig. 1 und 2 durch Pfeile angedeutet. Die Treiber wirken demnach gemäfs der gegebenen Neigung mehr durch Druck wie durch Stofs und bewirken dadurch eine sehr sanfte Bewegung. Der Balancier A, passend gekrümmt oder sonst geeignet angeordnet, kann durch seinen gestreckten Arm A' den Schufswächterhebel direct beeinflussen. Der Arm A' kann bei seiner Herstellung gegliedert werden, um die Regelung
seiner Lage zu derjenigen des Schufswächterhebels zu gestatten, praktischer wird es aber sein, sich eines besonderen Organes zur Uebertragung der Bewegung, wie z. B. der geeignet geführten verticalen Stange B, zu bedienen. Die Stange B geht durch ein Auge des Balanciere A und trägt an seinem oberen Ende den Haken d, der allein mit dem Schufswächterhebel in Berührung gelangt.
Der Arm A' hebt die Uebertragungsstange B mit Hülfe der auf letzterer beliebig verstellbar aufgeschraubten Backe b, durch welche Anordnung die Angriffsbewegung und somit die Einwirkung auf den Schufswächterhebel beliebig geregelt werden kann.
Die Berührung des Balanciere mit der Backe b wird durch eine Spiralfeder H, Fig. i, deren Rolle nur untergeordneter Natur und ohne Einflüfs auf den Gang des Webstuhles ist, erhalten, während der Rücklauf der Stange B durch den sich auf das Gestell legenden Haken d begrenzt wird.
Die Treiber TT sind mit Nasen versehen, um das Röllchen C am unteren Theil erfassen, Fig. 3, und anheben zu können. Wird der Webstuhl zurückgedreht (im Sinne des Pfeiles, Fig· 3)) so wird das Röllchen C durch den Treiber gehoben, der um Stange B greifende Arm A' des Balanciers niedergedrückt und Feder R gespannt. Der Hebelarm A' wird aber durch die Feder R sofort wieder hochgedrückt, sobald der Treiber das Röllchen verlassen hat, und letzteres nimmt demgemäfs seine frühere Lage wieder ein. Diese sehr wichtige Anordnung hat den Zweck, bei zufälliger Rückwärtsbewegung die Bildung von Webefehlern zu verhindern.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Einrichtung an mechanischen Webstühlen, welche den Schufswächterhebel für die Zeit des Abschiefsens entlastet und so beschaffen ist, dafs sie für den Fall des Rückwärtsarbeitens von selbst aufser Wirkung tritt.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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