DE285703C - - Google Patents
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-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, daß Wassergas, nachdem
es von seinem Gehalt an Kohlensäure und Wasserdampf befreit ist, durch starke Abkühlung
unter Druck in seine Bestandteile Kohlenoxyd, welches sich verflüssigt, und Wasserstoff zerlegt werden kann.
Man hat hierbei zur Kondensation des Kohlenoxyds eine äußere Kühlung des komprimierten
Gases durch flüssige Luft oder
ίο zweckmäßiger verflüssigten Stickstoff benutzt,
da die Erzeugung der erforderlichen tiefen Temperatur durch Entspannung des komprimierten
Wassergases unter Benutzung des Luftverflüssigungsverfahrens nicht gelingt. Zur Herstellung der Kühlmittel war ein besonderer
Hochdruckkompressor erforderlich; das Verfahren war also recht kompliziert und teuer,
da man zwei Gasarten, das zu trennende und das zur Abkühlung dienende Gas, besonders
komprimieren und auch fernerhin getrennt verarbeiten mußte.
Es wurde nun gefunden, daß man Wassergas oder Gasgemische mit entsprechend hohem
Wasserstoffgehalt in weit einfacherer Weise zerlegen kann, ohne daß die Benutzung eines
getrennt zu verarbeitenden Kühlgases erforderlich ist, wenn man nicht Wassergas normaler
Darstellung verwendet, sondern ein Gasgemisch mit einem höheren Gehalt an Kohlenoxyd oder
an anderen Gasen, die einen positiven Thomson-Joule-Effekt besitzen. Wie sich gezeigt hat,
genügt alsdann die bei der Entspannung dieses Gasgemisches auftretende Temperaturerniedrigung
zur Verflüssigung der nicht aus Wasserstoff bestehenden Gasteile oder doch von deren Hauptmenge. Man kann entweder
Wassergas mit der erforderlichen Menge geeigneter Gase versetzen, wobei schon eine verhältnismäßig
geringe Zumischung genügt, oder man kann von vornherein, z. B. durch geeigneten Betrieb des Gasgenerators, ein Gas von
entsprechender Zusammensetzung erzeugen.
Eine einfache Ausführungsform besteht darin, daß man, wenn der Prozeß einmal im Gange
ist, von dem flüssig abgeschiedenen Anteil, z. B. Kohlenoxyd oder Stickstoff, die notwendige
Menge dem zu verarbeitenden Gas vor, während oder nach der Kompression hinzufügt.
Man kann auch den verflüssigten Anteil zunächst durch fraktionierte Destillation
oder Rektifikation reinigen und die dabei gewonnenen noch wasserstoffhaltigen Teile dem
zu verarbeitenden Gasgemisch ganz oder teilweise zusetzen. Setzt man den noch wasserstoffhaltigen
Teil dem frischen Gase hinzu, so hat man außerdem den Vorteil, daß nur zwei
Gase von hoher Reinheit den Apparat verlassen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Zerlegung von Wassergas oder von Gasgemischen mit entsprechend hohem Wasserstoffgehalt in seine Bestandteile unter Benutzung der bei seiner Entspannung eintretenden Abkühlung zur Ver-flüssigung des nicht aus Wasserstoff bestehenden Gasteiles, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des normalen Gasgemisches solche Gasgemische verwendet werden, welche — sei es durch Zumischung wasserstofffreier oder wasserstoffarmer Gase oder Gasgemische, sei es durch entsprechende Herstellungsweise — mit Kohlenoxyd oder Stickstoff so weit angereichert sind, bis das Gasgemisch eine solche Zusammensetzung besitzt, daß sich bei der Entspannung von höherem auf niederen Druck eine Temperaturerniedrigung ergibt, welche zur Verflüssigung des nicht aus Wasserstoff bestehenden Gasteiles oder von dessen Hauptmenge dient.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE285703C true DE285703C (de) |
Family
ID=541076
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT285703D Active DE285703C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE285703C (de) |
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