DE287384C - - Google Patents
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- DE287384C DE287384C DENDAT287384D DE287384DA DE287384C DE 287384 C DE287384 C DE 287384C DE NDAT287384 D DENDAT287384 D DE NDAT287384D DE 287384D A DE287384D A DE 287384DA DE 287384 C DE287384 C DE 287384C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B9/00—Blowing glass; Production of hollow glass articles
- C03B9/02—Blowing glass; Production of hollow glass articles with the mouth; Auxiliary means therefor
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- Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Praxis kennt man zweierlei geblasene Glasgegenstände, und zwar solche, die
fest in die Form eingeblasen, und solche, die beim Einblasen in der Form gedreht werden.
Die ersteren erhalten durch das Festblasen außen eine glanzlose, undurchsichtige Fläche,
wogegen die in der Form gedrehten Gegenstände blank erscheinen.
Bei der vorliegenden Erfindung handelt es
ίο sich ausschließlich um gedrehte Sachen, und
zwar um Gegenstände, welche- im Gegensatz zu Glasgegenständen mit zwei Öffnungen (ζ. B.
Zuggläser) nur eine Öffnung haben, oder doch zunächst mit nur einer Öffnung hergestellt
!5 werden, also z. B. um Teller, Schüsseln, gewisse
Lampenschirme.
Man hat bereits zwei schalenförmige Glasgegenstände auf einmal in der Weise geblasen,
daß man in einer entsprechenden Form einen Glasgegenstand blies, welcher aus zwei den
Schalen entsprechenden Seitenteilen und einem sie verbindenden mittleren zonenförmigen Teile
bestand. An diesem mittleren zonenförmigen Teile setzte die Pfeife an. Durch geeignetes
Absprengen wurden darauf die den schalenförmigen Gegenständen entsprechenden Seitenteile
von der mittleren Zone getrennt. In dieser Weise wird unter Benutzung einer entsprechend
gestalteten Form auch im vorliegenden Falle verfahren. Da aber hierbei nicht, wie bei der Herstellung »gedreht geblasener«
Glasgegenstände sonst üblich, der ganze Gegenstand in der Form gedreht werden kann,
so werden die den beiden Glasgefäßen entsprechenden Formteile für sich gegen den mittleren
Teil drehbar gemacht. Während des Aufblasens werden diese Teile, ohne ihren Ort
zu verändern, gedreht, so daß sie die ihnen anliegende Glasoberfläche in der gewünschten
Weise glätten. Nach dem Blasen werden wie üblich die den Gefäßen entsprechenden Seitenteile
von dem mittleren abgesprengt.
Nachdem der angefangene Glasposten wie gewöhnlich zu einer Kugel ausgeblasen ist,
wird in die Form 1, welche auf das in der Zeichnung in Fig. 1 im Durchschnitt und in
Fig. 2 in der Draufsicht dargestellte Tretwerk montiert ist, eingeblasen. Zu dem Zwecke
tritt der Glasmacher auf den Hebeltritt 2, wodurch die Zugstange 3 nach unten gedrückt
und die Welle 4 in drehende Bewegung gesetzt wird. Dadurch machen die Stifte 5 eine
radiale Bewegung und drücken die Zugstangen 6 nach unten, so daß die an dieselben
angehängten beiden oberen Formteile 7 geöffnet werden. Gleichzeitig wird das an seinen
beiden Enden nach oben gebogene Flacheisen 8 um die Welle 9 gedreht und so die an die Flacheisen 8 eingehakten Zugstangen
10 zurückgezogen. Auf diese Weise wird der ganze Apparat, welcher auf die beiden mit
Scharnieren (bei 13) gegeneinander beweglichen Teile 11 und 12 montiert ist und sich um den
Mittelpunkt 13 dreht, an seinen vorderen Enden nach außen gezogen und somit die Formteile
14 und 15 geöffnet.
Nachdem durch diesen beschriebenen Fußtritt die Form also nach oben und nach den
Seiten geöffnet ist, bringt der Glasmacher seine vorgearbeitete Kugel in die Form ein, so daß
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der am Pfeifennabel befindliche Halsansatz in die Öffnung 16 zu liegen kommt, läßt den
Tritthebel 2 los, wodurch die Form mittels der Gegengewichte 17 und 18 geschlossen wird,
und bewegt beim Einblasen nun mit dem Fuß den zweiten Tritt 19 (mit der gegenwirkenden
Spiralfeder 20) auf und ab. Durch diese Auf- und Abwärtsbewegung werden die beiden
hängenden Rundeisen 21 und 22 ebenfalls so bewegt und die Kurbeln 23 und 24 in Schwingung
versetzt. Letztere übertragen ihre Kraft auf die Zugstangen 25 und 26, und diese bringen
die Formteile 14 und 15 in schwingende oder kreisende Bewegung und bewirken dadurch,
daß dem Glasgegenstand Glanz und Durchsichtigkeit verliehen wird. Fig. 4 zeigt diesen Gegenstand.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Form, besonders für Tretwerke, zur gleichzeitigen Herstellung zweier Glasteller, Schüsseln, Lampenschirme und anderer Gegenstände mit zwei den beiden Gegenständen entsprechenden Seitenteilen, welche durch einen mittleren zonenförmigen, die Öffnung zum Einführen der Blasepfeife aufnehmenden Teil verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die den Gegenständen entsprechenden Seitenteile, ohne ihren Ort zu verändern gegen den zonenförmigen Teil drehbar sind, zum Zwecke, durch Drehen dieser Formteile während des Ausblasens eine sogenannte gedreht geblasene, also geglättete Glasoberfläche zu erhalten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE287384C true DE287384C (de) |
Family
ID=542607
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT287384D Active DE287384C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE287384C (de) |
-
0
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