DE287947C - - Google Patents

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DE287947C
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aureole
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N21/00Investigating or analysing materials by the use of optical means, i.e. using sub-millimetre waves, infrared, visible or ultraviolet light
    • G01N21/62Systems in which the material investigated is excited whereby it emits light or causes a change in wavelength of the incident light
    • G01N21/71Systems in which the material investigated is excited whereby it emits light or causes a change in wavelength of the incident light thermally excited
    • G01N21/716Systems in which the material investigated is excited whereby it emits light or causes a change in wavelength of the incident light thermally excited by measuring the radiation emitted by a test object treated by combustion gases for investigating the composition of gas mixtures

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 287947 KLASSE 74 b. GRUPPE
Dr. FRIEDRICH SAUER in POTSDAM.
gebildete Aureole (Aureolflamme).
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. November 1912 ab.
Gegenüber den bekannten Vorrichtungen zur Feststellung und Messung von Grubengasen in Bergwerken, die darin bestehen, daß die von der Aureole des Grubengases erzeugte Wärme unmittelbar auf Einrichtungen wirkt, ί die Signale auf elektrischem, thermoelektrischem, optischem (photographischem) oder chemischem Wege für die ' Nähe oder Ferne auslösen sollen, wird hier eine neue Vorrichtung beschrieben, die gegenüber den bekannten Vorzüge aufweist.
Die neue Vorrichtung kann auch für die nahe; direkte Beobachtung sehr gut gebraucht werden.
Auch die neue Erfindung beruht auf der Verwendung der Größe und der Wirkung der Aureole. Gemäß der Erfindung soll nun aber die Wärme, die die Aureole hervorbringt, nicht unmittelbar auf die die Signale auslösenden Einrichtungen wirken, sondern mittelbar, indem sie auf feste, übereinander angeordnete, hitzebeständige Körper (Strahlkörper) wirkt, die an bestimmten Stellen in die Aureole hineingehängt sind oder dicht an ihr oder erhöht über ihr sich befinden und zum Glühen gebracht werden. Dabei werden dann je nach Höhe der Aureolflamme die festen Körper sämtlich oder nur teilweise erhitzt und zum Leuchten gebracht werden.
Das Erglühenlassen der festen Körper in der Aureole ist also nur ein Zwischenmittel; es handelt sich also um eine mittelbare Übertragung von Energie aus der Aureole auf jene Einrichtungen, die die Signalgebung bewirken.
Dieser Erfindungsgedanke hat also nichts zu tun mit dem bekannten Verfahren, die Aureole etwas 'leuchtender zu machen durch aufsteigende glühende Salzmoleküle. Immerhin kann auch diese letztere Form für das Nachfolgende mit zur Verwendung kommen. Sie ist aber lange nicht so wirksam, wie die der festen eingehängten Körper. Die Flamme, die die Aureole bildet, hat bekanntlich eine ganz schwache Leuchtkraft und eine geringe Wärmestrahlung. Wenn aber in die Flamme feste, flammenbeständige Körper (Platin, seltene Erden, Zirkon usw.) hineingebracht werden, so werden diese je nach der Wärmehöhe leuchtend, und dementsprechend bekommen sie das Vermögen der Wärme- und Lichtausstrahlung in die Ferne in viel größerer Intensität als die Aureole selbst. Diese festen Körper empfangen also von der Aureole Energie und senden sie durch Strahlung an jene Einrichtungen, die durch Signalgebung Grubengas anzeigen oder direkt gut sichtbar machen sollen.
Diese Einrichtungen sollen also nicht unmittelbar mit der Aureole in Berührung kommen. Die mittelbare Übertragung ist nötig aus folgendem Grunde: In der Hitze der Aureole werden die Struktur, die molekulare Beschaffenheit und damit die Konstanz der Eigenschaften der Körper, besonders der Metalle, nach kurzer Zeit stark verändert, und damit hört jede Zuverlässigkeit für die genannten
Zwecke auf. Nur eine Eigenschaft bleibt dauernd und gleichmäßig, sofern nur die körperliche Beschaffenheit an sich bleibt, das ist das Vermögen des Erglühens, der Licht- und Wärmestrahlung. Sie also ist zuverlässig.
Fünf an sich für Signalzwecke bereits verwendete Mittel, auf die die in der Aureole erglühenden Körper in geeigneter Entfernung ihre Strahlung senden, können beispielsweise
ίο auch hier Anwendung finden.
Das erste ist die bekannte Benutzung der Veränderlichkeit der elektrischen Leitungsfähigkeit des Selens je nach der Intensität der Belichtung in Verbindung mit der Wärmestrahlung.
Ein zweites Mittel ist die Erzeugung thermoelektrischer Ströme durch die Strahlung oder die Veränderung schon vorhandener Ströme, die durch thermoelektrisch anregbare Stoffe fließen.
Das dritte Mittel ist die Benutzung der Ausdehnung der Metalle durch die Wärme, also hier durch die Strahlung. Die Metalle können einfach oder verschieden zusammengesetzt verwandt werden, z. B. nach Art der Kompensationsstreifen. Die Anwendung der Metalle durch die Hitze der Aureole zu Zwecken der Zeichengebung wurde zwar auch schon vorgeschlagen, aber in der bekannten Weise, die Metalle unmittelbar durch die Flamme erhitzen zu lassen. Thermometer jeder bekannten Art, für Quecksilber und andere Metalle, für Flüssigkeiten, Luft, für diesen besonderen Zweck vorbereitet, können ebenfalls für die Zeichengebung Verwendung finden.
Aber nicht nur die Ausdehnung von Metallen durch die Wärme der Aureole, sondern auch . die Schmelzung von Metallen und Legierungen kann benutzt werden, und zwar in zweifacher Weise.
Die Metalle können
1. direkt in der Aureole schmelzen;
2. sie können in der Nähe der Aureole durch die in ihr erglühenden Körper zum Schmelzen gebracht werden; dann müßten sie sehr leichtflüssig sein.
Das vierte Mittel ist die Änderung des elektrischen Leitungswiderstandes besonders von Metallen durch die Wärme. Sie bietet ein genaues Maß für die Temperaturänderung, natürlich dürfen thermoelektrische Effekte nicht stören.
Ein fünftes Mittel ist die Strahlenwirkung der glühenden Körper zu chemischen Zwecken," z. B. auf Stoffe, die im photographischen Sinne reagieren. Die Empfindlichkeit dieser Stoffe kann ja bekanntlich besonders zeitlich beliebig abgeändert werden. Wirkungen in die Ferne, Registrieren können dadurch erzeugt werden.
In dem Falle, daß direkt beobachtet werden soll, bedarf es selbstverständlich der von den festen Körpern bestrahlten Einrichtungen nicht. Das Auge erkennt durch Löcher oder Spalten eines zwischen ihnen befindlichen Schirmes die je nach Höhe der Aureolflamme nacheinander zum Glühen kommenden festen Körper um vieles deutlicher als die so schwach leuchtende Aureole selbst. Auch ein Schirm ist unnötig. Es bedarf kaum der Abblendung des Grubenlichts.
Die genannten Einrichtungen können noch einem andern Zweck als dem der Messung dienen, nämlich dem Geben eines Gefahrsignals, womöglich unter Verlöschung von Flammen bzw. Kühlung glühender Drähte.
Zum Schluß sei hinzugefügt, daß als Strom für die von den Strahlkörpern veranlaßten Signalauslösungen ein Thermostrom benutzt werden kann, der seine Energie z. B. von irgendeiner Flamme, also auch der Zündflamme für das Grubengas, erhält, mit der Vorsicht einer mäßigen Erwärmung und selbstverständlich der passenden Wahl der Metalle.

Claims (1)

  1. 85 Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Feststellung und Messung von Grubengas durch die vom Grubengas gebildete Aureole (Aureolflamme), dadurch gekennzeichnet, daß diese auf mehrere in oder nahe ihr angebrachte, übereinander angeordnete hitzebeständige Körper (Strahlkörper) wirkt und sie je nach Flammenhöhe (also nacheinander) erhitzt und zum Leuchten bringt, wodurch zunächst durch direkte Beobachtung die Messung schon eines geringen Gehaltes ermöglicht wird, dann aber auch in der Nähe befindliche Einrichtungen durch die Strahlung dieser 10 j Körper so beeinflußt werden, daß sie je nachdem auf elektrischem, thermoelektrischem, optischem (photographischem) oder chemischem Wege Signale auslösen.
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