DE289984C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE289984C DE289984C DENDAT289984D DE289984DA DE289984C DE 289984 C DE289984 C DE 289984C DE NDAT289984 D DENDAT289984 D DE NDAT289984D DE 289984D A DE289984D A DE 289984DA DE 289984 C DE289984 C DE 289984C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sludge
- masses
- beet
- bricks
- mud
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000010802 sludge Substances 0.000 claims description 19
- 239000011449 brick Substances 0.000 claims description 9
- 239000004576 sand Substances 0.000 claims description 6
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 5
- 241000219310 Beta vulgaris subsp. vulgaris Species 0.000 claims description 3
- 235000021536 Sugar beet Nutrition 0.000 claims description 3
- 238000011084 recovery Methods 0.000 claims 1
- 239000010865 sewage Substances 0.000 claims 1
- 235000016068 Berberis vulgaris Nutrition 0.000 description 9
- 241000335053 Beta vulgaris Species 0.000 description 9
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 6
- 239000004575 stone Substances 0.000 description 5
- 239000002689 soil Substances 0.000 description 4
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 3
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 3
- 238000009412 basement excavation Methods 0.000 description 2
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 2
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 2
- 239000005416 organic matter Substances 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 241000196324 Embryophyta Species 0.000 description 1
- 241000792859 Enema Species 0.000 description 1
- 241000379510 Heterodera schachtii Species 0.000 description 1
- 241000244206 Nematoda Species 0.000 description 1
- CZMRCDWAGMRECN-UHFFFAOYSA-N Rohrzucker Natural products OCC1OC(CO)(OC2OC(CO)C(O)C(O)C2O)C(O)C1O CZMRCDWAGMRECN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000009305 arable farming Methods 0.000 description 1
- 239000011230 binding agent Substances 0.000 description 1
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 239000007920 enema Substances 0.000 description 1
- 229940095399 enema Drugs 0.000 description 1
- 230000008029 eradication Effects 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 230000004720 fertilization Effects 0.000 description 1
- 239000011464 hollow brick Substances 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 239000004570 mortar (masonry) Substances 0.000 description 1
- 238000004064 recycling Methods 0.000 description 1
- 238000009418 renovation Methods 0.000 description 1
- 230000008439 repair process Effects 0.000 description 1
- 238000004062 sedimentation Methods 0.000 description 1
- 239000002351 wastewater Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B38/00—Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof
- C04B38/06—Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by burning-out added substances by burning natural expanding materials or by sublimating or melting out added substances
- C04B38/063—Preparing or treating the raw materials individually or as batches
- C04B38/0635—Compounding ingredients
- C04B38/0645—Burnable, meltable, sublimable materials
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02W—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
- Y02W30/00—Technologies for solid waste management
- Y02W30/50—Reuse, recycling or recovery technologies
- Y02W30/91—Use of waste materials as fillers for mortars or concrete
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Ceramic Engineering (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Treatment Of Sludge (AREA)
Description
von Zuckerrübenwäschen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Juni 1914 ab.
Den den Zuckerfabriken gelieferten Zuckerrüben hängt am Wurzelende eine erhebliche
Menge fetten Bodens an, der nur durch kräftige Wäsche entfernt werden kann. Die Wäschereien sind so eingerichtet, daß die
Waschabwässer in einen Teich zum Absetzen der lehmigen, tonigen und erdigen Bestandteile,
untermischt mit feinen Wurzelfasern, geleitet werden. Das abgeklärte Wasser wird
ίο am anderen Teichende wieder abgezogen, um
wiederholt zum Waschen Verwendung zu finden, so daß ein Kreislauf des Waschwassers
stattfindet. In dem Teiche setzen sich zunächst dem Einlaufe naturgemäß die schwersten
Sinkstoffe, wie Sand und Steine, ab, die eine fast scharf getrennte Ablagerung gegenüber
den Schlammassen aus lehmigen, erdigen und tonigen Bestandteilen, Untermischt mit den leichten, dünnen Wurzelfasern, bilden.
Die Sandmassen sind ohne weiteres für Bauzwecke zur Herstellung von Mörtel u. dgl.
verwendbar und sind für die weitere Verwertung auch von geringerer Bedeutung. Anders
ist das mit den ziemlich gewaltigen Schlammmassen, die sich bei mittleren und größeren
Rübenzuckerfabriken innerhalb der Kampagne ansammeln. Es handelt sich hier durchschnittlich
bei einer Verarbeitung von etwa 1000 000 Zentnern Rüben um die Entstehung von etwa
4ooocbm Schlammassen. Diese Massen gilt es jedes Jahr nach der Kampagne aus dem
Absetzteiche zu entfernen, um den Teich für die Aufnahme der Schlammassen im nächsten
Jahre frei zu machen. Zu dem Zwecke wur
den bisher die Schlammassen ausschließlich auf die benachbarten Äcker gefahren, wo sie
ausgebreitet wurden. Die ziemlich fetten und dichten Massen machen aber die Oberfläche
des Ackers derart undurchlässig, daß ein mit Schlamm bedeckter Acker zwei Jahre und
länger nur mit Hackfrüchten bestellt werden kann. Die Äcker verlieren also zunächst an
Wert. Die Düngfähigkeit der Schlammassen ist infolge der verhältnismäßig geringen Beimischung
organischer Stoffe sehr gering, so daß auch für die folgenden Jahre eine eigentliche
Verbesserung des mit Schlamm befahrenen Ackerbodens nicht stattfindet. Die Ackerbesitzer
sind deshalb auch nur ungern Abnehmer der Schlammassen. Nicht selten müssen
außer den ■ erheblichen Kosten der Ausschachtung und Abfuhr der Schlammassen
noch Entschädigungen an die Ackerbesitzer gezahlt werden. Mindestens verlangen diese
Ersatz für die für den Getreidebau bestimmten Ackerteile. Bei günstiger Absatzgelegenheit
an die umliegenden Äcker betragen die Kosten für die Ausschachtung und Abfuhr von etwa 4000 cbm Schlammasse immerhin
gegen 5 000 Mark im Jahre. Diese 5000 Mark stellen unmittelbare Unkosten dar. Sie zu
beseitigen und gleichzeitig noch einen Nutzen aus besserer Verwertung der vorhandenen
Schlammassen zu erzielen, ist der Zweck des Verfahrens gemäß der Erfindung, welches darin
besteht, daß die Schlammassen preßfähig getrocknet und zu Ziegeln gepreßt und gebrannt
werden.
Es sei bemerkt, daß das Brennen von Ziegeln aus Flußschlamm und Schwemmsand bekannt
ist. Diese Schlamm- und Schwemmsandmassen eignen sich aber nicht ohne weiteres zur Verziegelung, sondern bedürfen des
Zusatzes von Bindemitteln. Das macht das bekannte Verfahren teuer und unwirtschaftlich.
Die Schlammassen der Rübenwäschen dagegen sind, da sie keinerlei grobe Beimischungen,
wie Steine o. dgl., und wenig oder gar keinen Sand, aber viel bindefähige Bestandteile
in Form von fettem Ton und Lehm enthalten, unmittelbar preßfähig. Ihre Zusammensetzung
ist eine fast durchaus gleichmäßige. Jedenfalls ist sie gleichmäßiger als bei gewachsenem Boden. Die Schwindung
beim Brennen ist verhältnismäßig gering. Da beim Brennen die organischen Beimischungen,
insbesondere die feinen Wurzelfasern ausbrennen oder verkohlen, so sind die gebrannten
Steine etwa 15 Prozent leichter als aus Lehm gebrannte Steine, deren Rohmasse man zum
Zwecke der Erleichterung erst organische Stoffe
o. dgl. zusetzen muß.
Die Schlammassen der Rübenwäsche eignen sich zur Herstellung von Hintermauerungssteinen
und insbesondere von Hohlsteinen für leichte Wände und Deckenwölbsteine. Sie sind
porös und doch sehr dicht und lassen sich in jeder Richtung glatt teilen.
Die genügende Trocknung der Schlammassen erfolgt an der Luft.
Etwa 4000 cbm Schlammasse ergeben etwa 2 000 000 Ziegel mit einem Verkaufswert von
mindestens 36000 Mark, so daß eine Verzinsung der Ziegeleianlage von etwa 8 bis 10 Prozent
gegeben ist. Dazu kommt noch die Ersparnis von etwa 5 000 Mark für die für
die Zuckerfabrik nutzenlose Aus- und Abfuhr der Schlammassen. Man kann somit bei
der bereits angenommenen Herstellung von 2000000 Ziegeln auf einen Rein verdienst von
12000 bis 13000 Mark jährlich aus den verwerteten Schlammassen rechnen, statt wie bisher
zur Beseitigung der Schlammassen 5000 Mark aufwenden zu müssen.
Von den erzeugten Ziegeln kann ein erheblicher Teil bereits bei den alljährlich notwendig
werdenden Um-, Reparatur- und Neubauten der Zuckerfabrik selbst Verwendung finden. Der Rest wird meist in der nächsten
Umgebung abzusetzen sein, und zwar zu verhältnismäßig guten Preisen, weil es sich um
einen guten Stein von großer Gleichmäßigkeit handelt, wie er aus anderen Ziegeleien nur
zu erheblich höheren Preisen erhältlich ist.
Von besonderer Bedeutung ist das neue Verfahren für diejenigen Zuckerfabriken, welche
keine eigenen Ländereien für die Verwendung der Schlammassen in der Ackerwirtschaft besitzen.
Einen besonderen Vorteil hat das vorliegende
Verfahren noch für den Rübenbau insofern, als es durch das Brennen des Rübenwäschesch'.ammes
zu Ziegeln vollständige Vernichtung der Rübennematoden, die in dem von den Rüben abgewaschenen Boden enthalten
sind, gewährleistet, abgesehen davon, daß infolge anderwertiger Verwendung der Schlammassen diese und mit ihnen die Nein
atoden nicht mehr auf die Rübenäcker zurückgebracht
werden, was bisher nach den Forschungen von Professor Dr. K ü h η baldige
Rübenmüdigkeit des Bodens zur Folge hatte. Die Ausrottung der Nematoden ist für rübenbauende
Gegenden unmittelbar eine Lebensfrage, die man bisher nur durch Anbau von
sogenannten Fangpflanzen zu lösen versucht hat.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Verwertung des nach dem Sand abgesetzten Klärteichschlammes von Zuckerrübenwäschen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlammassen preßfähig getrocknet und zu Ziegeln gepreßt und gebrannt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE289984C true DE289984C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=544975
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT289984D Expired DE289984C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE289984C (de) |
-
0
- DE DENDAT289984D patent/DE289984C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69110389T2 (de) | Biologisch angereichertes Substrat, dessen Herstellungsverfahren und dessen Verwendung bei der erneuerten Einstufung von Pioniervegetationen. | |
| EP0892764B1 (de) | Klärschlammvererdung | |
| DE289984C (de) | ||
| DE4100758A1 (de) | Verfahren zur entfernung von schadstoffen aus substraten, vorzugsweise boeden mittels hoeherer pflanzen | |
| DE69425629T2 (de) | Verfahren zur rekultivierung von durch abräumen (tagebau) gebildeten kohlen- und lignitfeldern | |
| DE2455929C2 (de) | ||
| EP0552722B1 (de) | Material für den Unterbau von Strassen | |
| EP1180499B1 (de) | Verfahren zur Vererdung einer wässrigen Suspension organischer Stoffe, insbesondere von Klärschlamm | |
| WO2019068289A1 (de) | Verfahren zur reinigung von grund- und oberflächenwasser im einzugsbereich ausgekohlter tagebaue unter verwendung von filtermaterial wie biokohle, welche nach den bekannten verfahren der pyrolyse bzw. htc hergestellt wird | |
| DE212721C (de) | ||
| DE19603088C2 (de) | Verfahren zur Gewinnung eines Recycling-Substrates aus Restmüll oder abgelagertem Deponiematerial | |
| DE2459269A1 (de) | Erdsubstrat, insbes. fuer dachgaerten u.dgl. | |
| AT252833B (de) | Verfahren zum Aufbereiten von Schlamm | |
| AT74558B (de) | Verfahren zur Verwertung des nach dem Sand abgesetzten Klärteichschlammes von Zuckerrübenwäschen. | |
| DE857060C (de) | Verwendung von Schwarztorf zur Bodenverbesserung | |
| DE917073C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Bodenverbesserungsmittels fuer schwere, zaehe Kulturboeden | |
| AT359762B (de) | Vorrichtung zum aufziehen von pflanzen | |
| DE713900C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von Muell | |
| EP4622445A1 (de) | Substrat zur kultivierung von pflanzen, verfahren zur herstellung von substrat und verwendung von substrat | |
| DE433652C (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Kaltvergaerung erhitzbarer Dung- und Abfallstoffe | |
| AT65371B (de) | Bergeversatzverfahren. | |
| DE202024001739U1 (de) | Biologisch abbaubarer Feuchtigkeitsspeicher mit Belüftungsfunktion für Gehölze | |
| DE3425709A1 (de) | Kuenstlich herstellbarer organisch-mineralischer mutterboden aus einem gemisch von klaerschlamm-kompost und kiesgewinnungsrueckstaenden | |
| DE77152C (de) | Drainage-Anlage für Wasserreinigungszwecke | |
| DE3203411A1 (de) | Verfahren zur wiederaufbereitung von verschlammter erde |