DE28776C - Zerlegbare Tornister, deren Theile den Zusammenbau eines Zeltes ermöglichen - Google Patents
Zerlegbare Tornister, deren Theile den Zusammenbau eines Zeltes ermöglichenInfo
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- DE28776C DE28776C DENDAT28776D DE28776DA DE28776C DE 28776 C DE28776 C DE 28776C DE NDAT28776 D DENDAT28776 D DE NDAT28776D DE 28776D A DE28776D A DE 28776DA DE 28776 C DE28776 C DE 28776C
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die zum Tragen von Lasten üblichen Geräthschaften, Militairtornister, Schulmappen, Reisetornister,
Tragebütten u. dergl., leiden durchgängig an zwei Mängeln. Ihr Gewicht wirkt
hauptsächlich auf das Schulterblatt, das Schlüsselbein und die oberen Rippen und verhindert
dadurch die gesundheitsgemäfse Ausdehnung der oberen Lungenlappen.
Ferner aber schmiegen sie sich dem Rücken des Menschen nicht fest genug an und werden
deshalb bei heftigen Bewegungen des Tragenden stark geschleudert.
Diesen Uebeln soll durch die nachfolgend beschriebene und durch die Zeichnungen veranschaulichte
Tornisterconstruction abgeholfen werden, vermöge deren:
ι. der Angriffspunkt der Last auf den Lendentheil,
die Darmbeinkämme und den ganzen Rücken verlegt wird;
2. eine unverrückbare Lage des Tragegeräthes gesichert wird;
3. ein daneben noch durch die Tornisterconstruction zu erreichender Zweck ist der,
dafs dem Soldaten oder Touristen die Möglichkeit gegeben wird, sich ohne nennenswerthes
Nebengepäck allein aus seinem aus einander nehmbaren Tornister ein Zelt zu bauen.
Bestandtheile des Tragegeräthes sind:
i. Trageplatte mit Koppelhülse. Den Haupttheil des Tragegeräthes (Tornisters etc.) bildet ein Eisenblech oder ein anderes leichtes, aber haltbares Material, welches derartig gebogen ist, dafs ein vertical stehender Theil A als Koppel- oder Gurthülse sich dem Körper anschmiegt. .
i. Trageplatte mit Koppelhülse. Den Haupttheil des Tragegeräthes (Tornisters etc.) bildet ein Eisenblech oder ein anderes leichtes, aber haltbares Material, welches derartig gebogen ist, dafs ein vertical stehender Theil A als Koppel- oder Gurthülse sich dem Körper anschmiegt. .
Der daran festgenietete Leibgurt kann auch (dies würde sich besonders bei Anwendung in
der Armee empfehlen) frei durchgezogen werden. Für diesen Fall würde die Koppelhülse an
beiden Seiten eine sich nach vorn mit einem senkrechten Scharnier Y anschliefsende Verlängerung
V erhalten,.. sowie zwei Haken W, welche
das Abwärtsgleiten des Koppels verhindern. Von der Koppelhülse steigt nach hinten unter
einem Winkel von etwa 300 eine Platte B aufwärts,
welche den Boden des Tornisters etc. bildet und an ihren vier Ecken die längeren
Gewinde C und die kürzeren Gewinde D, sämmtlich vertical aufsteigend, trägt.
An der unteren Fläche der Trageplatte und an der hinteren Fläche der Koppelhülse sind
noch Metallschlaufen E zum Durchziehen von Riemen für Kochgeschirre etc. angebracht.
Seitwärts sind ferner die Ringhaken F angelöthet.
2. Stangen und Verschlufsplatten. Vier leichte feste Stangen G sind je an einem Ende
mit einem Muttergewinde, am anderen mit einem Schraubentheile versehen; die Kaliber
sämmtlicher Gewinde stimmen unter einander und mit denen der Trageplatte genau überein.
Durch vier Metallplättchen H können die Gewinde abgeschlossen werden.
3. Tornistermantel. Der gefütterte Mantel des Tragegeräthes ist mit den zur Vermeidung
des Ausfransens mit Metallösen einzufassenden Löchern α h, die aus der Zeichnung zu ersehen
sind, versehen.
4. Halteriemen. Zwei Lederriemen K (in der Zeichnung in der Mitte unten) tragen an
einem Ende einen Metallring L, der durch Einschnallen des Riemenendes gehalten wird.
Zusammensetzung des Tragegeräthes
(Tornisters).
(Tornisters).
Man legt die Trageplatte B (in der oberen mittleren Zeichnung) so vor sich hin, dafs die
Gewinde nach oben sehen, die kleineren Gewinde D dem Körper zu-, die gröfseren Gewinde
C vom Körper abgewendet. Sodann legt man den Mantel J bezw. O (in der Zeichnung
rechts) so über die Trageplatte, dafs die Aufsenseite des Mantels nach unten, der untere
schmale Rand (in der Zeichnung mit bezeichnet) dem Zusammensteller zugekehrt ist.
Nunmehr schiebt man auf beiden Seiten die Löcher α auf die gröfseren Gewinde C und
schraubt auf letztere je eine Stange. Dann schiebt man auf beiden Seiten auf die kleineren
Gewinde D zunächst die Löcher c, hierbei die Aufsenseite des Mantels nach unten, die Ränder
des Mantels nach aufsen kehrend, sodann über die Löcher c die Löcher b und auf diese die
Löcher d.
Demnächst wird auf jedes der kleineren Gewinde D ebenfalls eine Stange geschraubt. Dann
werden die beiden Löcher e auf die Spitzen der auf die gröfseren Gewinde C und die beiden
Löcher/ auf die Spitzen der auf die kleineren Gewinde D geschraubten Stangen geschoben.
Sodann schiebt man auf die auf die kleineren Gewinde D eingeschraubten Stangen die beiden
Löcher h, hierbei die Aufsenseite des Mantels nach unten, die Ränder des Mantels nach aufsen
wendend, und auf die Löcher h sodann die beiden Löcher g.
Hierauf schiebt man die beiden Halteriemen K (unterste mittlere Zeichnung), dieStahlplättcheniV"
nach unten, mit den Löchern M so auf die oberen Gewindetheile der vier Stangen, dafs die
Riemenenden mit Schnalle und Ring L nach der Koppelhülse herabhängen. Dann schraubt
man die vier Verschlufsplättchen H (auf der vorletzten Zeichnung in der Mitte) auf die Gewindetheile
der Stangen.
Endlich schlägt man den unteren schmalen
(mit ~~ bezeichneten) Rand des Mantels
hoch, schlägt die hervorstehenden Enden ein, schiebt ihn seitwärts um die Stangen, befestigt
die Seitenränder mit ihren Häkchen in den am unteren schmalen Rand des Mantels befindlichen
Oesen und schlägt den oberen schmalen Rand des Mantels als Klappe herunter.
Herstellung und Zusammensetzung
des Zeltes.
des Zeltes.
Um das Tragegeräth (den Tornister) in der nachstehend dargestellten Art zur Herstellung
eines Zeltes zu benutzen, werden zunächst Tornister vorausgesetzt, deren Stangen etwa 33 cm
lang und 11 mm dick sind. Ferner wird als Mantel statt des in der Zeichnung mit J bezeichneten
der mit O bezeichnete Mantel benutzt, der aufser mit den auch beim Mantel J
vorfmdlichen Löchern noch mit den Löchern i I (jedes 2 cm vom Saum entfernt) versehen ist
und eine Länge von 145 cm, eine Breite von 130 cm hat.
Schliefslich sind noch die Stangenspitzen P erforderlich. Auch ist in einem Tornister, der
zum Zeltbau benutzt werden soll, ein Wächstuchstück oder dergleichen als Hülle über die eingepackten
Sachen zu schnüren oder zu schnallen, um, wenn der Tornistermantel zum Zelt benützt
wird, als »inneres Bündel« zu dienen.
Entsprechend der Zeichnung haben immer zwei Mann zusammen eine Zeltabtheilung, und
zweckmäfsig werden längere Zeltreihen gebaut (bei Soldaten etwa für 20 Mann). Zur Erbauung
einer solchen Zeltreihe gehören, ganz unabhängig von ihrer Länge, stets aufser den
in den Tornistern gegebenen Mänteln, Stangen und Verschlufsplatten noch acht Tornisterstangen,
sechs gleichartige, aber nur 15 cm lange Stangen S, sowie zwei vordere Seitenpläne
Q mit den Löchern mp und zwei hintere Seitenpläne R mit den Löchern q i.
Es werden nun zunächst, wenn ein Zelt ζ. Β. für vier Personen erbaut werden soll, die dazu
gehörigen Tornister völlig aus einander genommen. Dann stellt man drei Stangen G3
dar, indem man drei Tornisterstangen mit Spitzen P armirt, ferner drei Stangen G1 aus je
vier zusammengeschraubten Tornisterstangen, endlich drei Stangen G2 aus je drei zusammengeschraubten
Tornisterstangen. Jetzt steckt man die Löcher / des Mantels O1 (erster Moment
der Aufstellung), die Leinwandseite nach oben, auf je eine Stange G3 und stöfst letztere, während
man den Mantel zwischen ihnen spannt, etwa 18 bis 19 cm in die Erde. Dann schiebt
man die Löcher k des Mantels O1 und darüber
die Löcher i des Mantels O2 auf je eine Stange G1
und stöfst diese ebenso tief in den Boden, während Mantel O1 allseitig gespannt bleibt
(zweiter Moment der Aufstellung). Schliefslich werden die Löcher k des Mantels O2 bei Spannung
des Mantels auf je eine Stange G2 geschoben
und auch diese Stangen festgestellt.
Die nächste Zeltabtheilung wird so hergestellt, dafs man die Löcher / und k einer Seite des
Mantels O3 auf die gleichnamigen des Mantels O1,
und die Löcher i und k einer Seite des Mantels O4 auf die gleichnamigen des Mantels O2
schiebt und die genannten vier Löcher der anderen Mantelseite von O2 und Oi bei Spannung
dieser Mäntel auf die dritten Stangen Gx G2 und G3 schiebt, ganz wie dieselben
Löcher von O1 und O2. Alle Löcher werden
durch Verschlufsplatten H auf den Stangen festgehalten.
Der Seitenplan Q wird (auf der Seite des zusammengesetzten Zeltes, welche dem Beschauer
zur rechten Hand liegt) mit den Löchern m und η auf den Löchern k bezw. i des Mantels Oi
befestigt, während die Löcher ο und / bei Spannung des Seitenplanes durch je eine Stange S
derart am Boden befestigt werden, dafs man die Stangen ganz eintreibt. Dann wird der
Seitenplan R derselben Seite mit dem Loch g über Loch η des Seitenplanes Q geschoben,
mit t über o, mit r über Loch / des Mantels O2, mit s nahe dahinter am Boden (mit
einer Stange S).
Auf der anderen Seite des Zeltes geschieht dasselbe, bei symmetrisch zugeschnittenen Seitenplänen
und symmetrisch benannten Löchern.
Das herabhängende Kopfende der Mäntel O1
und O3 wird nach dem Innern des Zeltes umgeschlagen
und durch die daraufgelegten Trageplatten festgehalten; auf diese werden die »inneren Bündel« als Kopfkissen gelegt.
Claims (2)
1. Ein durch die Koppelhülse A mit den Verlängerungen
V, den Scharnieren Y u»d den Haken W am Körper zu befestigendes, aus
der mit A verbundenen Trageplatte B mit den Metallschlaufen JS, sowie den Stangen G
und dem Mantel J bezw. O, den Verschlufsplatten Hund den Halteriemen .£" zusammengesetztes
Tragegeräth.
2. Herstellung von Zelten aus den Theilen G H und O der Tornister und den Reservetheilen
PQR und S.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE28776C true DE28776C (de) |
Family
ID=305000
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT28776D Active DE28776C (de) | Zerlegbare Tornister, deren Theile den Zusammenbau eines Zeltes ermöglichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE28776C (de) |
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- DE DENDAT28776D patent/DE28776C/de active Active
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