DE2915260C2 - Einrichtung zum Be- und Entlüften von Viehställen - Google Patents
Einrichtung zum Be- und Entlüften von ViehställenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Be- und Entlüften von Viehställen, insbesondere von
Schweine- oder Rinderställen, wobei zur Zuführung der Firschluft in das Stallgebäude an dessen Längsseiten
und zur Abführung der Abluft aus dem Stallgebäude im Dachfirst jeweils Öffnungen mit verstellbaren Luftklappen
angeordnet sind.
Durch die FR-PS 15 20 717 ist eine derartige Einrichtung bekannt, bei welcher der Luftaustausch im
wesentlichen durch natürliche Ventilation, d. h. unter Ausnutzung der durch die von den Tieren verursachten
natürlichen thermischen Auftriebskräfte erfolgen soll.
Bei derartigen Lüftungseinrichtungen von Gebäuden wird jedoch die Luftbewegung stets durch die
Geschwindigkeit des auf das Gebäude einwirkenden Windes mitbeeinflußt. Bei dieser bekannten Einrichtung
zum Ausgleich dieses Einflusses lediglich von Hand durch Personal betätigbare Klappfenster vorgesehen.
Ähnliche Lüftungseinrichtungen sind auch durch die GB-PS 4 81 302 sowie die DE-AS 10 41 724 bekannt
Gemeinsam ist diesen Einrichtungen, daß die Luftklappen bzw. -öffnungen je nach Wetter und Windstärke
einzeln von Hand verstellt werden müssen.
Diese Art der Belüftung ist mit erheblichen Mängeln behaftet, da auf diese Weise in einem Viehstall eine
bestimmte Temperatur nicht gehalten werden kann, sondern größere Temperaturschwankungen in Kauf zu
nehmen sind. Die von Hand zu verstellenden Klappfenster bzw. Absperrklappen bedingen hierbei einen
erheblichen Arbeits- und Zeitaufwand und bei plötzlichen Wetterumschlägen wird meist, da das Bedienungspersonal
nicht gegenwärtig ist, überhaupt keine
Anpassung an die geänderten Verhältnisse vorgenommen, so daß die Tiere erheblichen Temperaturschwankungen
in den Viehställen ausgesetzt sind. Die in einem Zuchtbetrieb gehaltenen Tiere sind jedoch insbesondere
bei zu niederen Temperaturen sehr anfällig gegen Krankheiten. Mitunter erhebliche, durch die mangelhafte
Belüftung des Viehstalles bedingte Ausfälle sind vielfach die Folge.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine Stallüftung uer im Oberbegriff des Hauptanspruchs genannten Art
zu schaffen, durch die allein aufgrund der durch die Tiere verursachten natürlichen Auftriebskräfte eine
gleichmäßige Lüftung des Stalles sichergestellt ist und die bei plötzlichen Wetteränderungen, ζ. Β Sturm,
rapide Änderungen der Innentemperatur des Stalles ausschließt.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch ermöglicht, daß sämtliche Luftklappen über selbsthemmende
Getriebe-Bremsmotoren getätigt sind, daß den an einer öder beiden Längsseiten des Stallgebäudes vorgesehen
nen Zuluftklappen zur Schaltung des zugehörigen GetriebcBremsmotörs in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit
des auf das Stallgebäude einwirkenden Windes ein vom Wind beaufschlagte Windklappe b
ein Windmesser oder dergleichen zugeordnet ist und daß die im Dachfirst an einer oder beiden Längsseiten
angebrachten Abluftklappen in Abhängigkeit von der im Viestall herrschenden Temperatur verstellbar sind.
,Durch eine Belüftung eines Viehstalls in Abhängigkeit
von der Geschwindigkeit des Windes sowie in Abhängigkeit von der im Bereich der Tiere herrschenden
Temperatur ist es möglich, die Stalltemperatur in äußerst engen Grenzen konstant zu halten, und zwar
auch bei extrem rasch wechselnden Wetterbedingungen. Selbst bei 2inem z. B. durch eine Gewitterfront
verursachten Temperatursturz kann somit, da die Luftklappen rechtzeitig, ohne daß dazu Bedienungspersonal
erforderlich ist, geschlossen werden, keine Unterkühlung durch eindringende Kaltluft eintreten.
Sinkt aber dennoch die Temperatur im Stall ab, so werden auch die im Dachfirst angeordneten Luftklappen
geschlossen, so daß durch die Eigenwärme der Tiere in kurzer Zeit wiederum die optimale Stallwärme
gegeben ist und die Tiere somit nicht starken Temperalurschwankungen ausgesetzt sind.
Die Verstellung von Luftklappen von Lüftungseinrichtungen für Gebäude in Abhängigkeit von der
Geschwindigkeit des auf das Gebäude einwirkenden Windes ist zwar an sich bereits aus der DE-PS 4 99 895
und der DE-PS 2 74 020 bekannt. Diese Druckschriften offenbaren aber Verstellmöglichkeiten, die gänzlich
unterschiedlich sind zu der, die gemäß der Erfindung angewendet werden sollen. Dabei ist nicht zu verkennen,
daß die dort vorgesehenen Luftklappen durch Winddruck in Schließstellung gebracht werden sollen.
Die Praxis hat aber gezeigt, daß solche seit mehreren Jahrzehnten bekannte Ausgestaltungen nicht funktionsfähig
und nicht brauchbar sind. Aus diesem Grund haben diese Lösungen auch nicht durchgesetzt
Da mittels solcher pendelnder, durch Winddruck in Schließstellung zu bringender Luftklappen die Belüftung
eines Viehstalles nicht in zufriedenstellender Weise erfolgen kann, ist somit vorgesehen, die Luftklappen
mittels einer gesonderten Windklappe, eines Windmessers oder dgl. zu verstellen, und zwar mit Hilfe eines
durch diese einschaltbaren Getriebe-Bremsmotors, durch den die Luftklappen auch für eine einstellbare
Zeit in einer wählbaren Endlage gehalten we.'den. Erst
dadurch ist es ausgeschlossen, daß bei böenartig auftretenden Winden nicht doch Kaltluft in den Stall
gelangt.
Die Luftklappen werden außerdem nicht allein in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des auf das
Stallgebäude einwirkenden Windes, sondern auch in Abhängigkeit von der unmittelbar im Schweinestall
herrschenden Temperatur geregelt, so daß die Luftklappen in Abhängigkeit von zwei Kenngrößen verstellt
werden.
Zur Übersteuerung der Abluftklappen in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des auf das Stallgebäude
einwirkenden Windes kann die Windklappe in zweck mäßiger Weise mit einem oder mehreren Druckschaltern
oder dgl. als Impulsgeber versehen sein oder aber es könne'i gesonderte, durch den Winri betätigbare
Impulsgeber bzw. solche Staudruckmesser vorhanden sein, mittds derer der den angeströmten Luftklappen
iiigeördniete Getriebe-Bremsmotor zum Schließen
dieser Ltiftklappen und der den gegenüberliegenden Luftklaprjien zugeordnete Getriebe-Bremsmotdr zu
deren Offnen einschaltbar ist. Bei plötzlich einsetzendem
Sturm wird dadurch zuverlässig ein Temperatur^ sturz im Viehstall, ohne daß von dem Personal
eingegriffen werden muß, vermieden. Bei höheren Windgeschwindigkeiten werden nämlich auch die
Frischluftklappen mit Hilfe der Windklappe geschlossen und die Luftklappen im Dachfirst werden ebenfalls in
Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit übersteuert und auf der angeströmten und gegebenenfalls auch
auf der anderen Seite geschlossen, so daß durch den Wind keine Frischluft in den Viehstall gedrückt werden
kann. Eine stets optimale Belüftung, die selbsttätig ίο geregelt wird, ist auf diese Weise gewährleistet.
Um bei starkem Wind ein ständiges Schließen und Öffnen der Luftklappen zu vermeiden, ist es vorteilhaft,
den Getriebe-Bremsmotoren Zeitschaltrelais zuzuordnen, mittels denen diese in einer vorbestimmten
Zeiteinheit nach dem Schließen der Luftklappen vor deren erneuten vollständigen oder teilweisen öffnen
einschaltbar sind.
Zweckmäßigerweise sollte als Impulsgeber die Windklappe mit einem durch disse betätigbaren
Endschalter oder dgl. versehen sein.
Zur Vermeidung von Kondenswasserbildung, und damit die einströmende kalte Frisr'iuft nicht sofort
nach unten in den Viehstall absinke rollte der. die
Firschluftzufuhr regelnden Luftklappen ferner ein Luftzuführungskanal zugeordnet sein. Hierbei sollten
die Luftklappen am raumseitigen Ende des Luftzuführungska^als
oder in diesem angeordnet sein, wobei dieser in einfacher Weise durch eine von den
Seitenwänden des Gebäudes in dessen Innenraum ίο ragende, parallel zum Dach verlaufende und wärmeisolierte
Zwischenwand gebildet sein kann.
Um bei starkem Wind das Hineinpressen von Frischluft in die Frischluftkanäle zu vermeiden, sollten
deren ins Freie gerichtete Einlaßöffnungen des weiteren ji jeweils mit einer vorzugsweise über die Seitenwand des
Gebäudes überstehenden Prellwand oder dgl. teilsweise abgedeckt sein, auf diese Weise wird auch das
Eindringen von Schnee verhindert. Und um das Abscheren der von der Windklappe in das Gebäude
führenden Leitungen auszuschließen, sollten in deren Schwenkbareich ein oder zwei Anschläge angeordnet
sein.
D.e Einrichtung gemäß der Erfindung, mittels der auf
äußerst einfache und zuverlässige Weise eine optimale Belüftung eines Viehstalls zu erzielen ist, besteht somit
nur aus wenigen Einzelteilen, die im Zusammenwirken eine selbsttätige Regelung der Temperatur im Stallgebäude
ermöglichen. Lediglich eine Überwachung und Anpassung an die jeweilige Jahreszeit ist erforderlich,
ansonsten arbeitet die Einrichtung stets selbsttätig und ohne daß in das Regelverhalten einzugreifen ist. Vor
allem bei plötzlichen Wetteränderungen ist dies sehr von Vorteil: selbst bei einem plötzlich auftretenden
Gewittersturm z. B. wird ein Temperatursturz im
Viehs' Jl auf diese Weise mit Sicherheit vermieden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der gemäß der Erfindung ausgebildeten Ει η rich Mi ng zum
Be- und Entlüften von Viehställen ddrgestellt und nachfolgend im einzelnen erläutert. Hierbei zeigt
Fig. 1 den Viehstall mit an den Seitenwänden sowie im Dachfirst angeordneten Luftklappen zur Regelung der Fischluft und der Abluft und
Fig. 1 den Viehstall mit an den Seitenwänden sowie im Dachfirst angeordneten Luftklappen zur Regelung der Fischluft und der Abluft und
Figi2 das Blöckschaltbild der Einrichtung nach
Fig. 1.
Das in Fig. 1 im Schnitt dargestellte und mit 1 bezeichnete Stallgebäude besteht im wesentlichen aus
den beiden Seitenwänden 2 und 3 sowie den Seitendächern 4 und 5, die in einen Dachfirst 6
übergehen. Auf jeder Seite des Gebäudes ist ein Viehstall 9 bzw. 10 vorgesehen, die jeweils durch Säulen
7 und 8 begrenzt sind.
Das Stallgebäude 1 ist mit einer Einrichtung zur selbsttätigen Regelung der Firschluftzufuhr sowie der
Abluft ausgestattet. Dazu dienen jeweils Luftklappen 31 und 32 bzw. 4lj 42 und 43, 44, mittels denen in
Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des auf das Stallgebäude 1 einwirkenden Windes Csowie der in den
Viehställen 9 und 10 herrschenden Temperatur das Zuströmen der Frischluft A und auch das Abströmen
der verbrauchten Abluft fl geregelt werden. Die Luftklappen 31 und 32, durch die die Frischluft A
einströmt, sind hierbei jeweils an einer Seile des Stallgebäudes 1 angeordnet, die Luftklappen 41,42 und
43, 44 dagegen im Dachfirst 6. so daB die warme, nach
oben steigende Abluft ßdort ausströmen kann.
Die Zufuhr der Frischluft A erfolgt auf beiden Seiten über einen sich über die Länge des Stallgebäudes 1
erstreckenden LüftzuiührürigsRsnn! ίί bzv.\ !2, die
durch parallel zu den Seitendächern 4 und 5 nach innen ragende Zwischenwände 13 bzw. 14 gebildet sind. Um
eine Kondenswasserbildung zu verhindern, sind die Seitendächer 4 und 5 sowie die Zwischenwände 13 und
14 mit Isolierungen 17 und 19 bzw. 18 und 20 versehen. Und damit bei starkem Wind die Frischluft A nicht zu
sehr in die Luftkanäle 11 bzw. 12 gedruckt wird, sind diese zum Teil durch überstehende Prellwände 15 bzw.
16 abgedeckt.
Die aus Platten gebildeten einteiligen Luftklappen 31 und 32 sind jeweils am Ende der Luftkanäle 11 und 12
angeordnet, und mittels auf an oder in den Zwischenwänden 13 bzw. 14 drehbar gelagerter Wellen 33 und 36,
die über Ketten 35 bzw. 38 mit Getriebe-Bremsmotoren 34 bzw. 37 verbunden sind. Durch diese Anordnung der
Luftklappen 31 und 32, die in vorbestimmte unterschiedliche Lagen verschwenkbar sind, wird erreicht, daß
zwischen diesen und den Seitendächern 4 und 5 auch geringe Luftspalte eingestellt werden können und daß
die mitunter kalte Frischluft innen am Dach entlang strömt und somit nicht sofort in das Innere des
Stallgebäudes 1 absinkt.
7um selbsttätigen gemeinsamen Einschalten der Getriebe-Bremsmotoren 34 und 37 dient eine Windklappe
61. die mittels eines Rohres 62 auf dem Dachfirst 6 des Stallgebäudes 1 drehbar gelagert ist. Die
Windklappe 61 besteht hierbei aus einem von Wind durchströmten Kasten 63. einer an diesem angebrachten
Ausrichtfahne 64 sowie einer schwenkbar in dem Kasten 63 gelagerten und vom Wind beaufschlagten
Klappe 65. die mit einem Endschalter 66 als Impulsgeber zusammenwirkt Ober eine Leitung 67 ist der Endschalter
66 an ein Schaltrelais 68 angeschlossen, von dem über Leitungen 69 und 70 Einschaltimpulse an die
Motoren 34 und 37 weitergeleitet werden.
Im Normalfall sind die Luftklappen 31 und 32, da
ständig Frischluft in den Viehställen 9 und 10 benötigt wird, ganz oder teilweise, je nach Jahreszeit und
Wetterlage, geöffnet Die jeweilige Einstellung wird von
Zeit zu Zeit vorgewählt Kommt jedoch ein starker Wind auf, so werden die Frischluftklappen 31 und 32
sofort geschlossen, um zu verhindern, daß z_ B. durch
einen Gewittersturm zu viel Frischluft in die Viehställe 9 und 10 gedruckt wird und dort die Temperatur absinken
würde. Dies wird mittels der Windklappe 61 bewerkstelligt,
durch deren durch den Wind gegen den Endschalter 66 gedrückten Klappe 65 der Einschaltimpuls für die
Motoren 34 und 37 ausgelöst wird. Sobald nämlich die
Klappe 65 den Endschalter 66 berührt, werden die Luftklappen 31 und 32 selbsttätig durch Einschalten der
Motoren 34 und 37 ganz oder teilweise, je nachdem, welche Einstellung vorgegeben ist, geschlossen, so daß
über die Luftkanäle Il Und 12 keine oder nur wenig
Frischluft A einströmen kann,
Das Getriebe-Bremsmotoren 34 und 37 ist jedoch jeweils ein Zeitschalrelais 77 bzw, 78 Vorgeschaltet,
mittels dem diese flach Ablauf einer bestimmten Zeiteinheit wiederum eingeschaltet werden, um die
Luftklappen 31 und 32 ganz oder teilweise zu öffnen,
d. h.. in die ursprüngliche Stellung zurückzusChwenken. Die Relais 77 und 78 sind hierbei derart ausgelegt, daß
nach jedem durch die Klappe 65 ausgelösten Schaltimpuls die eingestellte Zeiteinheit, z. B. zwei Minuten,
erneut verstreichen muß, bis die Motoren 34 und 37 zum öffnen der Luftklappen 31 und 32 eingeschaltet werden.
Dadurch wird bei starkem Wind ein ständiges Schließen und öffnen der Luftklappen 31 und 32 ausgeschlossen,
diese beha'ien vielmehr, solange der Sturm herrscht,
ihre Schließstellung bei. sobald jedoch der Wind nachläßt, werden sie sofort selbsttätig geöffnet.
Die an den Seiten des Dachfirstes 6 angeordneten, drehbar in Rahmen 45 bzw. 46 gehaltenen Luftklappen
4'., 42 und 43,44 sind ebenfalls aus Platten oder Blechen gebildet und jeweils unterteilt. Das Eindringen von
Regenwasser und Schnee in das Innere des Stallgebäudes ί wird auf diese Weise, da die Luftklappen wie
Jalousi 'n wirken, nahezu ausgeschlossen, dennoch sind ausreichende öffnungen zum Abströmen der verbrauchten
Abluft B vorhanden.
Zum gemeinsamen Antrieb der Luftklappen 41, 42 bzw. 43,44 einer Seite dient jeweils ein Getriebe-Bremsmotor
49 bzw. 53, die am Ende des Stallgebäudes 1 auf einer Zwischenwand 55 abgestützt und über Ketten 50
bzw. 54 mit den Antriebswellen 47 und 48 bzw 51 und 52 verbunden sind. Die Luftklappen 41, 42 und 43, 44 sind
somit getrennt voneinander verstellbar.
Um das Abströmen der Abluft B und damit die Temperatur in den Viehställen 9 und 10 zu regeln, sind in diesen z. B. an den Säulen 7 und 8Thermostate 71 und 72 als !Impulsgeber angeordnet, die über Leitungen 73 bzw. 74 mit Schaltrelais 75 bzw. 76 verbunden sind, durch die die Motoren 49 und 53 eingeschaltet werden. Wird in den Viehställen 9 und 10 ein bestimmter Temperaturbereich überschritten, werden somit mit Hilfe der Thermostate 71 und 72 die Getriebe-Bremsmotoren 49 und/oder 53 eingeschaltet, um die Luftklappen 41, 42 und/oder 43,44 zu öffnen. Sinkt jedoch die Temperatur unter diesen Temperaturbereich, werden die Luftklappen 41, 42 und/oder 43, 44 durch Einschalten der Motoren 49 und/oder 53 geschlossen. Selbstversf"ndlich können die Luftklappen 41,42 und 43,44 hierbei je nach Jahreszeit und Witterung jeweils ganz oder teilweise
Um das Abströmen der Abluft B und damit die Temperatur in den Viehställen 9 und 10 zu regeln, sind in diesen z. B. an den Säulen 7 und 8Thermostate 71 und 72 als !Impulsgeber angeordnet, die über Leitungen 73 bzw. 74 mit Schaltrelais 75 bzw. 76 verbunden sind, durch die die Motoren 49 und 53 eingeschaltet werden. Wird in den Viehställen 9 und 10 ein bestimmter Temperaturbereich überschritten, werden somit mit Hilfe der Thermostate 71 und 72 die Getriebe-Bremsmotoren 49 und/oder 53 eingeschaltet, um die Luftklappen 41, 42 und/oder 43,44 zu öffnen. Sinkt jedoch die Temperatur unter diesen Temperaturbereich, werden die Luftklappen 41, 42 und/oder 43, 44 durch Einschalten der Motoren 49 und/oder 53 geschlossen. Selbstversf"ndlich können die Luftklappen 41,42 und 43,44 hierbei je nach Jahreszeit und Witterung jeweils ganz oder teilweise
55s:geoffnet oder geschlossen werden. Auf diese Weise ist
die Temperatur in den Viehställen 9 und 10 sehr exakt
auf einem bestimmten Temperaturniveau zu halten.
Um jedoch auszuschließen, daß bei einem plötzlichen Sturm bei geöffneten Luftklappen 41,42 oder 43,44 Luft
von außen und somit durch den Dachfirst 6 in das Innere des Stallgebäudes 1 gedrückt wird und zu einem
späteren Absinken der Temperatur führen würde — die Thermostate 71 und 72 würden in einem derartigen Fall
zu spät ansprechen —, können die Luftklappen 41, 42 und 43,44 übersteuert werden.
Um dies zu bewerkstelligen, sind, wie es in dem
Biockschalüjud nach F i g. 2 dargestellt isi, in dem mit SO
bezeichneten Schwenkbereich der Windldappe 61 zwei
Druckschalter 82 und 83 als Impulsgeber angeordnet, die über Leitungen 84 bzw. 88 jeweils an ein Relais 85
oder 89 angeschlossen sind. Die Druckschalter 82 und 83 sind jeweils einer Windrichtung, beispielsweise den
senkrecht auf die Luftklappen 41, 42 bzw. 43, 44 gerichteten Windrichtungen zugeordnet, so daß bei
einem Sturm aus einer dieser Richtungen ein Impuls abgepben wird und die angeströmten Luftklappen
sofort geschlossen Werden. Die Relais 85 und 89 geben dazu Impulse über die Leitungen 86 und 87 bzw. 90 und
91 an die Schaltrelais 92 bzw. 93 weiter, dergestalt, daß der den jeweils angeströmten Lüftklappen zugeordnete
Getriebe*Bremsmotor eingeschaltet Wird, um diese Luftklappen zu schließen, gleichzeitig wird aber der den
gegenüberliegenden Luftklappen zugeordnete Getriebe-Bremsmotor
eingeschaltet, um diese Luftklappen zu offnem Wird somit z. B, der Druckschalter 82 durch die
Windklappe 61 betätigt, so wird von dem Relais 85 ein Schaltimpuls an den Getriebe-Bremsmolor 49 zum
Schließen der Luftklappen 41, 42 gegeben, während durch Einschalten des Getriebe-Bremsmotors 53 die
Luftklappen 43 und 44 geöffnet werden. Selbstverständlich können auch hierbei Zeitverzögerungen vorgesehen
werden, auch können andersartige Impulsgeber, wie z. B. Staudruckmesser an dem Stallgebäude 1 ange*
bracht werden, um die Übersteuerung auszulosen.
Damit die von der Windklappe 61 abführenden Leitungen nicht abgeschert werden, ist in deren
Schwenkbereich 80 ein Anschlag 81 vorgesehen. Die Windklappe 61 kann somit nicht mehrfach, sondern nur
innerhalb des Schwenkbereiches 80 durch den Wind gedreht Werden. Und eine derartige Verdrehung
nehmen die flexiblen Leitungen auf.
ΗΪ6ΙΣ11 % BlMt ^g-i
«Μ 236/388
Claims (9)
1. Einrichtung zum Be- und Entlüften von Viehställen, insbesondere von Schweine- oder
Rinderställen, wobei zur Zuführung der Frischluft in das Stallgebäude an dessen Längsseiten und zur
Abführung der Abluft aus dem Stallgebäude im Dachfirst jeweils öffnungen mit verstellbaren
Luftklappen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Luftklappen (31,
32,41 bis 44) über selbsthemmende Getriebe-Bremsmotoren (34, 37, 49, 53) betätigt sind, daß den an
einer oder beiden Längsseiten des Stallgebäudes (1) vorgesehenen Zuluftklappen (31, 32) zur Schaltung
des zugehörigen Getriebe-Bremsmotors (34 bzw. 37) in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des auf
das Stallgebäude (1) einwirkenden Windes eine vom Wind (C) beaufschlagte Windklappe (61) bzw. ein
Windmesser oder dergleichen zugeordnet ist und daß die irn Dachfirst (6) an einer oder beiden
Längsseiter, angebrachten Abluftklappen (41, 42 bzw. 43,44) in Abhängigkeit von der im Viehstall (9,
10) herrschenden Temperatur verstellbar sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Übersteuerung der Abluftklappen
(41, 42 und 43, 44) in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des auf tias Stallgebäude (1)
einwirkenden Windes (C) die Windklappe (61) mit einem oder mehreren Druckschaltern (82, 83) oder
dergleichen als Impulsgeber versehen ist oder daß gesonderte, durch den Wind (C) betätigbare
Impulsgeber, beispielsweise Staudruckmesser, vorgesehen sind, mittels derer .':r den angeströmten
Luftklappen (4L, 42 oder 43, 44) zugeordnete Getriebe-Bremsmotoren (49 bz . 53) zum Schließen
dieser Luftklappen und der den gegenüberliegenden Luftklappen (43, 44 oder 41, 42) zugeordnete
Getriebe-Bremsmotoren (53 bzw. 49) zu deren Öffnen einschaltbar sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß den Getriebe-Bremsmotoren (34, 37,
49, 53) Zeitschaltrelais (77, 78, 92, 93) zugeordnet sind, mittels deren diese in einer bestimmten
Zeiteinheit nach dem Schließen der Luftklappen (31, 32,41 bis 44) zu deren erneutem, vollständigem oder
teilweisem Öffnen einschaltbar sind.
4 Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß als Impulsgeber die Windklappe (61) mit einem durch diese betätigbaren Endschalter (66)
oder dergleichen versehen ist.
5. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß den
die Frischluftzufuhr regelnden Luftklappen (31, 32) ein Luftzuführungskanal (11,12) zugeordnet ist.
6 Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Luftklappen (31,32) am raumseitigen F.nde des Luftzuführungskanals (11, 12) oder in
diesem angeordnet sind.
7. Einrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftzuführungskanal (11,
12) durch eine von den Seitenwänden (2, 3) des Gebäudes (1) in dessen Innenraum ragende, parallel
zum Dach (4, 5) verlaufende und wärmeisolierte Zwischenwand (13,14) gebildet ist
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzüfühningskä*
näle (11, 12) an den ins Freie -gerichteten Einlaßöffnungen jeweils mit einer, vorzugsweise
über die Seitenwand (2, 3) des Gebäudes (1) überstehenden Prellwand (15, 16) oder dergleichen
teilweise abgedeckt sind.
9. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schwenkbereich (80) der Windklappe (6i) durch einen Anschlag (81) begrenzt ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2915260A DE2915260C2 (de) | 1979-04-14 | 1979-04-14 | Einrichtung zum Be- und Entlüften von Viehställen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2915260A DE2915260C2 (de) | 1979-04-14 | 1979-04-14 | Einrichtung zum Be- und Entlüften von Viehställen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2915260A1 DE2915260A1 (de) | 1980-10-16 |
| DE2915260C2 true DE2915260C2 (de) | 1982-09-09 |
Family
ID=6068370
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2915260A Expired DE2915260C2 (de) | 1979-04-14 | 1979-04-14 | Einrichtung zum Be- und Entlüften von Viehställen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2915260C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4232278C1 (de) * | 1992-09-25 | 1993-12-09 | Aschenbrenner Stahlbau | Verfahren zur Belüftung von Stallungen, sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens |
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|---|---|---|---|---|
| DE3113280A1 (de) * | 1981-04-02 | 1982-10-21 | Stalleinrichtungen u. Gerätebau Peter Brunner, 8404 Wörth | "stallentlueftungseinrichtung" |
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| NL1005147C2 (nl) | 1997-01-31 | 1998-08-03 | Brakel Atmos B V | Gebouw. |
| NL1013815C2 (nl) | 1999-12-10 | 2001-06-12 | Brakel Atmos B V | Gebouw. |
| EP1331455A1 (de) * | 2002-01-24 | 2003-07-30 | Süddeutsche Etna-Werk Gmbh | Lüftungsgerät und Verfahren zur Steuerung eines Lüftungsgeräts |
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| AT521304B1 (de) * | 2018-06-06 | 2020-03-15 | Kasper Johann | Stall für die Schweinemast |
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| GB481302A (en) * | 1936-10-17 | 1938-03-09 | George Parker | Improvements relating to the ventilation of buildings |
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| DE1043704B (de) * | 1957-05-29 | 1958-11-13 | Friedrich Koester | Geraete zur selbsttaetigen Waermeregelung durch Lueftung in Gewaechshaeusern, Treibbeeten, Saelen und sonstigen Raeumen |
| DE1821001U (de) * | 1960-08-03 | 1960-11-03 | Walter Bayer | Vorrichtung zum be- und entlueften von raeumen, die von mauerwerk umschlosssen sind, vornehmlich von staellen oder anderen raeumen mit hoher luftfeuchtigkeit. |
| FR1520717A (fr) * | 1967-03-01 | 1968-04-12 | Construction pour séjour d'animaux, notamment porcherie, à air conditionné |
-
1979
- 1979-04-14 DE DE2915260A patent/DE2915260C2/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4232278C1 (de) * | 1992-09-25 | 1993-12-09 | Aschenbrenner Stahlbau | Verfahren zur Belüftung von Stallungen, sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2915260A1 (de) | 1980-10-16 |
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