DE285663C - - Google Patents
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- DE285663C DE285663C DENDAT285663D DE285663DA DE285663C DE 285663 C DE285663 C DE 285663C DE NDAT285663 D DENDAT285663 D DE NDAT285663D DE 285663D A DE285663D A DE 285663DA DE 285663 C DE285663 C DE 285663C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K1/00—Lift valves or globe valves, i.e. cut-off apparatus with closure members having at least a component of their opening and closing motion perpendicular to the closing faces
- F16K1/12—Lift valves or globe valves, i.e. cut-off apparatus with closure members having at least a component of their opening and closing motion perpendicular to the closing faces with streamlined valve member around which the fluid flows when the valve is opened
- F16K1/126—Lift valves or globe valves, i.e. cut-off apparatus with closure members having at least a component of their opening and closing motion perpendicular to the closing faces with streamlined valve member around which the fluid flows when the valve is opened actuated by fluid
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Auslaßvorrichtung für unter Druck stehende Flüssigkeiten.
Zur Erläuterung der Erfindung wird in folgendem
ein Ausführungsbeispiel einer solchen Vorrichtung beschrieben, das besonders für
Hochdruckhydranten zu Feuerlöschzwecken bestimmt ist und zum unmittelbaren Anschluß
des Schlauches dient. Diese besondere Ausführungsform besteht aus einem selbsttätigen
Ventil, das den Auslaß aus dem Hydranten steuert und von Zeit zu Zeit von der Bedienungsmannschaft
durch das gebräuchliche Absperrventil an der Düse eingestellt wird. Das
Wesen der Erfindung besteht darin, daß sich beim öffnen des Düsenventils am Schlauchende
auch das selbsttätige Ventil am Hydranten öffnet und den Auslaß freigibt. Wird dagegen
das Düsenventil geschlossen, so wird auch der Zufluß vom Hydranten selbsttätig abgesperrt und der Schlauch im unbenutzten
Zustande vom Arbeitsdruck entlastet.
Ferner ist eine Einrichtung vorgesehen, durch die der Arbeitsdruck in dem Schlauch
oder der Leitung vermindert wird, sobald der Wasserzufluß unterbrochen wird, um den
Schlauch ausreichend biegsam zu machen und eine schnelle und leichte Beweglichkeit zu ermöglichen.
Endlich ist auch noch eine Einrichtung vorgesehen, um den Flüssigkeitsdruck in der Leitung
während des Ausströmens zu verändern und eine solche, um den Flüssigkeitsdruck in
der Leitung nach dem Absperren des Ausflusses auf ein geringeres Maß als den Arbeitsdruck
einzustellen.
In der Zeichnung stellt
Fig. ι einen mittleren Längsschnitt durch die Auslaßvorrichtung,
Fig. 2 den gleichen Schnitt bei veränderter gegenseitiger Lage der einzelnen Teile dar.
Fig. 3 und 4 zeigen Querschnitte nach den Linien x-x und y-y der Fig. 1.
Fig. 5 stellt eine Seitenansicht des Ventilgehäuses mit Schlauch oder Spritzleitung dar.
Fig. 6 und 6 a zeigen Einzelheiten der Steuerungsglieder der Ablaßöffnung.
Fig. 7 zeigt einen Teil des Ventilgehäuses im Schaubild, und
Fig. 8 ist eine Stirnansicht von Fig. 7.
Fig. 9 und 10 stellen weitere Einzelheiten dar.
Das Mantelgehäuse 1 umschließt die einzelnen Teile der Vorrichtung und besitzt einen
verjüngten Auslaßstutzen 2 mit Ge\vinde zum Anschließen des Spritzenschlauches oder der
Spritzenleitung 3. An der anderen Seite ist ein ebenfalls verjüngtes Deckelstück 4 am Gehäuse
ι zum Einsetzen der innenliegenden Teile abnehmbar befestigt. Das Kupplungsglied
5 verbindet den Einlaßstutzen 4 des Gehäuses mit dem -— nicht dargestellten — Hydranten.
Das eigentliche Ventilgehäuse 6 wird in dem
Mantelgehäuse ι durch Arme 7 derart gehalten, daß zwischen beiden Gehäusen ein Ζλυι-schenraum
zum Durchfluß des Wassers frei bleibt (Fig. 3) und durch den Stift 8 gegen Verdrehung gesichert. Der Stellring 9 verhindert
eine achsiale Verschiebung, indem er sich gegen eine Fläche IO im Gehäuseinncrn lehnt. Das Ventilgehäuse 6 ist ferner mit
einem mittleren Rohransatz 11 versehen, dessen Ende durch die hohle Schraubenkappe
12. verschlossen ist.
Ein Kolbenventil 14 gleitet in dem Gehäuse und an den Führungen 14" und setzt sich auf
den Sitz 15 am Gehäuseeinlaßstutzen auf. Zur leichteren Herstellung und Verbindung der
Teile ist der Ventilkopf 16 durch eine lösbare Verschraubung mit dem Ventilkörper verbunden.
Zwischen beiden Teilen wird die Dichtung 17 gehalten. Durch den Ventilkopf führt
eine Öffnung 18, die eine Verbindung des Gehäuseinnern mit dem Innern des Kolbenventils,
das einen Druckraum 19 bildet, herstellt. Die Schraubenfeder 20 umgibt den Ansatz
11 und drückt das Kolbenventil 14 gegen
den Sitz.
Der Kanal 21 im Gehäuse verbindet den Druckraum 19 mit der Querbohrung 22 und
kann durch einen federbelasteten Hahn 23 verschlossen werden, dessen Schaft 24 von außen
zugänglich ist (Fig. 1,2 und 10).
In der Querbohrung 22 wird ein Kolbenventil 25 geführt, das den Durchtritt durch
den Kanal 21 steuert. In einer ähnlichen und gleichachsigen Querbohrung 26 wird ein topf-
35. förmiger Kolben 27 geführt, der durch die bügeiförmige Stange 28 mit dem Kolben 25
verbunden ist. Eine Schraubenfeder 29 stützt sich gegen den inneren Boden dieses Kolbens
27 und wird durch den röhrenförmigen Teil 30, der in das äußere Gehäuse 1 eingeschraubt
ist, umschlossen. An diesen Teil 30 schließt sich der Handgriff 31 an, dessen freies Ende
mit der Schraube 33 an dem Ansatz 32 des Gehäuses befestigt wird. Die Spannung der
Feder 29 kann durch den Schraubenbolzen 34 verändert werden, der durch 'das Federgehäuse
30 geführt ist und in verschiedenen Stellungen durch die Mutter 35 festgestellt werden kann.
In dem röhrenförmigen Mittelteil 11 des Ventilgehäuses 6 ist eine Spindel 36 angeordnet,
auf die der Kopf yj aufgeschraubt ist. Der mittlere Teil dieser Spindel ist daumenartig
ausgebildet und durch den Bügel 28 hindurchgeführt; am anderen Ende ist ein flügelradförmiges
Glied 39 mit Armen 40 angebracht, die einen flachen Ring 41 tragen (siehe
auch Fig. 9). Die Spindel \vird in dem Lager 42 und dem auf dem Ansatz 44 des Gehäuses
aufgeschraubten Bügel 43 geführt. Die Schraubenfeder 44°, die die Spindel umgibt,
hält den Daumen 38 gewöhnlich in der Stellung nach Fig. 2. Die Kurve 45 des Daumens
stützt sich gegen die in dem Bügel 28 gelagerte Rolle 46.
Um den Flüssigkeitsdruck innerhalb des Schlauches herabzusetzen, sobald das Düsenventil
47 (Fig. 5) und das Hauptventil 14 geschlossen ist, ist folgende Einrichtung getroffen.
In einem der Stützarme 7 ist eine Längsbohrung 48 vorgesehen, die innen durch die
Bohrung 49 mit dem Innern des Gehäuses in Verbindung steht. In dieser Längsbohrung
bewegt sich ein Kolben 50, der mit dem Hauptventil verbunden ist und am vorderen
Ende eine winkelförmige Bohrung 51 besitzt. Diese stimmt mit einer Ablaßöffnung 52 überein,
die seitlich durch den Arm des Ventilgehäuses und den Mantel I hindurchführt (Fig. ι und 2). An diese Ablaßöffnung
schließt sich der y-förmige Ablaßstutzen 53 an, dessen einer Arm 54 den eigentlichen Auslaß
bildet, während in dem anderen Arm ein federbelastetes Kugelventil 55 zur Steuerung
der Ablaßöffnung untergebracht ist. Ein verstellbares Schlußstück 56 dient zur Einstellung
der Federspannung, wodurch der Flüssigkeitsdruck in dem Schlauch geregelt werden
kann, während die Gegenmutter 57 das Schlußstück in der jeweiligen Lage sichert.
Um jederzeit den Flüssigkeitsdruck in dem Druckraum feststellen zu können, ist in dem
Arm des Ventilgehäuses, der auf der Seite des Handgriffes liegt, eine Öffnung 58 vorgesehen,
die den Druckraum durch das äußere Gehäuse hindurch mit der Außenluft verbindet,
und die für gewöhnlich durch den Schraubstöpsel 59 verschlossen wird. Soll der im
Innern herrschende Druck festgestellt werden, so ist nur der Stöpsel 59 zu entfernen und
ein geeignetes Manometer anzuschrauben.
Angenommen, der Schlauch 3 sei an der Vorrichtung befestigt und diese an dem Hydranten
angebracht, das Düsenventil 47 am Schlauchende sei ferner geöffnet und das Hydrantventil
geschlossen, so würden alle Teile die in Fig. 2 dargestellte Lage zueinander einnehmen.
Nur das Kolbenventil 25, das den Kanal 21 steuert, würde in der in Fig. 1 gezeichneten
Stellung stehen, d. h. der Kanal 21 würde voll geöffnet sein, so daß Wasser in
den Druckraum eindringen könnte. Wird das Flydrantventil geöffnet, so hebt das in das Gehäuse
strömende Wasser das Hauptventil von seinem Sitz ab und strömt durch das Gehäuse
hindurch in den Schlauch. Durch die Öffnungsbewegung des Hauptventils wird gleichzeitig
auch der Kolben 50 bewegt und die Ablaßöffnung 52 geschlossen. Die Wasserströtnung
trägt das flügelradförmige Glied 40 nach außen und bringt den Daumen in die Stellung
der Fig. ι, in der der Bügel gegen Verschiebung
gesichert und der Kanal 21 offen gehalten ist. Das Wasser dringt auch durch die
■ Öffnung 18 in den Druckraum, und so lange, wie das Düsenventil offen ist, bleiben alle
Teile in der beschriebenen Stellung.
Wird das Düsenventil 47 geschlossen, so wird der Wasserstrom unterbrochen. Da jetzt
der Druck auf den flügelradförmigen Wasser- '
fangkörper 40 auf beiden Seiten gleich ist, wird er durch die Feder 44* wieder in die Anfangsstellung
gebracht. Dadurch wird der Bügel 28 frei, und da der Druck auf das Ventil
25 beiderseits gleich ist, wirkt der Wasserdruck auf den Kolben 27, wodurch das Kolbenventil
25 so weit verschoben wird, daß es den Kanal 21 verschließt. Da das Wasser
vom Hydranten ungehindert in den Hauptventilkolben eindringen kann, so füllt sich
dieser schnell, und sobald der Druck auf beiden Seiten ausgeglichen ist, kann die Feder 20
das Hauptventil auf seinen Sitz drücken und dadurch den Auslaß des Hydranten abschließen.
Beim Schließen des Hauptventils wird der Kolben 50 mitbewegt und öffnet den Auslaß
52, durch den so lange Wasser zu dem Ausflußstutzen 54 fließt, bis der Druck im Schlauch der Federkraft des Kugelventils entspricht
und sich dieses schließt. Die Spannung dieser Feder ist so bemessen, daß genügend
Wasser aus dem Schlauch abfließt, um die gewünschte Biegsamkeit der Leitung zu erhalten.
Es ist zweckmäßig genügend Druck im Schlauch zu behalten, um die Spannung der
Feder 29 des Kolbens 2y zu überwinden, damit dieser in der Stellung gehalten wird, in
der das Ventil 25 den Abflußkanal 21 verschlossen hält; der geeignete Druck wird, wie
bereits erläutert, durch entsprechende Einstellung der Feder des Kugelventils 55 aufrechterhalten.
Soll die Wassermenge, die durch den Schlauch fließt, verändert werden, so muß der
Hahn 23 gedreht werden, so daß der Kanal 21 teilweise verschlossen ist, zum Zwecke, den
Wasserstrom von dem Druckraum zu drosseln, so daß infolge des verringerten Druckunterschiedes
die Feder 20 das Hauptventil teil-■ 50 weise schließt. Wie weit das Hauptventil geschlossen
wird, hängt von der Stellung des Hahnes 23 ab. Wenn das Hauptventil ganz
geschlossen werden soll, müßte der Hahn 23 den Kanal 21 vollkommen abschließen.
Die Schließgeschwindigkeit des Hauptventils kann durch entsprechende Bemessung der
einzelnen Teile geregelt werden.
Je langer der Druckraum, desto längere
Zeit ist zum Ventilschluß erforderlich. Andererseits würde sich, das Ventil bei einer
größeren Bohrung 18 schneller schließen. Die Öffnung 60 wird zweckmäßig in dem Federgehäuse
30 vorgesehen, um etwaige Überoder Unterdrücke beim Hin- und Hergehen des Kolbens 27 zu vermeiden.-
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Regeln des Flüssigkeitsdruckes in an Hydranten o. dgl.
angeschlossenen Schlauchleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß in der zwischen Hydrant und Schlauch angeordneten Vorrichtung
ein Hauptventil (14), das sich beim Schließen des am Schlauchende befindlichen
Düsenventils (47) nach Art der Rückschlagventile durch Federdruck selbsttätig schließen kann, mit einem Steuerorgan
verbunden ist, das bei der Schließbewegung des Hauptventils eine öffnung
(52, 54) des Gehäuses freigibt, durch die ein beliebiger Teil der zwischen dem Düsenventil (47) und dem Hauptventil
(14) eingeschlossenen Druckflüssigkeit entweichen kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das topfförmige
Hauptventil (14) kolbenartig in einer achsialen Mittelbohrung des inneren Ventilgehäuses
(6) geführt ist und ' einen Druckraum (19) abschließt, der einerseits
durch eine in dem Hauptventil vorgesehene Zuflußöffnung (18) mit der Zuleitung
des Hydranten in Verbindung steht und andererseits durch eine mittels eines besonderen Steuerkolbens (25) selbsttätig
gesteuerte Kanalöffnung (21) des Gehäuses (6) mit der Schlauchleitung verbunden
werden kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchflußquerschnitt
des Kanals (21), der den Druckraum hinter dem Hauptventil mit der Schlauchleitung verbindet, durch einen
von außen drehbaren Hahn (23-24) verändert werden kann.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der die
Kanalöffnung (21) steuernde Kolben (25) in einer quer zur Durchflußrichtung angeordneten
Bohrung des Gehäuses verschiebbar und mit einem federbelasteten zweiten Steuerkolben (27) verbunden ist, durch
den er bei Verminderung des Flüssigkeitsdruckes in der Schlauchleitung unter einen
bestimmten Mindestdruck derart verschoben wird, daß er die Kanalöffnung (21)
freigibt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein achsial
verschiebbarer Wasserfangkörper (40) durch den die Vorrichtung durchfließenden Flüssigkeitsstrom entgegen der Wirkung
seiner Feder (44°) in der Stromrichtung verschoben wird und in dieser Lage mittels
einer an seiner Spindel (36) angeordneten Keilfläche (38) die Steuerkolben (25 und 27) in derjenigen Lage sichert, in
der die Kanalöffnung (21) freigegeben ist, dagegen wenn der Wasserfangkörper
bei unterbrochenem Flüssigkeitsstrom durch seine Feder (44") in die Normallage zurückgezogen ist, die Verschiebung der
Steuerkolben nicht behindert.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Keil
(38) die bügeiförmig ausgebildete Verbindungsstange (28) der beiden Steuerkolben
(25 und 27) durchdringt und damit die beiden Steuerkolben quer zur Spindelachse verschiebt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen,
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE285663C true DE285663C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT285663D Active DE285663C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE285663C (de) |
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